Analyse und strategische Vertriebskonzeption für den italienischen IT-Dienstleistungsmarkt im Bereich verarbeitendes Gewerbe
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Thomas Spreitzer
- Abgabedatum: Januar 2000
- Umfang: 103 Seiten
- Dateigröße: 1,4 MB
- Note: 1,4
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Augsburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4808-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4808-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4808-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Spreitzer, Thomas Januar 2000: Analyse und strategische Vertriebskonzeption für den italienischen IT-Dienstleistungsmarkt im Bereich verarbeitendes Gewerbe, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: IT-Services, Automobilmarkt, Aerospace, Anlagenbau, Italien
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Diplomarbeit von Thomas Spreitzer
Einleitung:
Das vorliegende Werk stellt einen Ansatz dar, wie IT-Dienstleistungen international vertrieben werden können. Erstellt unter den Prämissen, daß bereits die strategische Entscheidung für ein bestimmtes Land getroffen wurde, und daß der Markteintritt in Form einer Tochtergesellschaft erfolgen soll. Operative Strategieempfehlungen können nach Meinung des Verfassers nicht generell und global entwickelt werden, sondern sie sind individuelle Entscheidungsprozesse, die nur zu einem gewissen Prozentsatz Regeln folgen.
Aus diesem Grunde stellen interkulturelles Management, Länder- und SWOT-Analysen die zentralen Kapitel dar, um die eigentliche Intention der Diplomarbeit zu erfüllen - Eine strategische und operative Vertriebskonzeption zu entwerfen für IT-Dienstleistungen im Bereich Manufacturing Industry (verarbeitendes Gewerbe) in Italien.
Ein Auslöser sich diesem Thema zu widmen, war die Tatsache, daß die internationale Expansion von IT-Dienstleistungsunternehmen bis dato nur wenig Beachtung in der internationalen Managementlehre findet. Der Schwerpunkt der Theorie liegt nach wie vor bei den Produkterzeugern oder -händlern. Dies geht unter global ökonomischen Gesichtspunkten, dem Trend zum tertiären Sektor entgegen! Im Jahr 2000 werden nach einer Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung über 60 % der Erwerbstätigen im Dienstleistungsbereich tätig sein und der Wertschöpfungsanteil des tertiären Sektors bewegt sich gen 70 %.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Abkürzungsverzeichnis | VI | |
| I. | Prolog | 1 |
| II. | Zielsetzung und Einführung | 2 |
| 1. | Zielsetzung der Diplomarbeit | 2 |
| 2. | Vorgehensweise und Begriffsdefinitionen | 3 |
| 3. | Situationsaufnahme des IT-Dienstleistungssektor | 6 |
| 3.1 | IT-Dienstleistungen - eine Branche boomt | 6 |
| 3.2 | Motive zur Internationalisierung der Geschäftstätigkeit | 7 |
| III. | Reflexion der Rahmenbedingungen und Markteintrittsbarrieren | 8 |
| 1. | Analyse der externen Rahmenbedingungen | 8 |
| 1.1 | Politische und soziale Faktorenanalyse | 9 |
| 1.1.1 | Stabilität und Kontinuität | 10 |
| 1.1.2 | Sozio-demographische Daten | 11 |
| 1.1.2.1 | Bevölkerungsstrukturen | 11 |
| 1.1.2.2 | Lebensstandard | 12 |
| 1.1.2.3 | Ausbildungsstand | 13 |
| 1.2 | Ökonomische und technologische Faktorenanalyse | 14 |
| 1.2.1 | Allgemeine Wirtschaftsdaten | 14 |
| 1.2.2 | Wirtschaftspolitik | 15 |
| 1.2.2.1 | Steuersätze und effektive Belastung | 15 |
| 1.2.2.2 | Zinspolitik | 17 |
| 1.2.2.3 | Verschuldungsgrad und –tendenz | 18 |
| 1.2.2.4 | Inflationsraten und Verbraucherpreise | 18 |
