Analyse optimaler Vermarktungsstrategien für innovative Investmentprodukte
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Aleksandar Jeremic
- Abgabedatum: November 2004
- Umfang: 120 Seiten
- Dateigröße: 1,1 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Rheinische Fachhochschule Köln Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9557-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9557-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9557-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Jeremic, Aleksandar November 2004: Analyse optimaler Vermarktungsstrategien für innovative Investmentprodukte, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Fonds, Zertifikate, Innovation, Distribution, Asset Management
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Diplomarbeit von Aleksandar Jeremic
Einleitung:
Innovative Produkte benötigen auch innovative Vermarktungsstrategien. Eine Vermarktungsstrategie sollte die Anforderungen aller Marktteilnehmer berücksichtigen, um die Einführung von neuen Produkten erfolgreich gestalten zu können.
Besonders Investmentprodukte sind wegen ihrer Homogenität und des ausgeprägten Wettbewerbs auf eine durchdachte Vermarktung angewiesen. Nur solche Unternehmen, die es durch ihre Marketingaktivitäten schaffen sich von der Masse abzuheben, werden auch weiterhin auf dem Markt wettbewerbsfähig bleiben.
Problemstellung:
Vorbei sind die Zeiten, als die Börse nur eine Richtung kannte, nämlich aufwärts, als es Zinsen gab, die fast schon zweistellig waren und der Vertrieb von Investmentprodukten einfach und strukturiert erfolgte.
Die Realität sieht heute anders aus. Der Wettbewerb zwischen den einzelnen Investmenthäusern hat nicht allein durch die wachsende Zahl von ausländischen Gesellschaften zugenommen. Auch die Bankhäuser haben auf die veränderte Marktsituation reagiert und bieten immer öfter, im Rahmen einer offenen Anbieterarchitektur, konzernfremde Anlageprodukte an. Dabei steht die Qualität eines Fonds im Vordergrund, diese wird meistens durch externe Gesellschaften zertifiziert. Das Ziel von Innovationen ist es den herrschenden Zustand zu verändern. Die Märkte reagieren mit Widerstand auf diesen Prozess. In Anbetracht dieser Widerstände gewinnt eine ausgefeilte Vermarktungsstrategie an Bedeutung. Diese Vermarktungsstrategie muss sich heute mehr denn je nach den Berater- und Kundenbedürfnissen richten.
Neue Produktideen sorgen für mehr Wettbewerb. Wurden früher (fast) nur Investmentfonds dem Kunden angeboten, so erfreuen sich Zertifikate und seit neuestem auch Hedge-Fonds einer immer größer werdenden Beliebtheit. Den veränderten Marktbedingungen muss durch eine angepasste Vermarktung entgegengewirkt werden. Der richtige Einsatz der Instrumente legt die Weichen für eine erfolgreiche Unternehmens-Zukunft. Die genaue Auswahl aber stellt wegen der vielen Unwägbarkeiten eine Herausforderung für jedes Unternehmen dar.
Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die aktuellen Finanzprodukte für den Privatkundenvertrieb zu geben und ihre grundsätzliche Wirkungsweise zu erläutern.
Der Verfasser möchte weiterhin am Beispiel von Investmentfonds, unter besonderer Berücksichtigung von Investmentzertifikaten, Optimierungsmöglichkeiten identifizieren und basierend auf diesen Erkenntnissen Ansätze für eine optimale Vermarktungsstrategie aufzeigen. Berücksichtigt werden hierbei die aktuelle Marktentwicklung ebenso wie die Themenfelder: Produktgestaltung, Pricing, Kommunikation, Verkaufsunterstützung, etc..
Die aufgezeigten Vorschläge behandeln hauptsächlich die Vermarktung von Investmentprodukten im massenstarken Privatkundenbereich und betrachten dabei alle Stufen eines Vermarktungsprozesses.
Gang der Untersuchung:
Zu Beginn dieser Arbeit werden in Kapitel 2 die Entwicklung und rechtlichen Vorgaben von Investmentfonds aufgezeigt. Unter Punkt 2.4 werden die einzelnen Grundarten näher betrachtet, dabei wird ein verstärktes Augenmerk auf die größer werdende Bedeutung von Ratings und Rankings gelegt.
