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Analyse der Wissensadäquanz traditioneller und wissensorientierter Organisationsmodelle

Analyse der Wissensadäquanz traditioneller und wissensorientierter Organisationsmodelle
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Mathias Hübner
  • Abgabedatum: Januar 2003
  • Umfang: 89 Seiten
  • Dateigröße: 725,3 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Eberhard Karls Universität Tübingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6678-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6678-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6678-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hübner, Mathias Januar 2003: Analyse der Wissensadäquanz traditioneller und wissensorientierter Organisationsmodelle, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Management, Unternehmensführung, Organisation, Wissensmanagement

Diplomarbeit von Mathias Hübner

Zusammenfassung:

Die derzeitig beobachtbaren Umbrüche der Weltwirtschaft weisen eine Dynamik auf, deren gesamte Tragweite bis heute nur vermutet werden kann. Eine Intensivierung des Wettbewerbs, die Beschleunigung des technologischen Wandels und eine rapide Verkürzung der Marktzyklen erhöhen den Druck auf die Entscheidungsträger und führen zur Dekonstruktion von Machbarkeits- und Beherrschungsansprüchen über Organisationen und Märkte. Gleichzeitig entwickeln sich hochindustrialisierte Volkswirtschaften zunehmend zu Wissensgesellschaften in denen Wissen zum bedeutendsten Produktions- und Wettbewerbsfaktor wird.

Konfrontiert mit diesen Entwicklungen erkennen Unternehmen zunehmend, dass ihre Wettbewerbsfähigkeit in entscheidendem Maße durch den Umgang mit der zentralen Größe „Wissen“ determiniert wird. Die gleichzeitige Berücksichtigung sowohl organisationaler wie auch technologischer und humanressourcen-orientierter Aspekte kennzeichnet das ganzheitliche Wissensmanagement, welches auf eine zielgerichtete Bewirtschaftung der strategischen Ressource Wissen ausgerichtet ist. Während sich eine Vielzahl von Veröffentlichungen intensiv mit den Möglichkeiten einer wissensadäquaten Ausgestaltung der technologischen Infrastruktur und des Human-Ressourcen-Managements auseinandergesetzt hat, ist eine systematische Analyse von Organisationsmodellen hinsichtlich ihrer Eignung für ein ganzheitliches Wissensmanagement bisher nicht oder nur unzureichend erfolgt. Aus diesem Grund besteht das Ziel der vorliegenden Arbeit in der Entwicklung einer Analysesystematik zur Ermittlung der Wissensadäquanz traditioneller und wissensorientierter Organisationsmodelle. Die Erkenntnisse dieser Analyse dienen zudem als Grundlage für den Entwurf eines wissensadäquaten Organisationsmodells. Im Anschluss an diesen einleitenden ersten Teil widmet sich der zweite Teil den Grundlagen des Wissensmanagements sowie der Darstellung des Situativen Ansatzes als organisationstheoretisches Fundament dieser Arbeit.

Teil drei befasst sich mit der Konzeption zur Analyse der Wissensadäquanz traditioneller und wissensorientierter Organisationsmodelle. Der Entwicklung der Analysedimensionen als Grundgerüst der Wissensadäquanzanalyse folgt die Entwicklung der Adäquanzkriterien anhand derer eine Beurteilung der betrachteten Organisationsmodelle hinsichtlich ihrer Wissensadäquanz vorgenommen wird. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Wissensadäquanzanalyse schließt diesen Teil ab. Der vierte Teil widmet sich dem Modell der Kubatur-Organisation als Entwurf eines wissensadäquaten Organisationsmodells. Anhand der entwickelten Adäquanzkriterien soll zudem die Wissensadäquanz dieses Organisationsmodells verbal-argumentativ hervorgehoben werden.

Im fünften Teil erfolgt eine zusammenfassende Schlussbetrachtung. Die kritische Auseinandersetzung mit der Konzeptionen der Wissensadäquanzanalyse und dem Entwurf der Kubatur-Organisation sowie der Ausblick auf eine weiterführende Beschäftigung mit der Thematik der Wissensadäquanz beenden diese Arbeit.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Grundlagen des Wissensmanagements und der Organisationstheorie 2
2.1 Verwendung des Wissensbegriffs 2
2.2 Wissenskategorien 3
2.2.1 Wissenskategorien aus der epistemologischen Perspektive 3
2.2.2 Wissenskategorien aus der ontologischen Perspektive 4
2.3 Bedeutung des Wissens als Produktionsfaktor und Wettbewerbsfaktor 6
2.4 Begriff, Problemstellung und Zielsetzung des Wissensmanagements 7
2.5 „Bausteine des Wissensmanagements“ als Wissensmanagementkonzeption 8
2.6 Der Situative Ansatz als organisationstheoretische Grundlage 11
3. Konzeption einer Analyse der Wissensadäquanz von traditionellen und wissensorientierten Organisationsmodellen 12
3.1 Begriff der Wissensadäquanz 12
3.2 Systematik der Wissensadäquanzanalyse 12
3.3 Analysedimensionen der Wissensadäquanz 13
3.3.1 Analysedimension „Wissensidentifikation“ 14
3.3.2 Analysedimension „Wissenserwerb“ 15
3.3.3 Analysedimension „Wissensentwicklung“ 16
3.3.4 Analysedimension „Wissens(ver-)teilung“ 17
3.3.5 Analysedimension „Wissensnutzung“ 18
3.3.6 Analysedimension „Wissensbewahrung“ 19
3.4 Kriterien der Wissensadäquanz 20
3.4.1 Kriterien der Gestaltungsdimension „Organisation“ 22
3.4.2 Kriterien der Gestaltungsdimension „Technologie“ 27
3.4.3 Kriterien der Gestaltungsdimension „Human Ressourcen“ 28
3.4.3.1 Extrinsische Kriterien 28
3.4.3.2 Intrinsische Kriterien 30
3.4.4 Einbindung der Kriterien in das Scoringmodell der Wissensadäquanz 32
3.5 Beschreibung der Organisationsmodelle und Durchführung der Wissensadäquanzanalyse 34
3.5.1 Funktionale Organisation 35
3.5.1.1 Grundmodell der Funktionalen Organisation 35
3.5.1.2 Wissensadäquanzanalyse der Funktionalen Organisation 36
3.5.2 Divisionale Organisation 40
3.5.2.1 Grundmodell der Divisionalen Organisation 40
3.5.2.2 Wissensadäquanzanalyse der Divisionalen Organisation 41
3.5.3 Die Matrixorganisation 45
3.5.3.1 Grundmodell der Matrixorganisation 45
3.5.3.2 Wissensadäquanzanalyse der Matrixorganisation 46
3.5.4 Die Hypertextorganisation 50
3.5.4.1 Grundmodell der Hypertextorganisation 50
3.5.4.2 Wissensadäquanzanalyse der Hypertextorganisation 51
3.5.5 Die Entrepreneurial Corporation 55
3.5.5.1 Grundmodell der Entrepreneurial Corporation 55
3.5.5.2 Wissensadäquanzanalyse der Entrepreneurial Corporation 57
3.5.6 Die Wissensorientierte Prozessorganisation 60
3.5.6.1 Grundmodell der Wissensorientierten Prozessorganisation 60
3.5.6.2 Wissensadäquanzanalyse der Wissensorientierten Prozessorganisation 61
3.6 Zusammenfassung der Ergebnisse der Adäquanzanalyse 66
4. Entwurf eines wissensadäquaten Organisationsmodells: Die Kubatur-Organisation 67
5. Zusammenfassende Betrachtung 71
Anhang 73
Literaturverzeichnis 75

Automatisiert erstellter Textauszug:

und beraten sie bei der Vorbereitung wichtiger Entscheidungen, verfügen jedoch in der Regel nicht über Entscheidungs- und Weisungskompetenz.189 3.5.1.2 Wissensadäquanzanalyse der Funktionalen Organisation Wissensadäquanz hinsichtlich der Gestaltungsdimension „Organisation“ Vertikale Autonomie und Eigenverantwortung sind weder auf der zweiten Hierarchieebene noch auf den nachgelagerten Stellen der Funktionalen Organisation sonderlich ausgeprägt. Auch die horizontale Autonomie wird bei diesem Modell nicht angestrebt, zeichnet es sich doch gerade durch eine hohe Interdependenzrelation der Funktionsbereiche aus. Dies gilt in gleichem Maße für das Kriterium der Marktnähe. Nur ein kleiner Kreis der Entscheidungsträger steht in direktem Kontakt zur marktlichen Umwelt. Entsprechend weist die Funktionale Organisation nur einen geringen Dichtegrad der zwischen Umwelt und Unternehmung verlaufenden Informationsflüsse auf.190 Ebenso kann nur eine geringe horizontale Interaktionsintensität identifiziert werden. Funktionsübergreifende Teams sind im Modell nicht vorgesehen. Insgesamt wird nur eine kleine Anzahl der Mitglieder bereichsübergreifend eingesetzt. Bezüglich des Kriteriums der lateralen Kommunikation ist zu beachten, dass aufgrund der persönlichen Weisung eine ausgeprägte vertikale Kommunikation zu erwarten ist. Divergierende „Weltsichten, Präferenzstrukturen und Argumentationsstile“ der einzelnen Funktionsbereichen lassen jedoch auf ein geringes Vorhandensein aufgefasst.192 Der Anforderung eines geringen Hierarchiegrades wird die Funktionale Organisation wenig gerecht. Die Tendenz zur Entscheidungszentralisation führt in der Regel zu einer steilen Hierarchie.193 Die Beurteilung einer hohen Strukturäquivalenz wird durch teamorientierte Zusammensetzung der Unternehmensführung gemindert. Hierdurch wird die informationale Anschlussfähigkeit der Unternehmensspitze stark beeinträchtigt. horizontaler Kommunikationskanäle schließen.191 Zudem wird Cross-funktionale Kommunikation möglicherweise als “usurpation of the boss’s authority” [...]