| 1.2.2.5 | Ausblick | 19 |
| 1.2.3 | Situation auf dem Arbeitsmarkt | 19 |
| 1.2.3.1 | Human Kapital - Verfügbarkeit und Struktur | 19 |
| 1.2.3.2 | Gewerkschaften und Mindestlöhne | 20 |
| 1.2.3.3 | Arbeitskosten | 21 |
| 1.2.3.4 | Produktivität | 23 |
| 1.2.4 | Innovations- und Investitionsbereitschaft | 23 |
| 1.2.5 | Börsen- und Kapitalmarktstruktur | 25 |
| 1.2.6 | Chancen auf staatliche Subventionen | 26 |
| 1.2.7 | Infrastruktur der Informationstechnologie | 26 |
| 1.3 | Kultur-psychologische Faktoren | 29 |
| 1.3.1 | Allgemeine sozio-psychologische Mechanismen im italienischen Markt | 29 |
| 1.3.2 | Italien und die Beziehungen zum Ausland | 30 |
| 1.3.3 | Analyse der Kultur- und Mentalitätsunterschiede Italiens unter Anwendung der Hofstede Dimensionen | 31 |
| 2. | Analyse des IT-Marktes und des Wettbewerbs in Italien | 36 |
| 2.1 | Marktvolumen, -struktur und -entwicklung | 36 |
| 2.2 | Marktsegmentierung | 37 |
| 2.2.1 | nach Regionen | 37 |
| 2.2.2 | nach Branchen | 41 |
| 2.2.3 | nach Zielkunden | 48 |
| 2.2.4 | nach Dienstleistungen | 50 |
| 2.3 | Darstellung der Wettbewerbssituation | 54 |
| 2.3.1 | Branchenstrukturanalyse anhand des Five-Forces Modells | 54 |
| 2.3.1.1 | Bedrohung durch potentielle neue Konkurrenten | 54 |
| 2.3.1.2 | Bedrohung durch Ersatzprodukte und -dienste | 55 |
| 2.3.1.3 | Rivalität unter den bestehenden Wettbewerbern | 55 |
| 2.3.1.4 | Verhandlungsstärke der Abnehmer | 55 |
| 2.3.1.5 | Verhandlungsstärke der Lieferanten | 55 |
| 2.3.1.6 | Begründung und Kritik des Modells | 56 |
| 2.3.2 | SWOT-Analysen der wichtigsten Wettbewerber in Italien | 56 |
| 2.3.2.1 | Finsiel | 56 |
| 2.3.2.2 | IBM | 57 |
| 2.3.2.3 | Elsag | 58 |
| 2.3.2.4 | EDS | 58 |
| 2.3.2.5 | Olivetti Wang (übernommen durch Getronics) | 59 |
| 2.3.2.6 | Andersen Consulting | 60 |
| 2.3.2.7 | ATOS | 61 |
| 2.3.2.8 | SEMA Group | 62 |
| 2.3.2.9 | Cap Gemini Italia | 63 |
| 2.3.2.10 | CSC | 64 |
| 2.3.2.11 | SBS | 65 |
| 3. | Analyse der internen Rahmenbedingungen | 65 |
| 3.3 | Zusammenfassung der Analyseergebnisse | 66 |
| IV. | Ermittlung der strategischen Lücke in Italien (Soll-Ist Lücke) | 69 |
| V. | Strategieempfehlungen zum Schließen der strategischen Lücke | 69 |
| 1. | Entwicklung von Kernkompetenzen als Grundlage der Wettbewerbsstrategie | 69 |
| 1.1 | Implikationen durch den Wettbewerb | 69 |
| 1.2 | Entwicklung der Kernkompetenzen | 70 |
| 1.2.1 | Kundennutzen | 70 |
| 1.2.2 | Ausbaufähigkeit | 70 |
| 1.2.3 | USP Stellung | 70 |
| VI. | Unterstützende Strategien und Prozesse | 73 |
| 1. | Personalmanagement im interkulturellem Kontext | 73 |
| 1.1 | Der Faktor Kultur | 73 |
| 1.2 | Was ist interkulturelles Management? | 74 |
| 1.3 | Warum benötigt man interkulturelles Management? | 74 |
| 1.4 | Praxisbeispiel: Interkulturelles Management in Italien | 74 |
| 1.5 | Unternehmenskultur vs. Kultur | 78 |
| 1.6 | Internationale Personalbeschaffung | 79 |
| 1.7 | Internationale Personalentwicklung | 80 |
| 1.8 | Internationale Vergütungspolitik | 83 |
| 1.10 | Fazit | 83 |
| 2. | Marketingstrategie | 84 |
| 2.1 | Marketingphilosophie | 84 |
| 2.1.1 | Aufmerksamkeit und Interesse beim Kunden wecken | 85 |
| 2.1.2 | Überzeugen und Vertrauen schaffen | 85 |
| 2.1.3 | Kundenzufriedenheit erreichen | 85 |
| 2.1.4 | Loyalität gewinnen | 85 |
| 2.2 | Internationale Kommunikationspolitik | 85 |
| 2.3 | Direktmarketing | 86 |
| 2.4 | Messen und Ausstellungen | 87 |
| 2.5 | Distributionspolitik | 88 |
| 2.6 | Absatzkreditpolitik | 88 |
