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Aktueller Stand ausgewählter Komponenten des Financial Supply Chain Management

Aktueller Stand ausgewählter Komponenten des Financial Supply Chain Management
Über dieses Buch
  • Art: Bachelorarbeit
  • Autor: Alexey Kaminskiy
  • Abgabedatum: August 2010
  • Umfang: 30 Seiten
  • Dateigröße: 466,7 KB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Hochschule RheinMain Deutschland
  • Bibliografie: ca. 35
  • ISBN (eBook): 978-3-8428-2177-4
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kaminskiy, Alexey August 2010: Aktueller Stand ausgewählter Komponenten des Financial Supply Chain Management, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Financial Supply Chain Management, Purchase-to-Pay, Order-to-Cash, IT Unterstützung, Cash-to-Cash Cycle

Bachelorarbeit von Alexey Kaminskiy

Einleitung:

1.1, Problemstellung:

Durch die zunehmende Integration von Lieferanten in den Wertschöpfungsprozess einer Supply Chain steigt auch die Wichtigkeit der Erhaltung von langfristigen Beziehungen innerhalb der Supply Chains. Das Anstreben einer Win-Win Beziehung zwischen den Partnern einer Lieferkette hält das gesamte Logistiknetzwerk langfristig stabil. Um die langfristigen Beziehungen zwischen den Teilnehmern einer Supply Chain zu erhalten, müssen die Maßnahmen des Debitoren- und Kreditorenmanagements so gesteuert werden, dass die Ausschöpfung der Liquiditätspotenziale der Verbindlichkeiten auf der Beschaffungsseite und die Vermeidung der hohen Forderungsstände auf der Distributionsseite in der Praxis realisierbar sind, ohne dabei die Beziehungen einer Supply Chain zu vernachlässigen. Die gestiegene Integration der Systemlieferanten stellt auch neue Herausforderungen für die Financial Supply Chains: die Teilnehmer der Lieferketten müssen über ausreichende finanzielle Ressourcen verfügen, bis die zahlreichen Vorleistungen im Laufe des Wertschöpfungsprozesses erst am Ende der Supply Chain bezahlt werden. Das Cash Management im Rahmen der Financial Supply Chain gewinnt zusätzlich nach der Wirtschaftskrise an Bedeutung. Durch neue Restriktionen bei der Kreditvergabe durch das Regelwerk ‘Basel II’ geraten manche Unternehmen in Liquiditätsschwierigkeiten, da die Kreditvergabe nun unter verschärften Bedingungen erfolgt. Das FSCM-System stellt dabei für Unternehmen das Potenzial zur Optimierung des Cash-to-Cash-Cycle dar und folglich zur Optimierung der Innenfinanzierung im Unternehmen und in der gesamten Supply Chain. Der Einsatz von IT-Lösungen spielt dabei eine wesentliche Rolle in der Organisation der Unternehmen, speziell im Finanzsektor. Doch ist die Financial Chain in vielen Branchen wenig optimiert, obwohl diese ein Viertel des gesamten IT-Budgets im Unternehmen beansprucht. Entsprechend stecken in der Organisation der Finanzprozesse in und zwischen den Unternehmen innerhalb der Supply Chains ungenutzte Verbesserungsmöglichkeiten, die mit Hilfe von modernen IT-Lösungen umgesetzt werden können.

1.2, Ziele und Aufbau der Arbeit:

Ziel dieses Beitrages ist die Vorstellung des Konzeptes Financial Supply Chain Management sowie Präsentation der aktuellen IT-Lösungen, die ausgewählte Teilprozesse der Financial Supply Chain im Einzelnen unterstützen. Ferner soll diese Arbeit einen Aufschluss über das vorhandene Optimierungspotential und aktuelle Trends im Einsatz der IT-Unterstützung im Kontext der Financial Supply Chain geben. Aus den beschriebenen Zielen der Arbeit leitet sich der weitere Aufbau dieses Beitrags ab. Der Hauptteil der Arbeit beginnt zunächst mit näherer Bestimmung des Begriffs und der Funktionsmerkmale des Financial Supply Chain Management in Kapitel 2. In Kapitel 3 erfolgen dann Erklärung der relevanten Teilprozesse innerhalb einer Financial Supply Chain sowie die Auswahl der relevanten FSCM Teilprozesse. Abschnitt 3.2 widmet sich der detaillierten Vorstellung der aktuellen IT-Unterstützung ausgewählter Teilprozesse. Anschließend werden in Kapitel 4 aktuelle Probleme, Potenziale und Trends der FSCM Unterstützung dargestellt. Kapitel 5 schließt die Arbeit mit Fazit und Ausblick ab.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Ziele und Aufbau der Arbeit 2
2. Theoretische Grundlagen 2
2.1 Definition und Historie des Financial Supply Chain Management 2
2.2 Financial Supply Chain als Geld- und Wertstrom von Purchase-to-Pay und Order-to-Cash 3
3. Ausgewählte IT-Anteile eines Financial Supply Chain Management Systems 5
3.1 Überblick und Auswahl relevanter Systemkomponenten des Financial Supply Chain Management 5
3.2 Beschreibung und aktueller Stand relevanter Systemkomponenten 8
3.2.1 Komponente Qualifizierung 8
3.2.2 Komponente Rechnungsstellung 10
3.2.3 Komponente Reklamation 13
4. Status Quo der relevanten FSCM-Unterstützung 15
4.1 Aktuelle Problemfelder 15
4.2 Bewältigung der Problemfelder – Optimierungspotenziale des Financial Supply Chain Management 17
4.3 Trends in Financial Supply Chain Management 19
5. Fazit und Ausblick 20

Textprobe:

Kapitel 3.2, Beschreibung und aktueller Stand relevanter Systemkomponenten:

Aus o.g. Überlegungen werden in diesem Kapitel die ausgewählten Prozesse Qualifizierung, Rechnungsstellung und Reklamation sowie deren aktuelle Unterstützung durch Informationstechnik detaillierter beschrieben.

