Anlageverhalten von Jungakademikern bei Aktien und Aktienfonds
Eine empirische Analyse unter Berücksichtigung der Theorie des geplanten Verhaltens
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Uwe Makosch
- Abgabedatum: März 2003
- Umfang: 307 Seiten
- Dateigröße: 1,6 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Universität Duisburg-Essen, Standort Essen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7099-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7099-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7099-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Makosch, Uwe März 2003: Anlageverhalten von Jungakademikern bei Aktien und Aktienfonds, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Anlagegeschäft, Verhaltenswissenschaftliche Theorie, Multi-Chanel-Banking, Hochschulabsolventen, Marketingsansatz
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Diplomarbeit von Uwe Makosch
Zusammenfassung:
Trotz hoher Kursverluste an den internationalen Kapitalmärkten seit März 2000, verunsichert handelnden Anlegern und damit verbundenen Umsatzrückgängen nimmt aktuell das Anlagegeschäft mit Aktien und Aktienfonds bei Finanzdienstleistern wieder eine bedeutende Stellung ein. Die Geldvermögensanlagen werden in Deutschland bis zum Jahr 2010 auf über 6,4 Billionen Euro anwachsen und damit in etwa 10 Jahren um fast 80% expandieren. Das stärkste Wachstum werden dabei Anlagen in Aktien mit 150% und Aktienfonds mit 200% erzielen.
Für das Marketing von Finanzdienstleistern eröffnet sich damit eine faszinierende Perspektive vor allem bei der attraktiven Zielgruppe der Jungakademiker. Marktanteile werden aber nur diejenigen Finanzdienstleister erobern können, die diesen Anforderungen des Marktes und ihrer Kunden in Bezug auf Beratungskapazität, Produktpalette und Vertriebswege gerecht werden.
Zahlreiche Studien haben in den vergangenen Jahren zu einer intensiven Beschäftigung mit dem Anlageverhalten von privaten Anlegern geführt. Speziell über das Anlageverhalten von Jungakademikern ist bisher noch wenig bekannt. Die vorliegende Arbeit setzt sich demnach zum Ziel, die Kenntnisse über die „Black Box“ von Jungakademikern zu erweitern, um deren Anlageverhalten in Hinsicht auf Aktien und Aktienfonds transparenter zu machen. Dies geschieht unter Rückgriff auf die „Theorie des geplanten Verhaltens“ (TOPB) im Wege einer eigens durchgeführten empirischen Erhebung. Die Ergebnisse dieser Pilotstudie sollen die Möglichkeit schaffen, systematische Ansatzpunkte für nachfrageorientierte Marketingmaßnahmen speziell bei Jungakademikern abzuleiten.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | 4 | |
| Tabellenverzeichnis | 5 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 6 | |
| 1 | Einleitung | 9 |
| 1.1 | Problemstellung | 9 |
| 1.2 | Aufbau der Arbeit | 11 |
| 2. | Aktien, Aktienfonds, Aktienkultur und Anlageverhalten | 12 |
| 2.1 | Aktien | 12 |
| 2.1.1 | Begriffliche Grundlagen | 12 |
| 2.1.2 | Merkmale | 13 |
| 2.1.3 | Arten | 15 |
| 2.2 | Aktienfonds | 17 |
| 2.2.1 | Begriffliche Grundlagen | 17 |
| 2.2.2 | Merkmale | 19 |
| 2.2.3 | Arten | 21 |
| 2.3 | Aktienkultur in Deutschland | 23 |
| 2.3.1 | Begriffliche Grundlagen | 23 |
| 2.3.2 | Entwicklung und aktueller Stand | 24 |
| 2.3.3 | Maßnahmen zur Förderung | 28 |
| 2.4 | Anlageverhalten | 30 |
| 2.4.1 | Begriffliche Grundlagen | 30 |
| 2.4.2 | Anlageentscheidungsprozess | 31 |
| 2.4.3 | Einflussfaktoren auf das Anlageverhalten | 33 |
| 2.4.3.1 | Person des Anlegers | 34 |
| 2.4.3.2 | Umwelt des Anlegers | 37 |
| 2.4.3.3 | Situation des Anlegers | 38 |
| 3. | Die Theorie des überlegten Handelns und die Theorie des geplanten Verhaltens als Erklärungsmodelle für das Verhalten | 40 |
| 3.1 | Einführung | 40 |
| 3.2 | Die Theorie des überlegten Handelns | 41 |
