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Analyse und Optimierung von Transportketten an der Charité

Analyse und Optimierung von Transportketten an der Charité
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sven Heidmeier
  • Abgabedatum: August 1999
  • Umfang: 99 Seiten
  • Dateigröße: 4,4 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2039-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2039-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2039-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Heidmeier, Sven August 1999: Analyse und Optimierung von Transportketten an der Charité, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Krankenhauslogistik, Modalversorgung, Kanban-Prinzip, Just-In-Time

Diplomarbeit von Sven Heidmeier

Einleitung:

Das Gesundheitswesen in Deutschland unterliegt derzeit einem sehr starken Wandel. Zum einen erfordern hohe Ansprüche an die Qualität der medizinischen Versorgung und an den Service für den Patienten ein hohes Maß an Aufwendungen, zum anderen führen Reformen im Gesundheitswesen zu einem ständig wachsenden Kostendruck. In diesem Spannungsfeld ist es Aufgabe der Logistik, den wachsenden Ansprüchen an die Qualität der Versorgung zu günstigen Kosten durch neue Konzepte zu begegnen.

Krankenhäuser zeichnen sich durch eine Vielzahl unterschiedlicher Ver- und Entsorgungsströme aus. Vor dem Hintergrund der ständigen Gewährleistung der Versorgungssicherheit erfordern diese einen sehr hohen, komplexen und damit auch sehr kostenintensiven logistischen Aufwand. Ein übliches Verfahren der Versorgung ist an vielen Krankenhäusern die Vorratshaltung beim jeweiligen Verbraucher (z.B. auf der Station). Der Bedarf an Waren wird durch das Stationspersonal erfaßt und der Bestellvorgang eingeleitet. Die Belieferung mit den Gütern erfolgt dann durch den Hersteller oder Vertrieb der entsprechenden Produkte direkt an das Krankenhaus.

Kennzeichnend für diese Art der Versorgungslogistik sind:

- Viele verschiedene Lieferanten.

- Viele Einzellieferungen von geringem Umfang.

- Hohes Transportaufkommen.

- Hoher Aufwand für das Stationspersonal.

- Lagerbestände an jeder Verbrauchsstelle.

- Häufig Übervorratung der Verbrauchsstellen, dadurch hohe Kapitalbindung und z.T. Verlust von Ware durch Ablauf der Haltbarkeit.

- Hoher Aufwand und damit verbunden hohe Kosten im Einkauf und der Disposition.

- Intransparente Bestandsführung.

- Keine Transparenz der Logistikkosten.

An der Charité ist ein Konzept entwickelt worden, das durch Kopplung von Prozessen und Nutzung von Synergieeffekten eine kosten- und qualitätsoptimierte Versorgung der Klinikstandorte sicherstellen soll. Eckpunkte dieses Konzeptes sind:

- Ein zentrales Logistikzentrum, als Schnittstelle zwischen externen und internen Transportprozessen und Kommissionierlager.

- Eine Minimierung der Vorratsbestände an den Verbrauchsstellen bei Gewährleistung der Versorgungssicherheit durch regelmäßige Bedarfserfassung und Just-In-Time Belieferung.

Das Logistikzentrum dient als direkte Schnittstelle zu den Herstellerunternehmen und ist indirekt über Containertauschzentralen und Warenverteilzentren mit den Verbrauchern im Krankenhaus verbunden. Warenverteilzentren dienen als "Pufferlager" am Standort, Containertauschzentralen sind für die Direktbelieferung vorgesehen. Die interne Belieferung der Verbraucher erfolgt nach dem Just-In-Time Prinzip. Die Versorgung mit Medikalartikeln wird durch eine Modulversorgung nach dem Kanban-Prinzip realisiert.

Vorteile dieses Konzeptes sind:

- Reduktion der Anzahl der Lieferanten.

- Bündelung der Belieferungen durch die Hersteller.

- Preisvorteile durch die Abnahme großer Mengen und internationalen Einkauf.

- Standardisierung des Lagersortiments.

- Reduzierung der Lagerbestände, dadurch weniger Kapitalbindung.

- Weniger Verluste durch Überalterung von Lagerbeständen und Bündelung von Belieferungen an die Krankenhausstandorte, dadurch weniger Verkehrsbelastung am Krankenhaus.

