Analyse der Besucherfrequenz und der Kundenzufriedenheit in der Innenstadt von Wiener Neustadt
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Sabine Panis
- Abgabedatum: September 2004
- Umfang: 163 Seiten
- Dateigröße: 617,6 KB
- Note: 3,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule für Wirtschaft und Technik Wiener Neustadt Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8687-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8687-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8687-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Panis, Sabine September 2004: Analyse der Besucherfrequenz und der Kundenzufriedenheit in der Innenstadt von Wiener Neustadt, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Stadtzentrum, Befragung, Stadtmarketing, Besucherstrom, Wien
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Diplomarbeit von Sabine Panis
Problemstellung:
Die vorliegende Arbeit, die von der Stadt Wiener Neustadt in Auftrag gegeben wurde, soll einerseits die Besucherfrequenz in der Innenstadt erheben und andererseits die Zufriedenheit der Citybesucher mit dem Stadtkern von Wiener Neustadt analysieren, um daraus einen Maßnahmenkatalog für die Erhöhung der Passantenfrequenz ableiten zu können.
„Städte sind komplexe Gebilde, deren räumliche, soziale und wirtschaftliche Struktur einem ständigen Wandel unterliegt. Während dieser Wandel in den 50er und 60er Jahren weitgehend den Kräften des Marktes überlassen wurde, wird es seit den 70er Jahren zunehmend als notwendig erachtet, steuernd einzugreifen, um städtebauliche, ökonomische oder auch soziale Fehlentwicklungen zu vermeiden.“ Ein besonderes Interesse wird dabei der Innenstadt entgegengebracht, die als Kumulationspunkt des wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und sozialen Lebens gilt.
In den Innenstädten treten jedoch einige Probleme auf, mit denen sich die neuere Literatur zum Thema Stadtmarketing beschäftigt und die teilweise auch in dieser Arbeit angesprochen werden. So ist das Park- und Verkehrsproblem in Stadtzentren schwierig zu lösen und hohe Mieten und Kosten verdrängen Fachgeschäfte aus den Innenstädten in kostengünstigere Einkaufszentren an die Peripherie. Diese Punkte und die Abwanderung der Wohnbevölkerung an den Stadtrand sind die einige Probleme, die für den Attraktivitätsverlust der Innenstädte verantwortlich sind.
Im Gegensatz dazu zeichnen sich Shopping-Center an der Peripherie durch gute Erreichbarkeit mit dem Auto und günstige Preise aus. Sie ziehen nicht nur die Kaufkraft, sondern auch die für eine lebendige Atmosphäre notwendige große Besucherschar an. Dies führt zu einer zunehmenden Uniformität des Einzelhandelsangebotes in den Innenstädten sowie zu einem relativen Bedeutungsverlust des „Einkaufszentrums City“ gegenüber anderen dezentralen Einkaufsstandorten.
Diese dezentralen Einkaufsmöglichkeiten wie Shopping-Center und Märkte erzielen beträchtliche Erfolge, während der Handel in den Stadtzentren stagniert und seit den achtziger Jahren Umsatzverluste zu verbuchen hat. Areale in der Stadtmitte liegen daher oft brach. Nur wenn es den ansässigen Geschäften gelingt, sich auf anderswo kaum zu findende Angebote zu konzentrieren und Magnetbetriebe in ihrer Mitte zu halten, werden sie als spezialisierte Einkaufszentren Beachtung finden.
Gefragt sind innovative, integrierte, markt- und umsetzungsorientierte Konzepte zur Wiederbelebung der Innenstädte sowie die Intensivierung des Kooperationsgedankens zwischen den einzelnen Akteuren der Stadtentwicklung vor Ort. Außerdem sollten diese in kurz-, mittel- und langfristige Perspektiven des Stadtmarketings eingebunden sein.
In der vorliegenden Arbeit sollen eben solche Maßnahmen, die die Attraktivität der Innenstadt von Wiener Neustadt und damit die Besucherfrequenz erhöhen, gefunden werden. Nach der theoretischen Ausarbeitung relevanter Stadtmarketingthemen soll die Ist-Situation des Stadtzentrums von Wiener Neustadt aus Besuchersicht empirisch analysiert werden. Aus diesem Grund wurden von der Stadt Wiener Neustadt eine Frequenzanalyse und eine Befragung der Innenstadtbesucher von Wiener Neustadt bezüglich deren Zufriedenheit mit der aktuellen Situation in der Innenstadt in Auftrag gegeben. Sowohl die theoretischen als auch die empirischen Ergebnisse dieser Diplomarbeit sollen den Marketingverantwortlichen der Stadt Wiener Neustadt die Wünsche und Ansichten der Bevölkerung darlegen und neue Impulse und Anregungen geben, um die Besucherfrequenz der Innenstadt zu erhöhen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 1.1 | PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG DER ARBEIT | 1 |
| 1.2 | AUFBAU DER ARBEIT UND METHODISCHES VORGEHEN | 4 |
| 2. | STADTMARKETING | 6 |
| 2.1 | DEFINITION VON STADTMARKETING | 6 |
| 2.2 | DIE ZIELGRUPPEN UND AKTEURE DES STADTMARKETINGS | 8 |
| 2.3 | DIE ZIELE DES STADTMARKETINGS | 12 |
| 2.4 | DER STADTMARKETING-PROZESS | 13 |
| 2.5 | GRUNDSÄTZE FÜR ERFOLGREICHES STADTMARKETING | 16 |
| 2.6 | DIE INNENSTADT ALS ZENTRALER BESTANDTEIL DES STADTMARKETINGS | 18 |
| 2.6.1 | Die Urbanität der City | 19 |
| 2.6.2 | Die Attraktivität der Innenstadt | 23 |
| 2.6.3 | Die Verkehrssituation in Innenstädten | 27 |
| 2.6.3.1 | Der städtische Verkehr | 27 |
| 2.6.3.2 | Die Formen der Fortbewegung | 28 |
| 2.6.3.3 | Die Verkehrsnachfrage | 28 |
| 2.6.3.4 | Die Verkehrsplanung und ihre Ziele | 30 |
| 2.6.3.5 | Die Erreichbarkeit der Innenstadt | 31 |
| 2.6.3.6 | Die Verkehrsberuhigung in den Städten | 32 |
| 2.6.3.7 | Die Parkierungspolitik in Innenstädten | 34 |
| 2.6.4 | Die Geschäftsöffnungszeiten | 39 |
| 2.6.5 | Die Innenstadt als gewachsenes Einkaufszentrum | 40 |
| 3. | CONCLUSIO DES THEORIETEILES UND HYPOTHESENKATALOG | 45 |
| 4. | WOCHENFREQUENZANALYSE DER INNENSTADT VON WIENER NEUSTADT | 52 |
| 4.1 | DEFINITION EINER PASSANTENFREQUENZMESSUNG | 52 |
| 4.2 | ZWECK VONWOCHENFREQUENZERHEBUNGEN | 53 |
| 4.3 | DURCHFÜHRENDE INSTITUTE | 54 |
| 4.3.1 | CIMA GmbH | 54 |
| 4.3.2 | Infrapool | 55 |
| 4.4 | DURCHFÜHRUNGSMODUS DER FREQUENZANALYSE | 57 |
| 4.5 | DIE FREQUENZZÄHLUNG | 59 |
| 4.6 | TABELLARISCHE DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE | 61 |
| 4.6.1 | Die einzelnen Wochentage und die Wochensumme der Zählung | 61 |
| 4.6.2 | Die strategischen Zählpunkte | 66 |
| 4.7 | GRAPHISCHE DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE | 69 |
| 4.7.1 | Überblick über die einzelnen Wochentage | 69 |
| 4.7.2 | Überblick über die Wochenergebnisse | 76 |
| 4.7.2 | Überblick über die Ergebnisse der drei strategischen Zählpunkte | 79 |
| 4.8 | INTERPRETATION DER ERGEBNISSE | 82 |
| 5. | BEFRAGUNG DER INNENSTADTBESUCHER VON WIENER NEUSTADT | 85 |
| 5.1 | DIE METHODE DER MÜNDLICHEN BEFRAGUNG | 85 |
| 5.1.1 | Die verschiedenen Befragungstypen der mündlichen Befragung | 86 |
| 5.1.2 | Vor- und Nachteile einer mündlichen Befragung mittels Fragebogen | 87 |
| 5.1.3 | Frageformen | 89 |
| 5.1.4 | Situation bei der Beantwortung | 90 |
| 5.2 | DIE DURCHFÜHRUNG DER BEFRAGUNG | 90 |
| 5.2.1 | Die Themen der Befragung | 91 |
| 5.2.2 | Die Stichprobenziehung | 92 |
| 5.2.3 | Die Charakterisierung der Stichprobe | 94 |
| 5.2.4 | Die Auswertung der Daten | 95 |
| 5.3 | ÜBERBLICK ÜBER DIE ERGEBNISSE | 96 |
| 5.3.1 | Gründe für einen Innenstadtbesuch | 97 |
| 5.3.2 | Besuchshäufigkeit der Innenstadt | 100 |
| 5.3.3 | Wahl des Verkehrmittels für einen Innenstadtbesuch | 101 |
| 5.3.4 | Parkplatzwahl und Zufriedenheit mit der Parkplatzsituation im Zentrum | 103 |
| 5.3.5 | Zufriedenheit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Wiener Neustadt | 107 |
| 5.3.6 | Öffnung des Hauptplatzes für Autos | 108 |
| 5.3.7 | Öffnungszeiten der Innenstadtgeschäfte | 108 |
| 5.3.8 | Bekanntheitsgrad der Einkaufzentren Fischapark und Merkur City | 111 |
| 5.3.9 | Besuchshäufigkeit der Einkaufzentren Fischapark und Merkur City | 113 |
| 5.3.10 | Gründe für Einkaufzentrenbesuch | 114 |
| 5.3.11 | Positives und Negatives an Einkaufszentren | 115 |
| 5.3.12 | Unterschiede zwischen der Innenstadt und den Einkaufszentren | 117 |
| 5.3.13 | Positives und Negatives an der Innenstadt von Wiener Neustadt | 118 |
| 5.3.14 | Wünsche der Befragten an die Innenstadt von Wiener Neustadt | 119 |
| 5.4 | INTERPRETATION DER ERGEBNISSE | 120 |
| 6. | HYPOTHESENPRÜFUNG | 122 |
| 7. | CONCLUSIO UND ABGELEITETER MASSNAHMENKATALOG FÜR DIEBELEBUNG DER INNENSTADT VON WIENER NEUSTADT | 126 |
| 8. | ZUSAMMENFASSUNG | 131 |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | 134 | |
| TABELLENVERZEICHNIS | 136 | |
| LITERATURVERZEICHNIS | 137 | |
| ANHANG | 145 |
Wird zum Beispiel das Einkaufszentrum Fischapark betrachtet, ist der Zustrom der Konsumenten am Samstag hoch, was an der Verkehrslage an diesem Tag zu sehen ist. Auch der Freitagnachmittag ist hier stark frequentiert, weil viele Berufstätige zu diesen Einkaufszeiten frei haben. Dies bedeutet für die Innenstadt von Wiener Neustadt, dass es an diesen Tagen großes Potential an Käufern gebe und Augenmerk darauf gelegt werden sollte, dass ein Teil dieser Käuferschicht in die Wiener Neustädter Innenstadt gebracht wird. Einen entscheidenden Beitrag leistet hierbei auch die Jahreszeit, zu der gezählt wurde, da die Konsumenten das überdachte Einkaufzentrum der kalten Innenstadt vermutlich vorziehen, weshalb es vor allem zu diesen Jahreszeiten gilt, Attraktionen in der Innenstadt zu bieten. [...]
An diesen drei strategischen Punkten am Hauptplatz von Wiener Neustadt wurden Zählpersonen platziert, die mittels „Stricherlliste“ die Passanten, die in eine Fußgängerzone hineingingen oder aus einer herauskamen, während einer gesamten Einkaufswoche, von 11. bis 21. November 2003, von 8 Uhr bis 18 Uhr, beziehungsweise am Donnerstag bis 19.30 Uhr und am Samstag bis 12 Uhr, zählten. Die Frequenzanalyse wurde von Studenten durchgeführt, die zuvor genau über die Vorgangsweise instruiert wurden. Die Hausecken der Gebäude, die an den Ecken zwischen Hauptplatz und Fußgängerzone liegen, wurden als Grenzlinie verwendet und in weiterer Folge alle Fußgänger gezählt, die diese Zone überschritten. Die Passanten wurden auch mehrmals gezählt, wenn sie öfters vorbeigingen. Darüber hinaus hatten die Zählpersonen die Aufgabe, das Alter der Innenstadtbesucher zu schätzen und die Daten den Kategorien weiblich oder männlich über oder unter 40 Jahre zuzuordnen. Ein Zählblatt befindet sich zur Ansicht im Anhang. [...]
Als Grund für das Aussterben der Innenstädte werden gerne Shopping-Center angeführt, die jedoch auch zur Belebung der Innenstadt beitragen können, indem sie mit der Innenstadt Kooperationen eingehen. Eine Arbeitsteilung ist dabei anzustreben. Während die Shopping-Center außerhalb des Stadtkerns weiterhin die kurzfristige Bedarfsdeckung der Konsumenten erfüllen sollten, sollten Innenstadtlagen sich vermehrt auf Konsumgüter des mittel- bis langfristigen Bedarfes konzentrieren. Vor allem erlebnis-, beratungs- und serviceorientierte Handelseinrichtungen können dazu beitragen Potential zurück zu gewinnen. Spezialisierte und vor allem exklusive Geschäfte heben ebenfalls die Attraktivität des Stadtzentrums. Synergieeffekte einer Zusammenarbeit zwischen Innenstadt und Shopping-Center sollten unbedingt genutzt werden. Außerdem kann es für die Innenstadt interessant sein, sich die Führung und Werbung der Shopping-Center genauer anzusehen, denn das Centermanagement weist einige Parallelen zum Stadtmarketing auf. Erfolgreiche Konzepte könnten so als Beispiel für das Stadtzentrum dienen. [...]
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Stadtzentrum, Befragung, Stadtmarketing, Besucherstrom, Wien