| 3.3 | Die Theorie des geplanten Verhaltens | 44 |
| 4. | Empirische Analyse zum Anlageverhalten von Jungakademikern bei Aktien und Aktienfonds | 52 |
| 4.1 | Ziele der Untersuchung | 52 |
| 4.2 | Aufbau der Untersuchung | 53 |
| 4.3 | Untersuchungsmethode | 55 |
| 4.3.1 | Stichprobe | 55 |
| 4.3.2 | Praktische Anwendung der TOPB | 57 |
| 4.4 | Ergebnisse der Analyse zum Anlageverhalten bei Jungakademikern | 60 |
| 4.4.1 | Aktien | 60 |
| 4.4.1.1 | TOPB | 60 |
| 4.4.1.2 | Deskriptive Statistiken | 63 |
| 4.4.2 | Aktienfonds | 63 |
| 4.4.2.1 | TOPB | 79 |
| 4.4.2.2 | Deskriptive Statistiken | 81 |
| 5. | Konsequenzen für das Marketing von Finanzdienstleistern | 88 |
| 5.1 | Aktien | 59 |
| 5.1.1 | Ansprache potenzieller Anleger | 89 |
| 5.1.2 | Vertrieb über Multi-Channel-Banking | 93 |
| 5.1.2.1 | Internet | 94 |
| 5.1.2.2 | Anlageberater | 99 |
| 5.1.2.3 | Online/BTX, Call-Center, SB-Terminal und Fax | 110 |
| 5.1.2.4 | Pocket PC, SMS, WAP und andere Vertriebskanäle | 116 |
| 5.2 | Aktienfonds | 122 |
| 5.2.1 | Ansprache potenzieller Anleger | 124 |
| 5.2.2 | Vertrieb über Multi-Channel-Banking | 125 |
| 5.2.2.1 | Internet | 127 |
| 5.2.2.2 | Anlageberater | 129 |
| 5.2.2.3 | Online/BTX, Call-Center, SB-Terminal und Fax | 138 |
| 5.2.2.4 | Pocket PC, SMS, WAP und andere Vertriebskanäle | 139 |
| 5.2.3 | Private Altersvorsorge und „Riester Rente“ | 140 |
| 6. | Kritik und Ausblick | 149 |
| Quellenverzeichnis | ||
| a) | Literatur | 151 |
| b) | Internetangaben | 175 |
| c) | Persönliche Gespräche und Telefongespräche | 184 |
| d) | Sonstige Materialien (Broschüren, Anschreiben nach Anfragen o.ä.) | 187 |
| Eidesstattliche Erklärung | 188 | |
| Anlagenverzeichnis | 1 | |
| Anlage 1: Fragebogen | 2 | |
| Anlage 2: Codeplan | 14 | |
| Anlage 3: Dax30 (XETRA)-Index vom 24.10. - 30.11.2001 (WKN 846900) | 41 | |
| Anlage 4: Statistische Auswertungen, Tabellen und Diagramme | 46 |
96 alleiniges Differenzierungsmerkmal sein. Differenzierungspotenziale liegen z.B. in verbesserten Systemkapazitäten541 mit leistungsstärkeren IT-Infrastrukturen, um in Marktphasen mit hoher Volatilität und hohem Orderaufkommen alle Wertpapieraufträge bezüglich der zeitlichen Priorisierung mit möglichst geringen Abwicklungszeiten fair ausführen zu können.542 Nur so kann sich ein Finanzdienstleister souverän als Anbieter von Aktien positionieren.543 Die Datensicherheit stellt im Anlagegeschäft einen wichtigen nachhaltigen Wettbewerbsfaktor dar.544 Der Untersuchung zufolge sehen Absolventen das Internet für eine Wertpapierorder als sicheren Vertriebsweg an. Die subjektiv vom Kunden wahrgenommene Datensicherheit muss jedoch nicht unbedingt mit der objektiven übereinstimmen,545 sondern beruht weitgehend auf dem Vertrauen, dass der Kunde seiner Bank entgegenbringt.546 Vollständige Datensicherheit kann aus technischer und organisatorischer Sicht im Internet nicht garantiert werden.547 Auf der Homepage eines Anbieters sollten für interessierte Nutzer Informationen verfügbar sein, mit welchen technischen und organisatorischen Maßnahmen die Datensicherheit gewährleistet wird.548 Um Bedenken und möglichen Ängsten549 potenzieller Kunden in Bezug auf die Vertrauenseigenschaft der Datensicherheit im Internet zu begegnen ist vor allem ein Maximum an technischer Infrastruktur, z.B. über die 128bit-Secure Socket Layer (SSL)-Verschlüsselung, zu bieten.550 Eine offene Informationspolitik ist geeignet, den Kunden auf die Einhaltung von Verhaltensweisen zum Datenschutz aufmerksam zu machen.551 Eine mögliche Sicherheitslücke besteht bei der Ausgabe und Verwahrung der Geheimzahl (PIN) sowie der Transaktions-Nummern (TAN´s).552 Die Sorgfaltspflicht eines Kunden besteht insbesondere darin, sicherzustellen, dass keine andere Person Kenntnis von seiner PIN und den TAN´s erlangt und diese Zahlen Dritten nicht zugänglich [...]
