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Analyse des Change Managements im Rahmen des Business Process Managements

Eine praxisorientierte Betrachtung

Analyse des Change Managements im Rahmen des Business Process Managements
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Florian Meister
  • Abgabedatum: September 1999
  • Umfang: 118 Seiten
  • Dateigröße: 916,0 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Westfälische Wilhelms-Universität Münster Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4624-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4624-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4624-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Meister, Florian September 1999: Analyse des Change Managements im Rahmen des Business Process Managements, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Business Process Reengineering, Business Process Management, Change Management, TQM, BPR

Diplomarbeit von Florian Meister

Einleitung:

In der heutigen Dynamik müssen sich Unternehmen neuen Herausforderungen stellen. Hierzu wurden in den letzten Jahren umfangreiche Konzepte entwickelt, die meist Geschäftsprozesse in den Focus der Betrachtung stellen. Diese theoretisch fundierten Konzepte scheitern jedoch häufig an ihrer Umsetzung. So belegen Studien, dass etwas 90% der durchgeführten Reengineering – Projekte misslingen, nicht jedoch aufgrund ihres Konzeptes sondern an dessen Umsetzung.

Die von der CTG als beste Diplomarbeit 1999 prämierte Arbeit kombiniert ein theoretisches Fundament mit Expertengesprächen von Praktikern mit dem Ziel, Probleme zu identifizieren und Lösungsmöglichkeiten anzubieten. Dabei wird nicht nur die sach-rationale Ebene analysiert, sondern vielmehr auch die wertmäßig-kulturelle und die politisch-verhaltenorientierte Dimension. Die Betrachtung umfasst neben revolutionären Verfahren am Beispiel des Business Process Reengineering auch die Analyse von evolutionären Verfahren des Business Process Managements am Beispiel des Total Quality Managements.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
1. Die Bedeutung von Business Process Management und Change Management 1
2. Business Process Management 4
2.1 Definition des Business Process Management 4
2.2 Ziele des Business Process Management 6
2.3 Prinzipien des Business Process Managements 9
2.4 Methoden des Business Process Managements 12
2.4.1 Evolutionäre Methoden am Beispiel des Total Quality Managements 12
2.4.2 Revolutionäre Methoden am Beispiel des Business Process Reengineerings 13
2.4.3 Zusammenführung von revolutionären und evolutionären Methoden 15
3. Change Management 19
3.1 Konzepte und Ausprägungen des Wandels 20
3.1.1 Die lernende Organisation als Konzept des first-order Change 20
3.1.2 Organizational Transformation als Konzept des second-order Change 24
3.2 Dimensionen des Change Managements 26
3.2.1 Die wertmäßig-kulturelle Dimension 28
3.2.2 Die politisch-verhaltensorientierte Dimension 29
3.2.3 Die sach-rationale Dimension 34
3.3 Zusammenführung des Change Managements und des Business Process Managements 37
4. Praxisorientierte Betrachtung der Problemfelder des Change Managements 40
4.1 Problemfeld innerhalb der wertmäßig-kulturellen Dimension 40
4.2 Problemfelder innerhalb der politisch-verhaltensorientierten Dimension 47
4.2.1 Problemfeld Widerstand 47
4.2.2 Problemfeld Motivation 53
4.3 Problemfelder innerhalb der sach-rationalen Dimension 58
4.3.1 Problemfeld Machtsponsoren 58
4.3.2 Problemfeld Mitarbeiterqualifikation 62
4.3.3 Problemfeld Defizite im Projekt 65
5. Langfristige Erfolgsfaktoren des Change Managements 71
5.1 Steigerung der strukturellen Flexibilität 72
5.2 Vertrauensorganisation 76
6. Schlußbetrachtung 79
Literaturverzeichnis 82
Anhang 89

Automatisiert erstellter Textauszug:

der Veränderungsprozeß unter Zeitdruck steht und das Managements über entsprechend viel Macht verfügt.294 Das Problemfeld des Widerstands ist insbesondere bei revolutionären Methoden des Business Process Managements relevant, da aufgrund des Top-down-Vorgehens bei diesen Verfahren die Mitarbeiter nicht aktiv an dem Wandelprozeß partizipiert werden. Durch diese mangelnde Partizipation verringert sich die Veränderungsbereitschaft der Mitarbeiter, was in der Regel eine Verstärkung der Widerstände zur Folge hat. Ein weiterer Aspekt für die hohe Relevanz des Problemfelds Widerstand insbesondere bei revolutionären Methoden ist in der Radikalität des Wandels begründet. So wurden als Ursachen für den Widerstand unter anderem Angst und mangelnde Akzeptanz identifiziert. Durch einen radikalen Wandel steigt zum einen die Wahrscheinlichkeit, daß die Betroffenen die Ziele, Hintergründe oder Motive der Veränderung nicht verstehen oder nicht glauben. Zum anderen besteht aufgrund der Radikalität eher die Gefahr, daß die Betroffenen die Veränderung als eine persönliche Disqualifizierung auffassen. [...]

Zusammengefaßt kann festgestellt werden, daß für die Herstellung einer Veränderungsbereitschaft eine aktive Partizipation der Mitarbeiter, sowie eine umfassende Information der Mitarbeiter von hoher Bedeutung sind.288 Anschließend muß der Wandel innerhalb der Changing-Phase konsequent und sichtbar durchgeführt werden. Ein zögerliches Durchführen des Veränderungsprozesses muß vermieden werden, da ansonsten der Eindruck entstehen kann, daß eine mangelnde Bereitschaft oder eine Unfähigkeit zum Wandel vorliegt. Dies führt unter Umständen zu Verweigerungshaltungen bei den betroffenen Mitarbeitern.289 Dies kann beispielhaft an der Technoform Bautec Kunststoffprodukte GmbH gezeigt werden. In diesem Unternehmen entstanden Widerstände dadurch, daß die Mitarbeiter in einem Zeitraum von zwei Jahren aktiv an der Planung des Veränderungsprozesses beteiligt waren und umfassend geschult wurden, die Veränderung an sich jedoch sehr zögerlich durchgeführt wurde, mit dem Resultat, daß die Mitarbeiter in einem hohen Maße verunsichert wurden. Diese Verunsicherung wurde noch dadurch verstärkt, daß aufgrund der zögerlichen Einführung ein Teil der Mitarbeiter schon innerhalb der neuen, der andere Teil jedoch weiterhin in bestehenden Strukturen arbeiten mußte.290 Die Veränderungen bedürfen nach ihrer Durchführung einer Stabilisierung. Diese letzte Phase, das Refreezing, ist notwendig, um den Bestand der Veränderung zu gewährleisten. Ansonsten können kleine Rückschläge die alten Strukturen wieder aufleben lassen.291 Der beschriebene Prozeß hat sich in der Praxis zum Abbau von Widerständen bewährt. Beispielhaft sei auf das erfolgreiche Business Process Reengineering der Süddeutschen Klassenlotterie verwiesen, die mit Hilfe dieses Prozesses eine reibungsarme Umstellung erreichen konnten.292 Macht- und Zwangsstrategien stellen die dritte Möglichkeit dar, Widerstände abzubauen. Dabei fügen sich die von den Veränderungen betroffenen, weniger mächtigen Personen dem Wandel.293 Es ist jedoch fraglich, ob diese Strategien den Widerstand wirklich überwinden, oder nur aktiven Widerstand in passiven Widerstand umwandeln. STAEHLE weist darauf hin, daß diese Strategien am ehesten Erfolg versprechen, wenn [...]

Normativ-reedukative Strategien gehen davon aus, daß individuelles Handeln durch Bindungen an sozio-kulturelle Normen bestimmt wird.282 Ziel dieser Strategien ist, die normativen Orientierungen gegenüber alten Mustern zu ändern.283 Abbildung 4.6284 verdeutlicht den Prozeß normativ-reedukativer Strategien und ordnet ihn in den in Kapitel 3.3 aufgestellten, vereinfachten Business Process Management-Prozeß ein. Zunächst müssen die Betroffenen von der Notwendigkeit des Wandels überzeugt werden.285 Ihre bisherigen Vorstellungen und Verhaltensweisen müssen in Frage gestellt werden, um die Bereitschaft für einen Wandel zu erzeugen.286 In der Literatur wird diese Phase als Unfreezing bezeichnet. Studien haben ergeben, daß die Veränderungsbereitschaft der Mitarbeiter insbesondere dann steigt, wenn287 • • • • das Veränderungskonzept selbst (mit)erarbeitet wurde; das Veränderungsvorhaben gemeinsam beschlossen wurde; Einverständnis bezüglich der Notwendigkeit des Wandels hergestellt wurde; die Veränderung begreifbar wurde. [...]

Arbeit zitieren:
Meister, Florian September 1999: Analyse des Change Managements im Rahmen des Business Process Managements, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Business Process Reengineering, Business Process Management, Change Management, TQM, BPR

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