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Analyse, Messung und Optimierung des Kundenwertes in der Finanzdienstleistungsbranche

Analyse, Messung und Optimierung des Kundenwertes in der Finanzdienstleistungsbranche
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Nils Rahe
  • Abgabedatum: April 2006
  • Umfang: 150 Seiten
  • Dateigröße: 1,6 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (FH) Deutschland
  • Bibliografie: ca. 188
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9931-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9931-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9931-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Rahe, Nils April 2006: Analyse, Messung und Optimierung des Kundenwertes in der Finanzdienstleistungsbranche, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: CRM, Finanzdienstleistung, Kundenwert, Kundenmanagement, Business Intelligence

Diplomarbeit von Nils Rahe

Zusammenfassung:

Unternehmen der Finanzdienstleistungsbranche sind dann erfolgreich, wenn sie durch den Verkauf ihrer Leistungen Erträge erwirtschaften, welche die Aufwendungen für die Leistungserstellung und -vermarktung übersteigen. Allein der Kunde entscheidet mit seiner Leistungsinanspruchnahme darüber, ob das Unternehmen am Markt bestehen kann. Erfahrungsgemäß divergiert das Kundenverhalten, denn nicht jeder Kunde nimmt die selbe Leistung bzw. den selben Leistungsumfang in Anspruch.

Auf jeden Kunden entfällt ein anderes Verhältnis von Erträgen und Aufwendungen. Damit ändert sich für jeden Kunden der Anteil, den er persönlich zur Erreichung des Unternehmensziels beiträgt. Demzufolge auch die Bedeutung der einzelnen Kundenbeziehung für das Unternehmen. Es stellt sich die grundsätzliche Frage, in welche Kundenbeziehung in Zukunft investiert werden soll.

Diese Überlegung stellt die Basis für die vorliegende Arbeit dar. Unter genauerer Betrachtung zeigt sich allerdings, dass der Wert, den ein Kunde für das Unternehmen besitzt, sowohl in der Theorie, als auch in der Praxis einer weitaus höheren Komplexität unterliegt.

Viele Unternehmen der Finanzdienstleistungsbranche gehen bei der Bewertung ihrer Kunden ungenau, nachlässig und intuitiv vor. All zu schnell werden Entscheidungen getroffen, die schwere Konsequenzen nach sich ziehen können. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist daher, Unternehmen der Finanzdienstleistungsbranche das grundlegende Konstrukt Kundenwert zu erläutern und dabei sowohl die Fragen der Messung, als auch der Optimierung zu beantworten.

Die Arbeit gliedert sich aufgrund dieser Aufgabenstellung in fünf wesentliche Abschnitte. Zunächst wird neben einigen Grundlagen auf die Einflüsse eingegangen, die den Bedeutungszuwachs des Kundenwertes rechtfertigen und seine essentiellen monetären und nichtmonetären Determinanten erklärt.

Im Anschluss werden mehrere theoretische Modelle beschrieben, mit denen der Kundenwert quantifiziert und abgebildet werden kann. In erster Linie handelt es sich hierbei um eindimensionale und mehrdimensionale Messmethoden, die einerseits retrospektiver oder prospektiver Natur sein können und je nach Komplexität verschiedenartige Ergebnisgrößen erzeugen.

Der dritte Abschnitt beschreibt das Vorgehen bei der Anwendung dieser theoretischen Modelle, die im Rahmen eines neu zu gestaltenden Kundenwertinformationssystems Verwendung finden. Zum einen wird die Konzeption eines derartigen Systems sowohl mit seinen sachlich/technischen, als auch mit seinen personellen Voraussetzungen dargestellt. Zum anderen erfolgt ein Erläuterung der Aufgaben, Probleme und Vorgehensweise bei der Implementierung des Kundenwertinformationssystems in die Unternehmensstruktur.

Darauffolgend werden im vierten Abschnitt die Instrumentarien des Marketing-Mix und des Kundenmanagements aufgezeigt, die unter gegebenen Bedingungen eine Maximierung des Kundenwertes nach sich ziehen und zur Erreichung der Unternehmenszielsetzung beitragen können. Im einzelnen erfolgt in diesem Zusammenhang die Beeinflussung der einzelnen kundenwertbestimmenden Determinanten, wie sie im ersten Abschnitt dargestellt worden sind.

