Analyse des Seniorenmarktes hinsichtlich zielgruppenspezifischer Ansprache
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Sabine Reitz
- Abgabedatum: Januar 2004
- Umfang: 101 Seiten
- Dateigröße: 536,2 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Fachhochschule der Wirtschaft - FHDW -, Standort Bergisch Gladbach Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7882-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7882-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7882-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Reitz, Sabine Januar 2004: Analyse des Seniorenmarktes hinsichtlich zielgruppenspezifischer Ansprache, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Senioren, Marktforschung, Zielgruppenanalyse, Werbung, Marktsegmentierung
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Diplomarbeit von Sabine Reitz
Einleitung:
Kapitel 1 soll den Einstieg in das Thema dieser Diplomarbeit erleichtern. Das Ziel dieser Arbeit wird definiert und das Themenfeld klar eingegrenzt.
In Kapitel 2 wird erst einmal der Begriff Marketing erklärt und erläutert, welche Ziele mit Marketing verfolgt werden. Des Weiteren wird die Marktsegmentierung mit ihren verschiedenen Segmentierungskriterien erläutert.
Kapitel 3 beschäftigt sich ausschließlich mit den theoretischen Grundlagen der Marktforschung. Zunächst werden Aufgaben und Ziele erklärt, danach werden die Methoden der Informationsgewinnung detailliert beschrieben.
In Kapitel 4 wird zunächst der Begriff „Senioren“ definiert. Danach findet eine Segmentierung des Seniorenmarkts anhand verschiedener Kriterien statt.
Eine Situationsanalyse des Seniorenmarkts in Deutschland bildet das 5. Kapitel. In diesem Abschnitt werden die Auswirkungen der demographischen Verschiebung und die wirtschaftliche Situation der Senioren beleuchtet. Weiterhin werden der Wertewandel in der Gesellschaft sowie die Entwicklung des Bildungsniveaus betrachtet.
Kapitel 6 geht auf die psychischen und physischen Besonderheiten des Alters ein.
Kapitel 7 beschäftigt sich mit den sozialen Dimensionen des Alterns. Es wird das Selbstbild mit dem Fremdbild verglichen, das Konsumverhalten der Senioren im Allgemeinen und speziell bei Selbstmedikation analysiert, das Freizeitverhalten und das Mediennutzungsverhalten betrachtet. Anschließend werden noch die Darstellung der Senioren in der Werbung sowie die Einstellungen der Senioren zur Werbung untersucht.
In Kapitel 7.7 werden einige Thesen, die im Kapitel 7 aufgestellt worden sind, anhand eines selbst konzipierten standardisierten Fragebogens überprüft und die Ergebnisse daraus ausgewertet.
Diese Arbeit wird mit einer Zusammenfassung in Kapitel 8 abgeschlossen.
Vor dem Hintergrund gesättigter Märkte wird es für Unternehmen immer bedeutsamer, sich Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz zu sichern. Es gilt, sich in Märkten zu etablieren und neue Käufergruppen zu erschließen. Anhand der Betrachtung der demographischen Entwicklung, die durch abnehmende Geburtenraten und gleichzeitig durch Erhöhung der Lebenserwartung gekennzeichnet ist, kann man erkennen, dass die Zielgruppe Senioren immer mehr an Bedeutung gewinnt. Der Anteil der Senioren an der Gesamtbevölkerung wird auch in Zukunft weiter ansteigen, was dieses Marktsegment für Unternehmen sehr wichtig macht. Hinzu kommt, dass sich die Einstellungen und Interessen dieser Zielgruppe stark geändert haben und Senioren nicht mehr durch Defizite geprägt sind, sondern aktiv am Leben teilnehmen, unternehmungslustig und konsumfreudig sind. Dies stellt die Zielgruppe Senioren als einen immer bedeutenderen Wirtschaftsfaktor dar.
Bislang finden Senioren als Konsumenten jedoch noch wenig Aufmerksamkeit in der Marketingplanung. Besonders bei der Kommunikation wurden sie bisher nicht direkt berücksichtigt. Es wurde angenommen, dass sie sich genauso angesprochen fühlen wie die jungen Leute, auf welche die Kommunikation gerichtet war.
