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Analyse verschiedener Investmentphilosophien und -stile im Portfoliomanagement

Analyse verschiedener Investmentphilosophien und -stile im Portfoliomanagement
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sabina Pevny
  • Abgabedatum: Januar 2004
  • Umfang: 87 Seiten
  • Dateigröße: 540,6 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7862-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7862-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7862-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Pevny, Sabina Januar 2004: Analyse verschiedener Investmentphilosophien und -stile im Portfoliomanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kapitalmarkteffizienz, Indextracking, Value- and Growth-Style, Aktives- und Passives Aktienmanagement, Size-Style

Diplomarbeit von Sabina Pevny

Einleitung:

Im Jahr 2002 gaben die Aktienmärkte weltweit kräftig nach. Verantwortlich hierfür waren zum einen die unerwartet schwache Konjunktur und zum anderen massive Umschichtungen von Aktien in sichere Staatsanleihen. Auch wenn sich im abgelaufenen Jahr 2003 die Stimmung an den internationalen Kapitalmärkten aufgehellt hat, bleibt die Überzeugung, dass zu einem zeitgemäßen Portfoliomanagement neben Renditegesichtspunkten auch das Risiko ausreichend quantifiziert werden muss.

In diesem Zusammenhang gewinnen die Investmentphilosophien und –stile im Portfoliomanagement eine doppelte Bedeutung. Für die Fondsgesellschaften ist es nicht alleine wichtig, durch eine klare Definition der Investmentphilosophien und –stile einen effektiven Investmentprozess zu gewährleisten. Darüber hinaus bilden insbesondere die gewählten Investmentstile die Grundlage für eine klare Kommunikation zum Anleger und helfen somit Vertrauen zurückzugewinnen. Denn nur wenn Investmentphilosophien und –stile zielgerichtet ausgesucht und stringent angewendet werden, können sie glaubhaft gegenüber der Anlegerseite vermittelt werden.

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, verschiedene Investmentphilosophien sowie ausgewählte Investmentstile der Aktienanlage sowohl theoretisch darzustellen als auch kritisch zu analysieren. In einem zweiten Schritt werden darauf aufbauend ausgesuchte Investmentstile sowie deren Darstellung durch die Fondsgesellschaften anhand von Praxisbeispielen untersucht.

Gang der Untersuchung:

In Kapitel 2 erfolgt zunächst eine Begriffsbestimmung von Investmentphilosophie und der ihr zugrunde liegenden Kapitalmarkteffizienz. Daraus lassen sich aktive und passive Investmentansätze ableiten, die nachfolgend dargestellt, analysiert und abschließend kritisch bewertet werden. Insbesondere auf dem aktiven Investmentansatz aufbauend folgt in Kapitel 3 die Analyse verschiedener Investmentstile. Auf dieser Basis können in Kapitel 4 Value- und Growth-Fonds vor aktuellem Praxishintergrund beleuchtet werden. Der Schwerpunkt der Betrachtung liegt auf der Strukturanalyse und dem Performancevergleich. Die Arbeit endet mit einem knappen Fazit und dem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
2. Investmentphilosophien 3
2.1 Die Theorie effizienter Märkte 4
2.1.1 Formen der Kapitalmarkteffizienz 5
2.1.2 Praktische Bedeutung der Kapitalmarkteffizienz 8
2.2 Passive Investmentansätze 11
2.2.1 Buy-and-Hold-Strategie 12
2.2.2 Indexierungsstrategie 13
2.3 Aktive Investmentansätze 19
2.3.1 Timing 19
2.3.2 Selektion und Gruppenrotation 22
2.4 Kritische Würdigung 24
3. Investmentstile 28
3.1 Anlagehorizont 30
3.2 Methoden der Portfoliokonstruktion 31
3.2.1 Top-Down-Ansatz 32
3.2.2 Bottom-Up-Ansatz 34
3.3 Equity Style Management 37
3.3.1 Size-Style 38
3.3.2 Value- und Growth-Style 43
3.3.3 Synthese 51
4. Vergleich ausgewählter Investmentstile anhand von Praxisbeispielen 52
4.1 Vorstellung der ausgesuchten Fonds 52
4.1.1 Value-Fonds - Vermögensbildung Europa der dit 52
4.1.2 Growth-Fonds - Wachstum Europa der dit 56
4.1.3 Value-Growth-Mix - EuroInvest der MEAG 59
4.2 Performancevergleich 62
4.3 Zusammenfassende Vergleichsergebnisse 63
5. Schlussbetrachtung und Ausblick 67
Literaturverzeichnis VI
Anhang 1: Nachweis Interviews XIV
Anhang 2: Abbildungen XV

Automatisiert erstellter Textauszug:

