Alternative Investments
Novum der heutigen Zeit?
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Michael Sezemsky
- Abgabedatum: Mai 2002
- Umfang: 143 Seiten
- Dateigröße: 7,2 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: bfi-Euroteam Fachhochschul-Studiengangs GmbH Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5866-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5866-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5866-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Sezemsky, Michael Mai 2002: Alternative Investments, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Hedge Fonds, Managed Futures, Private Equity, Immobilienfonds, Katastrophenbonds
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Diplomarbeit von Michael Sezemsky
Einleitung:
Die Finanzmärkte haben sich durch Entwicklungen, wie die zunehmende Globalisierung, das Aufkommen neuer Technologien oder die Einführung des Euros zunehmend verändert. Eine Auswirkung, die in den vergangenen Jahren zunehmend beobachtet werden konnte, ist die Zunahme der Korrelation zwischen den Renditen verschiedener traditioneller Anlageklassen.
Um dem entgegenzuwirken ist der Privatinvestor auf der Suche nach neuen Anlagemöglichkeiten. Hier stößt der Investor auf Alternative Investments. In Österreich steckt dieser Bereich zum Großteil noch in den Anfängen und es existieren restriktive Vorschriften, um den Privatinvestor vor diesen „hochspekulativen“ Investments zu schützen.
Die Idee „Alternative Investments“ sowie entsprechende Produkte drängen seit geraumer Zeit auf den Markt. Private Investoren sehen sich mit neuen Begriffen und Strategien konfrontiert, die nach Erklärung verlangen.
Im Rahmen dieser Diplomarbeit soll dies aufgegriffen werden. Anfänglich wird der Unterschied zwischen den traditionellen und alternativen Investments dargestellt. In den folgenden Kapitel werden die „neuen“ Anlagemöglichkeiten unter dem Gesichtspunkt des Privatinvestors erläutert und aufgezeigt, ob und wie eine Investition sinnvoll ist. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf Hedge Fonds, da sie die Hauptgruppe der alternativen Investments darstellt. Abschließend werden die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen in Österreich durchleuchtet und zukünftige Trends aufgezeigt, um das Thema „Alternativen Investments“ abzurunden.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | PROBLEMSTELLUNG | 1 |
| 2. | EINLEITUNG | 2 |
| 3. | ABGRENZUNG TRADITIONELLE- ALTERNATIVE INVESTMENTS | 4 |
| 4. | ALTERNATIVE INVESTMENTS | 7 |
| 4.1 | Hedge Fonds | 8 |
| 4.1.1 | Definition Hedge Fonds | 9 |
| 4.1.2 | Geschichte der Hedge Fonds | 13 |
| 4.1.3 | Investmentstrategien | 18 |
| 4.1.3.1 | Aggressive growth | 20 |
| 4.1.3.2 | Distressed Securities | 20 |
| 4.1.3.3 | Emerging Market | 21 |
| 4.1.3.4 | Fund of Funds-Diversified | 21 |
| 4.1.3.5 | Income | 22 |
| 4.1.3.6 | Global Macro | 22 |
| 4.1.3.7 | Market Neutral Arbitrage | 23 |
| 4.1.3.8 | Market Neutral-Securities Hedging | 24 |
| 4.1.3.9 | Market Timing | 24 |
| 4.1.3.10 | Opportunistic | 24 |
| 4.1.3.11 | Several Strategic | 25 |
| 4.1.3.12 | Short Selling | 25 |
| 4.1.3.13 | Special Situation | 27 |
| 4.1.3.14 | Value | 28 |
| 4.1.4 | Asset Allokation System | 29 |
| 4.1.4.1 | Quantitative Analysekriterien | 30 |
| 4.1.4.2 | Qualitative Analysekriterien | 36 |
| 4.1.5 | Struktur der Hedge Fonds | 39 |
| 4.1.6 | Spezielle Hedge Fonds- Konstruktionen | 41 |
| 4.1.6.1 | Umbrella Hedge Funds | 41 |
| 4.1.6.2 | Funds of Hedge Funds | 42 |
| 4.1.6.3 | Master-Feeder Funds (Zuführungsfonds) | 43 |
| 4.1.6.4 | Cloned Funds (Mirror Funds) | 44 |
| 4.1.7 | Domizilländer | 45 |
| 4.1.8 | Vor- und Nachteile der Hedge Fonds | 46 |
| 4.1.8.1 | Nachteile | 46 |
| 4.1.8.2 | Vorteile | 51 |
| 4.1.9 | Unterschied Hedge Fonds und Managed Futures | 55 |
| 4.2 | Managed Futures | 57 |
| 4.2.1 | Unterteilung der Finanzmärkte | 57 |
| 4.2.2 | Die Definition von Managed Futures | 58 |
| 4.2.3 | Die Entwicklung der Future Märkte | 60 |
| 4.2.4 | Managed Accounts und Futures Funds | 62 |
| 4.2.5 | Der Aufbau eines Futures Funds | 63 |
| 4.2.6 | Handelsstrategien | 65 |
| 4.2.7 | Vor- und Nachteile Managed Futures | 69 |
