Angebotskalkulation mit Datenbanken
Angebotskalkulation auf der Grundlage von externen Datenbanken und analytische Vergleiche mit einer herkömmlichen GU-Kalkulation
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Darius Maloschek
- Abgabedatum: Oktober 2004
- Umfang: 150 Seiten
- Dateigröße: 3,4 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Biberach an der Riss Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8500-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8500-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8500-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Maloschek, Darius Oktober 2004: Angebotskalkulation mit Datenbanken, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kalkulation, Generalunternehmer, Kosten, Baukosten, Baupreise
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Diplomarbeit von Darius Maloschek
Problemstellung:
Seit ca. 2 Jahren müssen erhebliche Anpassungen durch den GU bei der ersten Angebotskalkulation erfolgen, um bei der ständig härteren Konkurrenz Aufträge zu erhalten (tatsächlichen Marktpreis). Die Anpassung der ersten Angebotssumme an den „politisch“ gezwungenen Preis ist unvermeidbar, um am Markt bestehen zu bleiben.
Die Differenz betrug zwischen der kalkulierten Angebotssumme und der endgültigen Vertragssumme bis zum Jahr 2001 ca. 15%. Ab dem Jahr 2002 vergrößerte sich die Differenz auf 22%, welche kaum zu dokumentieren ist. Vermutlich liegt die Ursache darin, dass sich in diesem Zeitraum viele Bauunternehmen aus dem ganzen Bundesgebiet auf die Region Rhein-Main konzentriert haben. Die Ursache kann nicht exakt bestimmt werden und ist auch nicht Gegenstand dieser Arbeit. Der immer härter werdende Preis- und Konkurrenzkampf zwischen den Bauunternehmen hat einen negativen Einfluss auf die Angebotssumme und verkürzte somit die Gewinnspanne in den letzten Jahren deutlich.
Die Folge: ein noch größerer Preiskampf. Anzumerken ist dabei jedoch, dass ab einem gewissen Zeitpunkt eine Konstanz eingesetzt hat. Der GU arbeitet überwiegend mit Subunternehmern und ist auf schnelle Nebenangebote in der Angebotserstellung angewiesen, um im vorgegebenen Zeitrahmen zu bleiben.
Die Problematik ergibt sich, wenn Nebenangebote von Subunternehmern nicht rechtzeitig erstellt werden. Dabei stellt sich die Frage, ob mit den externen Datenbanken eine seriöse Quelle gefunden wurde, um erste realistische Baupreisangaben für ein Angebot annehmen zu können.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es herauszufinden, ob die am Markt erhältlichen externen Datenbanken, für das im Unterkapitel zuvor beschriebene Problem, geeignet sind. Zunächst soll herausgefunden werden, wie sich die externen Datenbanken voneinander unterscheiden (u.a. Benutzerfreundlichkeit und Vollständigkeit).
Außerdem soll erörtert werden, welche Aussagekraft der Angebotskalkulation erzielt wird, wenn man mit externen Datenbanken arbeitet. Aber auch inwieweit sich die Datenbanken in ihrer Handhabung und Qualität für ein derartiges Problem des GU´s eignen. Des Weiteren soll herausgefunden werden, welche Faktoren wichtig und welche unerheblich sind für die Arbeit mit Datenbanken sind.
Eine Frage, die sich stellt, ist: Wo nivellieren sich die Preise aus den Datenbanken. Eine aussagekräftige und plausible Kalkulation mit Datenbanken würde sich ergeben, wenn man in die Nähe der 100% (Kalkulation GU) gelangt oder nach mehreren Vergleichen einen kontinuierlichen Betrag erhält und diesen mit einem Faktor korrigiert. Als Resultat ist zu überprüfen, ob die Datenbanken realistisch sind, um wettbewerbsfähig anbieten zu können.
Es soll spezifisch untersucht werden, ob die Datenbanken im Bereich des Schlüsselfertigbaus ihren Einsatz finden. Auch die Einsetzbarkeit der Datenbank beim GU soll überprüft werden. Aufgrund der o.g. Punkte sollen Schlussfolgerungen für die Angebotskalkulation eines realen Projektes entwickelt werden.
Ein weiteres Ziel dieser Arbeit soll es sein, dem GU einen Einblick in die externen Datenbanken zu geben und eine Entscheidung für die Auswahl zu erleichtern.
