Bachelor + Master Publishing
810 Bachelorarbeiten, 531 Masterarbeiten, 10.101 Diplomarbeiten

Anfangsunterricht mit Erwachsenen im Fach Klavier

Eine Erörterung altersspezifischer Unterrichtsfaktoren

Anfangsunterricht mit Erwachsenen im Fach Klavier
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Bahar Roshanai
  • Abgabedatum: September 2008
  • Umfang: 82 Seiten
  • Dateigröße: 495,7 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Künste Deutschland
  • Bibliografie: ca. 35
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-3430-4
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Roshanai, Bahar September 2008: Anfangsunterricht mit Erwachsenen im Fach Klavier, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Klavier, Erwachsenenbildung, Entwicklungspsychologie, Instrumentalunterricht, Lernverhalten

Diplomarbeit von Bahar Roshanai

Einleitung:

Die Aufgabe, einen Erwachsenen zu unterrichten stellt, für die meisten Instrumentallehrer häufig eine große Herausforderung dar. Denn der Schwerpunkt der pädagogischen wie der didaktischen Arbeit und vor allem der Wissensvermittlung, welche in den Hochschulen und Institutionen betrieben wird, liegt in der Beschäftigung mit Kindern und Jugendlichen. So kommt dem Lehrer, der sich mit dem Unterrichten Erwachsener befassen möchte, in der Regel auch viel Arbeit zu. Denn vernünftiges Material für erwachsene Instrumentalschüler liegt kaum vor und somit ist der Instrumentallehrer auf die musikalische Arbeit mit dieser Altersgruppe methodisch und didaktisch nicht ausreichend vorbereitet.

Doch gerade wegen des wachsenden Interesses der Erwachsenen an Instrumentalunterricht in den letzten Jahren, steigt das Bedürfnis nach einer angemessenen Konzeption für die Pädagogen.

Zur Erstellung eines solchen Konzeptes und einer ‘erwachsenengerechten” Methodik ist jedoch ein besseres Verständnis über Kernfragen und -probleme Erwachsener von Nöten. Eben jenes Verständnis bildet regelrecht eine Basis für den Entwurf einer erwachsenenspezifischen Umgangsweise, welche die Kenntnis über die Vor- und Nachteile des Erwachsenenalters mit einschließt und abverlangt.

Aus der eigenen Unterrichtstätigkeit heraus habe ich bereits erfahren, wie schwierig es ist, Anregungen und Materialien über geeignete Unterrichtsinhalte sowie eine angemessene Umgangsweise mit Erwachsenen zu finden. Neben einigen wenigen Klavierschulen für diese Altersgruppe (im Vergleich zur größeren Auswahl an Klavierschulen für Kinder) gibt es kaum Literatur, welche die wichtigsten Aspekte der musikalischen Arbeit mit Erwachsenen andeutet. So gibt es zwar vorhandene Schriften, die sich hauptsächlich mit entweder pädagogischen, psychologischen und methodischen Aspekten der Erwachsenenarbeit beschäftigen, oder mit rein inhaltlichen, lern- und musikspezifischen Feldern, wie dies in Instrumentalschulen der Fall ist. Auf die lebensgeschichtlichen Determinanten, sowie der physiologischen und die psychologischen Merkmale eines Erwachsenen wird aber dort nicht genau eingegangen, so dass die zu unterrichtende Zielgruppe der Erwachsenen dem Pädagogen in seinen Eigenschaften nicht eingehend genug beschrieben wird.

Problemstellung:

Die Motivation und die Hauptfragestellung dieser Arbeit war also ursprünglich für mich: Ist es möglich eine Klavierschule für erwachsene Anfänger zu entwerfen, der es gelingt sowohl den Anforderungen, Zielen und Ansprüchen Erwachsener mit all ihren Vorzügen und Problemen gerecht zu werden, als auch über eine sinnvolle, interessante (im Sinne von erwachsenenspezifische) Konzeption die Unterrichtsinhalte, die am Anfang zum Erlernen des Instruments Klavier notwendig sind, zu vermitteln?

