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Anreize und Hindernisse für unternehmerische Aktivitäten deutscher Firmen in Russland

Anreize und Hindernisse für unternehmerische Aktivitäten deutscher Firmen in Russland
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Thomas Falk
  • Abgabedatum: April 1999
  • Umfang: 132 Seiten
  • Dateigröße: 902,9 KB
  • Institution / Hochschule: Philipps-Universität Marburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4739-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4739-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4739-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Falk, Thomas April 1999: Anreize und Hindernisse für unternehmerische Aktivitäten deutscher Firmen in Russland, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Russland, Foreign Markets, Globalisierung, Auslandsaktivitäten

Diplomarbeit von Thomas Falk

Einleitung:

In den letzten zwanzig Jahren haben Deregulierung und Privatisierung die Rahmenbedingungen des internationalen Luftverkehrs maßgeblich verändert. Daneben ist auch der internationale Luftverkehr als globale Industrie den Auswirkungen einer zunehmenden Globalisierung ausgesetzt. Globalisierte Wertschöpfungsprozesse führen in allen Branchen zu wachsenden Anforderungen an Effizienz und Effektivität der Infrastruktur zur Unterstützung der internationalen Arbeitsteilung. Eine solche Entwicklung macht eine Anpassung der Flugstreckennetzwerke und Flugpläne an die veränderten Anforderungen für Fluggesellschaften unvermeidbar. Als zentrales Instrument zur Anpassung an diese Anforderungen haben sich strategische Allianzen herausgebildet, deren Zahl ebenso wie die Intensität der Zusammenarbeit in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben.

Ein zentrales Element bei der Erklärung der strategischen Allianz als dominierende Strategie für Airlines sind bestehende regulatorische Einflussfaktoren. Im Rahmen fortschreitender weltweiter Liberalisierungsbemühungen ist jedoch auch in der Luftverkehrsbranche eine Lockerung staatlicher Eigentumsbeschränkungen und bilateraler Kooperationsabkommen langfristig sehr wahrscheinlich. Für die anvisierte Arbeit soll davon ausgegangen werden, dass die bestehenden Restriktionen weitestgehend aufgehoben sind. Insbesondere wird die Annahme gemacht, dass Fusionen und Akquisitionen neben strategischen Allianzen als alternative Optionen zur Verfügung stehen. Im Falle einer solchen Deregulierung wird von verschiedenen Autoren unterstellt, dass auch im internationalen Luftverkehr ein intensiver Konzentrationsprozess einsetzen wird. In den bisherigen Arbeiten zu Kooperationen im Luftverkehr wurde die Konzentration als Alternative zu strategischen Allianzen in einem liberalisierten Luftverkehrsmarkt erkannt und Einschätzungen bezüglich eines möglichen Konzentrationsprozesses gegeben. Bislang fehlt allerdings noch eine Untersuchung dieser Problematik auf theoretischer Basis. Insbesondere scheinen auch die Auswirkungen, die sich durch Existenz eines weitreichenden Allianzgefüges auf die Vorteilhaftigkeit der Konzentration als alternativer Organisationsform ergeben, noch keine hinreichende Berücksichtigung gefunden zu haben.

Das Ziel der anvisierten Arbeit ist die theoriegeleitete Untersuchung von Konzentration als alternative Strategie zu bestehenden strategischen Allianzen für Linienfluggesellschaften des Passageverkehrs unter Abstraktion von rechtlichen Beschränkungen.

Dies schließt insbesondere eine kritische Überprüfung der These ein, dass Allianzen in einem deregulierten Umfeld weitestgehend durch Konzentration abgelöst werden. Die theoretische Analyse wird vergleichend auf Grundlage des industrieökonomischen Ansatzes, des ressourcenorientierten und des Resource-Dependence Ansatzes sowie des Transaktionskostenansatzes vorgenommen. Hierbei soll, ausgehend von der Existenz bestehender Allianzen, analysiert werden, inwieweit eine Liberalisierung die Ablösung von Allianzbeziehungen durch Konzentration zur Folge hätte.

