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Analyse und Klassifizierung nicht erfolgreicher Produktinnovationen am Beispiel der Automobilindustrie und Ableitung von Handlungesempfehlungen

Anhand eines ausgewählten zukünftigen Produktkonzeptes

Analyse und Klassifizierung nicht erfolgreicher Produktinnovationen am Beispiel der Automobilindustrie und Ableitung von Handlungesempfehlungen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Klaus-Dieter Pannes
  • Abgabedatum: April 2003
  • Umfang: 158 Seiten
  • Dateigröße: 7,4 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Darmstadt Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6686-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6686-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6686-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Pannes, Klaus-Dieter April 2003: Analyse und Klassifizierung nicht erfolgreicher Produktinnovationen am Beispiel der Automobilindustrie und Ableitung von Handlungesempfehlungen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Innovationsmanagement, Produktentwicklung, Innovation, Innovationsprozeß, Automobil

Diplomarbeit von Klaus-Dieter Pannes

Zusammenfassung:

Innovationen sind eine treibende Kraft der Wirtschaft. Dies trifft in besonderem Maße auf die Automobilindustrie zu. Vor allem auf dem hart umkämpften Markt der Personenkraftfahrzeuge sind Innovationen eine Möglichkeit, sich von den Wettbewerbern abzusetzen. Erfolgreiche Neuerungen tragen nicht nur zur funktionalen Verbesserung des Gesamtprodukts bei, sondern sorgen auch für Emotionen bei den potentiellen Kunden. Dementsprechend wird sehr viel Geld in die Entwicklung von Innovationen investiert.

Doch neben großen Chancen beinhaltet die Entwicklung von Neuerungen auch nicht zu vernachlässigende Risiken. Nicht immer wird aus einer guten Idee auch ein wirtschaftlich erfolgreich vermarktetes Produkt. Aufgrund der herausragenden Bedeutung für den Unternehmenserfolg und der Dimensionen der Investitionen ist es von größtem Interesse, warum trotz großer Anstrengungen noch immer ein nicht unerheblicher Teil der Entwicklungen nicht den gewünschten Erfolg erzielen. Primäres Ziel dieser Arbeit ist es daher, die Faktoren, die für die nicht erfolgreiche Markteinführung von Produktinnovationen in der Automobilindustrie relevant sind, zu identifizieren und zu klassifizieren.