Mir wurde jedoch bald deutlich, dass die beiden großen Überthemen ‘der Erwachsene” und ‘Unterrichtsmethoden im Instrumentalunterricht”, die dieser Arbeit zugrunde liegen, einen so großen Raum und Umfang einnehmen werden, dass auf die didaktischen und musikspezifischen Aspekte nicht im Einzelnen eingegangen werden kann. Deshalb musste ich den Bereich der Lernfelder und Unterrichtsinhalte reduzieren. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt daher auf der Erörterung von Vorschlägen zur methodischen Herangehensweise im Unterricht mit Erwachsenen.

Damit verbunden ergaben sich Fragen wie: Was heißt eigentlich ‘erwachsen” und welche Eigenschaften werden dieser zunächst einmal relativ neutralen und weit gefassten Altersbezeichnung zugeschrieben? Welche Stadien durchläuft ein Mensch, bis man ihn als erwachsen bezeichnet, und welche weiteren Unterteilungen gibt es für das Erwachsenenalter? Welche spezifischen Aufgaben und Anforderungen, welche Schwierigkeiten haben Erwachsene in ihrer jeweiligen Altersphase und wie werden diese bewältigt?

Mit welchen körperlichen und geistigen Veränderungen und Beeinträchtigungen des erwachsenen Schülers in den verschiedenen Lebensstadien muss ich als Lehrender rechnen, wenn ich mit ihm arbeiten möchte? Welche äußeren Bedingungen umgeben ihn und – bezugnehmend zur anfänglichen Fragestellung – welche Auswirkungen und Konsequenzen haben diese Aspekte speziell auf den Instrumentalunterricht? Was genau erhofft sich der Erwachsene vom Instrumentalspiel, welche Schwierigkeiten könnten ihn auf diesem Weg behindern und wie kann der Instrumentalpädagoge diese ausräumen?

Auch die Frage, was letztendlich den erwachsenen Schüler von Kindern und heranwachsenden Schülern unterscheidet und welcher musikpädagogische Umgang mit Erwachsenen im Unterricht angemessen wäre, soll hier erläutert werden.

Gang der Untersuchung:

Somit gliedert sich die Arbeit zunächst in drei Teile auf. Im ersten Teil wird in einem entwicklungspsychologischen Kontext der Erwachsene in seiner psychologischen und physiologischen Beschaffenheit beschrieben. In diesem Zusammenhang werden die möglichen Probleme, denen der erwachsene Schüler im Instrumentalunterricht begegnen könnte, bereits angesprochen. In einem weiteren Teil wendet sich die Arbeit speziell der Frage zu, was den erwachsenen Schüler im Instrumentalunterricht kennzeichnet. Im dritten Abschnitt sind einige Vorgehensweisen aufgelistet, wie der Instrumentalpädagoge auf eben jene spezifischen Eigenschaften des erwachsenen Schülers eingehen kann. In einem abschließenden Abschnitt soll noch einmal der aktuelle Stand der Forschung über die musikalische Erwachsenenarbeit in kurzer Form dargestellt werden.

Für den Bereich der psychologischen und physiologischen Veränderungen im Erwachsenenalter habe ich mich zunächst auf eine Auswahl von entwicklungspsychologischer Literatur gestützt und bei der Erörterung von pädagogischen und musikunterrichtsbezogenen Themen, Aufsätze derjenigen Musikpädagogen zur Hilfe genommen, die sich heute mit der Aufgabe der musikalischen Erwachsenenbildung auseinander setzen.

Bei der Beantwortung der oben aufgeworfenen Fragen war mein Ziel, eine Art Katalog über die zu beachtenden Faktoren und Probleme im Unterrichten Erwachsener zu erstellen, welche gerade für jemanden, der sich bislang kaum oder gar nicht mit Erwachsenenunterricht beschäftigt hat, als Hilfe und Anregung nützlich sein kann.

