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Analyse der Risiken und Performance von Hedge Fund Strategien

Analyse der Risiken und Performance von Hedge Fund Strategien
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Matthias Stegmeier
  • Abgabedatum: September 2003
  • Umfang: 123 Seiten
  • Dateigröße: 903,8 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7541-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7541-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7541-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Stegmeier, Matthias September 2003: Analyse der Risiken und Performance von Hedge Fund Strategien, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Investmentfonds, Hedgefonds, Absolut Return, Alternativ Investment, Börse

Diplomarbeit von Matthias Stegmeier

Einleitung:

Das Ziel dieser Diplomarbeit ist es dem Leser die Funktionsweise der sehr unterschiedlichen Hedge Fund Strategien und die damit verbundenen Risiken aufzuzeigen. Darüber hinaus wird die Performance der einzelnen Strategien näher analysiert. Viele Veröffentlichungen zum Thema Hedge Funds zeigen die Vorteile und Chancen, vernachlässigen dabei aber die Risiken, die Hedge Fund Strategien in sich bergen. Dadurch kann leicht der Eindruck entstehen, dass es sich bei Hedge Funds um ein risikoloses Investment mit überragender Performance handelt. Dies ist in der Realität allerdings, wie der Fall LTCM zeigte, nicht immer der Fall. Es ist daher für potentielle Investoren in Hedge Funds unerlässlich sich mit den Risiken auseinander zusetzen. Im Gegensatz zu Risiken von Aktien und Anleihen weisen Hedge Funds sehr spezifische Risikofaktoren auf. Diese resultieren aus den von Hedge Funds eingesetzten Instrumenten, wie z.B. Leerverkäufen oder Leverage, und der Strategie des Hedge Funds. Berücksichtigt ein Investor bei der Auswahl eines Hedge Funds auch dessen Strategie und die Risiken dieser Strategie, kann er das Chancen/Risiko-Profil seines Portfolio steuern und optimieren.

Zur Einführung und zum besseren Verständnis der Thematik wird im ersten Teil der Arbeit Grundwissen über Hedge Funds vermittelt. Es wird der Begriff Hedge Funds definiert und die allgemeinen Merkmale von Hedge Funds näher erläutert. Die geschichtliche Entwicklung und die Marktstruktur der Hedge Funds runden den ersten Teil ab.

Im zweiten Teil folgt eine allgemeine Darstellung der Risiken. Dazu wird der Begriff Risiko definiert und eine Unterscheidung in traditionelle Investmentrisiken und in Hedge Fund spezifische Risiken vorgenommen. Darauf folgt eine detaillierte Erklärung der einzelnen Risiken.

Der dritte Teil bildet den Schwerpunkt der Diplomarbeit. Dort erfolgt eine Klassifizierung der einzelnen Hedge Fund Strategien in die Subkategorien Relative Value, Event Driven und Opportunistic. Die Funktionsweisen der einzelnen Strategien werden dabei ausführlich analysiert und die daraus resultierenden Risiken der jeweiligen Strategie dargestellt. Eine nähere Betrachtung der Performance, anhand von Rendite, Volatilität und Korrelation, runden die Analyse der einzelnen Strategien ab.

