Analyse und Bewertung der Anwendbarkeit von Standardsoftware für das Projektcontrolling denkmalgeschützter Sanierungsobjekte im Bauwesen
Dargestellt anhand eines Fallbeispiels
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Antje Heppelmann
- Abgabedatum: März 2003
- Umfang: 165 Seiten
- Dateigröße: 31,5 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8118-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8118-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8118-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Heppelmann, Antje März 2003: Analyse und Bewertung der Anwendbarkeit von Standardsoftware für das Projektcontrolling denkmalgeschützter Sanierungsobjekte im Bauwesen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Baustellencontrolling, MS Project 2000, ASTA Powerproject, Contollingsysteme, Nutzwertanalyse
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Diplomarbeit von Antje Heppelmann
Einleitung:
Berlin – Nach sieben mageren Jahren ist noch immer keine Besserung in Sicht: Die deutsche Bauwirtschaft erlebt derzeit das „schwärzeste Jahr“ ihrer Nachkriegsgeschichte. Auch für die Zukunft malte der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Ignatz Walter, zum „Tag der deutschen Bauindustrie“ ein düsteres Bild.
Nach 740 Firmenpleiten allein im ersten Quartal 2003 betrage die Arbeitslosigkeit am Bau im Osten Deutschlands 57,9 Prozent und im Westen 31,3 Prozent. 300.000 Bauarbeiter waren im April ohne Beschäftigung – eine Rekordzahl. Eine Belebung der Baukonjunktur sieht der Verbandspräsident in den nächsten Monaten nicht: „Die Talsohle ist vielleicht 2004 erreicht.“ Dem Rückgang der Bauleistung erfolgt ein ruinöser Preiskampf unter den Bauunternehmungen, welche eine eigentliche Strukturbereinigung in der Branche auslöste.
Vor diesem Hintergrund erscheint es heute als absolut notwendig, dass sich die Entscheidungsträger in den Bauunternehmungen vermehrt mit dem Thema Baustellencontrolling auseinandersetzen und diesem mehr Bedeutung beimessen. In Zukunft wird sich zeigen, dass diejenigen Bauunternehmungen, welche die Instrumente eines systematischen Baustellencontrollings kennen und anwenden verstehen, sich gegenüber der Konkurrenz einen strategischen Vorteil erarbeiten können.
Die Abwicklung größerer Bauvorhaben ist hinsichtlich der Technik, der Anzahl der beteiligten Organisationseinheiten, der Termine, finanzieller Restriktionen und vertragsrechtlichen Konditionen durch wachsende Komplexität, Dynamik der Änderungen sowie zunehmendes Qualitätsbewusstsein gekennzeichnet. Diese Besonderheiten der Baubranche machen eine systematische Steuerung von Bauprojekten notwendig.
Die bereits vorhanden Methoden müssen auf der Grundlage vereinbarter Verfahrensregeln und Verhaltensregeln und durch den Einsatz einheitlicher Hilfsmittel und Werkzeuge sicherstellen, dass alle vertraglichen Vereinbarungen erfüllt, alle gesetzlichen Vorschriften und Auflagen beachtet, Transparenz der Abläufe geschaffen, vergleichbare Dokumente erzeugt und damit die Vorrausetzungen für ein effektives Controlling ermöglicht werden.
Aufgrund der heterogenen Auftragsstruktur der Baubranche werden die bereits vorhandenen Verfahren und Instrumente der systematischen Steuerung jedoch nur sporadisch angewendet.
Die vorliegende Arbeit trägt der Tatsache Rechnung, dass sich die Anforderungen an Projektleiter/ Bauleiter geändert haben. Es soll das Projektcontrolling aus der Sicht eines mittel-ständischen Bauunternehmens anhand eines ausgewählten Bauvorhabens aufzeigen. Dabei wird versucht, ein überschaubares Anwendungsverfahren mit Hilfe einer Standardsoftware zu entwickeln, welches mit einem „gesunden“ Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen Bauunternehmen in dieser Größenordnung als alltagstaugliches Projektcontrollingsystems behilflich sein könnte.
Im Kapitel 1 werden die wesentlichen Aspekte des Projektcontrollings in allgemeiner Form kurz vorgestellt und erläutert. Dies soll zum einen dem allgemeinen Verständnis dienen und zum anderen helfen, die Besonderheiten des Projektcontrollings in der Baubranche im nächsten Kapitel besser herauszustellen.
Kapitel 2 beschäftigt sich danach mit dem Controlling in der Bauunternehmung. Im Gegensatz zu vielen anderen Industriezweigen konnte ein systematisches Controlling in der Bauindustrie noch keine weite Verbreitung finden. Dies ist sicherlich auf sachlich begründete Schwierigkeiten der Baubranche zurückzuführen. Ein Hauptproblem ist nicht zuletzt die dezentrale Struktur dieser Branche. Selbst große Baukonzerne sind mit kleineren und mittleren Zweigstellen und Niederlassungen in regionalen Marktsegmenten tätig.
Ansätze zur Einführung von Controllingsystemen scheitern oft, da die branchenspezifischen Besonderheiten zu wenig beachtet werden. Diese Besonderheiten sollen in diesem Kapitel herausgearbeitet werden und damit als Grundlage für die Realisierung des ausgewählten Baivorhabens dienen.
In Kapitel 3 wird das Bauvorhaben kurz vorgestellt. Da hier zum Teil öffentliche Fördermittel in Anspruch genommen werden, ist das aus dem Projektcontrolling resultierende Berichtswesen nicht nur für den Bauherrn und die Bauunternehmung von Belang, sondern auch Grundlage zur Abrechnung der bereitgestellten Fördermittel.
Kapitel 4 beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Bewertungsschemas für die Auswahl einer Standardsoftware. Es werden Kriterien zur Softwareauswahl und -bewertung vorgestellt, die berücksichtigt werden sollten, wenn eine neue Software in ein Unternehmen eingeführt werden soll.
Im Kapitel 5 erfolgt schließlich die Realisierung des Bauvorhabens entsprechend den Ausführungen des 2. Kapitels mit der ausgewählten Standardsoftware. Dazu wird beispielhaft das Projektcontrolling des Bauvorhabens in dem ausgewählten Standardsoftware- Paket abgebildet und erläutert. Aus Gründen der Übersichtlichkeit und um den Rahmen dieser Arbeit einzuhalten, muss die Darstellung stark verkürzt werden. Im Text erfolgt lediglich eine kurze Erläuterung.
Kapitel 6 dient der Analyse und Bewertung der ausgewählten Software. Dabei wird auf all-gemeine Bedingungen, wie Produktdaten und Bedienerführung, eingegangen, sowie auf spezielle Stärken und Schwächen der Programme in Hinblick auf die erfolgte Realisierung des Bauvorhabens.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Theoretische Aspekte des Projektcontrollings | 4 |
| 1.1 | Einleitung | 4 |
| 1.2 | Projekte und Projektcontrolling | 4 |
| 1.3 | Wesentliche Teilaspekte des Projektcontrolling | 6 |
| 1.3.1 | Projektplanung | 6 |
| 1.3.2 | Projektsteuerung und Projektkontrolle | 6 |
| 1.3.3 | Projektberichte und Projektdokumentation | 7 |
| 1.4 | Phasen des Projektcontrollings | 7 |
| 1.4.1 | Projektcontrolling in der Aquisitionsphase | 7 |
| 1.4.2 | Projektcontrolling in der Realisierungsphase | 8 |
| 1.5 | Systematische Vorgehensweise bei der Überwachung und Steuerung | 8 |
| 1.6 | Projektüberwachung | 9 |
| 1.6.1 | Prinzipien der Projektüberwachung | 9 |
| 1.6.2 | Ablauf der Projektüberwachung | 9 |
| 1.6.3 | Terminüberwachung | 10 |
| 1.6.4 | Kapazitätsüberwachung | 10 |
| 1.6.5 | Kostenüberwachung | 11 |
| 1.7 | Steuerung des Projektablaufs | 11 |
| 1.8 | Integrierte Ergebnisüberwachung | 12 |
| 2. | Controlling in der Bauunternehmung | 13 |
| 2.1 | Ziele eines Baustellencontrolling- Konzepts | 14 |
| 2.2 | Besonderheiten des Baustellencontrollings | 15 |
| 2.3 | Nutzen und Gefahren des Baustellencontrollings | 15 |
| 2.3.1 | Nutzen | 16 |
| 2.3.2 | Gefahren | 16 |
| 2.4 | Entwicklungsstand des Projektcontrollings in der Bauunternehmung | 17 |
| 2.5 | Konzept und Aufbau eines Projektcontrolling in einem mittelständischen Baubetrieb | 17 |
| 2.5.1 | Anfragenverwaltung | 17 |
| 2.5.2 | Angebotskalkulation | 17 |
| 2.5.3 | Vertragskalkulation | 20 |
| 2.5.4 | Arbeitskalkulation | 21 |
| 2.5.5 | Ausgangsdaten für das Projektcontrolling | 21 |
| 2.5.6 | Auswertung der Ausgangsdaten für das Projektcontrolling | 24 |
| 2.5.7 | Abweichungsanalyse und Festlegung von Steuerungsmaßnahmen | 27 |
| 2.5.8 | Projekt- Berichtswesen | 29 |
| 2.6 | Zusammenfassung | 30 |
| 3. | Vorstellung des Bauvorhabens | 32 |
| 3.1 | Standortbeschreibung | 32 |
| 3.1.1 | Berlin-Köpenick Altstadt | 32 |
| 3.1.2 | Schlossplatz und Grünstraße | 34 |
| 3.2 | Ausgangssituation | 34 |
| 3.3 | Bestandsbeschreibung | 34 |
| 3.3.1 | Grünstraße 18 und 19 | 36 |
| 3.3.2 | Grünstraße 20 | 37 |
| 3.3.3 | Grünstraße 21 | 38 |
| 3.3.4 | Böttcherstraße 1 | 39 |
| 3.3.5 | Böttcherstraße 1a | 39 |
| 3.4 | Geplante Baumaßnahmen | 40 |
| 3.4.1 | Bauabschnitt 1 – Altbausanierung | 41 |
| 3.4.2 | Bauabschnitt 2 – Neubau | 41 |
| 4. | Grundlagen der Softwareauswahl und –bewertung | 43 |
| 4.1 | Grundlagen der Auswahl von Standardsoftware | 44 |
| 4.1.1 | Individual- versus Standardsoftware | 44 |
| 4.1.2 | Anforderungsanalyse | 45 |
| 4.1.3 | Marktanalyse | 46 |
| 4.1.4 | Vorauswahl | 48 |
| 4.1.5 | Erfassung der Leistungsfähigkeit | 48 |
| 4.1.6 | Nutzwertanalyse | 49 |
| 4.2 | Kriterien Anforderungsanalyse für die Softwareauswahl und -bewertung | 50 |
| 4.2.1 | Allgemeines | 50 |
| 4.2.2 | Anpassung und Systemverwaltung | 52 |
| 4.2.3 | Bedienerführung | 53 |
| 4.2.4 | Datenmanagement | 53 |
| 4.2.5 | Schnittstellen und Datentransfer | 54 |
| 4.2.6 | Softwarekomponenten | 55 |
| 4.2.7 | Projektstrukturierung | 55 |
| 4.2.8 | Zentrale Aufgaben | 56 |
| 4.2.9 | Grafische Darstellung und Berichtswesen | 58 |
| 5. | Realisierung des Bauvorhabens | 60 |
| 5.1 | Vorstellung der Standardsoftware | 60 |
| 5.1.1 | MS Project 2000 | 60 |
| 5.1.2 | Asta Powerproject | 60 |
| 5.2 | Projektplanung | 61 |
| 5.2.1 | Terminplanung | 61 |
| 5.2.2 | Ressourcenplanung | 65 |
| 5.2.3 | Kostenplanung | 70 |
| 5.3 | Projektverfolgung | 72 |
| 5.3.1 | Terminüberwachung und –steuerung | 72 |
| 5.3.2 | Ressourcenüberwachung | 75 |
| 5.3.3 | Kostenüberwachung | 77 |
| 5.4 | Informations- und Berichtswesen | 80 |
| 6. | Bewertung der ausgewählten Software | 82 |
| 6.1 | Produktdaten | 82 |
| 6.1.1 | Technische Angaben | 82 |
| 6.1.2 | Funktionsumfang | 83 |
| 6.2 | Bedienerführung | 84 |
| 6.3 | Projektplanung | 86 |
| 6.3.1 | Strukturplanung | 86 |
| 6.3.2 | Terminplanung | 87 |
| 6.3.3 | Ressourcenplanung | 89 |
| 6.3.4 | Kostenplanung | 91 |
| 6.4 | Projektüberwachung | 93 |
| 6.4.1 | Terminüberwachung | 93 |
| 6.4.2 | Ressourcenüberwachung | 95 |
| 6.4.3 | Kostenüberwachung | 96 |
| 6.4.4 | Grafische Darstellung und Berichtswesen | 97 |
| 6.5 | Ergebnisse der Bewertung | 99 |
| 6.5.1 | Nutzwertanalyse | 99 |
| 6.5.2 | Fazit | 99 |
| Anlage A | Projektplanung | 103 |
| Anlage B | Projektverfolgung | 119 |
| Anlage C | Auswertung der Projektüberwachung | 132 |
Schnittstellen und Datentransferfunktionen sind dann entscheidend, wenn Projektdaten zwischen der Projektmanagementsoftware und anderen Programmen ubertragen werden m¨ssen. u ¨ Wichtig ist der problemlose Datenaustausch besonders dann, wenn Projektmitarbeiter direkt auf der Baustelle arbeiten. Ihre Leistungsfortschritte und Berichte k¨nnen zwar auch in Pao pierform an den Projektleiter weitergereicht werden, aber das w¨rde zus¨tzlichen Zeitaufwand u a bedeuten. Außerdem stellt das manuelle Erfassen der Daten eine zus¨tzliche Fehlerquelle dar. a ¨ Eine besonders komfortable L¨sung stellt die Ubertragung der Daten direkt per Internet oder o Intranet in die Projektmanagementsoftware dar. Um einen reibungslosen Austausch von Daten und Informationen zu gew¨hrleisten, sollten a folgende Aspekte beachtet werden14 : • Schnittstellen: – Zum Betriebssystem – Zum Datenbanksystem: ODBC-Schnittstellen, OLE DB f¨r OLAP-Schnittstellen u – Zu anderen Programmen: Import/Export – Zur Hardware • Datentransfer: – Internet – Intranet [...]
Im Bereich Datenmanagement und Datenorganisation stellt sich vor allem die Frage nach einem geeigneten Datenbanksystem. Da viele Unternehmen f¨r andere Programme wahru scheinlich bereits eine Datenbank verwenden, muss darauf geachtet werden, ob die neue Projektmanagementsoftware auch mit diesem System kompatibel ist. Bei den meisten derzeit auf dem Markt vorhandenen Programmen sollte eine Integration in ein bestehendes Systemumfeld kein Problem sein. Trotzdem ist es wichtig, dass das Unternehmen auf diesen Bereich achtet, um unn¨tige Kosten- und Zeitverluste zu vermeiden. o Folgende Punkte sollten daher ber¨cksichtigt werden13 : u • Formen der Datenorganisation: – Eigene Datenbank – Beschr¨nkung auf ein bestimmtes Datenbanksystem a – Relationales Datenbanksystem – Konventionelle Datenhaltung • Funktionen des Datenmanagement: – Eingeben und Anlegen – Lesen ¨ – Andern – Suchen und Verwalten – Datensicherung • Datensicherheit: – Datenschutzmechanismen [...]
Bei der Bedienerf¨hrung geht es nat¨rlich vor allem um den Aspekt der Benutzerfreundlichu u keit. Ist das Arbeiten mit der Software f¨r den Anwender umst¨ndlich oder schwer verst¨ndu a a lich, besteht die Gefahr, dass auf andere Programme ausgewichen wird. Tabellen und Grafiken werden dann zum Beispiel in Excel erstellt. In diesem Bereich sollte auf folgende Kriterien geachtet werden12 : • Bedienung: – Verarbeitungsarten – Einheitliche Steuerung – Abfragesprache • Bildschirmgestaltung: – Individuell anpassbare Benutzeroberfl¨che und Symbolleiste a ¨ – Ubersichtliche Gestaltung von Masken, Feldern, Listen und Grafiken – Einheitlicher Aufbau von Meldungen, Druckerlayout und Hilfetexten • Dialoggestaltung: – Tastatur – Maus [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832481186
Arbeit zitieren:
Heppelmann, Antje März 2003: Analyse und Bewertung der Anwendbarkeit von Standardsoftware für das Projektcontrolling denkmalgeschützter Sanierungsobjekte im Bauwesen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Baustellencontrolling, MS Project 2000, ASTA Powerproject, Contollingsysteme, Nutzwertanalyse



