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Analyse und Bewertung von Aktienmarktrisiken

Analyse und Bewertung von Aktienmarktrisiken
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Daniel Tarajevs
  • Abgabedatum: Juli 2008
  • Umfang: 59 Seiten
  • Dateigröße: 1,3 MB
  • Note: 2,5
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Köln Deutschland
  • Bibliografie: ca. 46
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-2277-6
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Tarajevs, Daniel Juli 2008: Analyse und Bewertung von Aktienmarktrisiken, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Aktienmarktrisiken, Value at Risk, Sharpe Ratio, Stresstest, Aktien

Diplomarbeit von Daniel Tarajevs

Einleitung:

Heutzutage ist es fast undenklich bei der betriebswirtschaftlichen Auseinandersetzung über finanzwirtschaftliche Branche das Thema Risikomanagement umgehen zu können. Dabei steht im Mittelpunkt ein Prozess, dessen Fundament sich in der Analyse und Bewertung von Risiken zusammenschließt. So aus der Sicht eines Investors, der das Kapital in die Aktien anlegen möchte, ist es neben der Höhe der künftig zu erwarteten Rendite bzw. Gewinn auch das zu erwartende Risiko als Entscheidungskriterium interessant. Für die Ermittlung von solchen Risiken, in unserem Fall handelt es sich um ein Aktienmarktrisiko, existieren verschiedene Methoden, die auf der Basis von verschiedenen Kennzahlen berechnet werden.

Das Ziel der vorliegenden Diplomarbeit besteht darin, im ersten Schritt den Überblick über die gänglichen Kennzahlen der Bewertung und Analyse von Aktienmarktrisiken zu verschaffen (siehe Kapitel 2). Der zweite Schritt ist es auf der Basis einer bestimmten Risikomaßzahl, in unserem konkreten Fall ist es der sogenannte Value at Risk, im Rahmen der Bewertung das Risiko zu ermitteln (siehe Kapitel 3). Als nächstes im Rahmen des vierten Kapitels mit Hilfe von einigen Erweiterungen eine aussagekräftigere Kennzahl auf der Basis des VaRzu entwickeln und abschließend die verwendete Berechnungsmethode mit dem sogenannten Backtesting (Unterkapitel 4.5) zu überprüfen. Als letzter Schritt dient das Kapitel 5, in dem beschrieben wird, wie man mit den außergewöhnlichen Aktienkursentwicklungen, die bei der Berechnung von Value at Risk nicht berücksichtigt wurden, umgehen könnte. Bevor man allerdings die Bewertung und Analyse von Aktienmarktrisiken angehen kann, soll man die Grundlagen des Risikomanagements kennen, nämlich den theoretischen Ansatz z.B. wie überhaupt das Risiko definiert ist, oder was die Ziele des Risikomanagements sind, oder was unter dem Markt- und Aktienmarktrisiken zu verstehen ist. Alles dies ist der Bestandteil der unten stehenden Kapiteln 1.1 – 1.3.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 1
Abbildungsverzeichnis 2
Tabellenverzeichnis 3
Abkürzungs- und Symbolverzeichnis 4
1. Einleitung 5
1.1 Risikomanagement 5
1.1.1 Begriffserklärung von Risiko 6
1.1.2 Ziele des Risikomanagements 7
1.1.3 Risikoarten 10
1.2 Marktrisiko 13
1.3 Aktienkursrisiken 15
1.3.1 Spezielle Risiken von Aktienanlage 16
2. Grundlagen der Bewertung und Analyse von Aktienmarktrisiken 18
2.1 Volatilität als Risikomaß 20
2.1.1 Nachteile der Volatilität 22
2.2 Sensitivität als Risikomaß 23
2.3 Value at Risk als Risikomaß 25
2.4 Tail Value at Risk (TVaR) als Risikomaß 26
3. Bewertung von Aktienkursrisiken auf der Basis von Value at Risk 30
3.1 Aufstellung von VaR für einzelne Aktienposition 30
3.2 Aufstellung von VaR für ein Portfolio 32
4. Analyse von Aktienkursrisiken auf der Basis von Value at Risk 36
4.1 Value at Risk (VaR) als Risikokapital 36
4.2 Sharpe Ratio 38
4.3 Component Value at Risk (CoVaR) 39
4.4 Return on Risk adjusted Capital (RoRaC) 41
4.5 Backtesting 43
5. Stresstest als Vervollständigung des VaR-Ansatzes zur Bewertung und Analyse von Aktienkursrisiken 46
6. Zusammenfassung 48
Literaturverzeichnis 50
Anhang 55

Textprobe:

Kapitel 4., Analyse von Aktienkursrisiken auf der Basis von Value at Risk:

Der Schwerpunkt des vorhergehenden Kapitels 3 begrenzte sich hauptsächlich nur auf der Berechnung des Risikos mit Hilfe von VaR-Ansatz. Aber VaR hat ein viel breiteres Spektrum als nur das Berechnen einer einzelnen Zahl in Geldeinheiten. Mit nur einer kleinen Umgestaltung des vorhandenen Schemas zur Berechnung von VaR kann man die Interpretationsmöglichkeit bemerkbar erweitern. Genau solche Erweiterungen werden in den nachfolgenden Unterkapiteln dargestellt.

Man führt hauptsächlich eine Risikoanalyse durch, um nachhinein eine Entscheidung für sich treffen zu können, oder um aus der Sicht des Risikoanalysten eine Empfehlung zu machen. Die inhaltlichen Bestandteile einer Analyse der Aktienmarktrisiken schließen sich nach meiner Meinung in der Anzahl von verschiedenen Kennzahlen auf gleicher Basis (z.B. auf der Basis des VaR) mit späterer Interpretation von Messergebnissen zusammen. Mit anderen Worten, man muss die Entscheidung nur unter Berücksichtigung von verschiedenen Kennzahlen treffen.

Das Resultat der Risikoanalyse hängt überwiegend von der Risikoeinstellung des Investors. Die Einstellung des Investors kann von absolut risikoavers bis ganz risikofreudig schwanken. Wobei bei der absoluten Risikoabneigung muss man natürlicher Weise mit geringeren Renditen im Vergleich zu Investitionen, die einwenig mehr Risiko unter sich verstehen, rechnen. Die völlige Freiheit bei der Wahl von persönlicher Risikoeinstellung des Investors erklärt, dass es keine einheitliche Vorgehensweise für die Risikoanalyse existiert.

Value at Risk (VaR) als Risikokapital In erster Linie kann man das Messergebnis von Value at Risk als ökonomisch notwendiges Kapital bzw. Risikokapital betrachten. ‘Als Risikokapital bezeichnet man den Marktwert des Eigenkapitals, das vorgehalten werden muss, um negative Realisationen von Unternehmensrisiken mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit abzufedern.’ Mit anderen Worten, die Größe des VaR dient als notwendiges Eigenkapital, das gleichzeitig als Puffer zur Abdeckung vom möglichen Verlust zur Verfügung stehen soll.

Die Betrachtung von VaR als notwendiges Risikokapital kann man auch als Hilfe für die Kategorisierung von Risiken anwenden. So können beispielsweise die Risikopositionen, die einen VaR kleiner oder gleich 10 Prozent des Eigenkapitals betragen, als ‘nicht bedeutsame Risiken’ definiert werden. Dabei handelt es sich um solche Risiken, die aus dem laufenden Geschäft aufgelöst werden können. Die nächste Kategorie istals ‘bedeutsame Risiken’ zu definieren und beinhaltet einen VaR zwischen 10 und 30 Prozent des Eigenkapitals. Darunter versteht man die Risiken, die noch keine große Gefahr für den Investor bedeuten, aber schon seriös berücksichtigt werden müssen. Der letzte Punkt der Einteilung von Kategorien heißt ‘kritische Risiken’. Hier sind alle Werte von VaR, die über 30 Prozent des Eigenkapitals ausmachen und dies bedeutet nichts anderes als die Möglichkeit von einem großen bis sehr großen Schaden oder sogar einen Verlust in Höhe von ganzem investiertem Vermögen.

Die o.g. Kategorisierung stellt den VaR und die Höhe des Eigenkapitals in Verhältnis, was allerdings für eine Risikoanalyse bei weitem nicht ausreicht. Notwendig ist dafür eine Gegenüberstellung von dem Gewinn, dem man die Vermögensposition zuordnen kann, und der risikolose Zins, der als Verzinsungsmaßstab bei der Anlage von Eigenkapital gilt.

Arbeit zitieren:
Tarajevs, Daniel Juli 2008: Analyse und Bewertung von Aktienmarktrisiken, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Aktienmarktrisiken, Value at Risk, Sharpe Ratio, Stresstest, Aktien

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