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Analyse und Zusammenführung bewährter Ansätze zur Geschäftsprozessoptimierung

Analyse und Zusammenführung bewährter Ansätze zur Geschäftsprozessoptimierung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Claus-Andreas Boche
  • Abgabedatum: Juli 2003
  • Umfang: 153 Seiten
  • Dateigröße: 1,2 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Paderborn Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7545-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7545-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7545-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Boche, Claus-Andreas Juli 2003: Analyse und Zusammenführung bewährter Ansätze zur Geschäftsprozessoptimierung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Geschäftsprozess, Business Reengineering, Verbesserungsprozess, Prozessmodellierung, Kreativität

Diplomarbeit von Claus-Andreas Boche

Gang der Untersuchung:

Ausgangspunkt dieser Arbeit bilden grundlegende Definitionen aus dem Geschäftsprozessumfeld. Darauf aufbauend erfolgt eine Betrachtung von Unternehmen genannter strategischer Ziele bei der Geschäftsprozessoptimierung. Daraus hervorgehende Optimierungsansätze und Zielaspekte werden in der anschließenden Analyse der Ansätze zur Geschäftsprozessoptimierung in den Hauptgruppen (Re-) Organisationskonzepte sowie systematische Geschäftsprozessoptimierung aufgegriffen und ergänzt. Eine wesentliche Rolle bei der Geschäftsprozessoptimierung spielt auch die Kreativität der Beteiligten und Techniken, die diese unterstützen. Diesem Thema ist ein eigenes Kapitel gewidmet, bevor die Zusammenführung der untersuchten Ansätze zur Geschäftsprozessoptimierung mittels eines neu entwickelten dynamisch kreativen Auswahlverfahrens erfolgt.

Abstract:

