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Analyse des Weltmarktes für Kleinhydrauliken

Analyse des Weltmarktes für Kleinhydrauliken
Über dieses Buch
  • Art: Bachelorarbeit
  • Autor: Simon Fauser
  • Abgabedatum: April 2004
  • Umfang: 123 Seiten
  • Dateigröße: 5,9 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Karlsruhe Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8763-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8763-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8763-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Fauser, Simon April 2004: Analyse des Weltmarktes für Kleinhydrauliken, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Marktanalyse, Hydraulik, ABS, Wirtschaft, Marketing

Bachelorarbeit von Simon Fauser

Problemstellung:

Die Erträge der europäischen Automobilzulieferer schrumpfen. Hohe Verschuldung und niedrige Eigenkapitalquoten verschärfen das Problem. Der Preisdruck von Seiten der OEM lässt nicht nach, und die Kostenbelastung scheint noch zu steigen. Wie werden die Lieferanten mit der Situation fertig?

Das ist die momentane Situation auf dem Automobilzulieferermarkt. Die steigende Kostenbelastung gründet sich auf die zunehmende Verlagerung der Produktions-, Fertigungs-, und Entwicklungsprozesse seitens der OEMs zu den Zulieferern. Schon heute ist die Fertigungstiefe der Automobilkonzerne mit durchschnittlich gerade noch 35% und die Eigenleistung mit durchschnittlich 4000 Euro je Automobil recht gering.

Das Problem ist, dass die Verschiebung der Wertschöpfungskette, zumindest heute, nicht mit einer entsprechenden Erhöhung der Rendite für die Zulieferer verbunden ist. Die Zulieferer sind also in einer Situation, in der sie Kapital in Prozesse investieren müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben, aber gleichzeitig bei den Automobilfirmen kaum Preiserhöhungen durchsetzten können.

Zu den alljährlichen Preissenkungsrunden der OEM kommt das Abwälzen von Entwicklungsleistungen und Prototypenkosten auf die Lieferanten. Dieses Szenario verschärft sich noch, wenn es sich um Produkte handelt, die bereits seit längerem auf dem Markt sind und nicht mehr als besonders neu und innovativ angesehen werden. Das ABS-System von Bosch wurde 2003 fünfundzwanzig Jahre alt. Selbst mit dem immer noch sehr innovativen ESP-System und anderen sich schon in der Pipeline befindenden neuen Fahrdynamiksystemen, sieht sich der Geschäftsbereich CS (=Chassis Systems) von Bosch gezwungen, sich mit neuen Geschäftfeldern und Konversionsstrategien zu befassen. Dabei wird vor allem auf einen hohen Grad der Verwandtschaft zwischen bestehendem Kerngeschäft und einem neuen Geschäftsfeld gesetzt. Empirische Studien zeigen, dass der Erfolg eines neuen Geschäftsfeldes vor allem vom Grad der Verwandtschaft zum bestehenden Kerngeschäft abhängt. Aufgrund dieser Erkenntnis soll hier die Strategie des „stick to the knitting“ d.h. die Konzentration der Unternehmensaktivitäten auf den angestammten Tätigkeitsbereich und die Rückbesinnung auf die ursprünglichen Fähigkeiten, im Vordergrund stehen. Dies wird primär dadurch erreicht, dass die derzeitig produzierten Komponenten möglichst unverändert auf einem neuen Markt abgesetzt werden sollen.

Je spezialisierter ein Produkt jedoch ist, desto schwieriger ist es diesem Anspruch der minimalen Modifikation nachzukommen. Die hier betrachteten Kleinhydrauliken wurden einzig für ihren Einsatz in ABS-Systemen entwickelt und stellen deshalb hoch spezialisierte Produkte dar. Folglich ist das Auffinden eines neuen Einsatzfeldes für diese Spezialsysteme mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden.

Prinzipiell schließt sich die Konzentration auf die eigenen Stärken (hier u.a. die Spezialisierung auf Kleinhydrauliksysteme) und die gleichzeitige Erschließung neuer Geschäftsfelder nicht aus, wie auch Prahalad und Hamel verdeutlichen. Dazu meint Kotler: Die Marktdiversifikation in nicht verbunden Branchen ist eine andere denkbare Strategie, wenn mittel- und langfristig Auswege aus Bedrohungssituationen für die Marktposition gesucht werden. Dieses Konzept der beweglichen Verteidigung würde für Bosch zum einen neue Absatzmärkte und zum anderen eine Verbesserung der Markt- und damit der Verhandlungsposition gegenüber den Automobilfirmen bedeuten.