Gang der Untersuchung:

Für diese Untersuchung ist die vorliegende Arbeit in drei Hauptteile unterteilt. Im Anschluss an diese Einleitung sollen in Kapitel zwei die zugrunde liegenden theoretischen Konzepte dargestellt werden. Dazu sollen zunächst der Begriff der strategischen Allianz als Spezifikation des Kooperationsbegriffes sowie der Begriff der Konzentration in den Zusammenhang des Begriffes Unternehmenszusammenschluss eingeordnet werden. Eine begriffliche Präzisierung und Abgrenzung führt zu Arbeitsdefinitionen für die Begriffe der strategischen Allianz und der Konzentration. Daran anschließend werden die theoretischen Grundlagen der zur Beurteilung von Allianz und Konzentration herangezogenen Ansätze und ihr Erklärungsgehalt dargestellt.

Das dritte Kapitel dient einer Konkretisierung des Untersuchungsgegenstands der Arbeit. Zunächst wird in Abschnitt 3.1 die Linienluftverkehrsbranche anhand der Analyse von Branchenstruktur, unternehmensinterner Erfolgsfaktoren und der Entwicklung rechtlicher Rahmenbedingungen dargestellt. In Abschnitt 3.2 sollen Unternehmenszusammenschlüsse im Linienluftverkehr aufbauend auf den bestehenden Allianzen hinsichtlich der zugrunde liegenden Motive und Kooperationsfelder als strategisches Instrument für Airlines vorgestellt werden.

Das eigentliche Problem der Beurteilung der Konzentration als Alternative zu diesen strategischen Allianzen für Luftverkehrsgesellschaften wird in Kapitel vier analysiert. Die hierfür notwendige vergleichende Bewertung findet auf Basis der in Absatz 2.2 vorgestellten Theorien statt. Hierbei wird insbesondere untersucht, ob es unter Beachtung der grundlegenden Ansatzpunkte dieser Theorien möglich ist, eine jeweilige Bewertung abzuleiten. Außerdem soll überprüft werden, ob auf Grundlage der Aussagen der verschiedenen Ansätze und unter Berücksichtigung ihres Erklärungsgehaltes eine gemeinsame Aussage zur Vorteilhaftigkeit von Konzentration gegenüber strategischen Allianzen abgeleitet werden kann.

Inhaltsverzeichnis:

Verzeichnis der Abbildungen iv
Verzeichnis der Tabellen iv
Verzeichnis der Abkürzungen v
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 2
2. Theoretische Grundlagen 3
2.1 Die Begriffe der Strategischen Allianz und Konzentration 3
2.1.1 Kooperation und Konzentration als Unternehmenszusammenschlüsse 3
2.1.1.1 Motive für Zusammenschlüsse 5
2.1.1.2 Klassifikationskriterien für Kooperationen 7
2.1.2 Strategische Allianz 8
2.1.3 Konzentration 10
2.2 Theoretische Ansätze zu Zusammenschlüssen und ihr Erklärungsgehalt 11
2.2.1 Industrieökonomischer Ansatz 11
2.2.1.1 Theoretische Grundlagen 11
2.2.1.2 Erklärungsbeitrag für Allianz und Konzentration 15
2.2.2 Betrachtung kritischer Ressourcen 17
2.2.2.1 Theoretische Grundlagen 17
2.2.2.2 Erklärungsgehalt für Allianz und Konzentration 19
2.2.3 Transaktionskostenansatz 22
2.2.3.1 Theoretische Grundlagen 22
2.2.3.2 Erklärungsgehalt für Allianz und Konzentration 24
3. Die Luftverkehrsindustrie als Untersuchungsgegenstand 26
3.1 Charakterisierung der Luftverkehrsbranche 27
3.1.1 Industriestruktur im Luftverkehr 27
3.1.1.1 Verhandlungsmacht der Zulieferer 28
3.1.1.2 Verhandlungsmacht der Abnehmer 29
3.1.1.3 Gefahr durch Substitutionsprodukte 30
3.1.1.4 Gefahr durch neue Wettbewerber 31
3.1.1.5 Rivalität unter etablierten Anbietern 34
3.1.2 Erfolgsfaktoren für Luftverkehrsgesellschaften 35
3.1.2.1 Erfolgsfaktor Flugnetz 35
3.1.2.2 Erfolgsfaktor Image und Qualität der Leistung 37
3.1.2.3 Erfolgsfaktor Yield-Management 37
3.1.2.4 Erfolgsfaktor Kostenmanagement 39
3.1.3 Entwicklung der Regulierung im Luftverkehr 40
3.2 Unternehmenszusammenschlüsse im Luftverkehr 41
3.2.1 Die Bedeutung von Unternehmenszusammenschlüssen im Luftverkehr 41
3.2.2 Motive für Unternehmenszusammenschlüsse im Luftverkehr 43
3.2.2.1 Motive auf der Kostenseite 44
3.2.2.2 Motive auf der Erlösseite 45
3.2.3 Bereiche der Zusammenarbeit 47
3.2.3.1 Kooperation bei Netzwerk und Flugplan 48
3.2.3.2 Kooperationsfeld Marktauftritt 51
3.2.3.3 Kooperation bei Verkauf und Vertrieb 52
3.2.3.4 Kooperationen außerhalb des Kerngeschäfts 53
3.2.4 Kooperation versus Konzentration im Luftverkehr 54
4. Konzentration als Alternative zu strategischen Allianzen im Luftverkehr 55
4.1 Analyse vor dem Hintergrund des industrieökonomischen Ansatzes 55
4.1.1 Industrieökonomische Ansatzpunkte im Luftverkehr 55
4.1.1.1 Economies of density und scale 56
4.1.1.2 Ausbau der Marktposition am Heimathub und Produktdifferenzierung 57
4.1.1.3 Risikodiversifikation 58
4.1.1.4 Zusammenschluss mit Wettbewerbern 58
4.1.2 Zwischenergebnis 59
4.2 Analyse unter Berücksichtigung kritischer Ressourcen 60
4.2.1 Strategische Ressourcen im Luftverkehr 60
4.2.1.1 Strategische Ressourcen und Zusammenschlüsse 61
4.2.1.2 Airline-Allianzen – scale oder link alliances? 63
4.2.2 Resource-Dependence-Betrachtung 64
4.2.3 Zwischenergebnis 66
4.3 Analyse vor dem Hintergrund des Transaktionskostenansatzes 67
4.3.1 Die Bedeutung spezifischer Investitionen in Luftverkehrsallianzen 67
4.3.1.1 Ausrüstung und Marketing 68
4.3.1.2 Anpassung der Flugpläne 69
4.3.2 Opportunistisches Verhalten in strategischen Allianzen 71
4.3.2.1 Opportunismus und gemeinsame Leistungserstellung 71
4.3.2.1 Opportunismus und spezifische Investitionen 72
4.3.3 Opportunistisches Verhalten bei Konzentration 73
4.3.4 Vergleich der Transaktionskosten in Allianz und Konzentration 75
4.4 Zusammenfassung der Ergebnisse der theoretischen Analyse 76
5. Zusammenfassung und Ausblick 77
Anhang A: Globale Allianz-Netzwerke im Luftverkehr 79
Literaturverzeichnis 80

Automatisiert erstellter Textauszug:

3.3.5.1. Zur Kaufkraft In einem kleinen Exkurs sollen vor der Betrachtung von Besonderheiten des russischen Konsumenten zunächst seine finanziellen Möglichkeiten beleuchtet werden. Die Kaufkraft der russischen Bevölkerung ist schwer zu schätzen. In den offiziellen Statistiken sind weder die inoffiziellen Einkommen noch die verzögerten oder in Naturalien gezahlten Löhne berücksichtigt. Zahlen zu den Lohn-, Renten-, Sold- und sonstigen Rückständen werden noch relativ regelmäßig veröffentlicht. Welcher Anteil der Löhne geldlos gezahlt wird, liegt völlig im Dunkeln. Auch die Höhe der versteckten Einkommen ist schwer zu beziffern. Der Anteil der real gezahlten Löhne am Einkommen scheint zugunsten nichtoffizieller Beschäftigung zu sinken.210 Interessant sind in diesem Zusammenhang die Ergebnisse einer Pilotumfrage des RUFI Moskau bei der im Oktober 1998 290 Kleinunternehmer befragt wurden. Die Interviewten gaben z.B. an, daß ihre wirkliche Beschäftigungszahl durchschnittlich 70 % über der dem Fiskus gemeldeten liegt, der Reallohn durchschnittlich 90 % niedriger gemeldet wird und der Umsatz über 300 mal so hoch ist wie angegeben.211 Eine weitere Erscheinung, die bei der Bewertung der verfügbaren Einkommen und der Bedürfnisstruktur der Konsumenten mit einbezogen werden muß, ist der hohe Grad der Selbstversorgung. In den Kleingärten, den Datschen werden Kartoffeln, Kohl, Obst und Gemüse angebaut. Hinzu kommt was die Natur sonst bietet, wie Pilze, Beeren, Wild und Fische.212 Die Kaufkraft konzentriert sich im europäischen Teil und in den Großstädten, wo der Großteil der Mittel- und gehobenen Schicht lebt. Moskau und St. Petersburg nehmen erneut eine Sonderstellung ein. Aufgrund des relativ hohen Lebensstandards existieren dort überdurchschnittliche Absatzchancen.213 Gleichzeitig ist die Wettbewerbsintensität gerade im großstädtischen Handel mit Standardartikeln schon sehr hoch.214 Doch nicht nur dort trifft man in Rußland altbekannte Konkurrenten wieder.215 [...]

49 % eine tendenziell stark ausgeprägte Spontanität im Erkennen von Chancen zu. Knapp 60 % der Antwortenden hielten die Russen für eher inflexibel und etwas mehr für wenig teamfähig. Hätte man vielleicht erwarten können, zumindest gute Organisatoren in den Russen zu finden, war hier keine Tendenz ersichtlich. Auch bei der Zuverlässigkeit ist das Bild unter den Deutschen gespalten, wobei sich ein bereits ausreichend negatives Bild ergibt, wenn die Hälfte der Befragten sie für eher unzuverlässig hält. Wenig schmeichelhaft, in Anbetracht der offensichtlich wahrgenommenen Schwächen, wurden ihnen folgende Persönlichkeitsmerkmale am stärksten zugeschrieben: Für sehr selbstbewußt hielten russische Manager 51, 9 % und für tendenziell selbstbewußt weitere 41,2 %. Stark ausgeprägte Autorität beobachteten 93,9 % (alle Ergebnisse im Anhang in Tabelle 3). Entsprechend einer von der Unternehmensberatung T.W.I.S.T. durchgeführten Befragung deutscher und russischer Führungskräfte im Jahre 1994207 schätzten die Deutschen an den Russen deren Wärme und Herzlichkeit, störten sich aber an ihrer Passivität, Maßlosigkeit, Faulheit und Arroganz. Russische Führungskräfte dachten auf der anderen Seite über ihre deutschen Kollegen, daß sie genau, tüchtig, zuverlässig, ehrlich aber auch arrogant und inflexibel sind, sowie einen Drang zur Überlegenheit besitzen. Die Deutschen zeigten sich bei der Einschätzung, welches Bild die andere Seite von ihnen hat, weitaus selbstbewußter als die Russen. Trotzdem glaubte die Mehrzahl in beiden Lagern, daß eine gute Zusammenarbeit möglich ist. Ursache für Schwierigkeiten werden in erster Linie in Unterschieden im Arbeitsstil gesehen. Russen benennen des weiteren Unterschiede in den Spielregeln im zwischenmenschlichen Bereich, Deutsche haben Probleme mit russischen ethisch-moralischen Wertvorstellungen und dem Zeitverständnis.208 Erwähnenswert scheint, daß in dem sonst recht chauvinistischen Rußland Frauen in Führungspositionen keine Seltenheit sind und auch deutsche Firmen, wie z.B. die Wella AG, gute Erfahrungen mit weiblichen Managern machten.209 [...]