Starting point of this paper are basic definitions from the business process environment. An examination of strategic objectives of business process optimization which are named by companies follows. Optimization approaches and aspects of objectives which emerge from this examination are picked up and complemented in the main groups (re-)organization concepts and systematic business process optimization in the subsequent analysis of approaches for business process optimization. During business process optimization the creativity of the persons involved and techniques for supporting creativity play a fundamental role. An own chapter is dedicated to this topic, before the examined approaches for business process optimization are merged by means of a newly developed dynamic creative selection process.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Ausgangssituation 1
1.2 Problemstellung und Vorgehensweise 2
1.3 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 4
2. Definitionen und Begriffe 5
2.1 Geschäftsprozess 5
2.1.1 Definition des Geschäftsprozesses 5
2.1.2 Objektorientierte GP-Definition und Prozessmodellierung 7
2.1.3 Komplexität von Geschäftsprozessen 8
2.1.4 Allgemeine Geschäftsprozessidentifikation 9
2.1.5 Individuelle Geschäftsprozessidentifikation 10
2.1.5.1 Festlegung der Geschäftsprozessziele und -grenzen 10
2.1.5.2 Einordnung in Kern- und Unterstützungsgeschäftsprozesse 11
2.1.5.3 Geschäftsprozessidentifikation und -strukturierung 13
2.1.5.4 Geschäftsprozessverantwortlichkeit 15
2.2 Geschäftprozessoptimierung 18
2.2.1 Definition 18
2.2.2 Einordnung der GP-Optimierung ins GP-Management 19
2.3 Geschäftsprozessmodellierung 22
2.3.1 Einführung 22
2.3.2 Modellierungstechniken und Abgrenzung 23
2.3.3 Darstellung von Geschäftsprozessen mit der EPK 24
2.3.4 Softwareunterstützung bei der Prozessmodellierung 26
3. Motivation und Ziele der Geschäftsprozessoptimierung 29
3.1 Einleitung und Überblick 29
3.2 Prozessschwachstellen 31
3.3 Strategische Ziele der Geschäftprozessoptimierung 33
3.3.1 Steigerung der Kundenzufriedenheit 34
3.3.2 Effizienzsteigerung und Kostenreduktion 35
3.3.3 Verbesserung der Produktqualität 36
3.3.4 Verringerung der Durchlaufzeiten 37
3.3.5 Erhöhung der Prozesstransparenz 38
3.4 Ansatzpunkte für die Optimierung von Geschäftsprozessen 39
4. Geschäftsprozessoptimierung durch (Re-)Organisation 41
4.1 KVP-Konzepte im Vergleich zu Innovationskonzepten 41
4.2 Zusammenführung KVP und BPR in einem Gesamtkonzept 44
4.3 Optimierung durch kontinuierlichen Verbesserungsprozess 47
4.3.1 Lean 47
4.3.1.1 Einführung Lean 47
4.3.1.2 Lean-Optimierung von Geschäftsprozessen 48
4.3.2 Total Quality Management 50
4.3.2.1 Einführung Total Quality Management 50
4.3.2.2 TQM-Optimierung von Geschäftsprozessen 52
4.3.3 Kaizen 53
4.3.3.1 Einführung Kaizen 53
4.3.3.2 Kaizen-Optimierung von Geschäftsprozessen 55
4.3.3.3 Zusammenfassung Kaizen-Optimierung 58
4.3.4 DIN EN ISO 9001:2000 58
4.3.4.1 Prozessorientierte Anforderungen der DIN EN ISO 9001:2000 59
4.3.4.2 Zusammenfassung der GPO nach DIN EN ISO 9001:2000 60
4.3.5 Zusammenfassung GP-Optimierung durch KVP-Konzepte 61
4.4 Optimierung durch Innovation 62
4.4.1 Business Reengineering 62
4.4.1.1 Einführung Reengineering 62
4.4.1.2 Reengineering-Optimierung von Geschäftsprozessen 64
4.4.2 Bewertung des innovationsbasierten Vorgehens 66
4.5 Zusammenfassung der GPO mittels (Re-)Organisationskonzepten 67
5. Systematische Analyse und Optimierung von Geschäftsprozessen 69
5.1 Übersicht über die Bewertungsansätze für Geschäftsprozesse 69
5.2 Kennzahlenorientierte Geschäftsprozessanalyse und -optimierung 70
5.2.1 Einordnung 70
5.2.2 Kennzahlensystem Balanced Scorecard 72
5.2.3 Auswahl von Führungsgrößen 73
5.2.4 Erhobene und berechnete Führungsgrößen 74
5.2.5 Ist- und Soll-Führungsgrößen 75
5.2.6 Häufig verwendete Führungsgrößen 75
5.2.6.1 Zeitbezogene Führungsgrößen 75
5.2.6.2 Kostenführungsgrößen 77
5.2.6.3 Qualitätsführungsgrößen 78
5.2.6.4 Weitere prozessbezogene Führungsgrößen 78
5.2.7 Zeitwettbewerb 80
5.2.7.1 Ablaufoptimierung zur Durchlaufzeitverkürzung 80
5.2.7.2 Mögliche Prozessveränderungen zur Durchlaufzeitverkürzung 80
5.2.8 Typische Kennzahlen verschiedener Prozesstypen 84
5.3 Nutzwertanalyse - prozessvergleichende Optimierung 86
5.3.1 Benchmarking 86
5.3.1.1 Einführung Benchmarking 86
5.3.1.2 Methode des Benchmarkings 87
5.3.1.3 Einsatz im Bereich der Prozessoptimierung 88
5.3.2 ABC-Analyse 89
5.3.2.1 Einführung in die ABC-Analyse 89
5.3.2.2 Bewertung von Prozessen mittels ABC-Analyse 91
5.3.3 Portfoliotechnik 92
5.3.3.1 Einführung Portfoliotechnik 92
5.3.3.2 Methode der Portfoliotechnik 92
5.3.3.3 Anwendung der Portfoliotechnik bei der Prozessoptimierung 93
5.4 Wirtschaftlichkeitsanalyse 94
5.4.1 Prozesskostenrechnung 94
5.4.1.1 Einführung in die Prozesskostenrechnung 94
5.4.1.2 Methode der Prozesskostenrechnung 96
5.4.1.3 Die Rolle der Kostentreiber in der Prozesskostenrechnung 98
5.4.1.4 Prozessoptimierungsansatz und Zusammenfassung der PKR 100
5.4.2 Prozesswertanalyse 103
5.4.2.1 Einführung Prozesswertanalyse 103
5.4.2.2 Methode der Prozesswertanalyse 103
5.4.2.3 Prozesswertanalyse und Geschäftsprozessoptimierung 103
5.5 Geschäftsprozessoptimierung mit Simulation und Szenarioanalyse 104
5.5.1 Einführung 104
5.5.2 Anforderungen an die Prozesse und Durchführung der Simulation 105
5.5.3 Optimierungsziele und -ansätze aus der GP-Simulation 107
6. Kreativitätstechniken in der Geschäftsprozessoptimierung 110
6.1 Einführung Kreativität 110
6.2 Erfolgreich eingesetzte Kreativitätstechniken 111
6.2.1 Assoziationsmethoden 111
6.2.1.1 Brainstorming 111
6.2.1.2 Brainwriting / Methode 6-3-5 112
6.2.1.3 Mindmapping 112
6.2.2 Analogiemethoden 113
6.2.2.1 Klassische Synektik 113
6.2.2.2 Visuelle Synektik 113
6.2.3 Methoden der systematischen Ideensuche / Bedingungsvariation 114
6.2.3.1 Morphologische Techniken 114
6.2.3.2 Checklistenverfahren (Osborn-Checkliste) 115
6.2.3.3 Stop-Technik 116
6.2.3.4 Kopfstandtechnik (Umkehrmethode) 116
6.2.3.5 Die „6 Hüte des Denkens“-Methode 116
6.3 Kreative Visualisierungstechniken in der Geschäftprozessoptimierung 117
6.3.1 Ursache-Wirkungs-Diagramm 118
6.3.2 Blueprinting 119
7. Geschäftsprozessoptimierung - ein System von Werkzeugkästen 121
7.1 Der morphologischen GPO-Werkzeugkasten 121
7.2 Die Anwendung morphologischer GPO-Werkzeugkästen 123
7.3 Anwendungsbeispiel: Kundenzufriedenheit und Kostenreduktion 126
7.3.1 Schritt 1: Strategische Zieldefinition 126
7.3.2 Schritt 2: Füllung der morphologischen GPO-Werkzeugkästen 126
7.3.3 Schritt 3: Lösungskombination für eine Problemdomäne 128
7.3.4 Schritt 4: Analyse der Gesamtlösungsmenge 129
7.3.5 Schritt 5: Anwendungsreihenfolge der Lösungsmöglichkeiten 132
8. Fazit 135
9. Zusammenfassung und Ausblick 138