Bei der Portfolio- und Kapitalmarkttheorie geht man von effizienten Märkten aus. Die Klärung der Frage nach der Markteffizienz erlaubt somit Rückschlüsse auf die Güte der genannten Theorien, die für die Bepreisung von Wertpapieren von großer Bedeutung sind.11 Auch in der Praxis hat die Beantwortung der Effizienzfrage weitgehende Implikationen. Geht man von einem effizienten Markt aus, ist es theoretisch nutzlos mittels Marktanalyse unter- bzw. überbewertete Titel zu suchen, da falsch bewertete Aktien auf effizienten Märkten nicht vorhanden sein können. Ist dies der Fall, bieten sich passive Investmentstrategien an. Geht man hingegen von Ineffizienzen aus, ergeben sich aus der Beantwortung der zentralen zur Frage der Investmentphilosophie, Zur die Frage stehen der dem Kapitalmarkteffizienz, weitere Problemstellungen, wie die nach der Methode oben Marktprognose. Prognosefindung der Markteffizienz oder Portfoliomanager verschiedene Ansätze zur Verfügung, die sich an den angesprochenen eine Formen orientieren. quantitative Grundsätzlich besitzt der Anleger zur Entscheidungsabstützung die Möglichkeit, technische, [...]

Marktwert zu Eigenkapitalbuchwert (Value-Aktien) systematisch höhere Renditen zu erzielen als Aktien, deren Marktwert im Verhältnis zum Eigenkapitalbuchwert hoch ist (Growth-Aktien).7 Die schwache Form der Kapitalmarkteffizienz hängt von der Gültigkeit der Random-Walk-Hypothese ab.8 Ist ein Finanzmarkt auch nur schwach effizient und treffen neue Informationen zufällig ein, so bilden sich auch seine Kurse zufällig. Dies ist nicht etwa Ausdruck einer Irrationalität der Finanzmärkte, sondern im Gegenteil Folge des Rationalitätsprinzips und der Konkurrenz auf dem Finanzmarkt. Damit hängt auch kein Kurs mehr vom vorhergehenden ab. Klassischerweise nimmt die Random-WalkHypothese an, dass nicht der nächste Kurs selbst eine Zufallsgröße ist, sondern seine Veränderung gegenüber dem Kurs der Vorperiode. Der beste Schätzwert für den morgigen Kurs ist der heutige Kurs. Auftretende Fehlschätzungen gleichen sich im Mittel aus. Verschiedene Tests haben dies untersucht. In den sechziger und siebziger Jahren kam man zum Ergebnis, dass zwar keine serielle Korrelation von null besteht, jedoch das gewinnbringende Ausnutzen allenfalls nur kurzfristig bestehender Trends bei Berücksichtigung von Transaktionskosten nicht möglich ist. Neuere Tests besagen, dass das Vorliegen eines reinen Random-WalkProzesses zumindest unwahrscheinlich ist. Hierfür sprechen auch die Kalenderzeiteffekte. Unter Kalenderzeiteffekt versteht man die zu einem bestimmten Zeitpunkt regelmäßig erzielbare Überperformance, wie z.B. den Januar- oder day of the week-Effekt. Vor dem Hintergrund, dass die Saisonalitäten weltweit existieren, sind sie ein ernstzunehmendes Muster, welches im Widerspruch zu der schwachen Form der Informationseffizienzhypothese steht. In Deutschland wurde, wenn auch in abgeschwächter Form, besonders der Januareffekt nachgewiesen.9 Angesichts der oben genannten Kritikpunkte ist es nicht verwunderlich, dass nach einer Umfrage nur eine verschwindende Minderheit der [...]

Abb. 3: Formen der Informationseffizienz (Steiner/ Bruns, S. 42) Seit ihrer Vorstellung ist die Kritik an der Theorie effizienter Märkte nicht verstummt. Die strenge Form der Kapitalmarkteffizienz wurde von Fama 1991, zwanzig Jahre nach seinem oft zitierten Artikel, aufgrund von zahlreichen wichtige Diskussionsbeiträgen führen und empirischen schon vor Untersuchungen ihrer öffentlichen abgelehnt5. Unternehmensübernahmen, Kapitalmaßnahmen und ähnliche Informationen häufig Bekanntmachung zu hohen Umsätzen. Infolgedessen kann Insiderwissen gewinnbringend ausgenutzt werden. Die halbstrenge Form ist die am heftigsten umstrittene Effizienzhypothese. Auf der Basis der öffentlich bekannten Informationen dürften bei Gültigkeit dieser Form der Kapitalmarkteffizienz keine Kaufs- und Verkaufsstrategien entwickelt werden können, erzielen . [...]

Arbeit zitieren:
Pevny, Sabina Januar 2004: Analyse verschiedener Investmentphilosophien und -stile im Portfoliomanagement, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kapitalmarkteffizienz, Indextracking, Value- and Growth-Style, Aktives- und Passives Aktienmanagement, Size-Style

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