Bachelor + Master Publishing
810 Bachelorarbeiten, 531 Masterarbeiten, 10.101 Diplomarbeiten

Analyse der ökonomischen Entwicklung Irlands unter Berücksichtigung der EU-Strukturförderungsprogramme

Analyse der ökonomischen Entwicklung Irlands unter Berücksichtigung der EU-Strukturförderungsprogramme
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Florian Feick
  • Abgabedatum: April 2005
  • Umfang: 110 Seiten
  • Dateigröße: 833,0 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Wiesbaden Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9667-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9667-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9667-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Feick, Florian April 2005: Analyse der ökonomischen Entwicklung Irlands unter Berücksichtigung der EU-Strukturförderungsprogramme, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Europäische Union, Regionalpolitik, Wirtschaftspolitik, Länderstudie, SWOT

Diplomarbeit von Florian Feick

Einleitung:

Wohl kaum eine Metapher wurde in der internationalen wirtschaftswissenschaftlichen Literatur in den letzten Jahren häufiger benutzt als die des „Celtic Tiger“. Der Aufstieg Irlands vom „Armenhaus Europas“ bis hin zur europäischen ökonomischen Spitze (Platz zwei gemessen am BIP/Kopf) ist einzigartig und in seiner Geschwindigkeit atemberaubend. Die Erfolgsgeschichte lässt einige Volkswirte in Ermangelung von Deskriptionen sogar von einem „ökonomischen Wunder“ sprechen. So schrieb Paul Sweeney (2000):

„Ireland has had the fastest growing economy in the world in the last years . One could go so far as to say that Ireland has witnessed an economic miracle”.

Noch in den 80er Jahren war Irland gekennzeichnet von Spitzenwerten bei der Arbeitslosigkeit, verlassenen, Subsistenzwirtschaft betreibenden ländlichen Gebieten, einer niedergehenden einheimischen Industrie und einer perspektivlosen Jugend. Es gab für die Menschen nur eine Perspektive und die hieß Emigration. 1960 betrug die Population Irlands 2,8 Mio. Menschen, der niedrigste Stand seit zwei Jahrhunderten. Dieser anhaltende „brain drain“ lastete schwer auf der irischen Wirtschaft, und selbst der Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft 1973 konnte die Situation zunächst nicht verbessern. Es trat sogar eine Verschlechterung einiger ökonomischer Indikatoren (bspw. Staatsverschuldung) ein.

Nun, knapp anderthalb Jahrzehnte später, blickt Irland auf eine einmalige wirtschaftliche Erfolgsgeschichte zurück. Die irischen Wachstumsraten stiegen Anfang der 90er Jahre rasant an und waren sogar höher als bei den irischen Namenspaten, den vier „asiatischen Tigerökonomien“, vor ihrem Kollaps 1997/98. Es setzte ein kräftiger Beschäftigungszuwachs ein, die Arbeitslosigkeit fiel, die Exporte wuchsen und Irland wurde Weltspitze beim Akquirieren ausländischer Direktinvestitionen (ADI). Sogar die irischen Auswanderer kehren zurück und Irland erlebt in den letzten Jahren hohe Immigrationsraten. Die Bevölkerung ist wieder auf ca. 4 Mio. Menschen gestiegen. In einem Artikel des „Economist: The World in 2005“ wird Irland als das Land mit der besten Lebensqualität bejubelt. Wie kam es zu diesem beispiellosen Aufstieg?

Gang der Untersuchung:

Es stellt sich die Frage, welche Faktoren und Parameter die einzigartige Entwicklung Irlands verursacht und beeinflusst haben. Irland hat durch seine EU Mitgliedschaft enorme Geldmittel im Rahmen der gemeinschaftlichen Regional- und Strukturpolitik erhalten. Fördermittel haben andere EU-Mitgliedsstaaten (z.B. Griechenland, Spanien) ebenso erhalten, diese können allerdings eine weniger beeindruckende Performance als Irland vorweisen. Es müssen also besondere Erfolgsfaktoren in der irischen Entwicklungsstrategie auszumachen sein. Was macht Irland so erfolgreich? Inwieweit hat die EU-Strukturpolitik zu diesem Erfolg beigetragen und inwieweit waren es nationale Entwicklungsstrategien? Lässt sich der Einfluss europäischer Geldmittel quantifizieren?

Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob der wirtschaftliche Aufschwung nachhaltig ist. Wird er in der nächsten Dekade weitergehen? Wie sind die internationale Wettbewerbsfähigkeit und die Zukunftsperspektiven ohne europäische Fördergelder einzuschätzen?

Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Beschreibung und Analyse der ökonomischen Entwicklung Irlands. Um sauber zu analysieren, welche Faktoren für die irische Entwicklung im besonderem Maße beigetragen haben, werden in der vorliegenden Arbeit nationale Faktoren von europäischen getrennt. Es sei darauf hingewiesen, dass diese Trennung nicht immer ganz einfach und akkurat durchzuführen ist, da bei den sogenannten Gemeinschaftlichen Förderkonzepten (GFK) nationale und europäische Gelder im Rahmen der Zusätzlichkeit der EU-Mittel kombiniert werden. Es wird analysiert und quantifiziert, inwieweit die EU-Strukturpolitik Einfluss auf die irische Entwicklung hatte und inwieweit nationale Entwicklungsstrategien zum Aufstieg beigetragen haben.