Automatisiert erstellter Textauszug:

Für die betriebswirtschaftliche Analyse von Geschäftsprozessen sind besonders die Faktoren Zeit (Durchlaufzeiten, Liegezeiten, etc.), Kosten, Medienbrüche, Redundanzen und Inkonsistenzen relevant, die in Kennzahlen bzw. Führungsgrößen abgebildet werden. Österle definiert Führungsgrößen so: „Führungsgrößen sind operationalisierte Merkmale eines Prozesses. Sie dienen der Planung und Beurteilung der Prozessqualität im Sinne der kritischen Erfolgsfaktoren, insbesondere der Zeit, Qualität, Kosten und Flexibilität.“197 Führungsgrößen lassen sich auch als aus den Geschäftsprozesszielen abgeleitete Kennzahlen (numerische Größen) , die für das Management von Geschäftsprozessen relevant sind, definieren.198 Damit sollen sowohl quantitative als auch qualitative Aspekte von Geschäftsprozessen erfasst werden. Das bedeutet, dass die Veränderungen von Führungsgrößen je nach Orientierung die Verbesserung oder Verschlechterung des zugehörigen Geschäftsprozesses oder eines unter- oder übergeordneten Prozessbereiches ausdrückt. Finanzielle Führungsgrößen spielen durch das stark rechnungswesenorientierte Reporting im deutschen Sprachraum eine große Rolle. Das liegt einerseits an besonders differenzierten Rechnungswesensystemen, andererseits verfügen deutsche Unternehmen nur über eine wenig ausgeprägte Kultur der Kundenorientierung. Horváth & Partner verwenden für den koordinierten Aufbau nicht finanzieller Steuerungsgrößen den Begriff „Non Financial Accounting“.199 Im Rahmen der Geschäftprozessoptimierung müssen aber auch andere Prozessattribute berücksichtigt werden, um die Dimensionen der Optimierung möglichst vollständig ausschöpfen zu können. Klassisch ist hierbei der Einsatz von Zeit-, Kosten- und Qualitätsführungsgrößen. Kennzahlen konzentrieren sich häufig auf einzelne Aspekte isolierter Teilprozesse, wobei die Auswirkungen auf vor- oder nachgelagerte Aufgaben in der Regel vernachlässigt werden. Einen Ausweg bieten prozesskettenbezogene Kennzahlen.200 [...]

