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Analyse und Evaluierung der Einsatzmöglichkeiten von mobilen Services in B2C-Marktplätzen

Analyse und Evaluierung der Einsatzmöglichkeiten von mobilen Services in B2C-Marktplätzen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Axel Kunz
  • Abgabedatum: Oktober 2001
  • Umfang: 110 Seiten
  • Dateigröße: 1,1 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Kaiserslautern, Standort Zweibrücken Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4744-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4744-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4744-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kunz, Axel Oktober 2001: Analyse und Evaluierung der Einsatzmöglichkeiten von mobilen Services in B2C-Marktplätzen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: WAP, B2C, Marktplatz, UMTS, mobil

Diplomarbeit von Axel Kunz

Einleitung:

Ein Auf und Ab von Stimmungen über mobile Datenübertragung zeigen Presseberichte, Publikationen und IT-Fachmessen der letzten 24 Monate. Das Wireless Application Protocol (WAP) wurde hochgelobt und es kam zu zahlreichen Firmengründungen im mobilen Sektor. Viele bestehende Firmen warben mit dem neuen Modewort „Mobile“, so daß im Marketing häufig der Buchstabe „E“ (Electronic) durch den Buchstaben „M“ (Mobile) ersetzt wurde. WAP stand für Zukunft, Mobile Business und das „Surfen mit dem Handy im Internet“, wie Werbespots für WAP-Handys zu betonen nicht müde wurden. Diese Euphorie wurde sehr schnell zur Frustration, weil die gegebenen Versprechen nicht der Realität entsprachen. Fehlende Endgeräte, kleine Displays, unterschiedliche Browser, schlechte Preismodelle und fehlende „Killer-Applikationen“ führten zu einer Ablehnung durch die Verbraucher. Nach Erkenntnissen der amerikanischen Unternehmensberatung A.T. Kearney ist der Anteil der Mobiltelefonierer, die mobilen Kommerz via Handy betreiben wollen, seit dem Sommer 2000 von 32 auf zwölf Prozent eingebrochen. Bei den Amerikanern schmolz die Fraktion der mobilen Käufer sogar von 34 auf drei Prozent ([Kemp01]). Neue Technologien wie General Radio Packet Service (GPRS), Bluetooth und Universal Mobile Telecommunication System (UMTS) können diese schlechte Stimmungslage positiv verändern. Schon heute findet man eine Fülle von mobilen Anwendungen, die das Leben erleichtern, indem sie z.B. eine E-Mail an jeden Ort der Welt bringen ([Veer99]). Mobile Services können einem Nutzer durch ihre Technologiewertbeiträge einen großen Mehrwert liefern. Die richtige Anwendung für einen Einsatzbereich zu bestimmen, stellt hierbei die größte Herausforderung dar.

Das Ziel der Diplomarbeit liegt in der Vermittlung von Grundlagen, die für eine selbstständige Analyse und Evaluierung eines Services in Business-to-Consumer (B2C)-Marktplätzen benötigt werden. Die Verwendung des Beispielmarktplatzes mysaar.com soll das einerseits veranschaulichen und andererseits einen passenden Dienst für diesen Marktplatz bestimmen und rudimentär implementieren. Durch diese Vorgehensweise wird der gesamte Prozeß einer Serviceeinführung beschrieben. Ein Service wird gesucht, bewertet und implementiert.