Diese Arbeit möchte also das Interesse derer wecken, die das Unterrichten Erwachsener als eine neu zu erforschende und entwickelnde Aufgabe betrachten – eine Aufgabe, die das Unterrichten nicht nur als einen Vermittlungsweg von musikalischem und instrumentenbezogenem Wissen versteht, sondern vor allem den Menschen in den Vordergrund der weitestgehend gemeinsamen Arbeit von Schüler und Lehrer rückt.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 3
2. Zur Psychologie und Physiologie des Erwachsenen 6
2.1 Stadien des Erwachsenenalters aus Sicht der Entwicklungspsychologie 7
2.1.1 Frühes Erwachsenenalter 9
2.1.2 Mittleres Erwachsenenalter 11
2.1.3 Spätes Erwachsenenalter 12
2.1.4 Das hohe Alter 13
2.2 Der Erwachsene und seine körperlichen Veränderungen 14
2.2.1 Äußerliche Anzeichen 15
2.2.2 Veränderung der inneren Organe 16
2.2.3 Sonstige Veränderungen 17
2.3 Der Erwachsene und seine neuropsychologischen Veränderungen 17
2.3.1 Veränderungen der Intelligenz 18
2.3.2 Veränderungen des Gedächtnisses 20
2.3.2.1 Die sensorischen Register 21
2.3.2.2 Das Kurzzeitgedächtnis 22
2.3.2.3 Das Langzeitgedächtnis 23
2.3.3 Das Lernverhalten Erwachsener 24
2.4 Sozialpsychologische Faktoren des Erwachsenenalters 25
2.4.1 Der Erwachsene und seinen zwischenmenschlichen Beziehungen 25
2.4.2 Der Erwachsene in seinem Beruf 28
2.4.3 Das Freizeitverhalten Erwachsener 29
2.5 Erstes Resümee: Zur Entwicklungspsychologie 30
3. Der Erwachsene im Instrumentalunterricht 33
3.1 Allgemeine Charakteristika erwachsener Schüler 33
3.2 Die Motivation des Erwachsenen zum (Wieder-)Erlernen eines Instruments 34
3.2.1 Musikspezifische Bedürfnisse 35
3.2.2 Musizieren als Ausgleich zum Alltag 35
3.2.3 Ausleben eines unerfüllten Wunsches und der Drang nach Selbstverwirklichung 36
3.2.4 Lebensgestaltung und Sinngebung 37
3.2.5 Soziale Komponenten des Musizierens 38
3.3 Schwierigkeiten und Probleme Erwachsener beim Instrumentalspiel 38
3.3.1 Psychologische Erschwernisse 38
3.3.2 Motorische Beeinträchtigungen 40
3.3.3 Kognitive Veränderungen 41
3.3.4 Andere Hindernisse 41
3.4 Der erwachsene Schüler im Vergleich zu jüngeren Schülern 42
3.4.1 Psychologische Aspekte 42
3.4.2 Musikbezogene Aspekte 43
3.4.3 Lerntechnische Aspekte 43
3.5 Besonderheiten bei Anfängern und Wiedereinsteigern 45
3.6 Exkurs: Die vier Alterungstypen im Musikunterricht nach Berger/Gerngross 45
3.7 Zweites Resümee: Zur psychologischen Disposition erwachsener Schüler 47
4. Vorschläge zum Umgang mit Erwachsenen im Instrumentalunterricht 51
4.1 Methodische Vorüberlegungen 51
4.1.1 Persönlichkeit und Vorlieben des Schülers 51
4.1.2 Erfolgserlebnisse und Motivation 53
4.1.3 Vermeiden von Überforderung 53
4.1.4 Reduktion der eigenen Ansprüche 54
4.1.5 Ermöglichen sozialer Kontakte 55
4.2 Praktische Herangehensweisen 56
4.2.1 Vorgespräch 56
4.2.2 Unterrichtsplanung und Unterrichtsinhalte 57
4.2.3 Auswahl der Stücke 58
4.2.4 Ausgleich zum Instrumentalspiel 59
4.2.5 Nachgespräch 60
4.3 Didaktische Folgerungen für den Anfangsunterricht am Klavier 61
4.3.1 Spiel ohne Noten 61
4.3.2 Einfache Improvisationen 62
4.3.3 Vereinfachen vom Notentext 63
4.3.4 Instrumentalschulen 64
4.3.5 Anknüpfen an bereits Erlerntem 65
4.4 Das zwischenmenschliche Verhältnis im Instrumentalunterricht 66
4.4.1 Das Lehrer-Schüler-Verhältnis 66
4.4.2 Merkmale eines ‘modernen Instrumentallehrers’ 68
4.4.3 Zum personenzentrierten Ansatz 69
4.5 Drittes Resümee: Zum schülerorientierten Unterricht 70
5. Stand der Wissenschaft und zusammenfassender Ausblick 74
5.1 Zum Forschungsgebietsgebiet ‘Musikalische Erwachsenenbildung im Instrumentalunterricht’ 74
5.2 Zusammenfassung und Ausblick 76
Literaturverzeichnis 80

