Das Altersbild in der Anzeigenwerbung
Wie hat sich das Bild der Alten vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft verändert?
- Art: Magisterarbeit
- Autor: Simone Gleumes
- Abgabedatum: April 1998
- Umfang: 129 Seiten
- Dateigröße: 7,5 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Universität - Gesamthochschule Essen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1277-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1277-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1277-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Gleumes, Simone April 1998: Das Altersbild in der Anzeigenwerbung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: junge Alte, Altersstereotyp, Anzeigenwerbung, Altersbild, Seniorenmarketing
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Magisterarbeit von Simone Gleumes
Einleitung:
Das Alter bzw. ältere Menschen stehen verstärkt im Zentrum des öffentlichen Interesses. Auslöser für die enorme mediale Präsenz der damit verbundenen Themen sind die demographischen Entwicklungen. Verfolgt man die Diskussion in den Medien, so werden häufig die negativen Folgen der ‘Überalterung’ beschworen, insbesondere wenn Verteilungskonflikte um die Mittel des Wohlfahrtsstaates an-gesprochen werden. Auf der anderen Seite entsteht aus Sicht der werbetreibenden Wirtschaft ein wachsender Seniorenmarkt. Häufig ist in diesem Zusammenhang von den "jungen Alten" die Rede, die das Bild der Älteren positiver erscheinen lassen.
Angesichts dieser Entwicklungen wird hier im Rahmen einer zeitdiagnostischen Untersuchung das Bild der Alten in der Anzeigenwerbung analysiert. Es soll gezeigt werden, wie sich in diesem Teil der Alltagskultur das Bild der Alten vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft verändert hat. Die Beantwortung dieser Frage soll anhand eines empirischen Vergleichs aktueller Werbeanzeigen mit Anzeigen aus den 60er Jahren erfolgen, um die hinter den Altersdarstellungen sichtbar werdenden Strukturen und deren Veränderung offenzulegen.
Gang der Untersuchung:
Um dieser Fragestellung gerecht zu werden, werden im zweiten Kapitel die für diese Untersuchung relevanten Aspekte des Alterns bestimmt. Aufgezeigt wird, daß Altern in jeder Gesellschaft ein soziales Konstrukt ist, und es werden unterschiedliche Verfahren erläutert, das Alter zu benennen und einzuteilen. Zudem werden entscheidende Punkte über Altersbild und Altersstereotype aufgezeigt, um letztendlich auf das Phänomen der "jungen" bzw. der "neuen Alten" aufmerksam zu machen.
Im dritten Kapitel wird der gesellschaftliche Hintergrund, eine ‘alternde’ Gesellschaft, aus quantitativer Sicht mit Hilfe demographischer Daten zur Bevölkerungsentwicklung beleuchtet. Daran anschließend erfolgt eine qualitative Beschreibung des Altersstrukturwandels, um grundsätzliche gesellschaftliche Tendenzen, die auch das Bild des Alters beeinflussen, aufzuzeigen.
Im vierten Kapitel werden die methodologischen Grundlagen der Untersuchung erörtert. Ausgehend von einer Grenzziehung zwischen quantitativen und qualitativen Verfahrensweisen wird ein Untersuchungsdesign entworfen, das die Stärken beider Ansätze zum Tragen bringt. Untersuchungsgegenstand sind zwei Jahrgänge (1966 und 1996) der Zeitschrift "Stern". Im fünften Kapitel erfolgt neben der quantitativen Auswertung eine qualitative Einzelfallanalyse von fünf Anzeigen, um die grundlegenden Strukturen der Altersdarstellungen und deren Veränderung deutlicher herauszuarbeiten.
Im sechsten Kapitel werden die Ergebnisse zusammenfassend dargestellt und mit anderen Studien über das generalisierte Altersbild verglichen. Anschließend wird verdeutlicht, inwiefern die Veränderungen des Altersbildes mit jenen sozialen Prozessen zusammenhängen, die nachmoderne Gesellschaften kennzeichnen.
Im siebten Kapitel wird explizit die Perspektive des Marketing berücksichtigt, da gerade dieser Bereich maßgeblich zur Propagierung positiver Altersbilder beiträgt. Es werden dezidierte Vorstellungen entwickelt, was Senioren-Marketing leisten kann und wie es entworfen werden sollte.