In der Schlussfolgerung werden die gewonnen Erkenntnisse zusammengefasst. Dabei werden die Risiko und Performanceeigenschaften der einzelnen Hedge Fund Strategien gegenübergestellt.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Thema und Aufbau der Diplomarbeit 1
2. Überblick über Hedge Funds 3
2.1 Merkmale von Hedge Funds 3
2.1.1 Vorbemerkung 3
2.1.2 Absolut Return 3
2.1.3 Geringe Anlagerestriktionen 4
2.1.4 Eingeschränkte Handelbarkeit 5
2.1.5 Performanceorientierte Vergütung 5
2.1.6 Geringe Transparenz 7
2.1.7 Rolle des Hedge Fund Managers 7
2.1.8 Gesetzliche Regulierung 8
2.1.9 Investorenkreis 8
2.2 Geschichte der Hedge Funds 9
2.3 Hedge Funds in Zahlen 14
2.3.1 Marktvolumen 14
2.3.2 Marktstruktur 16
2.3.3 Performance, Risiko und Korrelation 17
3. Risiken allgemein 23
3.1 traditionelle Risiken 23
3.1.1 unsystematisches Risiko 23
3.1.2 Marktrisiko 23
3.2 spezifische Hedge Fund-Risiken 24
3.2.1 Liquiditätsrisiko 24
3.2.2 Leerverkaufsrisiko 26
3.2.3 Operatives Risiko 27
3.2.4 Leveragerisiko 28
3.2.5 Counterparty-Risiko 29
3.2.6 Model Risk 29
4. Strategien, Risiken und Performance 31
4.1 Überblick über Hedge Fund-Strategien 31
4.2 Relative Value 32
4.2.1 Einführung 32
4.2.2 Convertible Arbitrage 32
4.2.2.1 Wandelanleihen 33
4.2.2.2 Strategie 34
4.2.2.3 Risiken 37
4.2.2.4 Performance 40
4.2.3 Fixed Income Arbitrage 41
4.2.3.1 Strategie 41
4.2.3.2 Risiken 46
4.2.3.3 Performance 49
4.2.4 Equity Market Neutral 50
4.2.4.1 Strategie 50
4.2.4.2 Risiken 54
4.2.4.3 Performance 57
4.3 Event Driven 59
4.3.1 Einführung 59
4.3.2 Merger Arbitrage 59
4.3.2.1 Strategie 59
4.3.2.2 Risiken 65
4.3.2.3 Performance 68
4.3.3 Distressed Securities 71
4.3.3.1 Strategie 71
4.3.3.2 Risiken 73
4.3.3.3 Performance 75
4.4 Opportunistic 77
4.4.1 Einführung 77
4.4.2 Global Macro 77
4.4.2.1 Strategie 77
4.4.2.2 Risiken 79
4.4.2.3 Performance 81
4.4.3 Long/Short Equity 83
4.4.3.1 Strategie 83
4.4.3.2 Risiken 86
4.4.3.3 Performance 88
4.4.4 Dedicated Short 89
4.4.4.1 Strategie 89
4.4.4.2 Risiken 91
4.4.4.3 Performance 94
4.4.5 Managed Futures 95
4.4.5.1 Strategie 95
4.4.5.2 Risiken 97
4.4.5.3 Performance 98
5. Zusammenfassung und Schlussfolgerung 101
Anhang 106
Literaturverzeichnis 110

Automatisiert erstellter Textauszug:

53 Indem die Statistical Arbitrage Strategie in vielen Fällen nur kurzfristige Preisfluktuationen ausnutzt, werden die Positionen häufig nur für einen kurzen Zeitraum im Portfolio gehalten. Dementsprechend ist der Umschlag des Portfolios und das Tradingvolumen sehr hoch.171 Der Leveragefaktor, bedingt durch die geringen Arbitragegewinne, beläuft sich auf das doppelte bis fünffache des verwalteten Vermögens.172 Fundamental Arbitrage Wie auch die Statistical Arbitrage versucht die Fundamental Arbitrage durch den gleichzeitigen Kauf von unterbewerteten und den Leerverkauf von überbewerteten Aktien Gewinne zu erzielen und dabei das Marktrisiko zu minimieren. Die Fundamental Arbitrage zielt dabei aber nicht auf das ausnutzen temporäre Preisfluktuationen ab, sondern versucht langfristig fundamentale Bewertungsänderungen vorwegzunehmen. Im Gegensatz zur Statistical Arbitrage erfolgt die Auswahl, der für die Fundamental Arbitrage verwendeten Aktien nicht über Computermodelle, sondern wird anhand rein fundamentaler Faktoren von dem Hedge Fund Manager selbst vorgenommen. Zu der Analyse gehören, neben der Unternehmensbewertung, gute Branchenkontakte und Gespräche mit der Unternehmensführung. Durch den sehr aufwendigen Analyseprozess ist das Spektrum von in Frage kommenden Aktien weit geringer als bei der Statistical Arbitrage. Darüber hinaus wird gegenüber der Statistical Arbitrage nur eine geringe Anzahl von Positionen im Depot gehalten und die Umschlagshäufigkeit des Depots ist geringer. Fremdkapital wird durch den langfristigen Charakter der Positionen nur in einem sehr geringen Maße eingesetzt.173 Beispiel Strategie Das Computermodell identifiziert und des die die Hedge Aktie Aktie hat A B Fund als als dem das zur Equity Market Neutral [...]