48 3.3.4.3. Deutsch-russische Zusammenarbeit in den Führungsetagen Russische Führungskräfte können in ein deutsch-russisches Führungsteam in erster Linie ihre Kenntnis der Gegebenheiten und ihre, uns zuweilen exotisch erscheinenden Problemlösungsstrategien einbringen. Durch ihr kulturelles Verständnis besitzen sie Vorteile im Umgang mit dem Personal sowie mit Verhandlungs- und Geschäftspartnern. Gelegentlich wird auch auf die größere Marktkenntnis der Russen verwiesen, wobei man in diesem Zusammenhang mit seinen Erwartungen vorsichtig sein sollte. Zum einen ist der russische Markt an sich noch sehr jung und die Russen hatten auch mit dem Hintergrund der schwer zu beschaffenden Informationen kaum mehr Zeit, ihn zu studieren, als ausländische Firmen. Außerdem arbeiten russische Führungskräfte, wie oben schon erläutert, vielfach noch nach dem alten Denkmuster, wonach sich der Absatz von selbst ergibt, wenn die Produktion gut organisiert ist. Die Wella AG machte hier z.B. schlechte Erfahrungen. Während ihr Produktions-Joint-Venture zufriedenstellend lief, scheiterte das Vertriebs-Joint-Venture aus diesen Gründen.203 Einen Beitrag zur Annäherung der Denkweisen könnten Auslandsaufenthalte auf beiden Seiten leisten. Die Russen hätten die Möglichkeit, sich konkret ein Bild von der Arbeit eines Unternehmens in einer stark nachfrageorientierten Wirtschaft zu machen und Ideen zu sammeln, wie das Arbeiten in Rußland verbessert werden kann. Die Deutschen auf der anderen Seite könnten sich mit der Situation in Rußland vertraut machen.204 Bedeutend für die Lösung interkultureller Probleme ist das Bemühen um ein persönliches Vertrauensverhältnis. Ziel- und Verhaltenskonflikte sollten frühzeitig aufgedeckt werden. Regelmäßige Arbeitssitzungen und permanente Rückfragen helfen Mißverständnisse auszuräumen. Bei der Bildung einer einheitlichen Unternehmenskultur in einem Joint Venture wurden gute Erfahrungen mit schriftlich fixierten verbindlich definierten Schlüsselbegriffen gemacht. Das Wertesystem und Verständnis der Führungskräfte beider Seiten läßt sich auch im Rahmen von Weiterbildungsprogrammen beeinflussen.205 Gelingt es nicht, Konflikte intern zu lösen, können u.U. Beratungsfirmen als Vermittler engagiert werden.206 Dieses Kapitel abschließend soll der Frage nachgegangen werden, welches Bild die Führungskräfte beider Seiten voneinander haben und wie sie ihr Verhältnis sehen. Bei der Befragung im Rahmen dieser Arbeit sollten die Vertreter der deutschen Firmen die Ausprägung bestimmter Eigenschaften bei russischem Führungspersonal einschätzen. Dabei wurde das Vorurteil der mangelnden Eigeninitiative von fast 70 % der Befragten bestätigt. Langfristiges Denken konnte nur ein Viertel der Befragten feststellen. Dafür sprachen ihnen knapp 18,2 % eine sehr stark und 51,5 [...]

Arbeit zitieren:
Falk, Thomas April 1999: Anreize und Hindernisse für unternehmerische Aktivitäten deutscher Firmen in Russland, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Russland, Foreign Markets, Globalisierung, Auslandsaktivitäten

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