Textprobe:

Kapitel 3.2, Die Motivation des Erwachsenen zum (Wieder-)Erlernen eines Instruments:

Es gibt viele Beweggründe für den Erwachsenen im fortgeschrittenen Alter ein Instrument neu zu erlernen oder das Spielen wieder aufzunehmen. Neben der eigentlichen Auseinandersetzung mit der Musik, welches die praktische Beschäftigung mit ihr sowie die Kenntnis über musikalische Zusammenhänge umfasst, spielen auch andere Gründe eine maßgebende Rolle, ‘bei denen die Musik mehr als Medium zur Verwirklichung anderer Bedürfnisse gesehen wird’. Dabei können sogar ‘außermusikalische Gründe letztlich fast entscheidender [...] [sein] als rein musikbezogene’, wobei beide Ebenen nur schwer voneinander zu trennen sind.

Musikspezifische Bedürfnisse:

Als einer der Hauptbeweggründe Erwachsener zum Musizieren steht neben dem ‘Spaß an der Musik’ der Wunsch nach aktivem Musizieren an oberster Stelle. Die ‘Gewinnung eines Überblicks über die Möglichkeiten des Instruments’, die Befähigung selbst spontan spielen und improvisieren zu können und ‘eine gründliche technische Ausbildung [...] sowie die Vermittlung einer erfolgreichen Methode und Technik’ sind weitere Erwartungen, mit denen das Instrumentalspiel in Verbindung gebracht wird.

Besondere Betonung erhält dabei der Aspekt, dass der Erwachsene in seinem ‘persönlichen musikalischen Ausdruckspotential’ aber auch bei Zusammenspielmöglichkeiten gefördert werden möchte, wo er sich alleine oder zusammen mit anderen ‘spielerisch ausdrücken’ kann.

Dabei geht der Erwachsene seltener mit Konzertreifeansprüchen an das Musizieren heran, als vielmehr mit dem Bedürfnis der Bereicherung der eigenen Interessensgebiete und der Intensivierung des Erlebens mit der Musik.

Nicht selten wünscht sich der erwachsene Schüler auch den Einbezug von Musiktheorie und Musikgeschichte im Instrumentalunterricht.

Musizieren als Ausgleich zum Alltag:

Die Hauptmotive des Erwachsenen für das Erlernen oder Wiedererlernen eines Instruments sind neben der ‘Liebe zur Musik’ der Wunsch, die Freizeit möglichst sinnvoll zu gestalten und beim Musizieren Entspannung zu finden.

Ein weiteres Motiv ist die Funktion der Musik als ein Ausgleich zum Berufsleben, als ‘kreativer Ausgleich zu zermürbenden Alltagstätigkeiten’ oder sogar als ein Fluchtpunkt vom ‘Frust des Alltags’. Demnach haben das Musikhören und die Musikausübung eine große Bedeutung für das Erlangen eines positiven Lebensgefühls und eine wichtige Rolle in der ‘Alltagsgestaltung’. Außerdem würde die Musikausübung ‘positiv mit anderen außermusikalischen Interessensgebieten wie Sport, Kultur, Theater und Politik’ korrelieren und zur Erweiterung der musikalischen Kompetenzen beitragen, in dem die Musik nicht nur passiv als Konsument, sondern in der aktiven Tätigkeit genossen werden kann.