In diesem Kontext, der Analyse des Weltmarktes zur möglichen Ausweitung der bestehenden Absatzmärkte für Kleinhydrauliken, steht diese Arbeit. Die Marktanalyse soll unter anderem Quellen-, Informations-, und Recherchemöglichkeiten zur Findung neuer Geschäftsfelder aufzeigen. Die strukturierte Vorgehensweise bei der weltweiten Analyse der Zielmärkte ist dabei integraler Bestandteil der Zielsetzung. Die Anwendungsmöglichkeiten der Hydraulik- Komponenten über die bisherigen Einsatzgebiete hinaus, sollen durchleuchtet und nach einzelnen Produkten durchforstet werden.

Diese ermittelten ähnlichen Produkte werden sowohl nach technischen als auch nach wirtschaftlichen Kriterien beurteilt. Dabei ist das Ziel die Findung ähnlicher Produkte oder neuer Anwendungsmöglichkeiten von Hydrauliksystemen bzw. Komponenten von Hydrauliksystemen. Bei erfolgreicher Analyse wird dann eine Produkt-Empfehlung an den Diplomarbeitsbetreuer Herr Ost abgefasst. Dieser leitet relevante Informationen an die zuständigen Mitarbeiter zur weiteren Untersuchung eines möglichen Engagements in den neuen Geschäftsfeldern weiter.

Um die Zielsetzung dieser Arbeit zu erreichen, basiert der zugrunde gelegte Lösungsansatz auf einem denklogischen Vorgehen. Ziel der Arbeit ist es nicht eine ganzheitliche globale Analyse sämtlicher Märkte für Kleinhydrauliken durchzuführen, da dies über den Rahmen der Arbeit hinausgehen würde. Vielmehr orientiert sich die weltweite Marktanalyse überwiegend an den für den speziellen Anwendungsfall besonders relevanten Recherchen und Marktbetrachtungen.

Da die gesamte Thematik der vorliegenden Arbeit nicht ausschließlich dem Bereich des Marketing zuzuordnen ist, werden neben analytischen Aspekten aus dem Marketing und der Marktforschung auch Aspekte aus dem Knowledgemanagement, der Konkurrenzforschung/ Outsmarting und der allgemeinen Volks- und Betriebswirtschaftslehre eine Rolle spielen.

Inhaltsverzeichnis:

Kurzfassung 2
Danksagung 3
Inhaltsverzeichnis 4
Abbildungsverzeichnis 6
Abkürzungsverzeichnis 9
1. Einleitung 11
1.1 Problemstellung der Arbeit 11
1.2 Zielsetzung der Arbeit 12
1.3 Vorstellung der Robert Bosch GmbH 13
2. Vorbetrachtungen 18
2.1 Definition und Abgrenzung von Begrifflichkeiten 18
2.1.1 Der Markt Begriff 18
2.1.2 Der Analyse Begriff 19
2.1.3 Der Marktanalyse Begriff 20
2.1.4 Der Kleinhydraulik Begriff 21
2.1.5 Der Geschäftsfeld-Begriff 22
2.1.6 Der Konversions Begriff 23
2.2 Darstellung wichtiger Ansätze zur Suche nach neuen Geschäftsfeldern 23
2.3 Konversion als problemrelevante strategische Marketingoption 25
2.3.1 Motive der Konversion 25
2.3.2 Arten der Konversion 26
3. Chassis Management Systeme (CSM) 28
3.1 Hydroaggregate für Chassis Management Systeme (CSM) 30
3.1.1 Antiblockiersystem ABS 31
3.1.2 Antriebsschlupfregelung ASR/TCS 34
3.1.3 Elektronisches Stabilitätsprogramm ESP 35
3.1.4 Elektrohydraulische Bremse SBC 37
3.2 Hydroaggregat-Komponenten 38
3.2.1 Magnetventil 39
3.2.2 Drucksensor 41
3.2.3 Rückförderpumpe 43
3.2.4 Gehäuse 45
4. Lösungsansätze für die Suche nach neuen Geschäftsfeldern 47
4.1 Einordnung in ein integriertes strategisches Gesamtkonzept 47
4.2 Konzeptionelle Überlegungen zur Gestaltung des Suchprozesses 48
4.3 Das Methodenspektrum im Rahmen iterativer Analyse- und Kreativitätsschritte 49
4.4 Informationsbeschaffung als Grundlage des Suchprozesses 52
4.4.1 Desk Research und Field Research 52
4.4.2 Das Internet als Research-Medium 55
4.5 Datenauswertung 64
4.6 Speicherung von Informationen 65
4.7 Informationsanalyse 67
5. Fallspezifische Vorgehensweise 70
5.1 Angewandte Kreativitätsschritte 70
5.2 Analysemethoden 71
5.3 Strategie des Suchprozesses 71
5.4 Informationsbeschaffung 76
5.5 Informationsbeschaffung im Internet 80
5.6 Informationsanalyse 85
6. Fallbeispiel einer Marktanalyse 89
6.1 Marktanalyse für Kfz-Klimaanlagen in Europa, NAFTA und Asien 91
6.2 Segmentierung des Marktes 92
6.2.1 Ermittlung von Marktvolumen und Marktwachstum 93
6.3 Technologiebeschreibung, Entwicklungen, Trends 96
6.4 Wertschöpfungskette 99
6.5 Branchenrendite 101
6.6 Beurteilung der Marktattraktivität 106
6.7 Weitere Vorgehensweise 107
7. Zusammenfassung und Ausblick 108
Anhang A Fachzeitschriften, Suchmaschinen 109
Anhang B Bachelorzeugnis 113
Glossar 114
Literaturverzeichnis 115
Erklärung 119