| 2.7 | Internationale Preispolitik | 89 |
| 3. | Internationale Implementierung der Informations- und Vertriebstools | 89 |
| VII. | Epilog | 90 |
| Literaturverzeichnis | VII |
italienische Mittelstand die Börse entdeckt. So sind im Halbjahr 99 mit 20 Neuemissionen - im Vergleich zu 25 Neuzugängen im gesamten Jahr 98 - hoffnungsvolle Tendenzen erkennbar. Nach Einschätzungen des Mailänder Brokerhauses Euromobiliare wird zwischen Juli und den ersten Monaten des Jahres 2000 bei Neuemissionen eine Rekordsumme von 24 Mrd. EURO am Börsenmarkt nachgefragt werden.39 In dieser Zahl ist der anstehende, größte Börsengang in Europa noch nicht berücksichtigt. ENEL das größte, staatliche Energieunternehmen Italiens beabsichtigt 15 % seiner Aktien auf den Markt zu bringen, was der italienischen Staatskasse in etwa 15 Mrd. DM40 einbringen wird. Aufgrund der günstigen Börsenentwicklung sollte man Überlegungen anstellen, die TS Organisation langfristig an der italienischen Börse notieren zu lassen. [...]
1.2.5 Börsen- und Kapitalmarktstruktur Der italienische Kapitalmarkt ist im Vergleich zum Englischen oder Deutschen unterentwickelt. Kennzeichen hierfür sind die niedrige Börsenkapitalisierung und die Konzentration des Privatkapitals auf wenige Gruppen (FIAT-Gruppe, Pirelli, de-Benedetti, usw.). Dies und andere Kriterien führen dazu, daß Kapitalaufnahmen überwiegend durch Banken abgewickelt werden. Immerhin 73,9 %38 der Fremdfinanzierungsmittel werden durch Bankkredite abgedeckt, so hoch ist die Rate bei keinem anderen europäischen Industrieland (Deutschland: 63 %). Der italienische Banksektor selbst hat einen Anteil von rund 35 Prozent an der gesamten Marktkapitalisierung. Es läßt sich jedoch ein Aufwind im italienischen Kapitalmarkt erkennen. Mediobanca hat innerhalb eines EU-Projektes, bei dem 239 multinationale Unternehmen analysiert wurden, interessante Ergebnisse für Italien ermittelt. Die allgemeine Cash Generierung in den letzten zwei Jahren wurde verdoppelt und der Anteil, der durch Aktienemissionen erwirtschaftet wurde, erhöhte sich von 7,5 (1993) auf 19,6 % (1996). Der MIB (Piazza Affari) Der Mailänder Börsenkurs tendierte im Gesamtverlauf positiv, aber auch er leidet unter der schwachen Konjunktur. In den letzten zwei Jahren hat der italienische Börsenplatz, insbesondere der Mibtel-Index, Rekordzunahmen verzeichnet. Seit Jahresbeginn befinden sich er als auch der MIB-30-Index in einer Krise. Seit dem Tiefstand von 25.000 Punkten am 09. 10.1998 (verlorene Vertrauensfrage Prodi’s) stieg der Index im Januar auf 37.000 Punkte und verliert seither konstant. Neben der schwachen Konjunktur führt vor allem ein umgekehrter EURO-Effekt zu der schlechten Kursentwicklung. Eine steigende Anzahl heimischer Anleger nimmt seit dem effektiven Start des Einheitsgeldes eine Umschichtung aus italienischen Fonds in europäische EURO-Anlagen vor. Trotz der negativen Entwicklung kann man den vergangen Monaten auch Gutes abgewinnen. Bei der feindlichen Übernahme der Telekom Italia durch Olivetti wurde deutlich, daß dies ohne die früher üblichen Tricks und Schleichwege über die Bühne ging. Man leistete damit einen Beitrag zur Stärkung der traditionell unterentwickelten Aktienkultur in Italien. Das neu gewonnene Vertrauen der Italiener in Aktien ließ sich auch an den Neuemissionen, anläßlich der Privatisierung des römischen Strom- und Wasserversorgers Acea und der Bank Monte dei Paschi di Siena beobachten, die einen wahren Run provozierten. Insgesamt steigen die Hoffnungen, daß der [...]
