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Alternative Risikofinanzierung über Kapitalmärkte

Alternative Risikofinanzierung über Kapitalmärkte
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Spes-Alexa von Hagen
  • Abgabedatum: Februar 1999
  • Umfang: 135 Seiten
  • Dateigröße: 426,8 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Humboldt-Universität zu Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8178-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8178-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8178-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: von Hagen, Spes-Alexa Februar 1999: Alternative Risikofinanzierung über Kapitalmärkte, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Spes-Alexa von Hagen

Einleitung:

Hinter dem Begriff „Alternative Risikofinanzierung“ verbirgt sich eine Vielzahl von innovativen Entwicklungen und Instrumenten, um versicherungswirtschaftliche Risiken aus Katastrophenschäden besser steuern zu können. Dabei steht die Alternative Risikofinanzierung in Zusammenhang mit dem seit einiger Zeit viel diskutiertem Thema der Konvergenz von Versicherungs- und Kapitalmärkten im Bereich des Risk Managements.

Einige Marktteilnehmer sehen in der Konvergenz dieser beiden Märkte große Vorteile dahingehend, daß der „Cash-Flow“, der mit den versicherungstechnischen Risiken einhergeht, in Anleihen, Derivate oder Swaps gebunden und dann am Kapitalmarkt gehandelt werden kann. Den Impetus für die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten einer Alternativen Risikofinanzierung gaben die Kapazitätsprobleme der (Rück-)Versicherungswirtschaft Anfang der 90er Jahre, die aufgrund des sprunghaften Anstiegs der Schäden aus Naturkatastrophen entstanden sind. Dies führte zu Überlegungen, inwieweit die Kapitalmärkte zur Generierung von neuen Kapitalressourcen genutzt werden können. Obwohl die Schadenbelastung aus Naturkatastrophen in den letzten Jahren zurückgegangen ist, zeigt die Versicherungsbranche an der Entwicklung von innovativen Finanzierungskonzeptionen weiterhin großes Interesse.

Aufgrund anhaltender Aktualität des Themas der Alternativen Risikofinanzierung wird in dieser Arbeit ein Überblick gegeben über die verschiedenen Entwicklungen und Konstruktionen der zusätzlichen Kapitalbeschaffung über Finanzmärkte.

Der erste Teil dieser Arbeit führt in die Problematik der Schadenbelastung resultierend aus Naturkatastrophen ein.

Im zweiten Teil werden die verschiedenen Konzepte der Alternativen Risikofinanzierung anhand von allgemeinen Modellen einerseits und Emissionsbeispielen andererseits vorgestellt.

Der dritte Abschnitt beinhaltet eine kritische Auseinandersetzung im Rahmen Vergleichs der Deckungskonzepte im Bereich der Alternativen Risikofinanzierung und der traditionellen Rückversicherung.

In dieser Arbeit werden jedoch lediglich diejenigen Instrumente vorgestellt, bei denen es sich um Finanzkontrakte für das Management von Versicherungsrisiken wie Aktien, Genußscheine, Anleihen, Schuldscheine und Derivate handelt. Aus diesem Grund wird das Konzept der Catastrophe Risk Exchange (CATEX) in diesem Kontext nicht behandelt, da es sich hierbei lediglich um den Austausch von bestimmten Katastrophenrisiken untereinander handelt, wobei CATEX als Vermittler fungiert. Des weiteren werden aufgrund der Komplexität die rechtlichen Aspekte und Probleme, wie beispielsweise die Anerkennung der Versicherungsderivate, im Rahmen der Sovabilitätsanforderungen nicht näher untersucht.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
A. Einleitung 1
B. Entwicklung und ökonomische Konsequenzen von Naturkatastrophen 3
I. Grundlagen 3
II. Abgrenzung von versicherten und (volks-) wirtschaftlichen Schäden 5
III. Konsequenzen für die traditionelle Rückversicherung 7
1. Die Schadenlast der Versicherungswirtschaft 7
2. Liquiditätsprobleme der Versicherungswirtschaft 10
C. Alternative Risikofinanzierung 15
I. Grundlagen 15
1. Entstehung 15
2. Motivation 17
3. Zusammenhang zwischen Versicherung und Finanzierung 18
4. Finanzielle Wirkungsweisen von Absicherungsstrategien 21
II. Versicherungsderivate 24
1. Grundlagen 24
a. Das Underlying 24
b. Darstellung ausgewählter Derivate 25
c. Hedging 27
2. Die Derivate der Chicago Board of Trade 28
a. Einführung 28
b. Die Kontrakte der ersten Generation 29
c. Die Kontrakte der zweiten Generation 32
3. Die Derivate der Bermuda Commodity Exchange 41
a. Die Schadenschätzung der IndexCo 41
b. Funktionsweise des GCCI 43
c. Spezifikation der Optionskontrakte 45
4. Neuere Entwicklungen von Indexkonstruktionen 46
5. Zusammenfassung 49
a. Vergleich der ISO-, PCS- und GCCI-Derivate 49
b. Beurteilung 51
III. Verbriefung 52
1. Ursprünge und Grundlagen 52
2. Direkte Verbriefung 56
a. Am Beispiel der WinCAT-Coupons „Hagel“ 56
b. Beurteilung 60
3. Indirekte Verbriefung 62
a. Modellaufbau 62
b. Einflussfaktoren des Modells 67
c. Erscheinungsformen 71
4. Sonderformen 78
D. Beurteilung 81
I. Traditionelle Rückversicherung vs. Versicherungsderivate 81
II. Traditionelle Rückversicherung vs. Verbriefung 84
III. Katastrophenrisiken als Finanzanlage 88
E. Perspektiven und Schlussbetrachtung 90