Aufbauend auf die bei der Bearbeitung gesammelten Erkenntnisse werden Handlungsempfehlungen dafür gegeben, wie das Risiko der Einführung einer nicht erfolgreichen Innovation vermindert werden kann. Diese Erkenntnisse sind zum Abschluss der Arbeit auf ein zukünftiges Produktkonzept anzuwenden. Dafür wurde die Innovation Steer-by-Wire ausgewählt.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einführung 1
1.1 Einführung in die Aufgabenstellung 1
1.2 Abgrenzung der Aufgabenstellung 1
1.3 Aufbau der Arbeit 2
2. Theoretische Grundlagen 3
2.1 Innovation 4
2.1.1 Formen der Innovation 6
2.1.2 Market-Pull und Technology-Push 8
2.1.3 S-Kurven-Theorie von McKinsey&Company Inc. 10
2.1.4 Innovationserfolg 11
2.2 Innovationsprozess 12
2.2.1 Diffusion 15
2.3 Produktlebenszyklus 16
2.4 Warum sind Innovationen wichtig für die Automobilindustrie? 20
3. Analyse kritischer Erfolgsbarrieren bei der Einführung von Produktinnovationen 22
3.1 Fahrwerk 23
3.1.1 Vierradlenkung 24
3.1.2 Reifenluftdruckkontrolle 28
3.1.3 Keramik-Bremsscheiben 30
3.2 Antriebsstrang 33
3.2.1 Sechsganggetriebe 33
3.2.2 Automatisierte Kupplung 35
3.2.3 Stufenloses Getriebe 36
3.3 Motor und Nebenaggregate 38
3.3.1 Zweitaktmotor 39
3.3.2 Wankelmotor 41
3.3.3 Dieselmotor 44
3.3.4 Erdgasmotor 47
3.3.5 Katalysator 50
3.3.6 G-Lader 52
3.3.7 Start-Stopp-Automatik 54
3.3.8 Zylinderabschaltung 56
3.4 Karosserie 58
3.4.1 Aluminium-Space-Frame (ASF) Karosserie 58
3.4.2 Neue Karosserieformen 60
3.5 Body/Exterieur 67
3.5.1 Kurvenlicht 67
3.6 Interieur 70
3.6.1 Procon-ten 70
3.6.2 Alternative Sitzanordnung 72
3.7 Elektrik/Elektronik 74
3.7.1 Digitale Geschwindigkeitsanzeige 74
3.7.2 Unfalldatenschreiber (UDS) 77
3.8 Klassifikation der Erfolgsbarrieren 79
3.8.1 Technik 82
3.8.2 Kosten 83
3.8.3 Rahmenbedingungen 84
3.8.4 Marktkommunikation 86
3.8.5 Kundenwahrnehmung 87
3.8.6 Überprüfung der Ergebnisse 90
4. Handlungsempfehlungen zur Verminderung des Risikos bei der Einführung von Produktinnovationen 92
4.1 Allgemeine Handlungsempfehlungen 92
4.1.1 Situativer Ansatz 92
4.1.2 Unternehmensplanung 93
4.1.3 Markt- und Technikforschung 98
4.1.4 Auswahl der zu entwickelnden Innovationen 101
4.1.5 Entwicklungsprozess 105
4.1.6 Marktkommunikation 112
4.1.7 Kundeneinbindung 115
4.1.8 Markteinführung 119
4.2 Handlungsempfehlungen am beispiel der Innovation Steer-by-Wire 121
4.2.1 Erläuterung der Technologie 121
4.2.2 Analyse der zu erwartenden Erfolgsbarrieren 124
4.2.3 Handlungsempfehlungen 126
4.2.4 Einschätzung der Erfolgsaussichten bei der Markteinführung 130
5. Zusammenfassung und Ausblick 131
Literaturverzeichnis 133
Liste der Interviewpartner 143
Anhang 145

Automatisiert erstellter Textauszug:

verschob sich um mehrere Monate, da Verbesserungen am Fahrwerk vorgenommen werden mussten. Dieses wurde härter eingestellt, um die Seitenneigung der Karosserie zu verringern. Darüber hinaus wurde das Fahrdynamiksystem Traktion und Stabilität (TRUST) entwickelt, das fahrdynamisch kritische Situationen erkennt und die Traktion sowie die Stabilität des Fahrzeugs kontrolliert. Trotzdem gab es zu Beginn des Verkaufs viel Kritik aus Kundenkreisen. Besonders die fehlende hintere Sitzreihe und das ungewohnte Design wurde von den potentiellen Käufern überwiegend als negativ empfunden. Die Kürze des Fahrzeugs wurde zwar als prinzipiell vorteilhaft anerkannt, jedoch gab man zu bedenken, dass ein Smart trotzdem einen ganzen Parkplatz benötigen würde, da es keine speziellen Parkplätze gäbe. Zudem ist das Querparken zumindest in Deutschland nicht zulässig. Außerdem fanden das aufgrund der Änderungen harte Fahrwerk ebenso wie das halbautomatische Getriebe wegen der langen Schaltpausen wenig Anklang. Die Länge der Schaltpausen wird bestimmt durch das mechanische Öffnen und Schließen der Kupplung sowie der elektronischen Steuerung dieses Vorgangs. Vielfach wurde auch die Meinung geäußert, dass der Smart für das Gebotene zu teuer sei (1998 ab 8426,- Euro) und andere Kleinwagen für einen ähnlichen Preis zumindest vier Sitzplätze anböten.169 Tatsächlich gab es zunächst große Probleme mit dem Verkauf des Fahrzeugs. Die Ziele für die Verkaufszahlen wurden so weit verfehlt, dass es bereits Gerüchte über eine Einstellung der Produktion des Smart gab. In den ersten acht Monaten des Jahres 1999 wurden insgesamt weniger als 22.000 Smarts verkauft.170 Das Projekt wurde jedoch nicht aufgegeben. Schon im folgenden Jahr stiegen die Zulassungszahlen im gleichen Zeitraum um ca. 47%. Im Jahr 2002 wurden insgesamt 122.300 Smarts verkauft, was einer Steigerung von 5,2% gegenüber dem Jahr 2001 entspricht.171 Im April 2003 wird die zweite Modellreihe, der Smart Roadster, eingeführt. Auch ein Viersitzer, der ForFour, ist bereits in der Entwicklung. Dass sich der Smart doch zu einem Erfolg entwickelt, hat viele Ursachen. Im Jahr 2000 wurden sowohl der sparsame Common-Rail-Dieselmotor als auch das Smart Cabrio erfolgreich in den Markt eingeführt. Außerdem wurde das Fahrzeug konsequent, insbesondere im Bereich Fahrwerk, verbessert. Ebenfalls wurde das Werbekonzept geändert. Anstatt das Mobilitätskonzept zu bewerben, wurde das Auto selbst in den Mittelpunkt gerückt. Darüber hinaus wurde die Zielgruppe neu definiert. Bei Markteintritt sollte das Auto hauptsächlich an gut verdienende Singles und [...]