Italiener deutlich. Mit nur 1,4 europäischen Patenten pro einer Million Einwohner im Vergleich zu 7,0 in Deutschland, liegt Italien am Ende der europäischen Wirtschaftsländer. Bereits Porter sprach von der schwachen Innovationsfähigkeit von Italien, wenn gleich er die Stärke in der Verfahrenstechnologie hervorhebt: „(...) daß die Italiener sehr selten innovative Erfolge haben, jedoch sehr stark in der Verfahrenstechnologie und im kopieren sind.“37 Die Statistiken der Forschungs- und Entwicklungsausgaben des italienischen Staates berichten von mageren 1,13 % des BIP und das mehr oder weniger konstant seit ca. zehn Jahren und auch die Investitionsquote von 12,8 % liegt deutlich unter den 19,9 % Deutschlands. Hervorzuheben sei hier vor allem der geringe F&E Aufwand des privaten Sektors. Man sollte sich dennoch vor Augen halten, daß die Innovationsfähigkeit nicht nur durch solche Kriterien wie Patentanmeldungen und F&E Ausgaben ermittelt werden kann. Denn werden lediglich diese betrachtet, ist man schnell geneigt sich bestätigt zu sehen, daß Italien über schwache Innovationskräfte verfügt. Aber die Kreativität und Flexibilität der Italiener darf nicht unterschätzt werden. Sie sind kein Volk, das sich Nächte um die Ohren schlägt nur um eine Schraube zu perfektionieren, sie verwenden lieber eine andere. Diese Mentalität hat ihnen zu weltweiter Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der Verfahrenstechnologie verholfen und mag vielleicht auch ein Grund für die niedrigen Investitionen sein. Denn die Investitionen der italienischen Wirtschaft in die Nachbarländer sind eher verhalten, während z. B. die Deutschen in Italien 17.113 Mio. DM (31.12.1996) investierten, betrugen im Vergleich dazu die italienischen Investitionen in Deutschland lediglich 4.075 Mio. DM. Bestätigt werden die zurückhaltenden Investitionsquoten in einer Statistik der österreichischen Wirtschaftskammer. Während die Investitionen im Zeitraum 1991 – 1997 in Deutschland zwischen 20 und 23 % des BIP ausmachten, betrugen die Bruttoanlageinvestitionen in Italien gerade mal zwischen 16 und 19 % des BIP’s. Die Stärkung der Investitionsbereitschaft von Unternehmen ist eines der drei zentralen Themen welche die Regierung im Reformprogramm angeht. Durch die Senkung der Realzinsen wurden bereits erste Schritte in diese Richtung getan. Trotzdem wurde die ohnehin schwache Zinsabhängigkeit wahrscheinlich durch die sinkende Kapazitätsauslastung kompensiert. Das Investitionsverhalten wird aber auch durch die Kapitalmarktstruktur beeinflußt, da die Verfügbarkeit von Kapital schließlich die Voraussetzung ist, um eine Investition zu tätigen. [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832448080
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Spreitzer, Thomas Januar 2000: Analyse und strategische Vertriebskonzeption für den italienischen IT-Dienstleistungsmarkt im Bereich verarbeitendes Gewerbe, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
IT-Services, Automobilmarkt, Aerospace, Anlagenbau, Italien