Im Kapitel 3 wird der Begriff Innovation näher erläutert und die zugehörigen Grundarten der Produktpolitik in einen Kontext gebracht. Des Weiteren werden im Punkt 3.3 die wachsende Bedeutung von Zertifikaten, die als innovative Finanzprodukte vorgestellt werden, behandelt. Abschließend werden Fonds und Zertifikate gegenübergestellt und die weitere Entwicklung dieser Produktarten kritisch betrachtet.
In Kapitel 4 geht der Verfasser auf das Thema Vermarktungsstrategien ein. Diese werden unter dem Gesichtspunkt von Investmentprodukten durch die vier Felder des Marketing-Mixes (Produkt-, Preis-, Distributions- und Kommunikationspolitik) näher erläutert. Neben einer genauen Definition werden zu den einzelnen Punkten aktuelle Beispiele aus der Investmentbranche aufgeführt.
Auf Grund der besonderen Bedeutung des Vertriebs geht der Verfasser ausführlich auf die einzelnen Vertriebsformen ein und schildert dabei auch die aktuelle Entwicklung. Im Kapitel 4.7 werden zudem die Wachstumsimpulse der Investmentbranche näher betrachtet.
Kapitel 5 beschäftigt sich mit der Möglichkeit, wie die gewonnenen Erkenntnisse in eine Optimierung der Vermarktung umgewandelt werden können. Dazu werden zunächst unter 5.3 die Beraterbedürfnisse analysiert und in einen direkten Bezug zum Thema Anreizaspekte gebracht. Im Kapitel 5.4 zeigt der Verfasser Kundenbedürfnisse bei Investmentprodukten auf. Die Segmentierungsvorschläge, die eine aussichtsreiche Vermarktung ausmachen, sind im Punkt 5.5 näher erläutert. Den Abschluss der Arbeit bildet das Kapitel 5.6, das Vermarktungsmodelle für die einzelnen Instrumente des Marketing-Mixes aufzeigt. Anhand eines Kooperationsmodellbeispiels werden zudem mögliche Einsatzfelder in der Investmentbranche aufgezeigt. Der Verfasser hat dabei den Ansatz von neuartigen Wegen besonders in den Vordergrund gestellt.
Zuletzt fasst Kapitel 6 alle aufgezeigten Vorschläge in einer Übersicht zusammen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Abkürzungsverzeichnis | VI | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung | 2 |
| 1.3 | Vorgehensweise | 2 |
| 2. | Investmentprodukte | 4 |
| 2.1 | Grundlagen zu Investmentprodukten | 4 |
| 2.2 | Historische Entwicklung - International | 5 |
| 2.2.1 | Der Weg zum Investmentfonds in Deutschland | 5 |
| 2.2.2 | Entwicklung des Investmentfondsmarktes | 6 |
| 2.3 | Rechtliche Rahmenbedingungen | 8 |
| 2.3.1 | Das Investmentgesetz | 9 |
| 2.3.2 | Investmentmodernisierungsgesetz | 9 |
| 2.3.3 | Das Europäische Investmentgesetz | 10 |
| 2.4 | Struktur von Investmentfonds | 11 |
| 2.4.1 | Anlagerichtlinien | 12 |
| 2.4.2 | Risiken der Anlage in Investmentanteilen | 13 |
| 2.5 | Zunehmende Bedeutung von Bewertungen | 14 |
| 2.5.1 | Ranking und Ratings | 15 |
| 2.5.2 | Kritische Betrachtung der Bewertungen | 16 |
| 2.6 | Grundarten von Investmentfonds | 17 |
| 2.6.1 | Aktienfonds | 18 |
| 2.6.2 | Rentenfonds | 18 |
| 2.6.3 | Geldmarktfonds | 19 |
| 2.6.4 | Offene Immobilienfonds | 19 |
| 2.6.5 | Hedgefonds | 20 |
| 2.6.6 | Sonstige Fonds | 21 |
| 3. | Innovationen | 22 |
| 3.1 | Grundarten der Produktpolitik | 22 |
| 3.2 | Begriffsbestimmung von Innovation | 23 |
| 3.3 | Marktsituation als Ausgangspunkt für Innovationen | 25 |
| 3.3.1 | Wachsende Bedeutung von Zertifikaten | 25 |
| 3.3.2 | Grundlagen zu Zertifikaten | 26 |
| 3.3.3 | Entwicklung des Zertifikate - Marktes | 27 |
| 3.4 | Grundtypen von Zertifikaten | 28 |
| 3.4.1 | Index - Zertifikate | 28 |
| 3.4.2 | Garantie-Zertifikate | 29 |
| 3.4.3 | Discount - Zertifikate | 29 |
| 3.4.4 | Bonus - Zertifikate | 30 |
| 3.4.5 | Knock - Out - Zertifikate | 30 |
| 3.4.6 | Sonstige Zertifikate | 31 |
| 3.5 | Gegenüberstellung von Fonds und Zertifikaten | 31 |
| 3.5.1 | Das Emittentenrisiko | 33 |
| 3.5.2 | Ratings bei Zertifikaten | 33 |
| 3.6 | Kritische Betrachtung der weiteren Entwicklung | 34 |
| 4. | Vermarktungsstrategien | 36 |
| 4.1 | Strategie | 36 |
| 4.2 | Absatzpolitische Instrumente | 37 |
| 4.3 | Produktpolitik | 38 |
| 4.3.1 | Produkte der Investmentbranche | 39 |
| 4.3.2 | Produktentwicklungen der Investmentbranche | 39 |
| 4.4 | Preispolitik | 40 |
| 4.4.1 | Preispolitik im Investmentbereich | 41 |
| 4.4.2 | Preisgestaltungsmöglichkeiten | 41 |
| 4.5 | Distributionspolitik | 42 |
| 4.5.1 | Vertrieb von Investmentprodukten | 43 |
| 4.5.2 | Neue Arten des Vertriebs von Investmentprodukten | 43 |
| 4.5.3 | Offene Anbieter-Architektur als neuer Vertriebsansatz | 45 |
| 4.6 | Kommunikationspolitik | 49 |
| 4.6.1 | Kommunikationsbezogenes Marketing von Finanzprodukten | 49 |
| 4.6.2 | Prozessüberwachung als Marketinginstrument | 52 |
| 4.7 | Vermarktungsstrategien im Wandel | 53 |
| 4.7.1 | Aktuelle Marktentwicklung | 54 |
| 4.7.2 | Wachstumsimpulse der Investmentbranche | 55 |
| 4.7.3 | Bewährtes versus Innovatives | 59 |
| 4.7.4 | Kritische Betrachtung der einzelnen Strategien | 60 |
| 5. | Optimierungsmodelle | 63 |
| 5.1 | Bedürfnisse | 63 |
| 5.2 | Nachfrage | 64 |
| 5.3 | Vermarktungsstrategien aus Beratersicht | 64 |
| 5.3.1 | Beraterbedürfnisse | 65 |
| 5.3.2 | Mögliche grundsätzliche Ableitungen | 66 |
| 5.3.3 | Anreize für den Vertrieb | 67 |
| 5.3.4 | Mögliche weitere Anreizaspekte | 68 |
| 5.3.5 | Zielkonflikte zwischen Vertrieb und Investmentgesellschaft | 70 |
| 5.4 | Aktuelle Marktsituation aus Kundensicht | 70 |
| 5.4.1 | Kundenbedürfnisse bei Investmentanlagen | 71 |
| 5.4.2 | Vermarktungsstrategien aus Kundensicht | 72 |
| 5.5 | Erfolgsfaktoren im Asset Management | 73 |
| 5.5.1 | Psychologische Erfolgsfaktoren | 74 |
| 5.5.2 | Kundensegmentierung als Erfolgsfaktor | 76 |
| 5.5.3 | Kritische Betrachtung von Kundensegmentierungen | 78 |
| 5.6 | Mögliche Optimierungsmodelle im Marketing-Mix | 79 |
| 5.6.1 | Produktpolitik | 80 |
| 5.6.2 | Preispolitik | 81 |
| 5.6.3 | Distributionspolitik | 82 |
| 5.6.4 | Kommunikationspolitik | 87 |
| 6. | Abschließende Betrachtung | 91 |
| Anhangverzeichnis | 92 | |
| Literaturverzeichnis | 95 |
4.5.3.2 Mögliche Folgen einer offenen Anbieter-Struktur Durch die Ausweitung der Produktpalette auch auf konzernfremde Gesellschaften wird sich der Wettbewerb weiter verschärfen. Dies kann bei geschickter Nutzung der neuen Möglichkeiten Vorteile für den Kunden und die Anbieter bringen. Besonders ausländische Kapitalanlagegesellschaften wurden in Deutschland nicht als ernsthafte Wettbewerber angesehen. Trotz nachweislich guter Managementleistungen, die sich in der Entwicklung und Bewertung der Fonds niederschlugen, konnten ohne den Vertriebskanal der Banken keine nennenswerten Absatzzahlen generiert werden. Als alternative Vertriebswege dienten fremden Kapitalanlagegesellschaften z.B. Finanzberater, Agenturen oder das Internet. Die Entscheidung der Banken auch Fonds fremder Gesellschaften anzubieten, stellte diese Produkte in direkter Konkurrenz zur eigenen Tochtergesellschaft. Bei einer ernsthaft neutralen Beratung werden die Bankberater die Produkte aus den bestimmten Asset-Klassen empfehlen, die sich am besten entwickelt haben. Wurde vor der Öffnung der eigene Fonds mangels Alternativen empfohlen, so sucht sich zukünftig der Berater gemeinsam mit dem Kunden, den „klassenbesten“ aus. [...]
47 Fonds ist ein besonders hohes Rating die Grundvoraussetzung für einen dauerhaft erfolgreichen Vertrieb. Der Werbeffekt für die Investmentgesellschaften, durch die Publikation des positiven Ratings in diversen Medien, ist dabei ebenso wenig zu unterschätzen wie die mögliche Aufnahme in die Produktpalette eines Vertriebspartners.80 Das Gegenteil gilt für Fonds, die keine positive Bewertung erzielen konnten. Sie sinken meistens in der Gunst der Anleger. Gelder werden aus diesen Fonds in bessere umgeschichtet oder ganz abgezogen. Diese Mittelabflüsse erweisen sich als ein Teufelskreis. Das Fondsmanagement muss zur Sicherstellung der Liquidität Anlageentscheidungen zurückstellen bzw. vorzeitig aus den Einzelwerten aussteigen. Ein weiterer Perfomancerückschlag ist die Folge. Im Extremfall ist der Fonds durch Mittelabflüsse so klein geworden, dass sich eine Aufrechterhaltung aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht mehr rechnet. In diesen Fällen werden ähnlich agierende Fonds zusammengelegt, um wieder eine kritische Masse zu erreichen oder sie werden vollständig aufgelöst. [...]
4.5.3.1 Ratings und die Folgen Durch den vermehrten Vertrieb von Drittfonds, im Rahmen der offenen Architektur, ist die Bedeutung eines positiven Ratings weiter gestiegen. In der Beratung von Fonds wird eine gute Benotung als Qualitätsbeweis angesehen und ermöglicht somit dem Berater eine Filterung zwischen den einzelnen Produkten. Marktanalysen aus den USA zeigen, dass ca. 80 Prozent der Liquidität in Fonds fließen, die ein überdurchschnittlich hohes Rating besitzen.79 Bei einer Übertragung dieser Erfahrungen auf den deutschen Markt würde dies für die Zukunft eine geringere Gesamtzahl von Fonds bedeuten. Nur wenige Investmentprodukte je Marktsegment werden eine gute Beurteilung erhalten und sich damit als kaufenswert erweisen. Für die Erstellung eines Ratings zahlen die Kapitalanlagegesellschaften für jeden zu begutachtenden Fonds eine fünfstellige Summe. Von einer positiven Bewertung versprechen sich die Unternehmen einen weiteren Impuls zur Vermarktung ihrer Produkte. Durch das gewachsene Anlegerinteresse an gerateten [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832495572
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Jeremic, Aleksandar November 2004: Analyse optimaler Vermarktungsstrategien für innovative Investmentprodukte, Hamburg: Diplomica Verlag
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