Gang der Untersuchung:

Nach einer kurzen Einleitung zum Thema der Arbeit wird in Kapitel zwei ein Überblick über grundlegende Aspekte der B2C Marktplätze, kabellosen Übertragung und mobilen Services gegeben. Begriffe, die zum weiteren Verständnis der Ausarbeitung erforderlich sind, werden erläutert. Die Behandlung der Technologiewertbeiträge und Nutzerbedürfnisse ist für die spätere Analyse und Evaluierung notwendig. Die Klassifizierung der Services und die Beschreibung der Anbieter wird für einen Überblick des mobilen Marktes benötigt. Man kann dadurch Dienste vor der Evaluierung ausgrenzen oder interessante Gebiete genauer untersuchen. Das Grundlagenkapitel soll einem Leser alle Informationen liefern, die er für eine selbstständige Suche und Bewertung benötigt. Aufbauend auf den Grundlagen erfolgt in Kapitel drei die Analyse und Evaluierung von Services für B2C Marktplätze. Die Marktplatzstrategien werden aufgrund ihres Einflusses auf die Wahl einer Analysemethode beschrieben. Diese Methode unterstützt die gezielte Suche nach mobilen Services. Die definierte Vorgehensweise wird im Anschluß mit Hilfe des mysaar.com Marktplatzes veranschaulicht.

Das darauffolgende Kapitel Evaluierung bewertet einen Beispielservice unter den Gesichtspunkten Kunden, Technologie und Ökonomie.

Kapitel vier rundet die praxisbezogene Untersuchung und Bewertung ab, indem eine rudimentäre Implementierung des Services durchgeführt wird.

Die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit werden im abschließenden Kapitel zusammengefaßt. Der Ausblick beschreibt die mögliche Weiterentwicklung der untersuchten Gebiete.

Inhaltsverzeichnis:

Eidesstattliche Erklärung III
Inhaltsangabe III
1. Einleitung 1
2. Grundlagen 3
2.1 B2C Marktplätze 3
2.1.1 E-Commerce 3
2.1.2 Marktplatzdefinition 5
2.1.3 Marktplatzdienste 7
2.1.4 Einnahmequellen 9
2.2 Kabellose Übertragung 11
2.2.1 Technologie 12
2.2.2 Übertragungsarten 13
2.2.3 Endgeräte 20
2.2.4 Sicherheit 23
2.2.5 Technologiewertbeiträge 25
2.3 Mobile Services 26
2.3.1 Klassifizierung 26
2.3.2 Anbieter 31
2.3.3 Nutzerbedürfnisse 33
3. Analyse und Evaluierung von mobilen Services 35
3.1 Marktplatzstrategien 35
3.2 Analysemethoden 37
3.2.1 Marktorientiert 37
3.2.2 Unternehmensorientiert 38
3.2.3 Kundenorientiert 39
3.3 Mysaar.com 41
3.3.1 Struktur 41
3.3.2 Analyse 43
3.4 Evaluierung 52
3.4.1 Nutzer 53
3.4.2 Technologie 54
3.4.3 Ökonomie 56
4. Implementierung 58
4.1 Grob-Design 58
4.2 Definition des Services 59
4.2.1 Shopbetreiber 60
4.2.2 Kunde 63
4.2.3 Coupon 65
5. Zusammenfassung und Ausblick 67
Abbildungsverzeichnis: VII
Tabellenverzeichnis: VIII
Abkürzungsverzeichnis IX
Literaturverzeichnis XII
Anhang: XV
A. Vorgehensweise Analyse und Evaluierung XV
B. Chancen der mobilen Segmente XVI
C. GPRS- und HSCSD-Tarife XVIII
D. Datenflußdiagramme Rabattservice XIX
E. Fragebogen zur Ermittlung der Firmenstrategie XXI
F. Kundenorientierte Analyse von Marktplätzen: XXIV

Automatisiert erstellter Textauszug:

Der Marktplatz von mysaar.com wird überwiegend durch die modifizierte Standardsoftware von SAP (SAP R/3 bzw. mySAP.com) unterstützt. Modifiziert bedeutet in diesem Fall, daß die Standardsoftware an die Bedürfnisse der Firma angepaßt wird. Das System bietet grundsätzlich eine hohe Bandbreite, muß jedoch an die Bedürfnisse der jeweiligen Firma angepaßt werden. Dieser Vorgang wird als das sog. „Customizing“ bezeichnet. Dies bedeutet in der Praxis, daß zum Beispiel gewisse Bereiche außer Acht gelassen werden, weil man sie bei mysaar.com überhaupt nicht benötigt (z.B. der Großteil der Buchhaltung). Durch die Komplexität des SAP R/3 kann jeder Zugriff und jede Veränderung der Funktionalität und der Daten des Systems einen sehr großen Aufwand bedeuten. Das gesamte mysaar.com Portal wird von 14 festangestellten Mitarbeitern, fünf externen SAP-Projektberatern, ein Volontär im redaktionellen Bereich, zwei Praktikantinnen und zwei studentischen Hilfskräften betreut. Zu den 14 festangestellten Mitarbeitern gehören 3 Webentwickler, die sich um die Pflege und Entwicklung der Internetseiten kümmern. Aufgrund dieser niedrigen Mitarbeiterzahl werden bei mysaar.com viele Aufgaben outgesourct. [...]

Abb. 3.5: Systemarchitektur B2C Zur Präsentation der Seiten wird im Frontend ein Microsoft Internet Transaction Server 4.0 (ITS) genutzt. Für die Funktionen Log-In, Registrierung, Content-Darstellung, Personalisierung und die Steuerung der Zugriffe auf interne wie externe Funktionsaufrufe kommt ein SAP Workplace-System zum Einsatz. Die Aufrufe von E-Mail, Chat und Shop werden hier realisiert. Die Verbindung zwischen Internet und R/3 wird über die MittelwareKomponente ITS von SAP geregelt. Wählt ein Nutzer auf mysaar.com einen speziellen Shop aus, den er sich ansehen möchte, wird über den Internet Transaction Server das SAP Retail System aufgerufen. Hier werden dynamisch via Business-HTML die Inhalte des Online-Stores dargestellt. Bestellungen werden über einen Faxserver oder Mail-Server abgewickelt. Besitzt ein Händler kein Online-Zugang, kommt es zu einem Bruch innerhalb der Informationskanäle des gleichen Mediums. Die Weiterleitung per E-Mail kommt in diesen Fällen aufgrund der mangelnden technischen Ausstattung nicht in Frage. Der Internet-Marktplatz für das Saarland baut auf den Funktionalitäten von mySAP.com, der Internet-Initiative der SAP AG auf. Der mySAP.com Marketplace ist eine offene „elektronische Drehscheibe“ [SAPR01], die Unternehmen und Konsumenten eine Integrationsplattform sowie ein vielfältiges Leistungsangebot zur Verfügung stellt. Er unterstützt die prozeßübergreifende wirtschaftliche Zusammenarbeit, den digitalisierten Handel, den personalisierten Informationszugriff und die Kommunikation in vernetzten Wirtschaftsgemeinden ([SAPR01]). Der überwiegende Teil der Inhalte und Daten aus dem Shopping-Bereich werden zuerst in das SAP R/3 eingepflegt, logisch in Datenbanken angelegt und verknüpft, bevor sie im Internet live anzusehen sind. Bewegt sich ein Nutzer nun in diesem Sektor und möchte Informationen abrufen oder ein Produkt bestellen, so erfolgt immer eine Korrespondenz mit dem SAP-System, das praktisch im Hintergrund alle relevanten Daten gemäß einer Art Datenbankabfrage bereitstellt, um Vorgänge wie z.B. eine Bestellung zu realisieren und durch technische Hilfestellungen zu erleichtern. MySAP.com verknüpft die Leistungsfähigkeit und die Daten des klassischen SAP R/3Tools, um dessen Funktionalitäten für das Internet verfügbar und übertragbar zu machen. [...]