Ziel dieser Diplomarbeit ist es nun herauszufinden, ob die Zielgruppe Senioren aufgrund einer veränderten Marktsituation und einer veränderten Lebenseinstellung, eine eigene zielgruppenspezifische Ansprache benötigt. Dies wird im Allgemeinen erörtert und auch speziell für freiverkäufliche Medikamente.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | 2 | |
| Abbildungsverzeichnis | 5 | |
| Tabellenverzeichnis | 6 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 6 | |
| 1. | Einleitung | 7 |
| 1.1 | Vorgehensweise in der Arbeit | 7 |
| 1.2 | Hinführung zum Thema | 8 |
| 2. | Marketing | 8 |
| 2.1 | Definition und Ziele | 8 |
| 2.2 | Marktsegmentierung | 9 |
| 2.2.1 | Definition und Ziele | 9 |
| 2.2.2 | Segmentierungsverfahren | 10 |
| 2.2.3 | Segmentierungskriterien | 11 |
| 3. | Marktforschung | 12 |
| 3.1 | Definition | 12 |
| 3.2 | Aufgaben und Ziele | 13 |
| 3.3 | Methoden der Informationsgewinnung | 13 |
| 3.3.1 | Sekundärforschung | 14 |
| 3.3.2 | Primärforschung | 15 |
| 3.3.2.1 | Marktanalyse | 15 |
| 3.3.2.1.1 | Beobachtung | 16 |
| 3.3.2.1.2 | Experiment | 17 |
| 3.3.2.1.3 | Befragung | 18 |
| 3.3.2.1.4 | Die Konzeption des Fragebogens | 22 |
| 3.3.2.1.4.1 | Die Struktur des Fragebogens | 23 |
| 3.3.2.1.4.2 | Die Gestaltung des Fragebogens | 29 |
| 3.3.2.2 | Marktbeobachtung | 32 |
| 4. | Definition der Zielgruppe Senioren und Segmentierung des Seniorenmarkts | 34 |
| 4.1 | Definition Senioren | 34 |
| 4.2 | Segmentierung des Seniorenmarkts | 34 |
| 4.2.1 | Segmentierung nach demographischen Kriterien | 35 |
| 4.2.2 | Segmentierung nach psychographischen Kriterien | 35 |
| 4.2.3 | Segmentierung nach verhaltensorientierten Kriterien | 35 |
| 4.2.4 | Zusammenfassung | 36 |
| 5. | Situationsanalyse des Seniorenmarkts | 36 |
| 5.1 | Demographische Altersentwicklung | 36 |
| 5.1.1 | Die Geburtenentwicklung in Deutschland | 37 |
| 5.1.2 | Betrachtung der Lebenserwartung | 38 |
| 5.2 | Kaufkraft der Senioren | 39 |
| 5.2.1 | Einkommensverteilung | 39 |
| 5.2.2 | Vermögensstruktur | 41 |
| 5.3 | Wertewandel | 41 |
| 5.4 | Bildungsniveau | 42 |
| 6. | Psychische und physische Besonderheiten im Alter | 43 |
| 6.1 | Psychische Besonderheiten der Senioren | 43 |
| 6.1.1 | Emotionen, Motivationen, Einstellungen | 44 |
| 6.1.2 | Informationsaufnahme/Informationsverarbeitung | 45 |
| 6.2 | Physische Besonderheiten der Senioren | 46 |
| 6.2.1 | Visuelles System | 46 |
| 6.2.2 | Auditives System | 47 |
| 6.2.3 | Bewegungsapparat | 47 |
| 7. | Soziale Dimensionen des Alterns | 48 |
| 7.1 | Selbstbild/Fremdbild | 48 |
| 7.2 | Soziale Integration | 49 |
| 7.3 | Konsumverhalten allgemein und speziell bei Selbstmedikation | 49 |
| 7.3.1 | Informationsquellen | 50 |
| 7.3.2 | Qualitäts-Preisbewusstsein | 50 |
| 7.3.3 | Markenbewusstsein | 50 |
| 7.4 | Freizeitverhalten | 51 |
| 7.5 | Mediennutzungsverhalten | 52 |
| 7.5.1 | Fernsehen | 53 |
| 7.5.2 | Printmedien | 54 |
| 7.5.3 | Internet | 54 |
| 7.5.4 | Hörfunk | 54 |
| 7.6 | Werbung | 55 |
| 7.6.1 | Darstellung von Senioren in der Werbung | 55 |
| 7.6.2 | Einstellungen der Senioren zur Werbung | 56 |