Zum Abschluss erfolgt eine Zusammenfassung der Ergebnisse und ein Ausblick auf die voraussichtliche Entwicklung, die als Konsequenz der hier beschriebenen Sachverhalte zu erwarten ist.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis VI
Verzeichnis der nummerierten Abbildungen im Textteil VII
Einleitung 1
1. Kapitel: Grundlagen 2
A. Begriffserklärung 2
I. Kundenwert 2
a) Der Kundenwert aus Sicht des Nachfragers 3
b) Der Kundenwert aus Sicht des Anbieters 3
II. Finanzdienstleistungsbranche 4
III. Kundenbeziehungsmanagement 4
B. Veränderte Marktbedingungen und deren Konsequenzen 5
I. Kundenverhalten 5
II. Wettbewerbssituation 6
III. Die Konsequenzen für die Finanzdienstleistungsbranche 6
C. Bestandteile des Kundenwertes 7
I. Direkte monetäre Einflussfaktoren auf den Kundenwert 7
a) Kundenspezifischer Gewinn 8
b) Cross-Buying-Potenzial 9
c) Preissensibilität 10
II. Indirekte nichtmonetäre Einflussfaktoren auf den Kundenwert 10
a) Referenzwert 10
b) Informationswert 11
c) Kundenloyalität 12
d) Kooperationspotenzial 13
e) Zukünftiges Entwicklungspotenzial 13
D. Zwischenfazit 14
2. Abschnitt: Theoretische Messung des Kundenwertes 15
A. Eindimensionale Messverfahren 15
I. Monetäre Verfahren 15
a) Umsatzanalyse 15
1. Charakterisierung 15
2. Beurteilung 15
b) Kundenerfolgsrechnung 16
1. Kundendeckungsbeitragsrechnung 16
aa) Charakterisierung 16
bb) Beurteilung 17
2. Kundennettoerfolgsrechnung 18
aa) Charakterisierung 18
bb) Beurteilung 18
c) Customer-Lifetime-Value Analyse 18
1. Charakterisierung 18
aa) Höhe der zukünftigen kundenspezifischen Zahlungsströme 19
bb) Diskontierungszinssatz 19
cc) Dauer der Kundenbeziehung 20
2. Beurteilung 20
d) Kundenlebenszyklus Analyse 21
1. Wesensmerkmale 21
2. Kritik 21
II. Nichtmonetäre Verfahren 22
a) Loyalitätsleiterkonzept 22
1. Wesensmerkmale 22
2. Kritik 22
b) Kundenzufriedenheitsanalyse 23
1. Wesensmerkmale 23
2. Kritik 24
B. Mehrdimensionale Verfahren 25
I. Scoring-Modell 25
a) Darstellung 25
b) Bewertung 25
II. Portfolio-Analyse 26
a) Darstellung 26
b) Bewertung 27
C. Zwischenfazit 28
3. Abschnitt: Bestimmung des Kundenwertes in der Praxis 29
A. Der Kundenwerte in der Finanzdienstleistungsbranche 29
I. Die frühere Bedeutung des Kundenwertes 29
II. Die heutige Bedeutung des Kundenwertes 29
B. Konzeption eines Kundenwertinformationssystems 30
I. Sachliche und technische Voraussetzungen 30
a) Software 30
1. Analytisches CRM 30
aa) Das Data-Warehouse als Informationsgrundlage 31
bb) Analysetools zur Ermittlung des Kundenwertes 32
(1) Abfragen und Reportings 32
(2) On-line Analytical Processing 33
(3) Data-Mining 33
2. Make-or-Buy Entscheidung 34
aa) Eigenerstellung 35
bb) Fremdbezug 35
(1) Individualsoftware 36
(2) Standardsoftware 36
cc) Anwendungssoftware in der Praxis 37
b) Hardware 38
II. Personelle Voraussetzungen 38
a) Qualitative mitarbeiterbezogene Voraussetzungen 39
b) Quantitative mitarbeiterbezogene Voraussetzungen 39
C. Implementierung des Kundenwertinformationssystems 40
I. Aufgaben der Implementierung des Kundenwertinformationssystems 40
a) Umsetzung des Kundenwertinformationssystem-Konzeptes 40
b) Durchsetzung des Kundenwertinformationssystem-Konzeptes 40
II. Probleme der Implementierung des Kundenwertinformationssystems 41
a) Technische und konzeptionelle Probleme 41
b) Organisatorische und strukturelle Probleme 41
c) Personelle Probleme 42
III. Realisierung der Kundenwertinformationssystem-Implementierung 42
a) Anpassung der informationstechnologischen Infrastruktur 42
b) Organisatorische Einbindung in die Unternehmensstruktur 43
D. Zwischenfazit 43
4. Abschnitt: Gezielte Kundenpotenzialausschöpfung 44
A. Erhöhung des Kundenwertes durch Instrumente des Marketing-Mix 44
I. Leistungspolitik 44
a) Produktpolitik 44
b) Dienstleistungspolitik 45
1. Servicepolitik 46
2. Personalpolitik 46
II. Vertriebspolitik 48
a) Auswahl des Vertriebskanals 48
b) Gestaltung der Vertriebsaktivitäten 49
III. Preispolitik 50
a) Preisdifferenzierung 51
1. Relationship-Pricing 51
2. Räumliche Preisdifferenzierung 52
3. Zeitliche Preisdifferenzierung 52
b) Preisbündelung 53
IV. Kommunikationspolitik 54
a) Integrierte Kommunikation 54
b) Markenpolitik 55
B. Erhöhung des Kundenwertes durch Instrumente des Kundenmanagements 56
I. Neukundengewinnung 56
II. Kundenbindung 57
a) Beschwerdemanagement 58
b) Customer-Recovery Management 59
III. Beendigung von Kundenbeziehungen 60
a) Aktive Kündigung der Kundenbeziehung 60
b) Passive Kündigung der Kundenbeziehung 61
C. Zwischenfazit 62
5. Abschnitt: Zusammenfassung und Ausblick 62
Wissenschaftlicher Anhang 65
Verzeichnis der nummerierten Abbildungen im Anhang 66
Literaturverzeichnis 100
Präsentationsanhang 112