Darüber hinaus soll beurteilt werden, wie die Zukunft des „Celtic Tiger“ aussehen wird. Ist der Erfolg eine „Eintagsfliege“ oder basiert er auf einer fundamental gefestigten Wirtschaft, die nicht nur von weltkonjunkturellen Tendenzen und in Kürze auslaufender EU-Förderung abhängig ist.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis VI
Tabellenverzeichnis VII
Erklärung Gälischer Begriffe VIII
1. Einleitung 1
1.1 Einführung in die Thematik 1
1.2 Fragestellung 2
1.3 Zielsetzung dieser Arbeit 2
1.4 Aufbau 3
2. Die kleine Insel am Rande Europas – Grundlagen 5
2.1 Geographische Lage 5
2.2 Demographie 7
3. Von der „Kornkammer Englands“ zum vollwertigen EG-Mitglied – Wirtschaftsgeschichte Irlands bis 1986 8
3.1 Great Irish Famine und seine ökonomischen Folgen (1845-1921) 8
3.2 Unabhängigkeit und Protektionismus (1922-1959) 8
3.3 Liberalisierung undÖffnung (1960-1972) 10
3.4 EG-Beitritt und keynesianische Fiskalpolitik (1973-1986) 10
4. Der Aufstieg des „keltischen Tigers“ – Ökonomische Indikatoren der Prosperität 12
4.1 Wachstumsraten 12
4.1.1 BIP und BSP 12
4.1.2 Illusion of well-being – Unterschied zwischen BSP und BIP 13
4.1.3 BIP pro Kopf 14
4.2 Wachsende Beschäftigungszahlen und sinkende Arbeitslosigkeit 15
4.3 Exportwachstum 16
4.4 Steigende ausländische Direktinvestitionen (ADI) 17
4.5 Wachsende Produktivität 18
4.6 Fazit 20
5. Nationale Erfolgsfaktoren 20
5.1 Fiskalpolitische Wende 20
5.1.1 Zurückführung der Staatsverschuldung 21
5.1.2 Wettbewerbsfähiges Steuersystem 23
5.2 Soziale Partnerschaft 25
5.2.1 Sechs korporatistische Abkommen 26
5.2.1.1 Moderate Lohnabschlüsse 27
5.2.1.2 Arbeitsfrieden 28
5.3 Geldpolitik und Währungspolitik 29
5.3.1 Niedrige Zinssätze 29
5.3.2 Abwertung des irischen Pfundes 30
5.4 Industriepolitik 31
5.4.1 Die Bedeutung der Industrial Development Authority (IDA) 31
5.4.2 Das International Financial Service Center (IFSC) 33
5.4.3 Förderung der einheimischen Industrie 33
5.4.3.1 Gründungsförderung 34
5.4.3.2 National Linkage Programme (NLP) 34
5.5 Bildungspolitik 35
5.6 Kulturelle Faktoren 36
6. Europäische Erfolgsfaktoren: EU-Strukturförderungsprogramme in Irland 36
6.1 Einführung in die EU-Strukturpolitik 36
6.1.1 Definition 36
6.1.2 Ziel der EU-Strukturpolitik 37
6.1.3 Die Strukturpolitik im europäischen Haushalt 37
6.1.4 Die wichtigsten Finanzinstrumente der europäischen Strukturpolitik 37
6.1.5 Die fünf Grundsätze der Regionalpolitik 38
6.1.5.1 Konzentration der Mittel 39
6.1.5.2 Partnerschaft der Planung 39
6.1.5.3 Zusätzlichkeit der EU-Mittel 40
6.1.5.4 Programmplanung 40
6.1.5.5 Bewertung 41
6.2 Schematische Darstellung der Programmplanung und Implementierung der Strukturfondsförderung in Irland 41
6.3 Gemeinschaftliches Förderkonzept 1989-1993- Delors I 41
6.3.1 Prioritäten der Förderung 42
6.3.2 Operationale Durchführung 42
6.4 Gemeinschaftliches Förderkonzept 1994-1999- Delors II 44
6.4.1 Prioritäten der Förderung 45
6.4.2 Operationale Durchführung 45
6.5 Gemeinschaftliches Förderkonzept 2000-2006 47
6.5.1 Prioritäten der Förderung 48
6.5.2 Operationale Durchführung 49
6.6 Fazit und tiefergehende Betrachtung der EU-Strukturförderung in Irland 50
7. Analyse des Einflusses europäischer Fördergelder auf die Entwicklung Irlands 52
7.1 Makroökonomische Analyse 52
7.1.1 Theoretische Grundlagen 53
7.1.2 Das makroökonomische Modellierungsmodell HERMIN 54
7.1.3 Anteil der Strukturförderungsprogramme am BSP 55
7.1.4 Auswirkungen der Gemeinschaftlichen Förderkonzepte auf Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit 56
7.1.5 Fazit 59
7.2 Empirische Analyse 60
7.2.1 Ergebnisse der Expertenbefragung 60
7.2.2 Ergebnisse der Experteninterviews 62
7.3 Eigene Beurteilung 63
8. Analyse der Nachhaltigkeit des wirtschaftlichen Aufstiegs imHinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit Irlands 64
8.1 Stärken 64
8.2 Schwächen 66
8.3 Chancen 67
8.4 Risiken 68
9. Schlussbetrachtung 69
Anhangverzeichnis 72
Literaturverzeichnis 90
Firmenverzeichnis 103

Arbeit zitieren:
Feick, Florian April 2005: Analyse der ökonomischen Entwicklung Irlands unter Berücksichtigung der EU-Strukturförderungsprogramme, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Europäische Union, Regionalpolitik, Wirtschaftspolitik, Länderstudie, SWOT

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren