Anforderungen an ein Marketing-Konzept für osteuropäische Märkte
Dargestellt am Beispiel des Konsumgütermarktes in Polen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Ulrich Tacke
- Abgabedatum: Juni 1995
- Umfang: 126 Seiten
- Dateigröße: 6,0 MB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: International School of Management (ISM) Dortmund Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3510-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3510-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3510-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Tacke, Ulrich Juni 1995: Anforderungen an ein Marketing-Konzept für osteuropäische Märkte, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Polen, Marketing, Konsumgüter, Marketingkonzept, Osteuropa
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Diplomarbeit von Ulrich Tacke
Problemstellung:
Bedingt durch die Liberalisierung der osteuropäischen Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme eröffnet sich Unternehmen aus den westlichen Industriestaaten die strategische Option des „Going East“. Aus mittel- und langfristiger Sicht betrachtet, dürften die enormen Marktpotentiale ein strategisches Vorstoßen auf diese Märkte attraktiver erscheinen lassen als das „Going West“ im Zuge der Verwirklichung des Binnenmarktes im europäischen Wirtschaftsraum`. Die besonderen Gegebenheiten in Osteuropa, die historische Entwicklung, die politisch-rechtliche Situation und die sozio-ökonomischen Strukturen erfordern eine spezifische Ausrichtung der Marktbearbeitungsstrategien. Hier ist zunächst die Art und Weise zu beleuchten, wie ein Unternehmen bei seinem Markteintritt vorgeht. Zugleich machen die Nachfragegewohnheiten und das Kaufverhalten der Konsumenten sowie die spezifischen infrastrukturellen Gegebenheiten auf den Ostmärkten, insbesondere die Distributionsprobleme und die Medienlandschaft, eine Anpassung des operativen Marketing unbedingt erforderliche.
Eine erste Analyse des Konsumverhaltens zeigt, daß das Kauf- und Entscheidungsverhalten der Konsumenten in Ost- und Mitteleuropa durch die langjährige Bedingung des „Mangelmarktes“ geprägt ist. „Dadurch haben sich Daseinstechniken geformt, die denen westlicher Menschen kaum noch ähnlich sind“'. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, bei einem Engagement auf den Märkten Osteuropas die Vielzahl länderspezifischer Einflußfaktoren zu berücksichtigen und in die Erarbeitung eines tragfähigen Marketing-Konzeptes einfließen zu lassen. Nur mit einem differenzierten und praktikablen Marketing-Konzept ist es möglich, mit Verbrauchern zu kommunizieren und den Konsumgütermarkt z.B. in Polen effizient zu bearbeiten.
Die Implementierung einer „Going East“-Strategie stellt für westeuropäische Unternehmen eine besondere Herausforderung dar, da im Vergleich zu einer Internationalisierungsstrategie auf Westmärkten große Schwierigkeiten bei der Umsetzung standardisierter Marketing-Konzepte auftreten. Bei der Bearbeitung der Ostmärkte halten sich daher viele westliche Unternehmen zurück. Der Grund für die Zurückhaltung ist die fehlende Transparenz der osteuropäischen Märkte. Große Unsicherheiten über die weitere wirtschaftliche Entwicklung und ungenügende Kenntnisse über länderspezifische Anforderungen an die absatzpolitischen Instrumente zeigen die Hilflosigkeit der Unternehmen beim Umgang mit den bestehenden Strukturen. Die Folge ist, daß Unternehmen die weiteren Entwicklungen in Osteuropa abwarten und dadurch Tag für Tag entscheidende Potentiale verschenken. Die Komplexität der Einflußfaktoren und ihre Dynamik machen es notwendig, die Problematik eines osteuropäischen Marketing-Konzeptes zu konkretisieren. In dieser Abhandlung wird der Konsumgütermarkt in Polen als Fallbeispiel herangezogen, da Polen eines der ersten Ostblockländer war, das die freie Marktwirtschaft eingeführt hat und heute durch seine positive wirtschaftliche Entwicklung eine Schlüsselstellung unter den zentraleuropäischen Märkten einnimmt.