Manchmal erlernt aber auch ein Erwachsener ein Instrument, um eben jenem geistigen Alterungsprozess entgegenzuwirken, von dem bisher häufig die Rede war. So verspricht er sich durch die aktive Beschäftigung mit Musik und dem Aneignen von neuen Lerninhalten eine Möglichkeit, sein Gedächtnis zu trainieren.

Der Erwachsene möchte aber auch oft durch das Musizieren innere Ruhe, Erholung und Entspannung gewinnen, sich loslassen und die Möglichkeit haben können, Stimmungen und Empfindungen am Klavier auszudrücken. Durch das Musizieren taucht er oftmals in eine andere Welt ein, in der auch die Probleme des Alltags relativiert werden.

Ausleben eines unerfüllten Wunsches und der Drang nach Selbstverwirklichung:

Die Motivation des Erwachsenen ein Instrument zu erlernen, kann damit zusammenhängen, dass er nun versucht, etwas nachzuholen, was in der Jugend versäumt wurde. Somit dienen die Aktivitäten, die im Erwachsenenalter für die Freizeit ausgesucht werden oft dem Nachholen oder der Kompensation früherer, nicht erfüllbarer Lern- und Studienwünsche. Dass sie im fortgeschrittenen Alter noch nicht verwirklicht werden konnten, wird nun als Defizit empfunden.

Für den Erwachsenen kann somit das Interesse speziell am Musizieren der Wunsch nach der Erfüllung eines früheren Lebenstraums sein. Gleichzeitig stellt diese Aufgabe für viele eine große Herausforderung dar, deren Bewerkstelligung zu Erfolgserlebnissen und Begeisterung führen kann. Einen nicht ganz unwesentlichen Einfluss spielen dabei auch die Medien, die Anstöße und Anregungen geben. Viele Erwachsene entwickeln dadurch ‘Traumbilder’ oder ‘Idole’, denen sie nacheifern wollen.

Auch kann das Spielen eines Instruments zu einem nachträglichen Ausleben der Kindheit führen, und indem die kindlichen Anteile im Nachhinein gelebt werden, können eigene Reduktionen durchbrochen werden. Dadurch werden Bedürfnisse (z.B. nach Improvisation) freigesetzt und Behinderungen in der eigenen Entwicklung kompensiert. Dieses ‘späte Umsetzen kindhafter Wünsche’ würde in Bezug auf Musiklernen eine besondere Bedeutung für die Entfaltung und Stabilisierung von Persönlichkeit erhalten (s.o.). Der Erwachsene erhält im Instrumentalunterricht noch einmal die Möglichkeit, sich spielerisch und in gewissem Sinne unbefangen zu erleben.

Das Musizieren wird auch zum größten Teil der Selbstverwirklichung und der Persönlichkeitsentwicklung und Persönlichkeitsstabilisierung des Menschen zugeschrieben (siehe dazu Kap. 4.4.3.). Der Erwachsene möchte damit ‘etwas für sich tun’, was losgelöst ist von der ‘beruflichen Zweckrationalität/Zweckbestimmung’. Aber auch personenorientierte Interessen wie der Wunsch nach der Orientierung seiner Identität können ausschlaggebend für die aktive Beschäftigung mit Musik sein.

Die Beschäftigung mit der Musik und dem Instrumentalspiel führe zudem zu einer ‘besseren Selbstwahrnehmung’, indem nämlich dem Schüler die Möglichkeit gegeben wird, ‘seine Emotionen ausleben und ausdrücken zu können’.

Arbeit zitieren:
Roshanai, Bahar September 2008: Anfangsunterricht mit Erwachsenen im Fach Klavier, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Klavier, Erwachsenenbildung, Entwicklungspsychologie, Instrumentalunterricht, Lernverhalten

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren