Analyse von Wettbewerbsbeziehungen in Märkten mit Variety Seeking Behavior
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Zsuzsa Németh
- Abgabedatum: Dezember 2002
- Umfang: 77 Seiten
- Dateigröße: 618,3 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Eberhard Karls Universität Tübingen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6546-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6546-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6546-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Németh, Zsuzsa Dezember 2002: Analyse von Wettbewerbsbeziehungen in Märkten mit Variety Seeking Behavior, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Käuferverhalten, Markenwahl, Motivationstheorie, Optimium-Stimulation Theorie, Cross-Consumption Response
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Diplomarbeit von Zsuzsa Németh
Zusammenfassung:
Der Wunsch des Konsumenten „mal etwas anderes zu probieren“ wird im Marketing als Variety Seeking Behavior bezeichnet. Auch wenn Preis und Qualität des stimmen, greift der Konsument zu einem anderen Produkt, das häufig von einem Wettbewerber angeboten wird. Das Variety Seeking Behavior wird daher oft als unerwünschte Verhaltensweise des Konsumenten betrachtet. Wie Unternehmen dieser Bedrohung begegnen können, ist Gegenstand der vorliegenden Arbeit. Im Mittelpunkt steht dabei die Analyse der kompetitiven Beziehungen zwischen Marken einer Variety-Seeking-geprägten Produktklasse. Anhand dieser Analyse können Marketingstrategien entwickelt werden, die sich das Variety Seeking Behavior zu Nutze machen.
Im zweiten Kapitel wird zunächst das Variety Seeking Behavior erläutert und von anderen Formen des Abwechslungsverhaltens abgegrenzt. Grundlegende psychologische Sachverhalte werden vorgestellt. Über die Darstellung der Motivationstheorie hinaus, wird eine Verknüpfung zum Variety Seeking Behavior entwickelt.
Das dritte Kapitel gibt eine vergleichende Darstellung verschiedener Modellansätze des Variety Seeking Behaviors. Von diesen Ansätzen ausgehend werden die Anwendungsbereiche des Variety Seeking Behaviors aufgezeigt. Den Schwerpunkt des Kapitels bildet die Identifikation Variety-Seeking-geprägter Produktklassen, die Ausgangspunkt marketingpolitischer Aktivitäten ist.
Der spezielle Anwendungsbereich der Ermittlung und Analyse kompetitiver Beziehungen einer Produktklasse wird detailliert im vierten Kapitel behandelt. Die Ermittlung der Wettbewerbsbeziehungen basiert auf dem von Lattin und McAlister (1985) entwickelten Modell der Cross-Consumption Response. Dieses Modell ist den Modellen der Markenwahl zuzuordnen. Ausgehend von dem Modell der Cross-Consumption Response können Aussagen über die Wettbewerbsbeziehung von Produkten getroffen werden.
Im fünften Kapitel werden aufbauend auf der Analyse der Wettbewerbsbeziehung Handlungsempfehlungen für den Einsatz einzelner Instrumente des Marketing-Mix abgeleitet, um das Abwechslungsbedürfnis des Konsumenten in Marketingstrategien zu nutzen. Abschließend werden Anregungen für zukünftige Forschung auf dem Gebiet des Variety Seeking Behaviors gegeben.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | ||
| Abbildungsverzeichnis | III | |
| Tabellenverzeichnis | III | |
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| 1. | Das Variety Seeking Behavior aus der Sicht des Marketing | 1 |
| 1.1 | Die Bedeutung des Variety Seeking Behaviors für das Marketing | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung und Aufbau der Arbeit | 2 |
| 2. | Begriffliche Abgrenzung und psychologische Grundlagen | 3 |