Inhaltsverzeichnis:
| I. | Inhaltsverzeichnis | 2 |
| II. | Verzeichnis der Abbildungen | 5 |
| III. | Verzeichnis der Tabellen | 7 |
| IV. | Verzeichnis der Abkürzungen | 9 |
| V. | Danksagung | 11 |
| VI. | Vorwort | 13 |
| VI.I | Persönliche Entscheidung | 13 |
| VI.II | Lage der Bauwirtschaft und persönliche Erfahrungen | 15 |
| VII. | Gliederung der Arbeit | 20 |
| 1. | Einleitung | 22 |
| 1.1 | Vorbemerkungen | 23 |
| 1.2 | Problembeschreibung | 23 |
| 1.3 | Ziel der Arbeit | 24 |
| 1.4 | Organisation | 26 |
| 2. | Datenbanken | 28 |
| 2.1 | Überblick von externen Datenbanken | 28 |
| 2.2 | Vorstellung der externen Datenbanken | 29 |
| 2.2.1 | DBD Kalkulationsansätze für STLB-Bau | 29 |
| 2.2.2 | HeinzeBauOffice Planen und Bauen | 31 |
| 2.2.3 | KEBau 3 | 33 |
| 2.2.4 | BKI Kostenplaner | 35 |
| 2.2.5 | sirAdos-Baudaten | 37 |
| 2.2.6 | Mittag Auswahlposit ionen | 39 |
| 2.2.7 | Baupreis-Datenbank | 40 |
| 2.3 | Ranking der Datenbanken | 41 |
| 2.4 | Praktische Anwendung | 43 |
| 2.5 | Auswahl einer Datenbank | 48 |
| 2.6 | STLB-Bau und GAEB-Schnittstelle | 50 |
| 3. | Kalkulation des Projektes | 52 |
| 3.1 | Datenbank - DBD Kalkulationsansätze für STLB-Bau | 52 |
| 3.1.1 | Allgemeines | 52 |
| 3.1.2 | Installation und Start | 54 |
| 3.1.3 | Begriffe und Struktur der Datenbank | 55 |
| 3.1.4 | Aufbau der Maske | 57 |
| 3.1.5 | Symbole und Befehle | 58 |
| 3.1.6 | Anwendung der Datenbank | 62 |
| 3.2 | Beschreibung des Projektes | 63 |
| 3.2.1 | Baubeschreibung | 64 |
| 3.2.2 | Zeichnungen | 65 |
| 3.3 | Angebotskalkulation | 69 |
| 3.3.1 | Das Leistungsverzeichnis | 69 |
| 3.3.2 | Hinweise zur Kalkulation | 70 |
| 3.3.3 | Kalkulation mit ARRIBA-bauen | 74 |
| 4. | Auswertung der Kalkulation | 76 |
| 4.1 | Hinweise | 76 |
| 4.2 | Fehlende Positionen | 78 |
| 4.3 | Erste Auswertung der Kalkulation | 85 |
| 4.4 | Zweite Auswertung der Kalkulation | 90 |
| 4.5 | Vergleich der Kalkulationen | 93 |
| 4.6 | Analyse von Schwerpunktpositionen | 110 |
| 4.7 | Nähere Untersuchung von ausgewählten Positionen | 113 |
| 4.8 | Ausbauarbeiten – Estricharbeiten | 124 |
| 5. | Schlussbetrachtung | 127 |
| 5.1 | Probleme bei der Kalkulation | 127 |
| 5.2 | Beurteilung der Datenbank | 128 |
| 5.3 | Interview mit einem Anwender der DBD Produkte | 132 |
| 5.4 | Ziel der Arbeit | 136 |
| 5.5 | Schlussfolgerung | 138 |
| VIII. | Verzeichnis der Literatur | 143 |
| IX. | Verzeichnis der Internetseiten | 146 |
| X. | Verzeichnis der Software | 147 |
| XI. | Verzeichnis der Anlagen | 148 |
| XII. | Ehrenwörtliche Erklärung | 149 |
In den vorhergegangenen Unterkapiteln wurde das STLB-Bau und die GAEBSchnittstelle mehrma ls erwähnt. Mit diesem Einschub möchte ich einen kleinen Überblick über diese beiden Standards im Bauwesen geben. Das STLB-Bau ist ein interaktives Werkzeug zur Bildung auswertbarer Bauleistungstexte. Hierbei unterstützt ein intelligenter und benutzerfreundlicher Textgenerator den Anwender bei der Zusamme nstellung VOB-gerechter und fachlich st immiger Teilleistungstexte. Der GAEB hat sich die Aufgabe gestellt, die Rationalisierung im Bauwesen mittels Datenverarbeitung zu fördern. Das Ziel ist die ge me insa me Sprache aller am Bau Beteiligten. Hierzu gehören die vier Grundsteine: Standardisierte Textspeicher Regelungen für den Aufbau von Le istungsverzeichnissen Regelungen für den Datenaustausch Regelungen für die elektronische Bauabrechnung [...]
