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Analyse der Erfolgspotenziale international tätiger, unabhängiger, im Verhältnis zur Branche kleiner Unternehmen in kompetitiven und konzentrierten Anbietermärkten

Analyse der Erfolgspotenziale international tätiger, unabhängiger, im Verhältnis zur Branche kleiner Unternehmen in kompetitiven und konzentrierten Anbietermärkten
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Kerstin Detemple
  • Abgabedatum: Februar 2001
  • Umfang: 84 Seiten
  • Dateigröße: 540,4 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität des Saarlandes Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7370-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7370-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7370-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Detemple, Kerstin Februar 2001: Analyse der Erfolgspotenziale international tätiger, unabhängiger, im Verhältnis zur Branche kleiner Unternehmen in kompetitiven und konzentrierten Anbietermärkten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Erfolgsfaktoren, Wettbewerbsbedingungen, relative Unternehmensgröße, Wettbewerbsstrategie, KMU

Diplomarbeit von Kerstin Detemple

Einleitung:

In den vergangenen Jahren sorgten Fusionen von großen Unternehmen immer wieder für Schlagzeilen und wurden von vielen Seiten kritisch beurteilt. Nachdem die anfängliche Euphorie verflogen ist, häufen sich nun die Meldungen über Probleme innerhalb dieser Konzerne.

Diese Entwicklung wirft die Frage auf, ob es für Unternehmen überhaupt notwendig ist, stetig weiter zu wachsen oder sich mit anderen zusammen zu schließen, um in sich immer stärker konzentrierenden Märkten erfolgreich zu sein.

Unter Berücksichtigung der bekannten Wettbewerbsstrategien bieten sich für eine Analyse der Erfolgspotenziale von im Vergleich zur Branche kleinen Unternehmen vor allem diejenigen Märkte an, auf denen schon Konsolidierungsprozesse stattgefunden haben. Auf diesen konzentrierten Märkten haben sich Konzerne große Marktanteile gesichert. Ihnen gegenüber stehen kleinere Unternehmen, die sich ihre Unabhängigkeit bewahrt haben.

Die Erfolgspotenziale dieser Unternehmen sollen hier analysiert und anhand von Beispielen belegt werden.

Nach der Klärung der begrifflichen Grundlagen, die für das Verständnis des weiteren Vorgehens unverzichtbar sind, soll in Kapitel 3 das Konzept des Erfolgspotenzials eingehend erläutert und die grundlegenden Wettbewerbsstrategien dargestellt werden.

In Kapitel 4 werden dann die Erfolgspotenziale der international tätigen, unabhängigen, im Verhältnis zur Branche kleinen Unternehmen in kompetitiven und konzentrierten Anbietermärkten konkretisiert.

Der Schwerpunkt liegt hier nicht auf dem Vergleich von erfolgreichen mit weniger erfolgreichen Unternehmen, sondern auf der Ermittlung derjenigen Faktoren, die dazu beitragen bzw. dazu beitragen können, dass kleinere Unternehmen unabhängig von Konzernen erfolgreich sein können, und der Erfolgsfaktoren, die sich auf Unternehmen verschiedener Größe übertragen lassen.

Anschließend wird in Kapitel 5 ein Überblick über neuere Entwicklungen gegeben, die einerseits durch die neuen Informations- und Kommunikationstechniken, andererseits durch die Erfahrungen in Bezug auf Unternehmenszusammenschlüsse begründet sind.

Im Fazit werden die Erfolgspotenziale der untersuchten Unternehmen nochmals zusammengefasst und beurteilt.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abkürzungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis VI
Abbildungsverzeichnis VII
1. Einleitung 1
2. Begriffliche Abgrenzungen 2
2.1 Der Begriff der Branche 2
2.2 Klassifizierungen von Unternehmen 3
2.2.1 Einteilungskriterien und größenspezifische Unterschiede 3
2.2.2 Mittelständische Unternehmen 3
2.2.3 International tätige Unternehmen 5
2.2.4 Konzerne 7
2.3 Konzentrierte und kompetitive Anbietermärkte 8
2.4 Der Begriff des Erfolgspotenzials 11
3. Das Konzept des Erfolgspotenzials 11
3.1 Abgrenzung von verwandten Begriffen 11
3.1.1 Erfolgsfaktoren 11
3.1.1.1 Der Begriff des Erfolgsfaktors 11
3.1.1.2 Die Erfolgsfaktorenforschung 11
3.1.2 Strategische Erfolgspositionen 13
3.1.3 Wettbewerbsvorteile 14
3.1.4 Zusammenfassende Beurteilung 15
3.2 Die Bedeutung für die strategische Planung 16
3.2.1 Der Zusammenhang von Strategie und Erfolgspotenzialen 16
3.2.2 Die zeitliche Einordnung der Erfolgspotenziale 19
3.3 Das Denken in Erfolgspotenzialen 19
3.4 Mögliche Probleme bei der Bestimmung des Erfolgspotenzials 22
3.4.1 Der Erfolgsmaßstab 22
3.4.2 Allgemeine Probleme 23
3.5 Die Sicherung des Erfolgspotenzials 24
3.6 Klassische Wettbewerbsstrategien 25
3.6.1 Überblick 25
3.6.2 Die umfassende Kostenführerschaft 26
3.6.3 Die Differenzierung 27
3.6.4 Die Konzentration auf Schwerpunkte 28
3.6.5 Zusammenfassung und Beurteilung 30
4. Die Erfolgspotenziale unabhängiger, im Verhältnis zur Branche kleiner Unternehmen 32
4.1 Einleitende Erläuterungen 32
4.2 Rahmenbedingungen für die untersuchten Unternehmen 32
4.2.1 Die internationale Tätigkeit 32
4.2.2 Die rechtliche und wirtschaftliche Unabhängigkeit 33
4.2.3 Die Tätigkeit in konzentrierten und kompetitiven Anbietermärkten 34
4.2.4 Die relative Unternehmensgröße 35
4.2.5 Abgrenzung von den „Hidden Champions“ 35
4.3 Darstellung der Erfolgspotenziale ausgewählter Unternehmen 37
4.3.1 Die Globus-Betriebe GmbH & Co. KG 37
4.3.1.1 Die Wettbewerbssituation im Handel 37
4.3.1.2 Vorstellung des Unternehmens 38
4.3.1.3 Kundenorientierung und Sortiments-Kompetenz als zentrale Erfolgspotenziale 38
4.3.1.4 Auf die Erfolgspotenziale ausgerichtete Wertschöpfungsaktivitäten 40
4.3.1.5 Geplante Entwicklungen 41
4.3.2 Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG 42
4.3.2.1 Die Wettbewerbssituation in der Automobilindustrie 42
4.3.2.2 Vorstellung des Unternehmens 43
4.3.2.3 Schlanke Strukturen als Erfolgspotenzial 44
4.3.2.4 Die Porsche AG nach der Umstrukturierung 46
4.3.2.5 Zukünftige Entwicklungen 47
4.3.3 Die Miele & Cie. GmbH & Co. 48
4.3.3.1 Die Wettbewerbssituation in der Branche der Hausgeräte 48
4.3.3.2 Vorstellung des Unternehmens 49
4.3.3.3 Das Firmenimage als Erfolgspotenzial 50
4.3.3.4 Auf das Firmenimage ausgerichtete Maßnahmen 51
4.3.3.5 Zukünftige Entwicklungen 52
4.3.4 Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Unternehmen 53
4.4 Ableitung von Erfolgspotenzialen für im Vergleich zur Branche kleinen Unternehmen 54
4.4.1 Erläuterung der Vorgehensweise 54
4.4.2 Überprüfung der für KMU nachgewiesenen Erfolgspotenziale 55
4.4.2.1 Erfolgsfaktoren mittelständischer Unternehmen 55
4.4.2.2 Die Produktqualität als Erfolgspotenzial 55
4.4.2.3 Die Kundennähe und Flexibilität als Erfolgspotenzial 56
4.4.2.4 Die Person des Unternehmers als Erfolgspotenzial 57
4.4.2.5 Die Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter als Erfolgspotenzial 57
4.4.2.6 Die Innovationsstärke als Erfolgspotenzial 58
4.4.2.7 Die geringe Diversifikation als Erfolgspotenzial 58
4.4.2.8 Das Marktwachstum als Erfolgspotenzial 59
4.4.3 Die Wahl der Wettbewerbsstrategie 59
4.4.4 Die Differenzierung von den Wettbewerbern als Erfolgspotenzial 61
4.4.5 Die Bedeutung der Unabhängigkeit und der Unternehmenstradition 62
5. Neuere Entwicklungen 64
5.1 Erfolgspotenziale durch den Einsatz des Internets 64
5.2 Kooperationen statt Fusionen 65
6. Fazit 67
Literaturverzeichnis VIII
Verzeichnis der Gesprächspartner XVI
Eidesstattliche Erklärung XVII