3.2.1, Komponente Qualifizierung:

Wie bereits im Abschnitt 3.1 erwähnt, steht der Prozess Qualifizierung am Anfang der Financial Supply Chain bei Aufnahme einer neuen oder Nutzung einer bereits bestehenden Geschäftsbeziehung. Dieser Prozess beginnt mit der Suche und Wahl eines möglichen Geschäftspartners und nachfolgend mit dessen Authentifizierung (bzw. mit der Echtheitsprüfung). Darauf folgt die Bonitätsprüfung des Partners. Die Erkenntnisse aus der Bonitätsprüfung sind von großer Bedeutung für den weiteren Verlauf der Maßnahmen in der Supply Chain. So kann die Transaktion abgelehnt werden oder zusätzliche Absicherungsinstrumente im Rahmen des Absicherungsprozesses in Anspruch genommen werden. Entsprechend können auch höhere Preise verlangt werden im Rahmen des Preisfindungsprozesses. In Abhängigkeit der Perspektive des Käufers oder Verkäufers können den Prozess Qualifizierung die SRM- bzw. CRM-Systeme unterstützen. Eine Integration von externen Ratinggesellschaften ergänzt dabei die o.g. Systeme. Auf der funktionalen Ebene wird der Prozess Qualifizierung in Abhängigkeit der Sicht des Käufers oder Verkäufers folgendermaßen unterteilt: die im Bereich Purchase-to-Pay Funktion der Lieferantenauswahl und im Bereich Order-to-Cash Funktion der Käuferidentifikation- und der Bonitätsprüfung. Die Auswahl der Lieferanten kann zum einen durch interne Systeme wie SRM-Systeme und eProcurement und zum anderen durch externe Beschaffungsmarktplätze unterstützt werden. Dabei können die elektronischen SRMSysteme und Marktplätze als Systembestandteile in eProcurement integriert werden.

Ein SRM-System bietet beispielsweise Onventis GmbH als Tool für das zentrale Controlling und die Organisation aller Einkaufsprozesse an. Das Modul Supplier Management integriert dabei alle Lieferantenprozesse: von der Qualifikation neuer bis hin zur Entwicklung bestehender Lieferanten.

Auch Anbieter pool4tool bietet webbasiert u.a. ein SRM-Modul. Dabei ermöglicht das Tool zunächst eine strukturierte und materialgruppenspezifische Erfassung sämtlicher relevanten Informationen eines Lieferanten wie Zertifikate, Technologien, Produkte, unterstützte Standards etc. Die anschließende Klassifizierung der Lieferantenstammdaten ist die Basis für eine aktive Gestaltung des Lieferantenportfolios sowie die standardisierte Lieferantenauswahl im Beschaffungsprozess.

Auf Informationen über Lieferanten kann auch über Beschaffungsmarktquellen im Internet zugegriffen werden. Umfangreiche Beschaffungsmarktinformationen, Recherchemöglichkeit in vielen Firmendatenbanken ermöglichen solche Internetportale wie www.beschaffungswelt.de, www.wlwonline.de oder auch internationale Seiten wie z.B. www.asiansources.com. Eine weitere Möglichkeit, Informationen über potenzielle Lieferanten einzuholen, geben die Procurement-Homepages der beschaffenden Unternehmen. Dies sind spezielle Internetseiten, auf denen die Käufer Ausschreibungen zur Vergabe von Aufträgen veröffentlichen. Die potenziellen Lieferanten können dann zu dieser Ausschreibung ihr Angebot unterbreiten. Die großen Vorteile sind dabei die Möglichkeit des unbegrenzten Zugriffes im Internet auf die Ausschreibungen durch verschiedene Lieferanten und die nahezu kostenlose Bereitstellung von Beschaffungsinformationen.

Auf der Order-to-Cash Seite kann der Verkäufer (Lieferant) durch interne CRMSysteme und extern durch Kreditauskunftssysteme die Identität und Bonität des potenziellen Käufers prüfen. So sorgt z.B. das SAP Credit Management als eine der mehreren Komponenten in SAP FSCM Software für eine Optimierung der Prozesse der Financial Supply Chain. Ziele im SAP Credit Management sind die Bonitätsbeurteilung der Geschäftspartner, Zuweisung der entsprechenden Risikoklasse und -limits für die spätere Kreditvergabe (Lieferantenkredit). Dabei gibt es eine Möglichkeit der Anbindung des Systems an die externen Auskunftsquellen wie z.B. von Dun & Bradstreet oder Schufa.

Das CrefoSystem von Creditreform unterstützt ebenfalls CRM-Systeme in Kunden- und Risikomanagement. Im Modul Credit Manager stehen den Unternehmen aus allen Branchen Möglichkeiten der Bonitätsprüfung, Steuerung und Festlegung von Kreditlimits und Zahlungskonditionen, Einstufungen einzelner Geschäftskontakte in Risikoklassen zur Verfügung. Das System bietet eine Möglichkeit der Integration in bestehende IT-Systeme (ERP- oder CRM-Systeme) und Geschäftsprozesse. So kann das Modul Credit Manager beispielsweise über eine Schnittstelle die ERP Software von SAP/R3 um die Funktionalitäten des Kredit- oder Debitorenmanagements erweitern.

Arbeit zitieren:
Kaminskiy, Alexey August 2010: Aktueller Stand ausgewählter Komponenten des Financial Supply Chain Management, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Financial Supply Chain Management, Purchase-to-Pay, Order-to-Cash, IT Unterstützung, Cash-to-Cash Cycle

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