Analyse des Radiomarktes Islands unter den Kriterien Wirtschaftlichkeit und Programm
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Matthias Köhler
- Abgabedatum: Mai 2003
- Umfang: 99 Seiten
- Dateigröße: 1,7 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Hochschule Mittweida (FH) Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7297-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7297-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7297-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Köhler, Matthias Mai 2003: Analyse des Radiomarktes Islands unter den Kriterien Wirtschaftlichkeit und Programm, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Format, Duales System, Medienforschung, Rundfunk, öffentlich-rechtlich
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Diplomarbeit von Matthias Köhler
Einleitung:
22 über UKW empfangbare isländische Radiosender für 290.000 Einwohner. An Vielfalt mangelt es auf dem Radiomarkt in Island nicht. Ein Blick hinter die Kulissen offenbart jedoch, dass der Radiomarkt von nur 2 Unternehmen beherrscht wird. Während der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit Allgemein-Interessen-Programmen versucht, Hörer an sich zu binden, versucht der private Anbieter Norðurljós, mit verschiedenen Radioformaten so viele Hörer wie möglich zu gewinnen. Andere Radioanbieter haben es schwer, sich gegen diese Unternehmen durchzusetzen. Ein instabiler Radiomarkt ist das Resultat. Ziel der Arbeit ist es, zu klären, mit welchen Programminhalten die einzelnen Radiosender konkurrieren und wie die wirtschaftliche Lage der Radioanbieter ist.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Standort Island | 4 |
| 2.1 | Überblick | 4 |
| 2.2 | Entstehungsgeschichte | 5 |
| 2.2.1 | Entdeckung und Besiedlung | 5 |
| 2.2.2 | Politische Entwicklung | 6 |
| 2.2.3 | Wirtschaftliche Entwicklung | 7 |
| 2.3 | Island heute | 8 |
| 2.3.1 | Politik | 8 |
| 2.3.2 | Wirtschaft | 9 |
| 2.4 | Demographische Daten | 10 |
| 2.5 | Kulturelle Faktoren | 13 |
| 3. | Historische Entwicklung des Rundfunks | 16 |
| 3.1 | Das öffentlich-rechtliche Monopol | 16 |
| 3.2 | Das duale System | 19 |
| 4. | Gesetzliche Rahmenbedingungen | 21 |
| 4.1 | Lizenzvergabe | 21 |
| 4.2 | Kontrollgremien | 23 |
| 4.2.1 | Konzessionsausschuss | 23 |
| 4.2.2 | Rundfunkrat | 24 |
| 4.2.3 | Post- und Telekomadministration | 25 |
| 4.3 | Politische Verpflichtungen | 25 |
| 4.4 | Kulturelle Verpflichtungen | 25 |
| 4.5 | Andere Verpflichtungen | 26 |
| 4.6 | Finanzierung | 26 |
| 5. | Unternehmen auf dem isländischen Medienmarkt | 29 |
| 5.1 | Überblick | 29 |
| 5.2 | RUV | 29 |
| 5.2.1 | Besitzverhältnisse und Programme | 29 |
| 5.2.2 | Programmverteilung | 30 |
| 5.2.3 | Finanzen | 31 |
| 5.3 | Norðurljós | 33 |
| 5.3.1 | Besitzverhältnisse und Politik | 33 |
| 5.3.2 | Finanzen | 35 |
| 5.4 | Andere Gesellschaften | 36 |
| 5.5 | Vergleich der finanziellen Lage der Unternehmen | 36 |
| 6. | Zwischen Kultur und Kommerz - Eine Bestandsaufnahme der isländischen Radiolandschaft | 41 |
| 6.1 | Exkurs: Formatradio | 41 |
| 6.2 | Formatradio in Island | 43 |
| 6.3 | Öffentlich-rechtliche Sender | 44 |
| 6.3.1 | Überblick | 44 |
| 6.3.2 | Rás1 | 45 |
| 6.3.3 | Rás2 | 48 |
| 6.3.4 | Regionalsender | 50 |
| 6.4 | Private Sender | 51 |
| 6.4.1 | Überblick | 51 |
| 6.4.2 | Bylgjan | 53 |
| 6.4.3 | FM95.7 | 55 |
| 6.4.4 | Radio X | 56 |
| 6.4.5 | Létt | 57 |
| 6.4.6 | Saga | 58 |
| 6.4.7 | Muzik.is | 59 |
| 6.4.8 | Útvarp Suðurlands | 60 |
| 6.4.9 | FM Akureyri | 61 |
| 6.5 | Private-religiöse Sender | 62 |
| 6.5.1 | Überblick | 62 |
| 6.5.2 | Lindin | 63 |
| 6.5.3 | KFM | 63 |
| 6.6 | Alternative Möglichkeiten des Radioempfangs - Internet und Kabel | 65 |
| 6.7 | Zusammenfassung des Programmangebots | 65 |
| 7. | Das Medium Radio im täglichen Gebrauch - eine Hörer- und Nutzenanalyse | 69 |
| 7.1 | Medienforschung in Island | 69 |
| 7.2 | Der isländische Radiohörer | 69 |
| 7.3 | Nutzenanalyse | 70 |
| 7.4 | Nutzenanalyse in den verschiedenen Altersgruppen | 71 |
| 8. | Wirtschaftliche Perspektiven | 76 |
| 9. | Anhang | 79 |
| 9.1 | Erläuterungen zur isländischen Sprache | 79 |
| 9.2 | Die isländische Währung | 80 |
| 9.3 | Glossar | 81 |
| 9.4 | Isländische Radiostationen im Internet | 83 |
| Quellenverzeichnis | 84 |
90 % am isländischen Radiomarkt106 macht diese Unternehmen zu Oligopolisten.107 Eine solche Konzentration hat auch eine ungleiche Verteilung der Werbeeinnahmen im Radiogeschäft zur Folge. Während kleinere Unternehmen mit ihren Radiosendern in den Marktforschungsstatistiken gar nicht erst auftauchen, teilen RUV und Norðurljós den isländischen Radiowerbemarkt scheinbar unter sich auf. Geht man davon aus, dass nur RUV und Norðurljós am Radiowerbemarkt beteiligt sind, so gingen 2001 etwa 42 % der Werbeeinnahmen an RUV, der Rest an Norðurljós.108 Finanziell gesehen scheint RUV im Vorteil, da es von Rundfunkgebühren, sowie von fast der Hälfte der gesamten Werbeeinnahmen im Radiosegment profitiert. Die Radiosender von Norðurljós hingegen beziehen ihre Einnahmen nur aus Werbung und Sponsoring. Erwirtschaftet wird der Umsatz von den 5 von Norðurljós betriebenen Radiosendern. [...]
