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Die Analyse von Ausfällen bei Betriebspanelstudien

Dargestellt am Beispiel des NIFA-Panels

Die Analyse von Ausfällen bei Betriebspanelstudien
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Birgit Hahn
  • Abgabedatum: Mai 1998
  • Umfang: 166 Seiten
  • Dateigröße: 8,7 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Gerhard-Mercator-Universität Duisburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1172-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1172-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1172-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hahn, Birgit Mai 1998: Die Analyse von Ausfällen bei Betriebspanelstudien, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Nonresponse, Panelstudien, Ausfallmechanismus, Missing Data, Teilnahmeverhalten

Diplomarbeit von Birgit Hahn

Einleitung:

Der Befragung als Instrument der Datenerhebung kommt in der empirischen Sozialforschung eine große Bedeutung zu. Durch Standardisierung dieser Methode der Informationsgewinnung können Aussagen zu Einschätzungen oder Fakten von Personen oder allgemein Untersuchungseinheiten gewonnen werden, die zudem eine gewisse Vergleichbarkeit bieten. Die Befragungssituation selbst kann unterschieden werden nach mündlicher und schriftlicher Befragung. Zudem lassen sich durch die Formulierung der Forschungsfrage und die Entscheidung über das Untersuchungsdesign unterschiedliche methodische Vorgehensweisen voneinander abgrenzen. Ein zentrales methodisches Problem dabei ist der Ausfall einer Untersuchungseinheit innerhalb einer Befragung, wobei die gewählte Zielperson oder Zieleinheit eine Befragung insgesamt oder Teile einer Befragung in Form von einzelnen Fragen verweigert. Aufgrund dieser Verweigerung liegen für eine entsprechende Untersuchung und damit für die beabsichtigten Analysen nicht alle durch die methodische Konzeption verlangten Aussagen vor.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit thematisiert dieses Fehlen von Werten und damit die Problematik, die sich aus der Analyse eines unvollständigen Datensatzes ergibt, anhand der Untersuchung von Ausfällen bei Betriebspanelstudien. Panelstudien zeichnen sich im Allgemeinen durch eine Befragung der gleichen Zielperson respektive Zieleinheit zu mehreren aufeinanderfolgenden Zeitpunkten aus. Die Besonderheit von Betriebspanelstudien liegt vor allem in der Befragung einer Einzelperson als Repräsentant einer übergeordneten Untersuchungseinheit. Allgemein dienen Panelanalysen der Gewinnung von Aussagen über die Entwicklung oder Veränderung von Untersuchungseinheiten über einen bestimmten zeitlichen Verlauf. Dabei ist einerseits die Entwicklung auf einer aggregierten Ebene von Interesse, andererseits kommt aber auch der Untersuchung von Unterschieden auf individueller oder hier betrieblicher Ebene eine starke Bedeutung zu. Das Fehlen von Werten in Panelstudien erhält durch diese Konzeption eine besondere Dimension und verlangt eine entsprechende Diskussion in Verbindung mit inhaltlichen Merkmalen.

Die Einbindung in einen umfassenden inhaltlichen Rahmen erfolgt in der vorliegenden Arbeit über die Untersuchung von Ausfällen bei Betriebspanelstudien anhand der Analyse eines konkreten Beispieldatensatzes; die Daten des NIFA-Panels der Ruhr-Universität Bochum als Betriebspanelstudie, die in Form einer schriftlichen Betriebsbefragung über mehrere Jahre durchgeführt wurde, mit konkreter methodischer und inhaltlicher Konzeption, stellen den Gegenstand der vorliegenden Arbeit dar und bilden als Grundlage und Beispiel zur Analyse von Ausfällen den konkreten thematischen Rahmen. Diese Festlegung der Analyse auf einen konkreten Beispieldatensatz erfordert die theoretische Auseinandersetzung mit der methodischen und inhaltlichen Konzeption dieser Betriebspanelstudie.

Der folgende Abschnitt der vorliegenden Arbeit beinhaltet die Auseinandersetzung mit der Konzeption des NIFA-Panels in Form einer Darstellung des konkreten institutionellen wie auch theoretischen Rahmens und der Formulierung der Forschungsfrage. Weiterhin werden der Datensatz selbst vorgestellt und das Untersuchungsfeld der vorliegenden Arbeit definiert.

Der dritte Teil dieser Arbeit beinhaltet die Auseinandersetzung mit der Thematik fehlender Werte auf einer eher theoretischen Ebene, um bestimmte begriffliche Definitionen für die spätere Analyse festzulegen. Hierin werden verschiedene Ansätze zur Analyse fehlender Werte vorgestellt; die Thematik fehlender Werte wird auf Panelstudien übertragen und anhand der begrifflichen Definition von Panelstudien auf die Behandlung fehlender Werte in Panelstudien spezifiziert. Dem folgt die Darstellung der Analyse eines möglichen Ausfallmechanismus im NIFA-Panel anhand bereits vorliegender Nonresponsestudien; diese dienen als Ansatzpunkt der Einbindung von fehlenden Werten in einen übergeordneten theoretischen Rahmen, sowie als Grundlage für die Ableitung der späteren Vorgehensweise der Analyse von Ausfällen.