Diesen einzigartigen Vorteil bieten nur die „DBD Ka lkulationsansätze für STLB-Bau“. Ein weiterer Vorteil dieser Datenbank ist, dass das Erstellen von nicht VOBkonformen Texten nicht möglich ist. Hier zeigt die Datenbank eine Fehlerme ldung an. Dies wirkt sich nicht so stark auf diese Diplomarbeit aus, da der GU hauptsächlich im SF-Bau tätig ist und hier der Pauschalleistungsoder Pauschalglobalvertrag die Grundlage bildet, bei dem nur ein Gesa mtpreis offen gelegt wird. Von entscheidender Bedeutung aber ist, dass bei den „DBD Kalkulationsansätzen für STLB-Bau“ nicht nur e in Baupreis genannt wird, sondern dieser in verschiedene Kostenarten aufgeteilt wird. Die „sirAdos-Baudaten“ bieten neben den Ausschreibungstexten mit Baupreisen und Bauele menten eine Vie lzahl von „Technischen Vertragsbedingungen“ an. Die „Mittag Auswahlpositionen“ funktionieren wie ein Stammprojekt. Die Positionen werden aber knapp beschrieben und viele Pre ise fehlen. Die „KEBau 3“ Datenbank ist von ihrer Funktionsweise etwas gewöhnungsbedürftig. Der große Nachteil besteht darin, dass diese über ke ine GAEB-Schnittstelle verfügt. FAZIT Aufgrund der oben aufgezeigten wesentlichen Merkmale der Datenbanken, wurde für die Anwendung in „Kapitel 3 - Kalkulation des Projektes“ sich für die Datenbank „DBD Kalkulationsansätze für STLB-Bau“ von Dr. Schiller und Partner GmbH entschieden. Der Aufbau und die einz igartige Systematik der Verknüpfungen dieser Datenbank ist, me iner Meinung nach, für das beschriebene Proble m a m besten geeignet. [...]
Wie in den letzten Unterkapiteln erläutert, unterscheiden sich die externen Datenbanken in einer Vie lzahl von Merkma len voneinander. So z.B. kann bei den Ausschreibungstexten differenziert werden, ob die Datenbank mit Textbausteinen oder vorformulierten Ausschreibungstexten arbeitet. Beides bietet Vor- und Nachteile. Das Arbeiten mit Textbausteinen nimmt zwar me hr Zeit in Anspruch, man be kommt aber auf jeden Fall den gewollten Text mit de m dazugehörigen Preis. Diese Methode bieten nur zwei Datenbanken, die „DBDKalkulationsansätze für STLB-Bau“ mit dazugehörigen Preisen und das „HeinzeBauOffice Planen und Bauen“, hier le ider ohne Pre ise. Betrachtet man die vorformulierten Ausschreibungstexte, so findet man schneller die gesuchte Position, doch stimmt der Text oft nicht ganz überein und muss deshalb geändert werden. Ist diese, meist längere, Prozedur abgeschlossen, hat man genau soviel Ze it investiert wie in das Textbausteinsystem. Demnach stimmt der Preis für diese geänderte Position nicht mehr. Alle anderen Datenbanken arbeiten mit vorformulierten Ausschreibungstexten, außer bei der „HeinzeBauOffice Planen und Bauen“. Diese arbeitet mit den zwei beschriebenen Systemen, als Textbaustein ohne Preise und Stammtexten mit Preisen. In der „Baupreis-Datenbank“ von Dipl.-Ing. Josef Schulz ist nur ein Kurztext enthalten. Dies wirkt sich zum Nachteil aus, da man die Position nicht genauer vergleichen kann. Die Datenbanken „BKI Kostenplaner“ und „sirAdos-Baudaten“ verfügen über den Menüpunkt Bauele mente. Auch der Anbieter Dr. Schiller und Partner GmbH hat eine eigene Datenbank „DBD-Bauteile“ entwickelt, welche hier nicht vorgestellt wurde. Unter dem Begriff Bauelement ist die Zusammenführung von mehreren Einzelleistungen zu einer Baukonstruktion zu verstehen. Diese Methode der Kostenermittlung wurde in der Diplomarbe it nicht untersucht, da sie zu grob ist und im Bereich der Kostenschätzung - Kostenanschlag Anwendung findet. In alle Datenbanken lassen sich die eigenen Erfahrungswerte einbauen und speichern, so dass man sie beim nächsten Arbeiten aktuell vorfindet. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832485009
Arbeit zitieren:
Maloschek, Darius Oktober 2004: Angebotskalkulation mit Datenbanken, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Kalkulation, Generalunternehmer, Kosten, Baukosten, Baupreise



