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Analyse und Einsatzmöglichkeiten mobiler TK-Endgeräte als technische Zahlungsbasis im Rahmen des M-Commerce

Analyse und Einsatzmöglichkeiten mobiler TK-Endgeräte als technische Zahlungsbasis im Rahmen des M-Commerce
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Philip Luther
  • Abgabedatum: Juli 2002
  • Umfang: 150 Seiten
  • Dateigröße: 1,8 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Deutsche Telekom Fachhochschule Leipzig Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6554-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6554-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6554-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Luther, Philip Juli 2002: Analyse und Einsatzmöglichkeiten mobiler TK-Endgeräte als technische Zahlungsbasis im Rahmen des M-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Mobile, Payment, M-Payment, E-Commerce, Bezahlsysteme

Diplomarbeit von Philip Luther

Problemstellung:

Globalisierung, Kommunikation, Mobilität und Virtualität, diese vier Begriffe stehen für unsere heutige Informationsgesellschaft. Die hinter den Begriffen stehenden Prozesse führen dazu, dass sich unser ökonomisches und gesellschaftliches Leben in rasanten Schritten verändert. Gerade die Entwicklung auf den Gebieten der Informations- und Kommunikationstechnik verspricht einen weitreichenden Wandel des menschlichen Daseins mit sich zu bringen. Insbesondere das explosionsartige Wachstum des Mobilfunks und die Steigerung der Übertragungsgeschwindigkeiten eröffnen als Kanal für kommerzielle Dienste die Aussicht auf einen globalen Markt, in dem Raum und Zeit weitgehend an Bedeutung verlieren.

Die neuen Mobilfunkstandards - GPRS (General Packet Radio Services), EDGE (Enhanced Data Rates for GSM) und UMTS (Universal Mobile Telephone Standard) legen die Basis für größere Bandbreiten, ortsbezogene und personalisierte Dienste, content- und volumenbezogene Abrechnung und vieles Weitere mehr. Das Handy wird - neben seiner Nutzung zur mobilen Sprachkommunikation - zum Medium für die Informationsbereitstellung und für die Abwicklung von Transaktionen aller Art. Geldgeschäfte oder Einkäufe können mittels dieser Endgeräte künftig mit wenig Aufwand von jedem Ort der Welt zu jeder Zeit erledigt werden. Eine wichtige Voraussetzung für die Chancen im Mobile Commerce ist die Bereitstellung effizienter und sicherer Abwicklungsformen des Zahlungsvorganges, einer kommerziell geprägten Transaktion über das mobile Endgerät, Mobile Payment. Hiermit beschreibt man elektronische Zahlungssysteme und Zahlungsprozesse, welche sowohl Bezahlvorgänge im stationären und im mobilen Internet, als auch offline an der Kasse mittels Mobile ermöglichen.

Der M-Commerce wird die unterschiedlichsten Geschäftsmodelle hervorbringen und vor allem neue Vermarktungsansätze ermöglichen. Eines jedoch haben diese Geschäfte gemeinsam - sie müssen bezahlt werden. Ausgehend von dieser Erkenntnis wird Mobile Payment eine ausschlaggebende Rolle in der weiteren Entwicklung des M-Commerce spielen. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine Studie des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft (ECO) [1-4]. Man könnte sogar soweit gehen zu behaupten, Mobile Payment ist die „Killer-Applikation“ des M-Commerce.

Dieser offenkundige Bedarf an mobilen elektronischen Zahlungssystemen für die Geschäfte mit den Endverbrauchern hat zu einer Innovationswelle und einer Vielzahl unterschiedlicher Lösungen geführt. Die Dynamik dieser Entwicklung ist enorm. Zahleiche Anbieter von Mobile-Payment-Systemen konkurrieren auf diesem noch recht jungen und unsicheren Markt, von dem man sich wirtschaftliche Impulse verspricht.

Dabei versuchen auch Kreditkartengesellschaften und Anbieter von Informations- und Kommunikationstechnologien in den bisher von den Banken dominierten Geschäftsbereich vorzustoßen.