| 2.1 | Historische Entwicklung des Forschungsgegenstandes | 3 |
| 2.2 | Abgrenzung des Variety Seeking Behaviors von verwandten Konzepten | 5 |
| 2.2.1 | Das Konzept des Variation in Behavior | 6 |
| 2.2.2 | Das Konzept des Variety Seeking Behaviors | 7 |
| 2.2.3 | Das Konzept der Variety Seeking Tendency | 7 |
| 2.2.4 | Das Konzept des Derived Varied Behavior | 8 |
| 2.3 | Psychologische Theorien zur Erklärung des Variety Seeking Behaviors | 9 |
| 2.3.1 | Motivationstheorie | 9 |
| 2.3.2 | Optimum Stimulation Level Theorie | 13 |
| 3. | Modellansätze und Anwendungsgebiete des Variety Seeking Behaviors | 18 |
| 3.1 | Modellansätze der Marketingforschung zum Variety Seeking Behavior | 18 |
| 3.1.1 | Deterministische Modelle | 19 |
| 3.1.2 | Stochastische Modelle | 20 |
| 3.1.3 | Logit-Modelle | 21 |
| 3.2 | Anwendungsbereiche der Modelle | 22 |
| 3.2.1 | Bestimmung von Produktklassen | 23 |
| 3.2.2 | Weitere Anwendungsgebiete | 26 |
| 4. | Konzepte zur Bestimmung der Wettbewerbsbeziehung zwischen Marken einer Produktklasse | 27 |
| 4.1 | Die Kreuz-Preis-Elastizität | 27 |
| 4.2 | Weitere Modelle | 29 |
| 4.3 | Das Modell der Cross-Consumption Response | 29 |
| 4.3.1 | Modellannahmen | 29 |
| 4.3.2 | Darstellung des Modells | 31 |
| 4.3.3 | Ermittlung der Wettbewerbsbeziehung | 34 |
| 4.3.3.1 | Substitutionale Wettbewerbsbeziehung | 34 |
| 4.3.3.2 | Komplementäre Wettbewerbsbeziehung | 35 |
| 4.3.3.3 | Unabhängige Wettbewerbsbeziehung | 36 |
| 4.3.4 | Ermittlung der Modellparameter | 36 |
| 4.3.5 | Analyse der Wettbewerbsbeziehung | 38 |
| 4.3.5.1 | Individuelle Wettbewerbsbeziehung | 38 |
| 4.3.5.2 | Aggregierte Produktbeziehung für den Gesamtmarkt | 43 |
| 4.3.6 | Kritische Würdigung des Modells der Cross-Consumption Response | 46 |
| 4.4 | Erweiterung des Modells der Cross-Consumption Response zur Prognose des Marktanteils | 50 |
| 5. | Schlußbetrachtung | 51 |
| 5.1 | Implikationen für das Marketing | 51 |
| 5.2 | Anregung für zukünftige Forschung | 54 |
| 5.3 | Fazit | 56 |
| Anhang | 57 | |
| Literaturverzeichnis | 61 |
telt werden, welche Konsumenten besonders zu abwechhslungssuchendem Verhalten neigen oder welche unterschiedlichen Verhaltensmuster Variety Seeker aufzeigen. Die Marktsegmentierung kann auf Basis von sozio-demographischen oder psychographischen Kriterien erfolgen.121 Beide Kriterien gelten als Einflußfaktoren für das Abwechslungsverhalten.122 Für die Segmentierung von Konsumenten können anschließend Indexwerte ermittelt oder die Ausprägung der Variety Seeking-Parameter betrachtet werden. Pessemier, Handelsman (1984) und Handelsman (1987) führen die Segmentierung auf Basis von Indexwerten, dem “Index of Temporal Variety“ (ITV) bzw. dem “Varied Behavoir Measure“ (VBM) durch. Herrmann, Gutsche (1994) und Johnson, Herrmann, Gutsche (1995) identifizieren vier verschiedene Typen von Variety Seekern mittels des Ausprägung eines Variety Seeking-Parameters, der die Präfernzbeiträge von Produkteigenschaften zu unterschiedlichen Zeitpunkten angibt.123 Des weiteren wirkt sich die Gestaltung der Marketinginstrumente unterschiedlich auf verschiedene Typen von Variety Seekern aus.124 Aus den Modellen lassen sich Handlungsempfehlungen für die einzelnen Marketinginstrumente ableiten, um Variety Seeker mit den Produkten anzusprechen. Der Marketing-Mix sollte eine Ausrichtung am Variety Seeking Behavior implizieren, damit Marktanteile nicht an Wettbewerber übergehen. Ein weiteres wichtiges Aufgabengebiet ist die Identifikation von Wettbewerbsbeziehungen innerhalb einer Produktklasse. Dies ist der Inhalt von Kapitel 4 insbesondere von Abschnitt 4.3. [...]