95 Dienstleistungsmedium.532 Die Resultate zur TOPB weisen darauf hin, dass es vermutlich keine direkte Beeinflussung von Jungakademikern durch wichtige Bezugspersonen, wie Eltern, Freunde oder Partner, bei Aktientransaktionen gibt. Oftmals leben die Absolventen als Singles und entscheiden bei Aktienordern eher eigenständig. Dabei scheinen sie risikofreudiger zu sein als die in einer Partnerschaft lebenden Jungakademiker. Diese Personengruppe eignet sich ideal für die Abwicklung533 von Aktienaufträgen über den medialen Vertriebsweg Internet.534 Finanzdienstleister sollten tendenziell besondere Aufmerksamkeit auf Männer und Frauen mit höherem Einkommen richten, um vorhandenes Anlagepotenzial abschöpfen zu können. Das Internet gilt als Chance, die kostenintensiven physischen Vertriebskanäle, insbesondere das Geschäftsstellennetz, eines Finanzdienstleisters einzuschränken.535 Durch differenzierte Preis-Leistungs-Systeme für reine Internetoder Multikanalkunden können die jeweiligen Kundensegmente bearbeitet werden.536 Für die Berechnung der Transaktionsgebühr ist die Art der Auftragserteilung beim direkten Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten537 bei ausgeweiteten Börsenhandelszeiten538 von herausragender Bedeutung. Das Internet ist i.d.R. der günstigste Vertriebsweg für Aktientransaktionen. Die Gebühren können sich, abhängig von der jeweiligen Bank, bei der Nutzung anderer Medien erhöhen. Call Center, WAP, Fax und Brief unterliegen im Allgemeinen einer höheren Transaktionsgebühr als das Internet. Durch die Abwicklung über einen Anlageberater können sich die Kosten für den Kunden, im Vergleich zum Internet, sogar durchschnittlich verdoppeln.539 Durch attraktive preispolitische Aktionen können sich gleichzeitig auch die Abwerbungschancen von Konkurrenten reduzieren.540 Dennoch werden die Preise zukünftig kein [...]
94 5.1.2.1 Internet Die Resultate der Datenanalyse weisen darauf hin, dass 68% der Jungakademiker das Internet als Vertriebsweg für Aktientransaktionen nutzen. Dieses Medium gilt auch in Zukunft als attraktivster Vertriebskanal (65%). Experten betrachten den Aktienhandel via Internet als eines der wohl am dynamischsten wachsenden ECommerce-Geschäftsfelder520 von Finanzdienstleistern in Deutschland.521 Branchenkenner und Investmentanalysten der Deutsche Bank 24 bewerten den Marktanteil des Internet-Broking mit derzeit 56% Aktien als insgesamt gut,522 und erwarten bis 2005 einen Anteil von 93%. Allerdings rechnen sie auch mit einem zunehmend harten Verdrängungs- bzw. Konzentrationswettbewerb bei sinkenden Provisionen.523 Nach Booz, Allen & Hamilton soll das Internet bis zum Jahr 2006 der wichtigste Absatz- und Informationskanal für den Vertrieb von Aktien sein. Die Produktivitätssteigerungen und Kostenersparnisse gegenüber anderen Vertriebswegen, Verbesserungschancen des Service524 bzw. der Leistungsqualität525 und das starke Potenzial zur Generierung von Deckungsbeiträgen stellen die wesentlichen Vorteile des Internet-Broking für Finanzdienstleister dar.526 Demnach kann die Konzentration auf dieses Medium für Finanzdienstleister künftig eine deutliche Aufwertung dieses Vertriebsweges bedeuten.527 Kunden sehen die Vorteile dieses Vertriebsweges in der Zeit- und Ortsunabhängigkeit, Einfachheit,528 hohen Flexibilität, Bequemlichkeit, günstigen Transaktionskosten529, Interaktivität, hohen Geschwindigkeit, HolStruktur des Mediums530 als auch der Sicherheit bei der Orderabwicklung.531 Das Internet von entwickelt sich im Zeitablauf und durch verbesserte technische zu einem Möglichkeiten für einen immer größeren Kreis von potenziellen jungen Anlegern einem InformationsKommunikationsmedium [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832470999
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Makosch, Uwe März 2003: Anlageverhalten von Jungakademikern bei Aktien und Aktienfonds, Hamburg: Diplomica Verlag
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Anlagegeschäft, Verhaltenswissenschaftliche Theorie, Multi-Chanel-Banking, Hochschulabsolventen, Marketingsansatz