| 4.2.6.1 | Nachteile | 69 |
| 4.2.6.2 | Vorteile | 69 |
| 4.3 | Exkurs: iFinance Austrian Alternative Investmentindex | 72 |
| 4.4 | Private Equity | 74 |
| 4.4.1 | Definition Private Equity | 76 |
| 4.4.2 | Geschichte Private Equity | 78 |
| 4.4.3 | Finanzierungsphasen Private Equity | 79 |
| 4.4.4 | Investitionsformen des Private Equity-Marktes | 81 |
| 4.4.4.1 | Direktinvestitionen | 81 |
| 4.4.4.2 | Beteiligungsfonds/Beteiligungsgesellschaften | 82 |
| 4.4.4.3 | Dachfonds/Publikumsfonds | 84 |
| 4.4.5 | Exit | 85 |
| 4.4.5.1 | Going Public | 86 |
| 4.4.5.2 | Trade Sale | 87 |
| 4.4.5.3 | Secondary Sale | 87 |
| 4.4.5.4 | Buy Back | 87 |
| 4.4.5.5 | Liquidation/Write off | 87 |
| 4.4.6 | Kennzahlen Private Equity | 88 |
| 4.4.7 | Vor- und Nachteile Private Equity | 89 |
| 4.4.7.1 | Nachteile | 89 |
| 4.4.7.2 | Vorteile | 89 |
| 4.5 | Immobilien | 91 |
| 4.5.1 | Definition | 91 |
| 4.5.2 | Investitionsmöglichkeiten | 93 |
| 4.5.2.1 | Direktinvestition | 93 |
| 4.5.2.2 | Immobilienaktien | 94 |
| 4.5.3.2 | Geschlossene Immobilienfonds | 95 |
| 4.5.3.3 | Offene Immobilienfonds | 97 |
| 4.5.3 | Vor- und Nachteile Immobilien | 98 |
| 4.6 | Sonstige Alternative Investments | 102 |
| 4.6.1 | Weinfonds | 102 |
| 4.6.2 | Medienfonds | 104 |
| 4.6.3 | Schiffsbeteiligung | 105 |
| 4.6.4 | Rohstoffe (Commodities) | 106 |
| 4.6.5 | Wetterderivate | 107 |
| 4.6.6 | Katastrophenbonds (Cat-Bonds) | 109 |
| 4.6.7 | Kunstinvestments | 111 |
| 5. | RECHTLICHE UND STEUERLICHE RAHMENBEDINGUNGEN IN Ö | 113 |
| 5.1 | Hedge- und Futures Fonds | 113 |
| 5.1.1 | Ausländische Investmentfonds | 114 |
| 5.1.2 | Die Konstruktion als AG | 116 |
| 5.2 | Sonderstellung Immobilienfonds | 117 |
| 6. | AUSBLICK & TRENDS | 120 |
| 6.1 | Hedge Fonds | 120 |
| 6.2 | Managed Futures | 121 |
| 6.3 | Private Equity | 123 |
| 6.4 | Immobilienfonds | 123 |
| 7. | SCHLUSS | 125 |
| LITERATURVERZEICHNIS | 127 |
die Selektion der auf Rechnung des Fonds spekulierenden CTAs oder er kann diese Aufgabe an einen Futures Trading Manager übertragen. Der CPO hat die Verfügungsgewalt über nicht bei CTAs platzierten Gelder und kann diese zinstragend anlegen. CTAs müssen bei der CFTC registriert sein und eine Mitgliedschaft bei der NFA haben.107 Die CFTC definiert den CPO wie folgt: „The term, commodity pool operator shall mean any person engaged in a business which is of the nature of an investment trust, syndicate or similar form of enterprise, and who, in connection therewith, solicits, accepts, or receives from others, funds, securities, or property, either directly or through capital contributions, otherwise, for the purpose of trading in any commodity for futures delivery on or subject to the rules of any contract market, but does not include such persons not within the intent of this definition as the Commission may specify by rule of regulation or by order.”108 Der Fachausdruck commodity pool operator bezeichnet irgend jemanden, der an einem Geschäft beteiligt ist, welches die Beschaffenheit eines Investmentfonds, einer Interessensgemeinschaft oder ähnliche Unternehmensformen hat und der in Verbindung damit wirbt, übernimmt oder von anderen Fonds, Sicherheiten oder Grundbesitz erhält, entweder direkt oder durch Einlage, ansonsten zwecks Handel beliebiger Rohstoffe bei Terminlieferung oder gemäß den Gesetzen einer beliebigen Kontraktbörse,...“ In U.S.-Funds ist der CPO sehr oft die Tochtergesellschaft eines Brokers, in Non-U.S.-Funds die Tochtergesellschaft einer Bank oder einer Investmentgesellschaft. Nimmt der CPO nur einen CTA unter Vertrag, so spricht man von Single Advisor Fund (z.B. Clarke Global Magnum), nimmt er zwei oder mehrere CTA´s unter Vertrag, so bezeichnet man diesen Fonds als Multi Advisor Funds (z.B. Merit Futures Portfolio). Der Vorteil bei der letztgenannten Konstruktion liegt in der Risikominimierung durch Diversifikation über mehrere CTA´s mit unterschiedlichen Handelsansätzen.109 Dem Selling Agent wird vom CPO das exklusive Recht, die Fondsanteile zu platzieren, übertragen. Er erhält dafür vom CPO einen Teil des Ausgabeaufschlages (Front-end Fee) oder einen bestimmten Prozentsatz der jährlichen anfallenden Handelskommissionen des Fonds. [...]