Im vierten Abschnitt der vorliegenden Arbeit erfolgt zunächst die Darstellung der Daten des NIFA-Panels selbst; beinhaltet ist darin die Diskussion der Variablenauswahl, die Vorgehensweise der Datenaufbereitung sowie die Analyse der zentralen inhaltlichen und strukturellen Merkmale. Diese Beschreibung der zu analysierenden Daten mündet in der Untersuchung der Antwortverweigerung innerhalb einzelner Merkmale und einzelner Meßzeitpunkte. Abschließend wird in diesem Abschnitt die Veränderung innerhalb einzelner Merkmale anhand der Darstellung der Wechselvorgänge thematisiert.

Im fünften Teil dieser Arbeit erfolgt schließlich die Darstellung des Teilnahmeverhaltens der Betriebe im NIFA-Panel; aus den gewonnenen Anhaltspunkten der Deskription der zentralen inhaltlichen und strukturellen Merkmale, sowie aus der Analyse von Wechselvorgängen werden hier Vorgehensweisen zur Analyse der Ausfälle abgeleitet. Entscheidend dabei ist, daß hier eine eher experimentelle Vorgehensweise gewählt wird, die versucht, anhand der gewonnenen Hinweise eine methodische Vorgehensweise zu entwickeln, durch die mögliche Unterschiede zwischen Betrieben, die einem Ausfall unterliegen und Betrieben die, sich eher durch eine Teilnahme auszeichnen, erkennbar sind. Für die Analyse von Ausfällen im NIFA-Panel ergibt sich somit vor allem eine Trennung nach inhaltlichen Unterschieden, weniger eine rein strukturelle Unterscheidung, sowie der Versuch einer Klassifizierung von Gruppen im NIFA-Panel, die sich in ihrem Teilnahmeverhalten aufgrund von inhaltlichen Unterschieden differenzieren lassen.

Eine Zusammenfassung der gewonnenen Ergebnisse und die Einbindung dieser Aussagen in den definierten übergeordneten theoretischen Rahmen erfolgt im abschließenden sechsten Teil der vorliegenden Arbeit.

Inhaltsverzeichnis:

Verzeichnis der Tabellen I
Verzeichnis der Abbildungen II
Verzeichnis der Abkürzungen III
1. Einleitung 1
2. Das NIFA-Panel 4
2.1 Institutioneller Rahmen 4
2.2 Theoretischer Rahmen und inhaltliche Konzeption 7
2.3 Forschungsfrage und Untersuchungsdesign 10
2.4 Vorbemerkungen zum Datensatz 13
3. Thematik fehlender Werte 15
3.1 Fehlende Werte in Befragungen 16
3.2 Ansätze zur Analyse fehlender Werte 18
3.3 Fehlende Werte in Panelstudien 21
3.3.1 Begriffliche Definition von Panelstudien 21
3.3.2 Arten fehlender Werte in Paneldaten 23
3.3.3 Behandlung fehlender Werte in Panelstudien 25
3.3.4 Besonderheiten von Betriebspanelstudien gegenüber Panelstudien im Allgemeinen 27
3.4 Analyse eines möglichen Ausfallmechanismus im NIFA-Panel 28
3.5 Fazit und Einbindung in einen allgemeinen theoretischen Rahmen 31
4. Daten des NIFA-Panels 36
4.1 Variablenauswahl 37
4.1.1 Datenaufbereitung 40
4.2 Analyse der zentralen inhaltlichen und strukturellen Merkmale 41
4.2.1 Betriebsgröße als Strukturvariable 42
4.2.2 Inhaltliche Merkmale 45
4.2.2.1 Unternehmensstruktur 46
4.2.2.2 Technikausstattung 47
4.2.2.3 Fertigungsstruktur 50
4.2.2.4 Personalstruktur 55
4.2.2.5 Arbeitsorganisation 59
4.2.2.6 Einschätzungsvariablen 62
4.2.3 Zusammenfassung 64
4.3 Item-Nonresponse 65
4.4 Wechselvorgänge und Fluktuation 70
5. Teilnahmeverhalten 79
5.1 Kreuztabellierung und Kontingenzanalyse 81
5.1.1 Strukturvariablen 81
5.1.2 Inhaltliches Merkmal "Technikeinsatz" 84
5.2 Regressionsanalyse mit der Anzahl der Teilnahmen als Kriteriumsvariable 86
5.3 Teilnahmeentscheidung als Folge situativer Bedingungen 87
5.3.1 Teilnahmeverhalten unter der Bedingung eines gleichförmigen Verlaufs 88
5.3.1.1 Unterschiede im vorangegangenen Meßzeitpunkt 89
5.3.1.2 Unterschiede in der vorangegangenen Entwicklung 95
5.3.2 Panelmortalität 100
6. Zusammenfassende Beurteilung 103
Verzeichnis der Literatur IV
Anhang

Arbeit zitieren:
Hahn, Birgit Mai 1998: Die Analyse von Ausfällen bei Betriebspanelstudien, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Nonresponse, Panelstudien, Ausfallmechanismus, Missing Data, Teilnahmeverhalten

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