Automatisiert erstellter Textauszug:

Allerdings sind im Rahmen von neueren Entwicklungen wie denen des Lean Managements, des Total Quality Managements und des Business Process Reengineerings auch in Großunternehmen die Tendenzen zur Flexibilisierung der Strukturen, Hierarchieabbau und zu Dezentralisation zu finden269. 4.4.2.4 Die Person des Unternehmers als Erfolgspotenzial Während bei kleinen und mittleren Unternehmen die Person des Unternehmers insofern eine Rolle spielt, als dass u. a. seine Ausbildung über den Erfolg des Unternehmens entscheiden kann und seine Nachfolge geklärt sein muss, da wegen der engen Bindung von Unternehmen und Unternehmer ein externer Manager oftmals nicht von den Mitarbeitern akzeptiert wird, sind diese Problem bei den untersuchten Unternehmen fast vernachlässigbar. Des weiteren werden diese Unternehmen oftmals in der Rechtsform der Aktiengesellschaft oder der GmbH & Co. KG geführt, die nicht mehr so stark auf den Unternehmer ausgerichtet ist wie z. B. die GmbH. Der Einfluss der Person des Unternehmers liegt bei Miele und Globus darin, dass diese Unternehmen noch von den Familieneignern geführt werden. Die Porsche AG hat mit ihrem Vorstandsvorsitzenden Wendelin Wiedeking ebenfalls eine Führungspersönlichkeit mit erheblichem Einfluss auf das gesamte Unternehmen und dem Bewusstsein für dessen Unabhängigkeit. 4.4.2.5 Die Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter als Erfolgspotenzial In der Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter werden immer stärker Erfolgspotenziale gesehen, denn zufriedene Mitarbeiter wirken sich positiv auf den Unternehmenserfolg aus. Die Motivation kann z. B. durch Entscheidungsfreiheiten und innerbetriebliche Weiterbildungsmöglichkeiten gefördert werden, wie es in der Globus-Gruppe praktiziert wird. Miele führte zudem schon früh innerbetriebliche Leistungen zugunsten der Mitarbeiter ein, wie z. B eine Betriebskrankenkasse und die betriebliche Altersversicherung270. Die Qualifikation der Mitarbeiter steht zudem in engem Zusammenhang mit der Produkt- bzw. Servicequalität und findet bei den drei untersuchten Unternehmen verstärkt Beachtung. Die Porsche AG hat in diesem Zusammenhang erkannt, dass es vor allem für die auf Deutschland als Produktionsstandort konzentrierten Unternehmen immer schwieriger wird, [...]

