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Anforderungen an das Investitionscontrolling unter Berücksichtigung von Unternehmenswerten

Kritik ausgewählter Ansätze der wertorientierten Unternehmensführung

Anforderungen an das Investitionscontrolling unter Berücksichtigung von Unternehmenswerten
Über dieses Buch
  • Art: MA-Thesis / Master
  • Autor: Claudia de Jesus Voigt
  • Abgabedatum: Mai 2009
  • Umfang: 77 Seiten
  • Dateigröße: 443,2 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Bergische Universität - Gesamthochschule Wuppertal Deutschland
  • Bibliografie: ca. 84
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-3694-0
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: de Jesus Voigt, Claudia Mai 2009: Anforderungen an das Investitionscontrolling unter Berücksichtigung von Unternehmenswerten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Werthandel, Stakeholderwert, Unternehmenspotential, Wertsteigerung, Investitionscontrolling

MA-Thesis / Master von Claudia de Jesus Voigt

Einleitung:

Investitionsentscheidungen gehören zu den wichtigsten Entscheidungen der Unternehmensführung, da Investitionen die künftige Entwicklung und den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens bestimmen. Diese ermöglichen, dass das Unternehmen seine ökonomische Rolle in einem dynamischen Wirtschaftsystem ausübt und das nötige Leistungspotential zur Fort- und Weiterentwicklung schafft. Investitionsentscheidungen steuern das Ertragspotential des Unternehmens, das andauernd gepflegt und erweitert werden muss, so dass sie selbst ebenfalls ständig getroffen und gesteuert werden. Investitionen binden langfristig große Kapitalbeträge und bestimmen dadurch die Marktposition und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Sie stellen die Marktposition des Unternehmens als eine unternehmerische Einheit dar.

INHALTSVERZEICHNIS I
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS III
1. EINLEITUNG 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise 2
2. METHODISCHE ANSATZPUNKTE 4
2.1 Die unternehmerischen Investitionen 4
2.2 Klassifizierung 5
2.1.2 Merkmale 7
2.2 Das Controlling 9
2.2.1 Funktionen 9
2.2.2 Aufgaben 11
3. DIE UNTERNEHMENSWERTE 14
3.1 Begriff der Wertorientierung 14
3.2 Die wertorientierte Unternehmensführung 20
3.2.1 Der Unternehmenswert als Zielsetzung 22
3.3.2 Die Hebel der Wertsteuerung 26
3.2.3 Investitionen als ein Hebel zur Unternehmenswertsteigerung 28
3.2.3.1 Hebelwirkung der Investitionen 28
3.2.3.2 Hebelwirkung der Investitionsstrategie 31
4. DAS INVESTITIONSCONTROLLING 37
4.1 Konzeptionelle Rahmen 37
4.2 Der Investitionsentscheidungsprozess 42
4.2.1 Konzeptionelle Rahmenbedingungen 43
4.2.2 Phasen des Investitionsentscheidungsprozesses 49
4.3 Anforderungen an das Investitionscontrolling 51
4.3.1 Axiomatische Anforderungen 52
4.3.2 Bedingte Anforderungen 55
4.3.2.1 Ausgewogenheit der Unternehmenswerte 56
4.3.2.2 Abbildung der Ursache-Wirkungsbeziehung 57
4.3.2.3 Abstimmung mit der strategischen Planung 59
5. KRITIK AUSGEWÄHLTER ANSÄTZE DER WERTORIENTIERTEN UNTERNEHMENSFÜHRUNG 60
5.1 Ansatz nach Rappaport 62
5.1.1 Darstellung 62
5.1.2 Kritik 63
5.2 Ansatz nach Copeland, Koller, Murrin 64
5.2.1 Darstellung 64
5.2.2 Kritik 65
6. ZUSAMMENFASSUNG 67
LITERATURVERZEICHNIS 69

Textprobe:

Kapitel 4.1, Konzeptionelle Rahmen Das Basismodell des Unternehmens ist ein übergreifendes System, das aus mehreren Funktionsbereichen besteht. Auf der Führungsebene des Unternehmens richtet das Controlling die Bestandteile des Führungssystems auf eine gemeinsame Aufgabe aus. Die Verbindungen zwischen den Bestandteilen zeichnen sich durch eine unterstützende und interaktive Dynamik aus, die die Variablen und das Umfeld dieser Unternehmensbereiche umfasst. Die Investitionsentscheidungen beeinflussen dieses Basissystem, in dem der Zustand des Systems sich durch eine Investition ändert. Angenommen das Unternehmen hat für den Ankauf einer Maschine einen Kredit aufgenommen. So ändert die Beschaffung der Maschine sowohl die Kapital- als auch die Kostenstruktur. Als Wirkungen dieser Investitionsentscheidungen sind u. A. die folgenden Feststellungen zu beachten: Die Liquiditätswirkungen erfolgen mit den Ein- und Auszahlungen der Investition. Die Erfolgswirkungen: Der Umsatz erhöht sich, und auf der anderen Seite sind als Aufwand die Fremdkapitalzinsen, die Kosten für das Personal und Material, die Abschreibungen fällig. Bilanzwirkungen: Die Fremdkapitalquote steigt und auf das Anlage- und Umlaufvermögen sind Wirkungen erkennbar (Anlage- und Umlaufvermögensintensität).

Die Investition als ein Subsystem im Unternehmen erfordert, dass die Investitionsentscheidungen im Hinblick auf die Erreichung der grundlegenden Ziele des ganzen Unternehmens koordiniert werden müssen. In der Praxis wird die Investitionstätigkeit mit anderen betrieblichen Tätigkeiten im Unternehmen konfrontiert, was einen Abstimmungsprozess erfordert. Die daraus bedingte Koordinationsaufgabe wird durch das unternehmensinterne Investitionscontrolling übernommen, das die Investitionsvorhaben oder –alternativen gemäß seiner Beiträge zum Unternehmenserfolg plant, umsetzt, steuert und kontrolliert. Die konkrete Ausgestaltung des Controllingsystems steckt die Unternehmensbereiche ab, die eine inhaltliche Spezifikation erfordern. In einem mehrdimensionalen Controllingsystem gehört das Investitionscontrolling zu der Stufe des Analyse- und Berichtsystems, das dem unternehmensübergreifenden Führungsbereich dient.

Die Investitionstätigkeit richtet sich auf Grund der Dynamik des Wirtschaftslebens nach der Nachfrage, sie erfolgt sowohl bei Anpassungsvorgängen als auch bei der Errichtung und Aufbau des Betriebs. Sie gehört zu dem Instrumentarium der Unternehmensleistungen, das dazu dient, das Unternehmen an die veränderten Marktgegebenheiten anzupassen. Aufgabe des Investitionscontrollings als Kern der Investitionspolitik ist die „langfristige Bindung finanzieller Mittel zur Schaffung von Leistungspotential“. Produktlebenszyklen, Produktvielfalt, Qualitätsansprüche der Kunden, höhere Anforderungen an die Personalqualifikation sowie die vernetzten Abläufe bestimmen die Investitionspolitik des Unternehmens, die so mit Finanz-, Steuer-, Liquiditäts-, Produktions- und Absatzpolitik u. A. abzustimmen ist. Der Investitionspolitik des Unternehmens liegt das Problem zugrunde, die Gesamtheit der betrieblichen Tätigkeiten in Richtung auf die Erreichung der unternehmerischen Ziele zu gestalten und aufeinander abzustimmen.

Investitionsentscheidungen gehören zu den Unternehmensstrategien, die tiefgreifend die künftige Entwicklung des Unternehmens beeinflussen. Die Investitionen dienen dem Unternehmen langfristig und leisten damit mit ihrem Wertpotential unverzichtbare Beiträge zur Unternehmensentwicklung. Die Potentialentwicklung ist der wichtigste Anreiz der betrieblichen Investitionsentscheidung. Investitionen wirken auf das ökonomische, wirtschaftliche und finanzwirtschaftliche Potential des Unternehmens und sind aus diesem Grund sehr wichtig. Unter Unternehmenspotential ist die Gesamtheit aller Möglichkeiten eines Unternehmens mit seinen verfügbaren Mitteln eine Nachfrage nach Problemlösungen befriedigen zu können zu verstehen, dabei umfasst es die Aufgabenbereiche Beschaffung, Transformation, Absatz und Vertrieb der Produkte.

Arbeit zitieren:
de Jesus Voigt, Claudia Mai 2009: Anforderungen an das Investitionscontrolling unter Berücksichtigung von Unternehmenswerten, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Werthandel, Stakeholderwert, Unternehmenspotential, Wertsteigerung, Investitionscontrolling

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