Ziel dieser Arbeit ist es, die unterschiedlichen Zahlungssysteme zu analysieren, ihre jeweiligen Stärken und Schwächen sowie Entwicklungspotenziale aufzuzeigen. Des Weiteren werden Fragen zu technisch-organisatorischen Erfordernissen solcher Systeme behandelt, wie beispielsweise Sicherheitsaspekte, technische Hindernisse und die Notwendigkeit eines einheitlichen Standards. Wichtig ist auch die Frage des Für und Wider solcher neu zu schaffenden Zahlungsformen. Da bisher noch kein absoluter Durchbruch des M-Payment zu beobachten ist, gilt es auch, die eventuell auftretenden Hemmschwellen in der Bevölkerung zu untersuchen. Dies umfasst sowohl die Betrachtung der Akzeptanz als auch die möglichen auftretende Problemfelder im Zusammenhang des M-Commerce. Weiterhin gilt es die Stellung der verschiedenen „Player“ zu untersuchen und ihre jeweiligen Interessen aufzuzeigen.

Das alles erfordert eine strukturierte Analyse und Betrachtung der mobilen Bezahlsysteme. Diese Arbeit versucht im Folgenden diese Forderung zu erfüllen.

Die Zielsetzung der Arbeit liegt darin, den Sachstand zu dem oben umrissenen Problemfeld aufzubereiten und transparent zu machen. Im Folgenden möchte ich kurz erläutern, was den Leser dieser Diplomarbeit erwartet.