Auch anderen im Vergleich zur Branche kleinen Unternehmen gelingt es, sich durch eine hervorragende Produktqualität von den Massenanbietern zu differenzieren, wie z. B. die bereits erwähnte Leica Camera AG265 oder die Metz Werke GmbH & Co. KG im Bereich der Unterhaltungselektronik266. Diese Qualität gerechtfertigt einen im Vergleich zu anderen Anbietern höheren Preis, durch den die eventuell höheren Kosten auf Grund fehlender Synergieeffekte, wie sie in Unternehmenszusammenschlüssen auftreten, wieder ausgeglichen werden können. 4.4.2.3 Die Kundennähe und Flexibilität als Erfolgspotenzial Die Kundennähe wird vor allem kleinen und mittleren Unternehmen zugesprochen, da diese auf spezielle Kundenwünsche eingehen können und viele ihrer Innovationen von den Kunden initiiert werden. Dies ist in größeren Unternehmen meist nicht mehr möglich, wird aber dennoch von den untersuchten Unternehmen angestrebt. Die Globus-Betriebe führen z. B. regelmäßige Kundenbefragungen durch, um sich besser an deren Wünschen orientieren zu können, und bieten ein sehr stark nach Regionen differenziertes Sortiment. Die Porsche AG ist in ihrer Modellpolitik auf die Wünsche der Kunden eingegangen, in dem das Erfolgsmodell 911 weiter produziert und ein preisgünstigeres Modell angeboten wird. Außerdem bietet sie mit dem Exclusive-Programm weitreichende Möglichkeiten, das Fahrzeug individuell zu gestalten267. Für Fahrzeuge großer Anbieter wie Volkswagen ist dies nicht möglich, da diese standardisiert wurden und nur noch in bestimmten Ausstattungsvarianten erhältlich sind. Die Miele & Cie. GmbH & Co. arbeitet mit Kunden zusammen, um speziell auf deren Bedürfnisse ausgerichtete Geräte anbieten zu können, so z. B. Spezialreinigungsmaschinen für Krankenhäuser268. In Bezug auf die Unternehmensflexibilität haben die kleineren Unternehmen gegenüber Konzernen und Unternehmenszusammenschlüssen den Vorteil kürzerer Entscheidungswege und damit einhergehend einer kürzeren Reaktionszeit auf Änderungen der Umfeldgegebenheiten. Zudem ist der Koordinationsaufwand wesentlich geringer als in einem großen, eventuell sogar in verschiedenen Kontinenten tätigen Unternehmen. [...]

Diese lassen sich auch bei den drei untersuchten Unternehmen feststellen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie die Erfolgsfaktoren der kleinen und mittleren Unternehmen mit Vorteilen großer Unternehmen verbinden und somit die betriebsgrößenspezifischen Nachteile weitestgehend umgehen können. 4.4.2.2 Die Produktqualität als Erfolgspotenzial Die Produktqualität ist ein entscheidender Erfolgsfaktor der untersuchten Unternehmen, obwohl es sich hierbei nicht um einen betriebsgrößenspezifischen Faktor handelt. Die Qualität der Produkte ist in konzentrierten Märkten oftmals nicht mehr ein alleiniges Differenzierungskriterium, weil die Produkte verschiedener Anbieter sich kaum noch in ihrer Fähigkeit, der Kundennutzen zu befriedigen, unterscheiden und weitestgehend den Anforderungen an ihre Haltbarkeit genügen. Eine Qualität, die lediglich dem in der Branche üblichen Standard entspricht, ist demzufolge kein Wettbewerbsvorteil mehr, der sich langfristig zur Sicherung des Erfolges eignet. Eine Differenzierung kann daher nur auf Basis einer wesentlich höheren Qualität als der der Konkurrenzprodukte erfolgen, die über ein entsprechendes Marketing kommuniziert werden muss, damit sie von der Zielgruppe wahrgenommen wird. Sowohl Miele als auch Porsche haben sich zum Ziel gesetzt, Produkte höchster Qualität anzubieten, Globus strebt das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für den gesamten Warenkorb und die Sortimentsführerschaft an264, die als Qualität im Handel gesehen werden kann. [...]

Arbeit zitieren:
Detemple, Kerstin Februar 2001: Analyse der Erfolgspotenziale international tätiger, unabhängiger, im Verhältnis zur Branche kleiner Unternehmen in kompetitiven und konzentrierten Anbietermärkten, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Erfolgsfaktoren, Wettbewerbsbedingungen, relative Unternehmensgröße, Wettbewerbsstrategie, KMU

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