| 7.7 | Empirische Erhebung | 57 |
| 7.7.1 | Konzeption des Fragebogens | 58 |
| 7.7.2 | Auswertung und Ergebnisse des Fragebogens | 58 |
| 8. | Zusammenfassung | 68 |
| Anhang | 70 | |
| Quellenverzeichnis | 93 |
Werte bilden sich aufgrund von historisch-gesellschaftlichen Einflüssen und somit sind sie typisch für eine bestimmte Generation. Das bedeutet, dass die heutige Seniorengeneration von Werten beeinflusst wurde, die für die nächste Generation nicht mehr gelten müssen.73 Die Einstellungen der Menschen verändern sich im Laufe der Zeit und mit dieser Veränderung vollzieht sich ein Wertewandel, da Werte durch Einstellungen geprägt sind. Das Verhalten der Konsumenten wird dadurch beeinflusst, weil es sich an bestimmten Werten orientiert. Lange Zeit wurden Senioren traditionelle Werte wie Pflichterfüllung, Bescheidenheit, Sparsamkeit und Selbstversorgung zugeschrieben. Aber diese Werte verlieren immer mehr an Bedeutung. Bei den heutigen Senioren spielen Aspekte wie Seinbewusstsein statt Pflichtbewusstsein Selbstentfaltung statt Selbstbeschränkung Erlebnisdenken statt Besitzdenken [...]
“Heute leben in Deutschland die wohlhabendsten Senioren aller Zeiten“.70 Dies ist bedingt durch die dynamische Rentenanpassung der vergangenen Jahrzehnte. In ihrer Finanzkraft stehen die Älteren heute deutlich vor den vom Marketing heiß umworbenen Jüngeren. Ab der Lebensmitte erhöht sich die Kaufkraft bei den meisten Verbrauchern. Der wesentliche Grund dafür ist, dass keine Ausgaben für Kindererziehung und Unterhalt mehr anfallen, da die meisten Kinder schon in das Berufsleben eingestiegen sind. Zudem sind die Hypotheken abbezahlt und die Senioren wohnen meistens mietfrei in den eigenen vier Wänden. Hinzu kommt, dass langlebige Konsumgüter wie Autos und Möbel bereits angeschafft worden sind und es fast nur noch zum Kauf von Ersatzbedarf in diesem Bereich kommt. Durch die geringeren Fixkosten ist der finanzielle Spielraum der Senioren größer als bei den Jüngeren.71 Die Kaufkraft der Senioren ist abhängig von dem Einkommen, welches durch Erwerbstätigkeit erwirtschaftet wird, und von dem Vermögen. [...]
Ein zweiter wichtiger Faktor, der die demographische Zukunft bestimmt, ist die Lebenserwartung. Aufgrund der Fortschritte in Gesundheitswesen, Hygiene und Ernährung steigt diese von Jahr zu Jahr. Seit 1950 hat sie sich weltweit um 20 Jahre erhöht und wird nach aktuellen Schätzungen in den nächsten 50 Jahren um weitere 10 Jahre ansteigen. Eine heute 60-jährige Frau hat eine weitere Lebenserwartung von durchschnittlich 23 Jahren, ein 60-jähriger Mann lebt statistisch gesehen noch weitere 19 Jahre. In der Abbildung 4 ist erkennbar, dass die Lebenserwartung bei Männern und bei Frauen seit 1901 kontinuierlich steigt.69 Abb. 4: Zusätzliche Lebenserwartung im Alter von 60 Jahren [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832478827
Arbeit zitieren:
Reitz, Sabine Januar 2004: Analyse des Seniorenmarktes hinsichtlich zielgruppenspezifischer Ansprache, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Senioren, Marktforschung, Zielgruppenanalyse, Werbung, Marktsegmentierung