Neben dem anhaltenden Wirtschaftswachstum, der günstigen Lohnkostensituation und der relativen Konsolidierung der Staatsfinanzen ist vor allem der potentielle Markt mit über 39 Mio. Einwohnern ausschlaggebend für die Wahl dieses Beispieles gewesen. Polen ist damit nach Bußland nicht nur der größte Markt in Osteuropa, sondern für viele deutsche Unternehmen das „Tor zum Osten“ und Ausgangsbasis für eine weiteres „Going East“. Die Frage ist somit nicht. welche Chancen osteuropäische Märkte bieten, sondern wie sie genutzt werden können.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Tabellenverzeichnis | VI | |
| Abkürzungsverzeichnis | VIII | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Abgrenzung zentraler Begriffe des Marketing | 2 |
| 1.3 | Zielsetzung und Vorgehensweise der Arbeit | 3 |
| 2. | Analyse wirtschaftlicher Rahmenbedingungen mittel- und osteuropäischer Reformländer unter besonderer Berücksichtigung Polens | 5 |
| 2.1 | Überblick über die Wirtschafts- und Marktlage in Mittel- und Osteuropa | 5 |
| 2.2 | Polens Wirtschaftsstellung unter den osteuropäischen Reformländern | 8 |
| 2.3 | Analyse der wirtschaftlichen Situation in Polen | 8 |
| 2.3.1 | Entwicklung der polnischen Wirtschaft bis heute | 8 |
| 2.3.2 | Wesentliche wirtschaftliche Problemfelder in Polen | 10 |
| 2.3.3 | Ausblick auf wirtschaftliche Entwicklungstendenzen | 12 |
| 2.4 | Globale und sozio-demographische Kennziffern Polens | 13 |
| 2.4.1 | Geographische Daten | 13 |
| 2.4.2 | Bevölkerungsstruktur | 13 |
| 2.5 | Sozio-kulturelle Einflußfaktoren in Polen | 15 |
| 2.5.1 | Gesellschaftliche Wertvorstellungen und Lebensstil | 15 |
| 2.5.2 | Ausstattungsgrad polnischer Haushalte | 17 |
| 2.5.3 | Einkommensstruktur und Sparziele in Polen | 18 |
| 2.5.4 | Konsum- und Kaufverhalten polnischer Verbraucher | 19 |
| 2.5.5 | Einstellung der Polen zur Werbung | 21 |
| 2.6 | Politische Entwicklung und Rahmenbedingungen in Polen | 23 |
| 3. | Anforderungen an ein Marketing-Konzept für den polnischen Konsumgütermarkt | 25 |
| 3.1 | Ziele des Marketing in Polen | 25 |
| 3.2 | Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien für den polnischen Konsumgütermarkt | 27 |
| 3.2.1 | Markteintrittsentscheidungen und -strategien | 27 |
| 3.2.2 | Marktbearbeitungsstrategien | 29 |
| 3.3 | Ansätze für ein polnisches Marketing-Mix | 30 |
| 3.4 | Informationsgrundlagen der Marketingpolitik in Polen | 32 |
| 4. | Produkt- und sortimentspolitische Entscheidungen im polnischen Markt | 34 |
| 4.1 | Ausgewählte Elemente und Aufgaben der polnischen Produktpolitik. | 34 |
| 4.1.1 | Produktpolitische Zielsetzungen in Polen | 34 |
| 4.1.2 | Produktbeurteilung aus der Sicht polnischer Konsumenten | 35 |
| 4.1.3 | Produktpolitische Entscheidungsfelder für den polnischen Markt | 36 |
| 4.1.4 | Markenpolitische Aktionsmöglichkeiten | 37 |
| 4.2 | Programm- und sortimentspolitische Gestaltungsdimensionen | 39 |