Einführend werden in Kapitel 2 die thematischen Grundlagen zu Zahlungsmitteln, zum Zahlungsverkehr sowie zum E- und M-Commerce aufgezeigt. Das beinhaltet sowohl die Definition der Begriffe als auch die Merkmale und Anwendungsfelder mobiler Dienste. Des Weiteren befasst sich der Teil der Arbeit mit den technischen Grundlagen und den sich daraus ergebenden Themen, wie beispielsweise Rahmentechnologien, Diensten sowie mobile Endgeräten. Schwerpunktmäßig behandelt Kapitel 3 anschließend die Inhalte mobiler Bezahlsysteme. Analysiert werden sowohl die Bedeutung, die Einsatzszenarien, als auch die Vor- und Nachteile der Verfahren. Innerhalb des Abschnitts erfolgt die Betrachtung wichtiger Akzeptanzkriterien und der Anforderungen sowie die Darstellung ausgewählter Mobile-Payment-Lösungen inklusive deren Anbieter. Zu den Sicherheitsaspekten wird in Abschnitt 4 Stellung genommen. In Kapitel 5 werden kurz Problemfelder des M-Commerce sowie in Absatz 6 die Marktteilnehmer des Mobile Payment aufgezeigt. Im vorletzten Abschnitt 7 erfolgt die Auswertung der Online-Umfrage und deren Interpretation. Zum Abschluss der Arbeit werden in Kapitel 8 die gewonnenen Erkenntnisse sowie die Erfolgsaussichten zusammenfassend dargelegt.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis .VI
Abkürzungsverzeichnis VII
1. Einführung 1
1.1 Zielstellung 1
1.2 Gliederung der Arbeit 3
2. Thematische Grundlagen 3
2.1 Was ist Geld? 3
2.2 Zahlungsverkehr 5
2.3 Darstellung traditioneller Zahlungssysteme 6
2.4 Darstellung des E- und M-Commerce 8
2.4.1 Vorbetrachtung 8
2.4.2 Begriffsabgrenzung E-Commerce 8
2.4.3 Begriffsabgrenzung M-Commerce 10
2.4.4 Zukunftsmarkt M-Commerce 12
2.4.5 Merkmale des M-Commerce 14
2.4.6 Anwendungsfelder mobiler Dienste 16
2.4.6.1 Vorbetrachtung 16
2.4.6.2 Anwendungsfelder im Business to Consumer-Bereich 18
2.4.6.3 Anwendungsfelder im Business to Business-Bereich 22
2.5 Technische Grundlagen 25
2.5.1 Vorbetrachtung 25
2.5.2 Heutige und zukünftige Mobilfunktechnologien 26
2.5.2.1 GSM 28
2.5.2.2 HSCSD 29
2.5.2.3 GPRS 30
2.5.2.4 EDGE 30
2.5.2.5 UMTS 31
2.5.2.6 DIRC 32
2.5.3 Rahmentechnologien 33
2.5.3.1 Bluetooth 33
2.5.3.2 IrDA 33
2.5.3.3 WLAN 34
2.5.4 Dienste und Dienstetechnolgien 35
2.5.4.1 SMS 35
2.5.4.2 EMS 35
2.5.4.3 MMS 36
2.5.4.4 WAP 36
2.5.4.5 i-Mode 38
2.5.5 Geräte 38
2.5.5.1 Vorbetrachtung 38
2.5.5.2 Mobiltelefon 39
2.5.5.3 PDA 40
2.5.5.4 Smartphone 41
2.5.5.5 Notebook 41
2.5.5.6 Weitere Entwicklung 42
3. Mobile Payment 43
3.1 Vorbetrachtung 43
3.2 Begriffsabgrenzung 44
3.3 Bedeutung des M-Payment für den M-Commerce 45
3.4 Einsatzszenarien des M-Payment 47
3.4.1 Vorbetrachtung 47
3.4.2 Allgemeine Beschreibung der Anwendungsbereiche 48
3.4.3 Betrachtung speziell ausgewählter Anwendungsbereiche 49
3.5 Klassifizierung von mobilen Bezahlsystemen 51
3.5.1 Notwendigkeit einer Klassifikation 51
3.5.2 Arten der Klassifizierung 51
3.6 Vor- und Nachteile 55
3.6.1 Vorbetrachtung 55
3.6.2 Vorteile und Nachteile auf Kundenseite 55
3.6.3 Vorteile und Nachteile auf Händlerseite 57
3.7 Akzeptanz mobiler Bezahlsysteme 59
3.7.1 Theoretischer Hintergrund 59
3.7.2 Anbieterseitige Akzeptanz 60
3.7.3 Anwenderseitige Akzeptanz 61
3.8 Anforderungen an mobile Zahlungssysteme 62
3.8.1 Vorbetrachtung 62
3.8.2 Allgemeine Anforderungen 63
3.8.3 Spezielle Anforderungen 65
3.8.4 Technologisch-organisatorische Anforderungen 67
3.8.5 Fazit 68
3.9 Mobile Payment Systeme 68
3.9.1 Allgemeine Marktbetrachtung 68
3.9.2 Arten der Verfahren 70
3.9.2.1 Darstellung des vereinfachten Geschäftsprozesses 70
3.9.2.2 Paybox 71
3.9.2.3 Street Cash 73
3.9.2.4 Payitmobile 73
3.9.2.5 Net900 74
3.9.2.6 France Télécom Mobile 75
3.9.2.7 MoreMagicSoftware Finnland 76
3.9.2.8 T-Mobile und Vodafone 77
3.9.2.9 Digitale Signatur 81
3.9.2.10 Zusammenfassende Betrachtung der Verfahren 82
3.9.3 Bezahlvorgang mittels WAP fähigem Mobiltelefon aus Kundensicht 82
3.9.4 Betrachtung ausgewählter Anbieter in Deutschland 85
3.9.4.1 Paybox 85
3.9.4.2 Street Cash 86
3.9.4.3 T-Mobile und Vodafone 86
3.10 Auswahlkriterien einer Bezahl-Methode aus Kundensicht 87
4. Sicherheitsaspekte 90
4.1 Vorbetrachtung 90
4.2 Spektrum der Risiken 91
4.3 Technisch-organisatorische Sicherheitsaspekte 94
4.3.1 Fünf Grundforderungen 94
4.3.2 Sicherheit von Mobilfunksystemen 95
4.3.3 Sicherheit von mobilen Bezahlverfahren 96
4.3.3.1 Sicherheitsmodul 96
4.3.3.2 Sprach-Verfahren 97
4.3.3.3 Short Message Service-Verfahren 97
4.3.3.4 SIM Application Toolkit-Verfahren 98
4.3.3.5 WAP-Verfahren 98
4.4 Sozio-psychologische Sicherheitsaspekte 100
5. Problemfelder des M-Commerce 100
5.1 Vorbetrachtung 100
5.2 Datenschutz 101
5.3 Elektromagnetische Verträglichkeit 102
6. Marktteilnehmer im Mobile Payment 103
6.1 Position der „Player“ 103
6.2 Mobilfunkanbieter 104
6.3 Banken und Kreditinstitute 105
6.4 Payment Service Provider und Service Provider 106
6.5 Endgerätehersteller 107
6.6 Konsortien und Technikanbieter 108
7. Auswertung der Online-Umfrage 110
7.1 Ziel 110
7.2 Herangehensweise 111
7.3 Fragebogen 111
7.4 Auswertung 116
7.4.1 Vorbetrachtung 116
7.4.2 Demographische Daten 117
7.4.3 Resultierende Daten 118
8. Zusammenfassung und Ausblick 126
Anhang 130
Quellenverzeichnis 137
Selbständigkeitserklärung 141

Automatisiert erstellter Textauszug:

61 des Marktes. So erklärten 52,5 Prozent der Experten der M -Commerce nahen Unternehmen, dass sie sich momentan für mobile Zahlungssysteme engagieren. Im Gegensatz dazu ist bisher bei den Kreditinstituten eher eine abwartende Haltung zu beobachten, jedoch geben diese an, dass von den non-banks eine ernsthafte „Bedrohung“ ausgeht. Vier von fünf der befragten Finanzdienstleister sind der Meinung, dass in etwa drei Jahren M-Commerce eine mittlere bis sehr hohe Bedeutung haben wird. Einigkeit besteht zwischen Branchenfachleuten und Kreditinstituten in der positiven Einschätzung der künftigen Entwicklung. So wird den Bereichen Brokerage, Mobile Payment und Banking eine hohe bis sehr hohe Bedeutung zugemessen. In diesen sind auch die stärksten Umsätze zu erwarten. Mobile Payment ist dabei mit über 70 Prozent der absolute Umsatzfavorit. [...]

Die anbieterseitige Akzeptanz betrachtet die Entscheidungsebene der beteiligten Unternehmen, ob eine Lösung überhaupt am Markt eingeführt wird und welche Ressourcen für die Umsetzung zur Verfügung gestellt werden. Im Falle mobiler Bezahlsysteme können sechs Hauptakteure unterschieden werden: Banken bzw. Kreditkartenunternehmen, Mobilfunkanbieter, Endgeräte hersteller, Konsortien, Service Provider und Payment Service Provider [37]. In Kapitel 6 werden die genannten Marktteilnehmer noch einmal gesondert betrachtet. Eine wichtige Dimension auf der Managementebene von Unternehmen stellt die kognitive Akzeptanz dar. Diese ist größtenteils gegeben, da spezifische Anwendungs- und Einsatzmöglichkeiten von Applikationen erkannt w erden, hervorgehend aus den erwarteten Umsatzergebnissen und Marktpotentialen des Mobile Payment. In einer Studie von Mummert und Partner mit dem Titel „Finanzdienstleistungen als strategische Positionierungsmöglichkeit im Mobile Commerce“ wurden 64 [...]

57 Bezahlverfahren im Wege stehen. Wobei diese Einschränkung mit der Einführung von GPRS und dem folgenden UMTS an Bedeutung verlieren wird. Betrachtet man die Empfangsqualität in Gebäuden, so ergeben sich unterschiedliche Pegel. Gedacht ist hier an den geringen Empfang in Tiefgaragen, U-Bahnhöfen oder im Untergeschoss eines Einkaufszentrums. Prinzipiell sind viele dieser Nachteile aus Nutzersicht durch die Verbesserung der technisch-organisatorischen Bedingungen auszuräumen. Problematisch hingegen ist die zurzeit noch geringe Anzahl von Akzeptanzstellen. Diese auch als Netzwerkeffekt bezeichnete Tatsache wird in Abschnitt 3.8.4 genauer dargestellt. Ein weiterer Nachteil ist das Fehlen eines einheitlichen mobilen Bezahlstandards. So bestehen derzeit zu viele Verfahren, wodurch es für den Kunden schwer ersichtlich ist, welches System sich langfristig durchsetzen wird. Die Angst vor Diebstahl oder Missbrauch hingegen ist nur bedingt ein Argument, da nicht nur Mobiltelefone, sondern auch Geldbörsen, Kredit- und Debitkarten gestohlen werden können. [...]

Arbeit zitieren:
Luther, Philip Juli 2002: Analyse und Einsatzmöglichkeiten mobiler TK-Endgeräte als technische Zahlungsbasis im Rahmen des M-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Mobile, Payment, M-Payment, E-Commerce, Bezahlsysteme

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