Automatisiert erstellter Textauszug:

a. Vergleich der ISO-, PCS- und GCCI-Derivate Der zuvor beschriebene ISO-Index weist zwei Hauptprobleme auf: zum einen in Bereichen der Indexkonstruktion und zum anderen im Hinblick auf die Funktionsweise der Versicherungsderivate - resp. der Veröffentlichungstermine. Beide Probleme wurden bei den jeweils nachfolgenden Konstruktionen (PCS- und GCC-Index) auf unterschiedliche Weise gelöst.2 In Bezug auf den PCS-Index wird behauptet, daß dieser intransparent und manipulierbar sei, der GCC-Index dagegen habe einen hohen Grad an Standardisierung und Transparenz.3 Dahinter steht die Vermutung einiger Marktteilnehmer, daß die PCS sich in ihren Schadenschätzungen verstärkt auf die Schadendaten der berichtenden Versicherungsunternehmen verläßt und diese den Investoren nicht hinreichend bekannt sind.4 Ein Versicherungsunternehmen, welches ein finanzielles Interesse an der Entwicklung des Index der CBOT hat, könnte somit aufgrund dieser Informationsasymmetrie seine Schadendaten, welche an die PCS weitergeleitet werden, entweder in die Höhe treiben oder senken, um auf diese Weise den Index zu seinen Gunsten zu manipulieren.5 Allerdings ist anzumerken, daß die PCS eine Kombination von mehreren Verfahren wie beispielsweise eigene Ermittlungen vor Ort [...]

Solution Catastrophe Index (RMS Cat Index), welcher ausgehend vom US-amerikanischen Versicherungsmarkt die weltweit versicherten Sachschäden resultierend aus einem Erdbeben und Hurrikan mißt.2 Er stellt ebenso wie der GCCI einen ursachenbezogenen Schadenindex dar. Der Index wird über die IRASTM-Technologie durch Event" Simulation beobachtet von Naturschadenereignissen konnte.4 Ein ermittelt.3 Event Eine Simulation erfolgt nur, falls ein sog. "Qualifiying werden Qualifiying wird dabei anhand von Mindestanforderungen eines Kriterienkatalogs bestimmt. Die IRAS errechnet sieben Tage, nachdem das Katastrophenereignis eingetreten ist, einen Simulationswert als ersten Schätzer für den entstandenen Schaden.5 Die Schadenschätzungen und der korrespondierende RMS Cat Index enden 28 Tage nach dem Eintritt des Katastrophenereignisses, wobei zuvor wöchentlich die Schadenschätzungen sukzessive konkretisiert und veröffentlicht wurden.6 Das [...]

(5) "Third Update Publication Date": wird dreizehn Monate nach Ablauf der Schadenperiode veröffentlicht. Soweit der Indexwert weniger als 100 % des Ausübungspreises der Option beträgt, wird die Option abgerechnet und dem Optionsverkäufer die Margin kreditiert. Wenn der Indexwert größer oder gleich 100 % des Ausübungspreises der Option ist, wird die Option am folgenden Geschäftstag abgerechnet und die Margin dem Optionsinhaber gutgeschrieben. Bei den Veröffentlichungsterminen (1), (2) und zusätzlich zu den bei (3) und (4) erwähnten Besonderheiten, wird bei dem Settlement wie folgt vorgegangen: wenn der Wert des Indexes am Publikationsdatum größer oder gleich 110 % des Ausübungspreises der Option ist, wird die Option am folgenden ses Geschäftstag ist, wird beim Optionsinhaber auf den abgerechnet. jeweils Wenn dagegen der Indexwert kleiner als 110 % des Ausübungspreidas Settlement nächsten Veröffentlichungstermin verschoben.2 4. Neuere Entwicklungen von Indexkonstruktionen Neben dem PCS- und GCC-Index, welche bislang am weitesten entwickelt sind, wurden noch weitere Indizes konstruiert. Aufgrund des wachsenden Angebots an neuen Konstruktionen von Schadenindizes für Versicherungsderivate kann gefolgert werden, daß nunmehr weniger die Problematik der Akzeptanz seitens der Marktteilnehmer, sondern vielmehr der Wettbewerb in Bezug auf die Indexkonstruktion und -ermittlung im Vordergrund steht. [...]

Arbeit zitieren:
von Hagen, Spes-Alexa Februar 1999: Alternative Risikofinanzierung über Kapitalmärkte, Hamburg: Diplomica Verlag

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