Automatisiert erstellter Textauszug:

Unternehmen die Wahl zwischen verschiedenen am Markt existierenden Standardsoftwareangeboten214. (1) Individualsoftware Wie bereits erwähnt, zeichnet sich eine Individualsoftware dadurch aus, dass sie an den konkreten betrieblichen Bedürfnissen angepasst wird und die spezifischen Anforderungen des auftraggebenden Unternehmens erfüllt215. Genau wie bei der Eigenerstellung, ist im Vorfeld der Programmentwicklung und Implementierung schwer abzuschätzen, in welcher Höhe Kosten anfallen werden216. Darüber hinaus besteht die Gefahr einer Abhängigkeit gegenüber des beauftragten Softwarehauses. Das Risiko einer Fehlinvestition bzw. eines Misslingens ist aber dennoch geringer als bei einem Entwicklungsalleingang. In den meisten Fällen kann auf ein größeres Expertenwissen zurückgegriffen werden217 und im Falle auftretender Mängel besteht ein rechtlicher Gewährleistungsanspruch218. Im Zuge technischer oder auch organisatorischer Neuerungen kann dieses Expertenwissen ebenfalls von Vorteil sein, da keine eigenen Ressourcen für zusätzliche Programmweiterentwicklungen beansprucht werden brauchen219. Schließlich muss eine genaue Analyse des Verhältnisses von Aufwand und Nutzen durchgeführt werden, um ein derartiges Projekt zu rechtfertigen. Tendenziell schrumpft der Anteil von Individualsoftware im Verhältnis zu Standardsoftware, vor allem im Bereich betriebswirtschaftlicher Anwendungen und damit von analytischen CRMProgrammen220. (2) Standardsoftware Die zweite Alternative des Fremdbezugs bedeutet eine Software zu erwerben, die in ihrer Struktur und Funktionsfähigkeit für eine Vielzahl von Unternehmen und damit auch für Wettbewerber frei zugänglich ist. [...]