von Kommunikationskosten gilt dabei als klassisches, methodisch nicht gelöstes Beispiel. Ein weiteres Problem besteht in der Unterstellung rationalen Handelns der Entscheidungsträger in den Prozessen, was unter dem Einfluss von Gruppendynamik, spezifischer Eigeninteressen oder ähnlichen Faktoren nicht immer vorausgesetzt werden kann. Im Gegensatz zur absoluten Bewertung durch die Wirtschaftlichkeitsanalyse bewertet die Nutzwertanalyse Prozesse relativ zueinander. Dabei werden verschiedene Kriterien zusammengetragen und gegeneinander gewichtet. Es handelt sich bei der Nutzwertanalyse nicht um einen rein kostenrechnerischen Vergleich, da die Vergleichsgrößen und das Vergleichsniveau beliebig, auch nicht-monetär, festgelegt werden können. Kennzahlenorientierte Bewertung dient lediglich der Einschätzung von Prozessen hinsichtlich bestimmter Zielkriterien. Eine gegenseitige Aufrechnung und die damit verbundene Nivellierung erfolgt nicht.194 Die Reihenfolge der Analyse in den folgenden Abschnitten dieser Arbeit findet 'bottom up' statt, da es das Verständnis über die Zusammenhänge und Abhängigkeiten der einzelnen Bewertungsansätze untereinander erleichtert. Daher werden die Ansätze mit dem geringeren Datenermittlungsaufwand zuerst untersucht und darauf aufbauend folgen die Ansätze, die daten- oder erkenntnismäßig auf ersteren aufbauen bzw. auf diese zurückgreifen. [...]

Beobachtung und Optimierung von Geschäftsprozessen über den gesamten Prozesslebenszyklus hinweg. Im Zusammenhang mit Prozessmanagement wird als Ziel von „Prozessfähigkeit“ gesprochen, die besteht, wenn alle Prozessvariablen und -parameter, die Einfluss auf die Qualität der Erzeugnisse haben, beherrscht werden, und wenn nur zufällige Schwankungen auftreten, die stets innerhalb der Kundenspezifikation liegen. Dieses Ziel drückt aus, dass systematische Fehler (Ablaufinsuffizienzen, Ineffizienzen bei Einsatz bzw. Allokation von Ressourcen) zu finden und zu eliminieren sind und nur zufällige Fehler akzeptabel bleiben.192 Aus der Forderung nach der Beseitigung systematischer Fehler leitet sich direkt die Aufgabe ab, die Geschäftsprozesse systematisch und kontinuierlich zu untersuchen. Die Prozesseigenschaften, die von besonderem Interesse sind, müssen bestimmt, aufgenommen und analysiert werden, um schließlich Rückschlüsse auf mögliche Fehlerquellen und damit Optimierungspotentiale zu ermöglichen. Diese systematische Prozessanalyse ist Gegenstand des folgenden Kapitels. [...]

Arbeit zitieren:
Boche, Claus-Andreas Juli 2003: Analyse und Zusammenführung bewährter Ansätze zur Geschäftsprozessoptimierung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Geschäftsprozess, Business Reengineering, Verbesserungsprozess, Prozessmodellierung, Kreativität

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