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Analyse der Ertragslage anhand eines Jahresabschlusses nach International Accounting Standards (IAS)

Analyse der Ertragslage anhand eines Jahresabschlusses nach International Accounting Standards (IAS)
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Bärbel Hepperle
  • Abgabedatum: August 1999
  • Umfang: 80 Seiten
  • Dateigröße: 3,6 MB
  • Note: 1,2
  • Institution / Hochschule: Berufsakademie Karlsruhe Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4044-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4044-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4044-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hepperle, Bärbel August 1999: Analyse der Ertragslage anhand eines Jahresabschlusses nach International Accounting Standards (IAS), Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kapitalflussrechnung, Internationale Rechnungslegung, Bilanzanalyse, IAS, Segmentberichterstattung

Diplomarbeit von Bärbel Hepperle

Einleitung:

In Kapitalmärkten, die sich durch steigende Globalisierung und dadurch zunehmende Internationalisierung der Kapitalbeschaffung, sowie durch steigende Kapitalkosten auszeichnen, ist eine stärkere Ausrichtung der Publizierung von Informationen auf die Bedürfnisse der Investoren, durch sog. Investor-Relations, erforderlich.

Da der Jahresabschluß für ein Unternehmen das wichtigste Kommunikationsinstrument mit seinen Investoren darstellt, muß dieser die von den Investoren geforderte Transparenz in der Rechnungslegung und Vergleichbarkeit der Berichterstattung gewährleisten. Dies stellt das bisherige Nebeneinander unterschiedlicher Rechnungslegungssysteme in Frage und verstärkt die Forderung nach einer Harmonisierung der Rechnungslegung. Wurden bisher auf der Basis landeseigener Rechnungslegungsvorschriften vor allem inländische Unternehmensvergleiche erfolgreich durchgeführt, so kann es nun im internationalen Untemehmensvergleich zu Kommunikationsverzerrungen und Informationsgrenzen kommen. Das deutsche Rechnungslegungssystem nach HGB gerät vor dem Hintergrund der Investororientierung und der Forderung nach Vergleichbarkeit zunehmend in die Kritik: Steuerliche Einflüsse und bilanzpolitische Gestaltungsspielräume verschleiern den dem HGB zu Grunde liegenden Gläubigerschutzgedanken in starkem Maße.

Eine privatrechtliche Organisation, die sich die Harmonisierung der verschiedenen Rechnungslegungssysteme zum Ziel gesetzt hat, ist das IASC. Die von diesem Gremium veröffentlichten Rechnungslegungsstandards, die sog. International Accounting Standards (IAS), welche im Interesse der Offentlichkeit stehen und bei der Aufstellung von Abschlüssen Anwendung finden sollen, zielen auf eine weltweite Akzeptanz ab. Zu beachten ist, nicht zuletzt angesichts der obigen Verständnisschwierigkeiten mit dem HGB, daß sich die IAS mehr der Tradition des anglo-amerikanischen Systems der Rechnungslegung angleichen welche in hohem Maße auf die Bedürfnisse des Kapitalmarktes eingeht und somit das Informationsbedürfnis der global ausgerichteten Investoren befriedigt, was als grundlegendes Argument der Harmonisierungsdebatte angesehen werden kann.

Nachdem deutsche Unternehmen in den letzten Jahren vermehrt dazu übergegangen sind, internationale Standards bei ihrer Bilanzierung zu berücksichtigen, hat nun auch der Gesetzgeber auf diese Entwicklung reagiert. So dürfen jetzt deutsche börsennotierte Unternehmen infolge des Inkrafttretens des KonTraG und des KapAEG zum April 1998 und dem damit neu eingefügten §292, a HGB ihre Konzern-Abschlüsse nach IAS oder US-GAAP aufstellen, ohne wie bisher darüber hinaus einen Abschluß nach HGB aufstellen zu müssen. Ein nächster Schritt ist die geplante Ausweitung des konzernrechnungslegungspflichtigen Unternehmenskreises durch die Halbierung der größenbezogenen Befreiungsgrenzen.

Des weiteren wird von börsennotierten Konzernmuttergesellschaften nach §297,1, 2 HGB die Erstellung einer Kaptalflußrechnung und eines Segmentberichtes verlangt.

Schließlich müssen Unternehmen, die sich am „Neuen Markt“ listen lassen wollen, im Rahmen der Emissions-Folgepflichten zwingend einen Konzernabschluß nach IAS oder US-GAAP erstellen.

Im Zuge dieser dargestellten Globalisierungstendenzen werden sich künftig aber auch Einzelunternehmen, die wie oben beschrieben den Kapitalmarkt nutzen wollen, vermehrt zu Gunsten der Rechnungslegung nach IAS entscheiden. Eine im Herbst 1997 von der C & L Deutsche Revision durchgeführte Studie lieferte das Ergebnis, daß fast 70% der Führungskräfte der großen deutschen Aktiengesellschaften erwarten, daß die Mehrheit der börsennotierten deutschen Unternehmen in spätestens fünf Jahren ihren Konzernabschluß nach IAS erstellen wird.