aa) Eigenerstellung Bei einer Problemlösung durch Eigenerstellung handelt es sich in jedem Fall um eine Form von Individualsoftware. Ob eine derartig aufwendige Lösung zum gewünschten Erfolg führt, entscheidet das Abwägen der in diesem Fall auftretenden Vor- und Nachteile. Grundvoraussetzung sind genügend interne Ressourcen, um ein solches Projekt durchführen zu können. Das Unternehmen muss über das nötige Know-how und die entsprechenden personellen Kapazitäten verfügen208. Ein zweiter sehr wichtiger Punkt sind die Kosten, die auf das Unternehmen zukommen. Es ist oftmals problematisch, diese bereits im Vorfeld der Erstellung angemessen quantifizieren zu können209. Neben den Programmierkosten fallen in der Regel erhebliche Wartungskosten an, die deutlich höher liegen als bei einer vergleichbaren Standardsoftwarelösung210. Darüber hinaus begibt sich das Unternehmen in eine gewisse Abhängigkeit gegenüber seiner Programmierabteilung211. Liegt hier eine hohe Fluktuation vor, geht wertvolles Know-how verloren. Außerdem beeinflusst die Qualität und Quantität der eigenen Mitarbeiter maßgeblich die Dauer der Entwicklungs- und der Einführungszeit. Letztlich entscheidet die Individualität und die Einzigartigkeit der erstellten Software über deren Qualität und einen möglichen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz. Inwieweit dieser Wettbewerbsvorteil Konstanz aufweisen kann, liegt wiederum im Verantwortungsbereich des Unternehmens. Wichtig ist, dass mit entsprechenden Systemweiterentwicklungen den jeweils aktuellen Problemstellungen gegenübergetreten werden muss212. bb) Fremdbezug Befindet sich ein Unternehmen nicht in der Lage, die benötige Software selber zu erstellen, existieren wiederum zwei Möglichkeiten213. Im ersten Fall kann eine entsprechende Anwendungssoftware von einem externen Softwarehersteller individuell an die betrieblichen Problemstellungen angepasst werden. Im zweiten Fall hat das [...]

notwendig, eventuell interessante Determinanten zu bestimmen oder gar Hypothesen aufzustellen199. Das Data-Mining ermöglicht die automatische bzw. maschinelle Identifikation von Mustern und Strukturen in großen Datenbeständen200. Auf Basis dieser Muster können Regeln abgeleitet werden, Unterschiede zwischen Datensätzen bestimmt, und Attribute ermittelt werden, die kennzeichnend für besondere Gruppenzugehörigkeiten sind. Darüber hinaus können Trends und zukünftiges Kundenverhalten vorhergesagt, sowie bisher konfus angeordnete Datenbestände sinnvoll strukturiert werden 201. In Bezug auf den Kundenwert kann mit Hilfe des Data-Mining der Customer-Lifetime-Value, die ChurnWahrscheinlichkeit202, das Cross-Buying-Potenzial oder aber die zukünftige Bonität prognostiziert werden203. Die technische Vorgehensweise wird maßgeblich durch Verfahren der Dependenzanalyse204 und der Interdependenzanalyse205 beeinflusst (siehe Anhang Abb. 35). Im Einzelnen umfassen die daraus resultierenden Ziele und Funktionen des Data-Minings die Klassifizierung, Clusterung und Assoziation von Daten206. Auf die einzelnen mathematischen und statistischen Verfahren soll an dieser Stelle aufgrund der Weitläufigkeit nicht näher eingegangen werden (siehe Anhang Abb. 36). [...]

Arbeit zitieren:
Rahe, Nils April 2006: Analyse, Messung und Optimierung des Kundenwertes in der Finanzdienstleistungsbranche, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
CRM, Finanzdienstleistung, Kundenwert, Kundenmanagement, Business Intelligence

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