entscheidend.118 Hedonistische Merkmale werden z.B. dem Konsum von Schokolade oder dem Essen in einem Restaurant zugeschrieben. Bei Produkten mit hedonistischen Qualitäten wird eine früher eintretende Sättigung und Langeweile erwartet, wodurch die Abwechslungsneigung stärker ausgeprägt ist.119 Ein letztes Merkmal zur Identifikation von Produktklassen ist die Präferenzstärke. Je stärker die Präferenz für ein Produkt innerhalb der Produktklasse ausgeprägt ist, desto häufiger wird es bevorzugt gekauft. Die Präferenzstärke führt daher eher zu markentreuem Verhalten und wirkt sich demnach negativ auf das Variety Seeking Behavior aus.120 Die Produktklassenmerkmale konnten zum Großteil von van Trijp, Hoyer, Inman (1996) bestätigt werden. Weiterer Forschungsbedarf besteht hinsichtlich der empirischen Fundierung des Zusammenhanges zwischen Variety Seeking Behavior und Anzahl der Alternativen sowie dem wahrgenommenen Risiko. In Tabelle 1 werden die Produktklassenmerkmale dargestellt, die eine Vorauswahl von Variety-Seekinggeprägten Produktklassen zulassen. [...]
Kaufentscheidungsprozeß des Konsumenten bei Variety Seeking Behavior zeichnet sich durch Low-Involvement aus. Die geringe kognitive Beteiligung bei Low-Involvement wird auf die fehlende Zielgerichtetheit der Kaufentscheidung zurückgeführt.108 Ein Fehlkauf zieht keine weitreichenden Konsequenzen nach sich,109 denn der Konsument kann bei der folgenden Gelegenheit wieder zu einer bewährten Marke wechseln. Zusätzlich führt das geringe Interesse des Konsumenten an der Entscheidung - verglichen zu anderen Entscheidungen des täglichen Lebens - zu Low-Involvement.110 Variety Seeking Behavior tritt demzufolge häufiger in Produktklassen mit Low-InvolvementCharakter auf.111 Ein weiters subjektives Produktklassenmerkmal ist das wahrgenommene Risiko bezüglich eines Produktes, das stark vom Produktinvolvement abhängig ist.112 In Produktklassen mit hohem wahrgenommenen Risiko tendieren Konsumenten zum Wiederkauf einer bewährten Marke.113 Liegt Low-Involvement bei einem Kaufentscheidungsprozeß vor, das mit einem geringen Risiko verbunden ist, neigen Konsumenten eher dazu, ein anderes Produkt auszuprobieren, da besonders bei geringwertigen Produkten der Konsument wieder auf eine andere Marke wechseln kann.114 Die verschiedenen zur Verfügung stehenden Alternativen innerhalb einer Produktklasse werden hinsichtlich ihres Beitrages zur Bedürfnisbefriedigung evaluiert.115 Die Bewertung erfolgt anhand der wahrgenommenen Produktunterschiede. Erfüllen ein oder wenige Produkte die Wünsche des Konsumenten besser als andere Alternativen, werden sie häufiger gekauft.116 Je höher der zwischen den Produkten wahrgenommene Unterschied ist, desto stärker ist das Variety Seeking Behavior ausgeprägt.117 Hedonistische Produktmerkmale kommen dem Lust- bzw. Genußstreben des Konsumenten nach, d.h. der funktionale Nutzen ist für den Konsumenten nicht vordergründig [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832465469
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Németh, Zsuzsa Dezember 2002: Analyse von Wettbewerbsbeziehungen in Märkten mit Variety Seeking Behavior, Hamburg: Diplomica Verlag
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Käuferverhalten, Markenwahl, Motivationstheorie, Optimium-Stimulation Theorie, Cross-Consumption Response