Der steigende Einfluß der internationalen Bilanzierung betrifft aber nicht nur die bilanzierenden Unternehmen selbst. Vielmehr besteht auch bei den Adressaten der Jahresabschlüsse Handlungsbedarf.

in Deutschland verläuft gegenwärtig ein Großteil der Kapitalbeschaffung der Unternehmen über das von Kreditinstituten in Form von Krediten zur Verfügung gestellte Fremdkapital. Die Kreditinstitute verlangen von ihren Kreditnehmern im Rahmen der Kreditverbindung die regelmäßige Vorlage der Jahresabschlüsse. Die Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse ist gemäß § 18 KWG zwingende Voraussetzung für eine Kreditvergabe über TDM 500. Somit sind die Kreditinstitute bei den Jahresabschlußadressaten an erster Stelle zu nennen.

Im Rahmen der Jahresabschlußanalyse beurteilt das Kreditinstitut die wirtschaftlichen Verhältnisse des Unternehmens und fällt auf dieser Basis die Entscheidung zur Kreditvergabe bzw. -verlängerung.

In den kommenden Perioden wird es vermehrt zur Vorlage von IAS-Abschlüssen im Rahmen des Kreditvergabe- und Verlängerungsprozesses kommen. Hierfür ist es erforderlich, die Instrumente und Verfahren der Kreditinstitute zur Jahresabschlußanalyse auf ihre Anwendbarkeit und Aussagekraft im Rahmen der IAS zu überprüfen. Daraus ergibt sich für die Kreditinstitute die Notwendigkeit, sich intensiv mit der Konzeption der IAS und darauf aufbauend mit der Analyse von IAS Abschlüssen auseinanderzusetzen.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS II
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS IV
ABBILDUNGSVERZEICHNIS VI
TABELLENVERZEICHNIS VI
KENNZAHLENVERZEICHNIS VII
A. EINLEITENDE BETRACHTUNG .1
A.1 Problemstellung: 1
A.2 Themeneingrenzung und Beschreibung der Vorgehensweise 4
B. DIE JAHRESABSCHLUI1ANALYSE DER KREDITINSTITUTE 6
B.1 Definition und Grundlagen der Jahresabschlußanalyse 6
B.2 Inhalt der Jahresabschlußanalyse 7
C. DIE ANALYSE DER ERTRAGSLAGE ANHAND EINES JAHRESABSCHLUSSES NACH IAS .9
C.1 Die Erfolgsrechnung nach IAS .9
C.2 Die Teilgebiete der Analyse der Ertragslage 11
C.2.1 Die betragsmäßige Erfolgsanalyse 13
C.2.1.1 Die Auswertung der Informationen der „Notes", bzw. des Anhangs 14
C.2.1.2 Der Cash-Flow als Indikator der Ertragskraft 17
C.2.2 Die strukturelle Erfolgsanalyse 19
C.2.2.1 Die Erfolgsquellenanalyse 20
C.2.2.1.1 (Ordentliches) Betriebsergebnis 22
C.2.2.1.2 Finanzergebnis 24
C.2.2.1.3 Außerordentliches Ergebnis 25
C.2.2.1.4 Kritische Würdigung des betrieblichen Erfolgsspaltungskonzeptes 26
C.2.2.2 Die Aufwands- und Ertragsstrukturanalyse 27
C.2.3 Die Rentabilitätsanalyse 31
C.2.3.1 Möglichkeiten der Rentabilitätsmessung 32
C.2.3.1.1 Eigenkapitalrentabilität (EKR) 32
C.2.3.1.2 Gesamtkapitalrentabilität (GKR) 33
C.2.3.1.3 Der Return on Investment 34
C.2.3.1.4 Umsatzrentabilität 35
C.2.3.1.5 Betriebliche Rentabilität des langfristigen Kapitals und Rentabilität des betriebsnotwendigen Vermögens 35
C.2.3.1.6 Cash-Flow-Rentabilitäten 36
C.2.4 Analyse der Segmentberichterstattung 37
C.2.4.1 Segmentierungskriterien 37
C.2.4.2 Ausgewählte Angabepflichten und daraus ableitbare Erkenntnisse für die Analyse der Ertragslage 38
C.2.4.2.1 Segmentumsatz 38
C.2.4.2.2 Segmentergebnis 39
C.2.4.2.3 Segmentvermögen 40
C.2.4.2.4 Segment-Cash-Flows 41
D. CHECKLISTE FÜR DIE ANALYSE DER ERTRAGSLAGE ANHAND EINES JAHRESABSCHLUSSES NACH IAS 42
E. SCHLUßBETRACHTUNG UND AUSBLICK 49
LITERATURVERZEICHNIS VIII
GLOSSAR XI
ANHANG XVI
ERKLÄRUNG .XXVII

Arbeit zitieren:
Hepperle, Bärbel August 1999: Analyse der Ertragslage anhand eines Jahresabschlusses nach International Accounting Standards (IAS), Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kapitalflussrechnung, Internationale Rechnungslegung, Bilanzanalyse, IAS, Segmentberichterstattung

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