| 4.3 | Bedeutung der Servicepolitik für den polnischen Markt | 41 |
| 5. | Relevante Entscheidungskriterien für Preis- und Konditionenpolitik im polnischen Konsumgütermarkt | 42 |
| 5.1 | Grundlagen und Ziele der Preispolitik auf dem polnischen Markt | 42 |
| 5.2 | Praxisorientierte Preisfindungsansätze unter polnischen Marktkonditionen | 43 |
| 5.2.1 | Externe Einflußfaktoren der Preisbildung | 43 |
| 5.2.2 | Interne Planungsdeterminanten der Preisbildung | 45 |
| 5.3 | Preisentscheidungen durch die Kombination absatzpolitischer Instrumente | 45 |
| 5.4 | Konditionenpolitische Probleme und Lösungsmöglichkeiten in Polen | 46 |
| 6. | Ausgewählte Instrumente der Kommunikationspolitik und ihre Ziele für den polnischen Konsumgütermarkt | 48 |
| 6.1 | Werbepolitische Entscheidungen und Zielsetzungen | 48 |
| 6.2 | Kriterien der Werbeplanung in Polen | 49 |
| 6.2.1 | Werbezielgruppen | 49 |
| 6.2.2 | Gesetzliche Werberestriktionen in Polen | 51 |
| 6.2.3 | Werbegestaltung im polnischen Markt | 52 |
| 6.2.4 | Mediaselektion unter polnischen Marktbedingungen | 55 |
| 6.3 | Stellung der Verkaufsförderungspolitik für das polnische Marketing | 60 |
| 6.3.1 | Gesetzliche Restriktionen für die Verkaufsförderung | 60 |
| 6.3.2 | Bestimmung der Verkaufsförderungsziele und Zielgruppen | 61 |
| 6.3.3 | Maßnahmengestaltung der polnischen Verkaufsförderung | 61 |
| 6.4 | Sponsoring als innovative Möglichkeit der Marktbearbeitung in Polen | 64 |
| 6.5 | Direktmarketing als Form der individuellen Kundenansprache | 65 |
| 7. | Ansätze für eine Distributionspolitik in Polen | 66 |
| 7.1 | Effizienzkriterien für die Wahl der Absatzwege | 66 |
| 7.2 | Logistische Ziele, Aufgaben und Probleme des Großhandels in Polen | 67 |
| 7.2.1 | Großhandelsstrukturen in Polen | 68 |
| 7.2.2 | Eigenständige Distributionsunternehmen als Alternative | 69 |
| 7.2.3 | Konsumgenossenschaften | 70 |
| 7.2.4 | Errichtung eigener Vertriebsorgane als Alternativlösung | 71 |
| 7.3 | Analyse der Einzelhandelsstruktur in Polen | 73 |
| 7.3.1 | Entwicklungsstand im Einzelhandel | 73 |
| 7.3.2 | Vertriebsoptionen für den Einzelhandel | 73 |
| 7.3.3 | Standortkriterien für den polnischen Einzelhandel | 74 |
| 7.3.4 | Risikofaktoren und Probleme im Einzelhandel | 75 |
| 7.4 | Versandhandel als zukunftsorientierte Vertriebsoption | 76 |
| 8. | Lösungsansätze für den polnischen Markt und Aspekte einer Übertragbarkeit des Konzeptes auf Gesamt-Osteuropa | 78 |
| Literaturverzeichnis | X | |
| Vorträge | XX | |
| Interviewpartner | XXI | |
| Anhang | XXIII |
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http://www.diplom.de/ean/9783832435103
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Tacke, Ulrich Juni 1995: Anforderungen an ein Marketing-Konzept für osteuropäische Märkte, Hamburg: Diplomica Verlag
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Polen, Marketing, Konsumgüter, Marketingkonzept, Osteuropa