Dieses Kapitel beschreibt die technischen, personellen und inhaltlichen Grundlagen, welche einer Serviceimplementierung in der Firma mysaar.com zur Verfügung stehen. Diese Erläuterung bestimmt den Aufwand und die Möglichkeiten einer Erweiterung des Marktplatzes um einen Service. Den Schwerpunkt von mysaar.com als Marktplatz im Internet für das Saarland bilden lokale Anbieter aus verschieden Branchen. Diese Unternehmen wickeln über mysaar.com Geschäfte mit Ihren Privatkunden (B2C) und anderen Unternehmen (B2B) ab ([mysa01]). Der B2B-Bereich ist der wichtigste Geschäftszweig der Firma mysaar.com. Durch ihn soll das eingesetzte Kapital zurückfließen. Der B2C-Bereich hat die Aufgabe den B2B-Bereich zu unterstützen, indem er die Bekanntheit der Firma erhöht und durch seine Qualität die Kompetenz der Firma beweist. Auf dem B2C Markplatz ist eine große Auswahl an Nachrichten, Berichten und Services aus dem Saarland, Deutschland und der gesamten Welt zu finden. Der Content wird hauptsächlich von dem lokalen Contentanbietern SR-Online und dem weltweiten Contentanbieter dpa geliefert. Zur Pflege des Content wird das CMS von Red Dot genutzt. Die verfügbaren Informationen können durch das CMS extern und intern eingepflegt und verändert werden. Die Ausgabe des Content kann als HTML- und sogar als WML-Seite geschehen. Die Nachrichten und Berichte werden im Informationsbereich durch einen Veranstaltungskalender und Aktieninfos ergänzt. Das Kommunikationsangebot des Marktplatz von mysaar.com besteht aus einem Chat und einer E-MailFunktionalität. Die bestehende Bereiche werden momentan durch E-Government und MCommerce weiter ausgebaut. Der E-Government-Bereich umfaßt in der ersten Instanz Informationen. In mittelfristiger Zukunft sollen Prozesse der Gemeinden und Städte auf dem Marktplatz ausgeführt werden. Die erste Anwendung des M-Commerce wurde im August 2001 implementiert und soll im Oktober 2001 veröffentlicht werden. Mit der Mobile Order Anwendung kann man als registrierter Marktplatznutzer über das Handy mit Hilfe einer Mobile Order Artikelnummer vordefinierte Produkte bestellen. Die Mobile Order Nummer soll in Schaufenstern und Broschüren erscheinen und durch die ganztägige Bestellmöglichkeit die Ladenöffnungszeiten überwinden. Der B2C-Sektor von mysaar.com ist der für die Öffentlichkeit sichtbare Bereich. Nach einer einmaligen Anmeldung am System („Single-sign-on“) kann der Internet Nutzer mit allen Teilnehmern des Marktplatzes kommunizieren und alle Angebote des Marktplatzes nutzen. Zum Einsatz kommen NT und Unix-Maschinen von Hewlett-Packard sowie ein Cisco Local-Direktor für die Lastverteilung. Die Systeme sind hierbei in ein Frontend- und ein Backend-Netz aufgeteilt, wobei beide Netze sicherheitstechnisch voneinander getrennt sind. Ein Frontend-Netz ist das erste Hardwaresystem in einem Rechnernetzwerk. Es stellt den Teil einer E-Commerce Anwendung dar, der unmittelbar vom Nutzer wahrgenommen wird und über den er mit der Anwendung interagieren kann. Das Backend-Netz hingegen ist das letzte Hardware-System in einem Rechnernetzwerk. Es besitzt einen eigenen Prozessor und beinhaltet auch die sogenannten „Back-Office-Prozesse“ einer E-Commerce Anwendung, die extern nicht zu observieren sind. Abbildung 3.5 stellt die B2C Architektur von mysaar.com dar. [...]

Arbeit zitieren:
Kunz, Axel Oktober 2001: Analyse und Evaluierung der Einsatzmöglichkeiten von mobilen Services in B2C-Marktplätzen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
WAP, B2C, Marktplatz, UMTS, mobil

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