Inhaltsverzeichnis:
| II. | Abbildungsverzeichnis | 4 |
| III. | Tabellenverzeichnis | 4 |
| 1. | Einleitung | 5 |
| 1.1 | Problemstellung | 5 |
| 1.2 | Vorgehensweise | 6 |
| 2. | Aspekte des Alter(n)s | 8 |
| 2.1 | Alter als soziales Konstrukt | 8 |
| 2.2 | Die Konstituierung des Alters als eigenständige Lebensphase | 9 |
| 2.3 | Dimensionen des Alters und Ansätze zur Beschreibung | 11 |
| 2.3.1 | Chronologische und nicht-chronologische Alterseinteilungen | 11 |
| 2.3.2 | Theoretische Modelle zum Altern | 13 |
| 2.4 | Altersbild und Altersstereotyp | 16 |
| 2.5 | Historische Aspekte des Altersbildes | 18 |
| 2.6 | Die "jungen" und die "neuen Alten" | 20 |
| 3. | Beschreibung der alternden Gesellschaft | 23 |
| 3.1 | Quantitative Sichtweise: Die demographische Alterung in Deutschland | 23 |
| 3.2 | Die Ursachen der demographischen Alterung | 26 |
| 3.2.1 | Rückgang der Geburtenzahlen | 26 |
| 3.2.2 | Zunahme der Lebenserwartung | 27 |
| 3.3 | Qualitative Sichtweise: Konzepte der Beschreibung des Altersstrukturwandels | 28 |
| 4. | Methodologische Überlegungen | 33 |
| 4.1 | Untersuchungsmaterial | 33 |
| 4.2 | Untersuchungsmethode | 35 |
| 4.3 | Grundannahmen der Rahmen-Analyse | 39 |
| 4.4 | Überlegungen zum Rahmen "Werbung" | 41 |
| 4.5 | Besonderheiten der Interpretation von Werbefotografien | 43 |
| 4.5.1 | Das Problem der Beschreibbarkeit | 43 |
| 4.5.2 | Unterscheidung zwischen Handlung vor der Kamera und Kamerahandlung | 44 |
| 4.6 | Beobachtungskriterien | 47 |
| 5. | Untersuchung des Altersbildes in der Anzeigenwerbung | 49 |
| 5.1 | Die quantitative Auswertung | 49 |
| 5.1.1 | Das Produktangebot | 49 |
| 5.1.2 | Geschlecht und Anzahl der abgebildeten Personen | 51 |
| 5.1.3 | Typen von Altersdarstellungen | 52 |
| 5.2 | Ergebnisse der qualitativen Untersuchung ausgewählter Werbeanzeigen | 53 |
| 5.2.1 | Analyse einer Anzeige für Sparkasse (1996) | 53 |
| 5.2.1.1 | Die Handlung vor der Kamera | 53 |
| 5.2.1.2 | Die Kamerahandlung | 54 |
| 5.2.1.3 | Typus 1: Der "junge Alte" | 57 |
| 5.2.2 | Analyse einer Anzeige für Onko (1966) | 61 |
| 5.2.2.1 | Die Kamerahandlung | 61 |
| 5.2.2.2 | Typus 2: Alter als Expertentum | 64 |
| 5.2.3 | Analyse einer Anzeige für Cognac Hennessy (1996) | 66 |
| 5.2.3.1 | Die Handlung vor der Kamera | 66 |
| 5.2.3.2 | Die Kamerahandlung | 66 |
| 5.2.3.3 | Typus 3: Alter als (ein) Merkmal von Individualität | 71 |
| 5.2.4 | Analyse einer Anzeige für Sechsämtertropfen (1966) | 74 |
| 5.2.4.1 | Die Handlung vor der Kamera | 74 |
| 5.2.4.2 | Die Kamerahandlung | 74 |
| 5.2.4.3 | Typus 4: Der Ältere in der Rolle des Mentors | 78 |
| 5.2.5 | Analyse einer Anzeige für Chantré (1966) | 81 |
| 5.2.5.1 | Die Handlung vor der Kamera | 81 |
| 5.2.5.2 | Die Kamerahandlung | 81 |
| 5.2.5.3 | Typus 5: Alter als Rückzug aus dem Leben | 84 |
| 6. | Zusammenführende Interpretation | 87 |
| 6.1 | Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Anzeigen | 87 |
| 6.2 | Vergleich mit Ergebnissen ausgewählter Studien über das generalisierte Altersbild | 91 |
| 6.3 | Einordnung in den Rahmen einer nachmodernen Gesellschaft | 92 |
| 6.3.1 | Individualisierung und Älterwerden | 92 |
| 6.3.2 | Verschwinden des Alters? | 95 |
| 6.3.3 | Orientierung an Jugendlichkeit | 98 |
| 7. | Ältere als Zielgruppe der Wirtschaft: Seniorenmarketing | 100 |
| 7.1 | Die Problematik der Abgrenzung des Seniorenmarktes | 101 |
| 7.2 | Kommunikative Ansprache der Älteren | 103 |
| 7.3 | Kontinuität im (Konsum-)Verhalten? | 104 |
| 7.4 | Seniorenmarketing vs. intergeneratives Marketing | 107 |
| 8. | Schlußbetrachtungen | 111 |
| 9. | Literaturverzeichnis | 114 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832412777
Arbeit zitieren:
Gleumes, Simone April 1998: Das Altersbild in der Anzeigenwerbung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
junge Alte, Altersstereotyp, Anzeigenwerbung, Altersbild, Seniorenmarketing