Der erste organisierte Terminhandel in Europa fand in niederländischen Wirtshäusern in den Jahren 1634-1638 statt und bezog sich auf Tulpenzwiebeln.101 Doch Futures in ihrer heutigen Form haben ihren Ursprung in Amerika, dort kam es 1848 durch 82 Kaufleute zur Gründung des „Board Trade of the City of Chicago“102, dem ersten organisierten Markt. 1925 wurde zur Reduzierung des Ausfallsrisikos die Hinterlegung einer Sicherheitsleistung bei einer dritten Partei verlangt, welche als unabhängige Institution Clearinghouse genannt wurde.103 Bei den Managed Futures handelt es sich um ein recht junges Produkt der Finanzmärkte. Die Geschichte lässt sich zwar bis 1949 zurückverfolgen, jedoch wurde der damals von Richard Donchian gegründete Fonds 1960 wieder aufgelöst, da das Interesse der Investoren an dieser Form der Geldanlage zu gering war und auch die Performance nicht sonderlich beeindruckte.104 Ein neuer Anlauf wurde 1970 unternommen, als der erste Public Futures Fund bei der SEC registriert wurde. Um die Jahreswende 1974/75 folgten dann einige weitere Fonds, die hauptsächlich durch Umwandlung von bereits bestehenden privaten Investment Partnerships in bei der SEC registrierte Investmentfonds entstanden.105 Erst Mitte der achtziger Jahre wurde die Anlage in Managed Futures bei einem breiten Anlagepublikum bekannt. Heute erschließen sie dem anspruchsvollen Privatkunden neue Möglichkeiten der Risikodiversifikation. Der weltweite Handel mit Futures und Optionen ist in den letzten Jahren rapide angestiegen. Im Jahr 1998 wurden 1482 Millionen Handelskontrakte geschlossen (Abb. 30). [...]
Die CFTC wurde 1974 als eine unabhängige Behörde vom Amerikanischen Congress errichtet und mit der Vollmacht ausgestattet, den Futures und Optionsmarkt in den Vereinigten Staaten zu regulieren. Diese Behörde schützt Marktteilnehmer vor Manipulation, missbräuchlichen Handelspraktiken und Betrug. Durch eine sehr effektive Kontrolle und Regulierung, ermöglicht es die CFTC, daß Märkte ihre, für die Volkswirtschaft äußert wichtige Funktion besser erfüllen können.98 Unternehmen oder Individuen, die Kundengelder verwalten oder Handelsempfehlungen geben, müssen vorher um eine Registrierung bei der National Futures Association (NFA) ansuchen. Die NFA ist eine selbstregulierende Organisation, die von der CFTC anerkannt ist und es sich zum Ziel gesetzt hat, Anleger zu schützen, für einen fairen Handel zu sorgen und für eine Aufklärung und Weiterbildung der Marktteilnehmer zu sorgen und für eine Aufklärung und Weiterbildung der Marktteilnehmer zu sorgen.99 Managed Futures sind in den letzten Jahren immer häufiger zum fixen Bestandteil gut diversifizierter Portfolios vor allem institutioneller Investoren wie Banken, Versicherungen und Pensionsfonds geworden, auch die Nachfrage bei gehobenen Privatkunden nimmt zu. Risikominimierung ist das oberste Gebot, welches allerdings aufgrund der hohen Marginerfordernisse nur mit großen Konten möglich ist. Als strategische Komponente innerhalb eines Investments tragen Managed Futures zu einer effizienten Marktdiversifikation bei, da sie bisher besonders bei nachgebenden Aktien-, Renten- und Immobilienpreisen eine überdurchschnittliche Wertentwicklung verzeichnen konnten. Daher kann ein angemessener Anteil von Managed Futures das Portfoliorisiko reduzieren, bzw. bei gleich bleibendem Risiko zu einer Verbesserung der Ertragssituation führen. Im Rahmen von Futures Fonds bekamen Kleinanleger erst mal die Möglichkeit, sich mit begrenztem Risiko an einem von einem CTA(Commodity Trading Advisor-Handelsberater) gemanagten, breit diversifizierten Portfolio zu beteiligen. Im März des Jahres 1993 gründete die Firma Benchmark den Blue Danube Fund, einen Fund nach Luxemburger Recht (SICAV), der als erster Managed Futures Fonds überhaupt in Österreich zum öffentlichen Vertrieb zugelassen wurde und speziell auf diese Investorenschicht zugeschnitten war.100 [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832458669
Arbeit zitieren:
Sezemsky, Michael Mai 2002: Alternative Investments, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Hedge Fonds, Managed Futures, Private Equity, Immobilienfonds, Katastrophenbonds