Automatisiert erstellter Textauszug:

3.1.4 Elektrohydraulische Bremse SBC Die Elektrohydraulische Bremse SBC (Sensotronic Brake Control) vereint die Funktionen des Bremskraftverstärkers und der ABS-Aggregate einschließlich der ESP-Funktionalität. Die mechanischen Betätigungen des Bremspedals werden von der Betätigungseinheit über elektronische Sensoren redundant erfasst und an das Steuergerät gesendet. Hier werden nach bestimmten Algorithmen Steuerbefehle errechnet, die in der Hydraulikeinheit zu Druckmodulationen für die Radbremsen umgewandelt werden. 54 Unter Nutzung seiner brake by wire -Eigenschaft [keine mechanische Verbindung zwischen Bremspedal und Radbremse] kann SBC die Bremsdrücke in den Radzylindern unabhängig vom Fahrereinfluss regeln. Hierdurch können Funktionen, die noch über das ABS, ASR und ESP hinausgehen, realisiert werden. Ein Beispiel ist der komfortable Bremseingriff für ACC (Adaptive Cruise Control) [adaptive Geschwindigkeitsregelung]. [...]

Den Vorteil eines ABS-Systems erläutert folgender Exzerpt aus einer Bosch-Broschüre: Bei kritischen Fahrverhältnissen kann es während des Bremsvorgangs zum Blockieren der Räder kommen. Ursachen dafür können z.B. nasse oder glatte Fahrbahnen sowie eine schreckhafte Reaktion des Fahrers (unvorhergesehenes Hindernis) sein. Das Fahrzeug kann dadurch lenkunfähig werden, es kann ins Schleudern geraten und/oder von der Fahrbahn abkommen. Das Antiblockiersystem (ABS) erkennt beim Bremsen frühzeitig die Blockierneigung eines oder mehrerer Räder und sorgt dann sofort dafür, dass der Bremsdruck konstant gehalten oder verringert wird. So blockieren die Räder nicht und das Fahrzeug folgt der Lenkung. Damit lässt sich ein Auto sicher und schnell abbremsen bzw. zum Stillstand bringen. 48 Der ABS-Regelkreis vermittelt folglich zwischen Bremspedal, Reifen und Fahrbahn. [...]

2.3.1 Motive der Konversion Motive einer strategischen Option lassen sich im allgemeinen vor allem aus sich ändernden Rahmenbedingungen ableiten. Beispiele für unternehmsexterne Rahmenbedingungen sind: Wettbewerbsdruck Veränderte Nachfragestrukturen Verschärfte gesetzliche Bestimmungen Entwicklung substitutiver Technologien Grenzen des Wachstums Beispiel für unternehmensinterne Rahmenbedingungen sind: Veränderungen in der Unternehmenskultur und philosophie36 Ausgehend von diesen Rahmenbedigungen lassen sich die zentralen Motive der Konversion aufzeigen. Eines der vordergründigsten Motive ist sicherlich die Anpassung des Unternehmens an diese externen und internen Parameter. Die Anpassung wird allerdings erst zu einem für die Konversion kennzeichnenden Motiv, wenn sie auch die Verantwortung gegenüber der Gesellschft und den eigenen Mitarbeitern explizit zum Inhalt hat.37 Allgemein lassen sich die Konversionsmotive in drei Gruppen einteilen: Zur ersten Gruppe gehören ökonomische Motive, wie Renditeüberlegungen und die Risikoreduzierung. Daneben sind aber ebenso Motive wichtig, die aus der gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung der Unternehmen resultieren, sowie jene, die vordergründig die Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen zum Inhalt haben. 38 Im hier vorliegenden Anwendungsfall sind die Motive für eine mögliche Konversion vorallem von den unternehmensexternen Rahmenbedingungen determiniert. Neben den Grenzen des Wachstums, ist der zunehmende Wettbewerbsdruck ein bestimmender Faktor. Aber auch ökonomische Motive, wie Verringerung der Abhängigkeit von den Fahrzeugherstellern, als Abnehmer der Fahr- [...]

Arbeit zitieren:
Fauser, Simon April 2004: Analyse des Weltmarktes für Kleinhydrauliken, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Marktanalyse, Hydraulik, ABS, Wirtschaft, Marketing

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