52 und die damit verbundenen Auswirkungen auf den Kurs möglichst gering ausfallen sollten.166 Aktien von bestimmten Sektoren und Aktien, die in Fusionen und Übernahmen verwickelt sind, werden von vornherein ausgeschlossen. Die Aktienkurse von Unternehmen, die in M&A Aktivitäten verwickelt sind, werden durch den ungewissen Ausgang besonders beeinflusst. Dieser Einfluss auf die Kursentwicklung ist mit den Computermodellen der Statistical Arbitrage schwer vereinbar. Für bestimmte Sektoren oder Branchen besitzen die Computermodelle nur eine eingeschränkte Aussagekraft. Indem die Computermodelle mit traditionellen Wertmaßstäben (KGV, Gewinnwachstum etc.) arbeiten, kommt es bei der Bewertung von Aktien, die keinen traditionellen Wertmaßstäben folgen (z.B. Internetaktien im Jahr 1999), durch das Computermodell zu Fehlbewertungen. Aus diesen Gründen werden bestimmte Aktien von vornherein nicht mit in das Anlagespektrum einbezogen.167 Der zweite Schritt besteht darin mittels des Computermodells geeignete Aktien auszuwählen. Das Computermodell arbeitet auf Grundlage eines Multifaktormodells. Faktoren, die in das Modell mit einbezogen werden sind fundamental-quantitative Faktoren (KGV, Dividendenrendite, Ertragswachstum) oder technische Faktoren (historische Kursentwicklungen, Umsätze bei Kursanstieg, gleitende Durchschnitte oder andere Kennzahlen der technischen Analyse). Mit Hilfe des Modells werden die Aktien in ihrer Beziehung zueinander und auf Grundlage der zu erwarteten Rendite eingestuft.168 Indem das Computermodell die Bewertung selbständig vornimmt und Empfehlungen generiert, wird der persönliche Ermessensspielraum des Managers eingeschränkt. Seine Hauptaufgabe ist die Weiterentwicklung des Computermodells.169 Im dritten Schritt wird das Portfolio aufgebaut. Ziel des Portfolioaufbaus ist es ein Gleichgewicht zwischen Risiko und Ertrag zu schaffen. Anhand der Einstufung des Modells werden unterbewerteten Aktien gekauft und überbewertete Aktien leerverkauft. Durch den Leerverkauf versucht die Strategie das systematische Risiko zu eliminieren. Häufig gehen Hedge Funds Long- und Shortpositionen in Aktien aus der gleichen Branche ein, um systematische Branchenrisiken, die beispielsweise aus Änderungen der Zinsen (z.B. bei Banken) oder der Rohstoffpreise (z.B. bei Goldminen, Ölunternehmen) resultieren, zu minimieren.170 [...]

51 Erträge generiert die Strategie durch das Ausnutzen von temporären Preisfluktuationen oder langfristiger Bewertungsänderungen auf dem Aktienmarkt, indem die für unterbewertet eingeschätzten Aktien gekauft und dem gegenüber relativ überbewertete Aktien leerverkauft werden. Für den Erfolg ist es daher nicht unbedingt erforderlich, dass die Long-Position steigt und die Short-Position fällt. Einzige Voraussetzung für den Erfolg der Strategie ist es, dass sich die Long-Position relativ besser entwickelt als die ShortPosition.160 Manager dieser Strategie sind somit nicht darauf angewiesen die Entwicklung des Aktienmarktes vorherzusagen, sondern ihre Fähigkeit besteht darin unter- bzw. überbewertete Aktien zu identifizieren.161 Die Equity Market Neutral Strategie wird in die Substrategien Statistical Arbitrage und Fundamental Arbitrage unterteilt.162 Statistical Arbitrage Bei dem Statistical Arbitrage Ansatz werden mittels computergestützter Modelle auf Basis von historischen Daten Investitionsmöglichkeiten am Aktienmarkt identifiziert. Die historischen Daten basieren auf vergangene Kursentwicklungen, fundamentalquantitativen Faktoren (KGV, Dividendenrendite, Ertragswachstum) oder technischen Faktoren (Umsätze bei Kursanstieg, gleitende Durchschnitte oder andere Kennzahlen der technischen Analyse).163 Die computergestützten Modelle werden, bevor sie zum Einsatz kommen, mittels historischer Daten auf ihre Treffsicherheit überprüft (back-tested).164 Die Computermodelle basieren auf sogenannten „mean reverting“ Strategien, die davon ausgehen, dass sich kurzfristige Preisungleichgewichte wieder einem längerfristigen Mittelwert normaler Bewertung annähern.165 Durch das computergestützte Modell ist es den Hedge Fund-Managern möglich eine sehr große Anzahl von Aktien zu analysieren und damit eine breite Marktabdeckung zu erreichen. Der Investmentprozess ist in drei Schritte unterteilt. Beim ersten Schritt wählt der Manager anhand eines Vorab-Screenings Aktien aus, die für das Computermodell in Frage kommen. Kriterien dafür sind die Handelsumsätze (Liquidität) der Aktien und die Möglichkeit diese auch Leerzuverkaufen. Hohe Handelsumsätze sind von grundlegender Bedeutung für die Strategie, da häufig eine große Anzahl von Aktien umgeschlagen wird [...]

Arbeit zitieren:
Stegmeier, Matthias September 2003: Analyse der Risiken und Performance von Hedge Fund Strategien, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Investmentfonds, Hedgefonds, Absolut Return, Alternativ Investment, Börse

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