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Analyse der Erfolgsfaktoren zur Einführung eines Wissensmanagementsystems

Analyse der Erfolgsfaktoren zur Einführung eines Wissensmanagementsystems
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Stephan Samir Anan
  • Abgabedatum: Oktober 2002
  • Umfang: 104 Seiten
  • Dateigröße: 625,4 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6205-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6205-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6205-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Anan, Stephan Samir Oktober 2002: Analyse der Erfolgsfaktoren zur Einführung eines Wissensmanagementsystems, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Wissensmanagement, Knowledge Management, lernende Organisation, Unternehmenskultur, Change Management

Diplomarbeit von Stephan Samir Anan

Einleitung:

Mit der zunehmenden Intensität des globalen Wettbewerbs wachsen die Anforderungen an Unternehmen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Aktuelles Fachwissen verdoppelt sich in etwa alle sechs bis acht Jahre. Märkte ändern sich immer schneller, Kundenbedürfnisse werden zunehmend individueller, Innovationsgeschwindigkeiten nehmen zu und Produktlebenszyklen werden zunehmend kürzer. Zahlreiche Unternehmen erleben, wie diese Entwicklungen ihre Gewinnspannen reduzieren.

Dies fordert von den Unternehmen, dass sie mit zunehmender Geschwindigkeit besser werden müssen. Traditionelle Rationalisierungs- und Differenzierungspotenziale sind jedoch weitgehend ausgereizt. Andererseits vollzieht sich ein struktureller Wandel von arbeitsintensiven zu wissensintensiven Produkten und Dienstleistungen. In dieser aktuellen Situation entdecken Unternehmen den Produktionsfaktor Wissen. Wissen wird wichtiger als Arbeit und Kapital. Wissen birgt im Gegensatz zu den traditionellen Produktionsfaktoren große Rationalisierungspotenziale.

Wissensmanagement, das zum Ziel hat, vorhandenes Wissen optimal zu nutzen und weiterzuentwickeln, um neue Produkte, Prozesse und Geschäftsfelder zu schaffen ist für Unternehmen auf dem Weg in die Wissensgesellschaft eine Chance, bedeutende Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Da Wissensmanagement eine verhältnismäßig junge Disziplin ist, sind sich Unternehmen, Manager und Experten häufig nicht einig, wie Wissen in einem Unternehmen erfolgreich gemanagt werden kann. Viele Wissensmanagement-Initiativen sind bereits gescheitert, da angenommen wurde, die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien seien der wesentliche Erfolgsfaktor. Nachdem der Handlungsbedarf für eine aktives Wissensmanagement erkannt ist, folgt die weit größere Aufgabe der Planung sowie vor allem der Einführung einer Lösung. Es zeigt sich, dass Konzepte zur Einführung von Wissensmanagement-Initiativen erforderlich sind. Zu diesem Zweck bedarf es der Analyse der Erfolgsfaktoren bei der Einführung eines Wissensmanagementsystems.

Gang der Untersuchung:

Im zweiten Kapitel der vorliegenden Arbeit wird die Theorie des Wissensmanagements erläutert. Dabei wurde der Frage nachgegangen, wie Wissen entsteht und insbesondere von Unternehmen geschaffen werden kann. Anschließend wird in dem Konzept der Bausteine des Wissensmanagements erklärt, welche Prozesse notwendig sind, damit Wissensmanagement effizient eingesetzt werden kann.

Im dritten Kapitel werden auf der Grundlage einer umfangreichen Literaturrecherche Erfolgsfaktoren zur Einführung eines Wissensmanagementsystems identifiziert. In einer anschließenden Analyse werden die Ergebnisse aufbereitet und umfassend erläutert.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis IV
1. Einleitung 2
2. Grundlagen des Wissensmanagements 4
2.1 Wissen 4
2.1.1 Die Wissenstreppe 6
2.1.2 Eigenschaften von Wissen 9
2.2 Theorie der Wissensschaffung 10
2.2.1 Umwandlung von Wissen 11
2.2.2 Die Spirale der Wissensschaffung 12
2.3 Bausteine des Wissensmanagements 13
2.3.1 Wissensziele definieren 15
2.3.2 Wissen identifizieren 16
2.3.2.1 Wissenskarten 18
2.3.2.2 Wissenslücken 20
2.3.3 Wissen erwerben 21
2.3.3.1 Der Wissensmarkt 21
2.3.3.2 Problematik beim Wissenserwerb 24
2.3.3.3 Quellen externen Wissens 25
2.3.4 Wissen entwickeln 28
2.3.4.1 Probleme der Wissensentwicklung 29
2.3.4.2 Individuelle Wissensentwicklung 29
2.3.4.3 Kollektive Wissensentwicklung 32
2.3.5 Wissen (ver)teilen 34
2.3.6 Wissen nutzen 37
2.3.7 Wissen bewahren 38
2.3.8 Wissen bewerten 40
3. Erfolgsfaktorenanalyse 43
3.1 Ganzheitlichkeit des Wissensmanagement-Ansatzes 45
3.2 Herleitung anforderungsspezifischer Wissensziele 47
3.3 Organisation 51
3.3.1 Organisationsformen 52
3.3.2 Rollenmodelle 58
3.4 Wissensprozessgestaltung und Integration in die Geschäftsprozesse 61
3.5 Informations- und Kommunikationstechnologien 64
3.6 Human Resource Management und Anreizsysteme 69
3.7 Inhalte 73
3.8 Unternehmenskultur 75
3.8.1 Werte 77
3.8.2 Kommunikation und Kooperation 80
3.8.3 Veränderung der Unternehmenskultur 83
3.9 Top-Management-Unterstützung 86
4. Zusammenfassung und Ausblick 88
Literaturverzeichnis 91

Automatisiert erstellter Textauszug:

Geschäftsaktivitäten, wie z.B. auf welchem Markt soll welche Position angestrebt werden. Welche Produkte oder Dienstleistungen sollen angeboten werden, usw. Des Weiteren werden Ziele für Mitarbeiterführung und für finanzielle und organisatorische Aspekte von der Unternehmensleitung definiert. Jedoch erscheint es in Anbetracht der wachsenden Bedeutung von Wissen als kritischer Faktor des Unternehmenserfolges sinnvoll, Wissensziele als Ergänzung in den Katalog der Unternehmensziele aufzunehmen. 32 Die Wissensziele sollten auf drei Zielebenen, der normativen, strategischen und operativen Ebene definiert werden. Wissensziele auf der normativen Ebene betreffen ganz grundsätzliche unternehmenskulturelle und -politische Aspekte. Hier werden die Grundlagen für den generellen Umgang mit Wissen im Unternehmen festgelegt, z.B. soll das Wissensleitbild des Unternehmens aussehen, welches sind die kritischen Wissensfelder im Unternehmen, welche rechtlichen Strukturen (Geheimhaltungsregeln u.ä.) sollen gelten oder wie soll Wissensbewusstsein in der Unternehmenskultur [...]

Der Lehrling lernt größtenteils durch Beobachtung, Nachahmung und Praxis das handwerkliche Wissen des Meisters. Mentale Modelle können durch Brainstorming, dabei tauschen mehrere Personen ihr implizites Wissen miteinander aus, weitergegeben bzw. entwickelt werden. Die Wissenserzeugung ist bei der Sozialisation begrenzt, da das Wissen nicht expliziert wird und damit nur in kleinerem Kreis weitergegeben werden kann. Die Umwandlung von implizitem Wissen in explizites Wissen wird Externalisierung genannt. Diese Umwandlungsform ist für die Organisation bedeutend, da das explizite Wissen der gesamten Organisation zur Verfügung steht. In diesem Prozess wird implizites Wissen in Form von Metaphern, Analogien, Modellen oder Hypothesen in explizite Konzepte ausgedrückt und wird dadurch dokumentiert. Dabei bleiben gewisse Lücken, da implizites Wissen nie hundertprozentig wiedergegeben werden kann. Dies fördert aber umso mehr kollektives Nachdenken und den Dialog der Mitarbeiter. Analog zur Externalisierung wird die Umwandlung von explizitem in implizites Wissen Internalisierung genannt. Dabei muss das explizite Wissen von den Mitarbeitern durch Aufnahme, Ergänzung und Neuordnung ihres Wissens internalisiert werden. 23 Dies wird oft mit Dokumenten, Handbüchern und mündlichen Geschichten unterstützt. Der Prozess der Internalisierung ist mit dem bekannten „learning by doing“ verwandt. Die letzte Umwandlungsform von explizitem zu explizitem Wissen wird Kombination genannt. Hierbei werden verschiedene Bereiche von explizitem Wissen verbunden. Dieser Austausch kann durch Dokumente, Besprechungen, Fax oder Computernetze erfolgen. Vorhandene Informationen werden sortiert, kombiniert oder klassifiziert und führen so zu neuem Wissen. Allerdings ist die Schaffung neuen Wissens bei reiner Kombination vorhandenen expliziten Wissens begrenzt. Echte Innovationen entstehen erst, wenn implizites und explizites Wissen zusammenwirken. In großen Organisation finden im Grunde alle vier Umwandlungsformen ständig statt. 24 [...]

Handbüchern, mathematischen Ausdrücken und ähnlichem artikulieren. Es ist methodisch und systematisch. Explizites Wissen ist nicht (mehr) an Personen gebunden und kann mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie aufgenommen, übertragen und gespeichert werden. Explizites Wissen ist zum Beispiel in Patenten, Organigrammen, Prozessbeschreibungen usw. zu finden. Implizites Wissen bezeichnet das ganz persönliche Wissen eines Menschen. Dieses Wissen baut auf den individuellen Erfahrungen auf und beinhaltet u.a. Faktoren wie Ideale, Perspektiven, Gefühle, Wertsysteme und persönliche Überzeugungen. Implizites Wissen wird oft in subjektiven Einsichten, Ahnungen und Intuitionen ausgedrückt und ist tief in den Handlungen und Erfahrungen des einzelnen verankert. 20 Es ist in den Köpfen der Mitarbeiter und lässt sich schwer mit formalen sprachlichen Ausdrücken wiedergeben, und deshalb auch nur schwierig weiterleiten. 21 [...]

Arbeit zitieren:
Anan, Stephan Samir Oktober 2002: Analyse der Erfolgsfaktoren zur Einführung eines Wissensmanagementsystems, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Wissensmanagement, Knowledge Management, lernende Organisation, Unternehmenskultur, Change Management

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