3.5.1 Funktionale Organisation 3.5.1.1 Grundmodell der Funktionalen Organisation Die Funktionale Organisation knüpft am Realgüterstrom innerhalb der Unternehmung an. Sie kann als verrichtungsorientierte Einlinienorganisation mit Tendenz zur Entscheidungszentralisation bezeichnet werden. Anhand des Verrichtungsprinzips erfolgt eine Zusammenfassung gleichartiger Verrichtungen (Funktionen) auf der zweiten Hierarchieebene und deren Übertragung auf organisatorische Einheiten. Diese sind auf die Verrichtung der jeweiligen Funktion spezialisiert.184 Funktionale Organisation kann deshalb als Einlinienorganisation bezeichnet werden, da jede nachgeordnete Einheit nur Weisungen von einer übergeordneten Instanz erhält. Daraus ergibt sich eine klare Regelung der Instanzenwege und Abgrenzung der Verantwortungs- und Kompetenzbereiche.185 Die Gliederung der dritten Hierarchieebene erfolgt im Grundmodell ebenfalls nach Verrichtungen. Alternativ kann jedoch auch eine Objektorientierung erfolgen.186 Aufgabe der Unternehmensleitung ist die Koordination der unterschiedlichen Funktionsbereiche, sowie die Steuerung des Gesamtunternehmens. Der Überblick über die Unternehmung als Ganzes bleibt damit der Unternehmensleitung vorbehalten. Damit weist die Funktionale Organisation Tendenzen zur Entscheidungszentralisation auf.187 Neben den langen Instanzen und Informationswegen birgt der aus der Vielzahl an Schnittstellen hervorgehende hohe Koordinationsbedarf die Gefahr einer Überlastung der Unternehmensleitung mit operativen und koordinationsbezogenen Entscheidungsproblemen in sich. Dadurch kann sich die Unternehmensspitze nicht in dem nötigen Umfang mit der Lösung strategischer Fragen befassen.188 Eine Möglichkeit zur Entlastung der Unternehmensführung stellt die Bildung von Stabstellen dar. Sie unterstützen die Unternehmensleitung bei der Koordination der Funktionsbereiche [...]

Die Wissensadäquanzanalyse soll sowohl auf traditionelle als auch auf wissensorientierte Organisationsmodelle zur Anwendung kommen. Unter dem Begriff der Tradition werden diejenigen Konfigurationen subsumiert, die in den vergangenen Jahren fast ausschließlich die praxisrelevante Organisationsgestaltung dominiert haben. Folgende Modelle lassen sich dabei unterscheiden: Funktionale Organisation Divisionale Organisation Matrixorganisation.182 Demgegenüber werden unter dem Begriff der Wissensorientierung solche Organisationsmodelle zusammengefasst, die sich durch neuartige „Kombinationen von Arbeitsteilung (Aufgabenstruktur) einerseits, und Leitungssystemen (hierarchische Struktur) andererseits“ auszeichnen.183 Im Rahmen dieser Arbeit sollen folgende wissensorientierten Modelle analysiert werden: Hypertextorganisation Entrepreneurial Corporation Wissensorientierte Prozessorganisation Beginnend mit der Funktionalen Organisation wird das jeweilige Organisationsmodell hinsichtlich seiner spezifischen Merkmale dargestellt. Der Beschreibung folgt eine verbalargumentative Wissensadäquanzanalyse anhand der Adäquanzkriterien sowie die quantitative Bewertung des Modells durch das Scoringmodell der Wissensadäquanz. [...]

Arbeit zitieren:
Hübner, Mathias Januar 2003: Analyse der Wissensadäquanz traditioneller und wissensorientierter Organisationsmodelle, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Management, Unternehmensführung, Organisation, Wissensmanagement

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