Dreizylinder-Turbo-Benzinmotor mit wahlweise 55 oder 40 PS, der im Heck installiert ist. Der Smart, der mit einer Länge von 2,50 Meter kürzer als ein Rover Mini ist, sollte ein neues Mobilitätskonzept verkörpern. Da es in den Städten immer mehr Autos und damit weniger Platz gibt, war der Smart dafür gedacht, die Mobilität trotz steigender Anzahl an Fahrzeugen zu gewährleisten.166 Ursprünglich sollte das Fahrzeug zusammen mit Swatch, deren Vorstandsvorsitzender Nicolas Hayek 1989 die Grundidee für das Fahrzeug entwickelte, herausgebracht werden. Der Name sollte für Swatch Mercedes ART stehen. Allerdings wurde bei fortschreitender Entwicklung des Fahrzeuges klar, dass sich der Plan des sehr preisgünstigen Mini-Automobils nicht realisieren lassen würde. Swatch verlor das Vertrauen in den Markterfolg und stieg aus dem Projekt aus. Die Smart GmbH, wie das Unternehmen heute heißt, ist daher eine 100%ige Tochter des Konzerns DaimlerChrysler.167 [...]

Anhand der Verkaufszahlen und der kurzen Produktionszeit ist zu schließen, dass die Verbreitung des Avantime nicht über den Übergang zwischen der Einführungs- und der Wachstumsphase hinaus betrieben werden konnte. Zwar stellte das Fahrzeugkonzept ein Novum dar, allerdings schätzten die Kunden den Nutzen eher als gering ein. Als sportliches Coupé ist das Fahrzeug zu groß, als Familien- oder Geschäftsfahrzeug aber wiederum mit nur 2 Türen und nur 4 Sitzen zu unpraktisch. Die Gruppe der potentiellen Käufer reduziert sich dadurch erheblich.164 Ein weiterer Grund für die Erfolglosigkeit ist in der geringen Verarbeitungsqualität zu suchen. Vielfältige Probleme mit der Schwingkinematik der Türen, mit Windgeräuschen, mit gerissenen Glasdächern infolge von Verwindungen und mit Wassereinbruch in den Rückleuchten sind nur Beispiele für die mannigfaltigen Mängel, mit denen AvantimeBesitzer zu kämpfen hatten.165 Problemanalyse Die ausschlaggebende Erfolgsbarriere für den Renault Avantime ist der von den Kunden als zu gering empfundene Nutzen der neuartigen Karosserieform. Außerdem haben Mängel der Verarbeitung, die den technischen Erfolgsbarrieren zuzuordnen sind, dazu geführt, dass die Qualität des Fahrzeuges von den Kunden als minderwertig empfunden wurde. SMART CITY COUPÉ 1998 brachte DaimlerChrysler unter der Marke Smart ein völlig neuartiges Automobil namens City Coupé auf den Markt. Das Fahrzeug verfügt lediglich über zwei Sitze und einen 599 Kubikzentimeter großen [...]

Arbeit zitieren:
Pannes, Klaus-Dieter April 2003: Analyse und Klassifizierung nicht erfolgreicher Produktinnovationen am Beispiel der Automobilindustrie und Ableitung von Handlungesempfehlungen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Innovationsmanagement, Produktentwicklung, Innovation, Innovationsprozeß, Automobil

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