5.4 Andere Gesellschaften Im Medienbereich konnte Ende der 90er Jahre ein neues Unternehmen Fuß fassen. Die Íslenska sjónvarpsfélagið104 lehrte die großen Medienunternehmen das Fürchten. Mit dem Fernsehsender Skjár1 gab es nun auf Island den 3. landesweiten Fernsehsender mit einem Allgemein-Interessen-Programm. Das besondere ist die ausschließliche Finanzierung durch Werbung und Sponsoren. Auf dem Radiomarkt brachte die Íslenska sjónvarpsfélagið den Radiosender Muzik ins Rennen.105 Jedoch gehören immer noch etwa 50 % der isländischen Radiosender dem öffentlich-rechtlichem Rundfunk RUV und dem Multimedia-Unternehmen Norðurljós. Den Rest besitzen kleinere Gesellschaften, öffentliche Träger, die Kirche oder Privatpersonen, die dieses Medium mehr oder weniger nebenbei betreiben. Kennzeichnend für diese Sender ist die Regionalität und Lokalität, sowie die Besetzung von Nischen, welche die Großen nur bedingt einnehmen können, da sie mehr nach den Gesetzen des Marktes handeln, um somit die größtmöglichen Hörerzahlen und Werbeeinnahmen zu erreichen. Das finanzielle Potential ist durch Mangel an aussagekräftigem Material ungewiss. Anzunehmen ist jedoch, dass diese Sender kaum über größere finanzielle Mittel verfügen, da sie durch regionale Werbung und Sponsoring, und im Falle der religiösen Sender, auch durch Spenden finanziert werden und nur eine geringe Reichweite haben. 5.5 Vergleich der finanziellen Lage der Unternehmen Während sich auf dem Fernsehmarkt mittlerweile ein Drittunternehmen etablieren konnte, wird der isländische Radiomarkt immer noch von 2 Unternehmen, RUV und Norðurljós, beherrscht. Beide zusammen besitzen zwar „nur“ etwa die Hälfte aller Radiosender in Island, jedoch ein Marktanteil von zusammen etwa [...]
Zur Zeit betreibt Norðurljós 2 landesweite Radiosender, Bylgjan und FM95.7, sowie 3 regionale Stationen, Létt, Radio X und Saga. Daneben verbreitet Norðurljós auch den BBC World Service und den Kinderkanal Barnarásin. In beiden Fällen wird das Programm nicht von Norðurljós produziert.100 5.3.2 Finanzen Mit 5,14 Mrd. ISK, das entspricht etwa 58 Mio. €, machte die MultimediaGruppe im Jahr 2001 fast doppelt so viel Umsatz wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk RUV. Wichtigste Einnahmequelle bei Norðurljós ist das Pay-TV. Dem Kunden stehen verschiedene Abonnementpakete zur Verfügung. Allein 53% der Einnahmen wurden durch Pay-TV erreicht. Folgende Zahlen (in Klammern) geben einen Überblick über die Anzahl der Abonnenten der Fernsehprogramme. 101 Stöð2 (43.800) Sýn (21.700) Bíorasín – Spielfilm Kanal (7.600) Multicast – Paket mit Satellitenkanälen (14.100)102 Das Radio spielt an den Gesamteinnahmen von Norðurljós eine eher geringe Rolle. Mit 9 % liegt es noch hinter dem Musik-, Film- und MerchandisingSegment. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832472979
Arbeit zitieren:
Köhler, Matthias Mai 2003: Analyse des Radiomarktes Islands unter den Kriterien Wirtschaftlichkeit und Programm, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Format, Duales System, Medienforschung, Rundfunk, öffentlich-rechtlich