Das Logistikzentrum der Charité ist im Juli 1998 in Betrieb gegangen. Zeitgleich erfolgte die Umstellung auf das Materialwirtschaftssystem SAP R/3 MM/QMO.

Da bisher quantifizierbare Erkenntnisse über Ablauf und Effizienz der Transportabläufe fehlen, werden im Rahmen dieser Arbeit die Transportketten vom Logistikzentrum an die Standorte einer qualitativen und quantitativen Analyse unterzogen, anhand derer mögliche Defizite identifiziert werden können. Hierzu werden zunächst die Anforderungen, welche die spezielle Struktur der Charité an ein solches Konzept stellt, dargestellt. Im weiteren wird anhand der Auswertung von Transportdaten der quantitative Verlauf der Transportketten betrachtet. Die Auswertung liefert Erkenntnisse über:

- Das transportierte Warenvolumen vom Logistikzentrum an die Standorte.

- Schwankungen des Transportvolumens im zeitlichen Verlauf.

- Die Bündelung der Transporte bezüglich der Empfänger im Krankenhaus.

- Die Einbindung der Transportprozesse in schnittstellenübergreifende Rahmenbedingungen.

Anhand dieser Erkenntnisse werden Defizite im Transportablauf skizziert und mögliche Ansätze zu deren Beseitigung aufgezeigt.

Inhaltsverzeichnis:

I. Inhaltsverzeichnis I
II. Abbildungsverzeichnis III
III. Tabellenverzeichnis V
IV. Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einleitung 1
2. Transportketten an der Charité - Situationsbeschreibung 6
2.1 Definitionen 6
2.2 Darstellung der Charité 7
2.2.1 Kurzer Abriß der Geschichte der Charité 7
2.2.2 Lage der Standorte und des Logistikzentrums 8
2.2.3 Größe der Standorte 10
2.3 Logistikkonzept der Charité 11
2.3.1 Rahmenbedingungen für die Verteilung an den Standorten 11
2.3.2 Versorgungskonzept 16
2.3.3 Anforderungs- und Quittierungssysteme 21
2.3.4 Transportbehälter, Fahrzeuge und Transporthilfsmittel 24
2.4 Einzelheiten im Ablauf der Transportketten 27
2.4.1 Ablauf an den Standorten Campus Virchow-Klinikum und Campus Charité Mitte 29
2.4.2 Übersicht über die Transportzeiten 35
2.4.3 Hausintern geplante Konzepte für die Zukunft 38
3. Analyse von Schwachstellen in den Transportketten 43
3.1 Ziele und Vorgehensweise 43
3.2 Beschreibung des ausgewerteten Datenmaterials 44
3.3 Ergebnisse der Datenauswertung 47
3.3.1 Anzahl der Versandeinheiten an die Standorte je Woche 47
3.3.2 Versandeinheiten an die Standorte Campus Virchow-Klinikum und Campus Charité Mitte je Tag 49
3.3.3 Lieferungen von bestandsgeführten und nicht-bestandsgeführten Artikeln 57
3.3.4 Belastungen an den Knotenpunkten des Campus Virchow-Klinikum 58
3.3.5 Versandeinheiten ab Logistikzentrum im Tagesverlauf 59
3.4 Zusammenfassung: 61
4. Ansätze für Handlungskonzepte 63
4.1 Vorüberlegungen 63
4.2 Ansatz zur Optimierung der Transportketten 66
4.2.1 Bestimmen der maßgeblichen Belastung 67
4.2.2 Festlegen der Liefertermine 69
4.2.3 Einbindung der Liefertermine in das Logistikkonzept 70
4.3 Zusammenfassung 74
5. Ausblick 75
Anhang
I. Literaturverzeichnis I
II. Knotenpunktbelastungen am Campus Virchow-Klinikum II
III. Versandeinheiten ab Logistikzentrum im Tagesverlauf VII

Arbeit zitieren:
Heidmeier, Sven August 1999: Analyse und Optimierung von Transportketten an der Charité, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Krankenhauslogistik, Modalversorgung, Kanban-Prinzip, Just-In-Time

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