Aktueller Stand der Eingangserfassung und Datenverwendung durch RFID im Rahmen von Efficient Consumer Response im Einzelhandel
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Nico Cheung
- Abgabedatum: April 2009
- Umfang: 131 Seiten
- Dateigröße: 2,3 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Nürtingen Deutschland
- Bibliografie: ca. 201
- ISBN (eBook): 978-3-8366-3591-2
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Cheung, Nico April 2009: Aktueller Stand der Eingangserfassung und Datenverwendung durch RFID im Rahmen von Efficient Consumer Response im Einzelhandel, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Radio Frequenz Identifikation, Waren, Einzelhandel, Efficient Consumer Response, Barcode
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Diplomarbeit von Nico Cheung
Einleitung:
Problemstellung der Arbeit:
Die Konsumgüterindustrie und der Handel betrachten die Radio Frequenz Identifikation (RFID) als neue Schlüsseltechnologie zur Ablösung des Barcodes. Das Nutzenpotenzial dieser Identifikationstechnologie geht weit über die Möglichkeiten hinaus, was ein Barcode je im Stande wäre zu leisten. So können gerade in Zeiten der Weltwirtschaftskrise durch die Radio Frequenz Identifikation Rationalisierungen vorgenommen werden, die zu Einsparungen führen und so die Folgen von Absatzverlusten abmildern. Die erste Maßnahme vieler Unternehmen ist hierbei die Überprüfung der eigenen Prozesse mit dem Ziel, Kostensenkung zu erreichen. Die Radio Frequenz Identifikation ermöglicht es, die Transparenz und Effizienz eines Unternehmens und der gesamten Wertschöpfungskette zu verbessern. So kann unter anderem durch die Radio Frequenz Identifikation die Warenverfügbarkeit für den Kunden verbessert werden, aufgrund der durchgehenden transparenten Visibilität von Beständen. Ferner können Prozesse im Wareneingang schneller und präziser durchgeführt werden. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Handelsunternehmen wie Metro, Wal-Mart und Tesco darauf drängen die Radio Frequenz Identifikation sowohl in ihrem eigenen Unternehmen als auch entlang ihrer Versorgungskette zu implementieren. Diesbezüglich erhebt z. B. Wal-Mart von jedem seiner Lieferanten eine Servicegebühr von 2 US Dollar für jede Palette, die angeliefert wird und keinen RFID Transponder enthält.
Zielsetzung der Arbeit:
Ziel dieser Arbeit ist es, die Möglichkeiten der Radio Frequenz Identifikation im Hinblick auf eine Verbesserung der Wareneingangserfassung im Einzelhandel darzustellen. Hierbei soll aufgezeigt werden, welchen Betrag die Radio Frequenz Identifikation dazu leisten kann, Prozesse innerhalb des Wareneingangs zu rationalisieren bzw. automatisieren und zu beschleunigen.
Darüber hinaus soll der Einfluss und der Mehrwert der Radio Frequenz Identifikation auf die qualitativen Wertschöpfungsprozesse eines Unternehmen und auf die gesamte Wertschöpfungskette sowie deren quantitativen Auswirkungen analysiert werden. Daraus ableitend wird aufgezeigt, welche monetäreren Auswirkungen dies für ein Unternehmen und die gesamte Wertschöpfungskette haben.
Aufbau der Arbeit:
Die vorliegende Arbeit gliedert sich in einen theoretischen (Kapitel zwei, drei und vier) und einen empirischen Teil (Kapitel fünf).
Im ersten Kapitel wird die Problemstellung und Zielsetzung dieser Arbeit definiert. Darüber hinaus wird der Aufbau der Arbeit dargestellt und die wesentlichen Begriffe dieser Arbeit erläutert.
Das zweite Kapitel gibt eine Einführung in die Grundlagen der Radio Frequenz Identifikation. Dabei werden verschiedene Arten automatischer Identifikationssysteme und die Bestandteile eines Radio Frequenz Identifikationssystems vorgestellt. Darauf aufbauend wird eine Bewertung der Technologie vorgenommen und durch einen Überblick über die Rationalisierungsmöglichkeiten von Prozessen im Einzelhandel abgeschlossen.
Im dritten Kapitel wird ein beispielhafter Vergleich des Wareneingangsprozesses ohne und mit Verwendung der Radio Frequenz Identifikation dargestellt, sowie Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt, die sich daraus ergeben.
Das vierte Kapitel beschreibt die Möglichkeiten der Verwendung der mit der Radio Frequenz Identifikation erfassten Daten für die Ziele von Efficient Consumer Response. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf die unternehmensinternen und wirtschaftsstufenübergreifenden qualitativen sowie quantitativen Verbesserungen durch die Radio Frequenz Identifikation.
Im fünften Kapitel wird anhand einer empirischen Untersuchung, der aktuelle Stand der Wareneingangserfassung im Einzelhandel, erfasst und dargestellt.
Abschließend werden im sechsten Kapitel die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Radio Frequenz Identifikation im Einzelhandel vorgenommen.
Grundlegende Begriffe der Arbeit:
Bevor im Einzelnen auf die Thematik der Arbeit eingegangen wird, erfolgen zunächst einige Definitionen der erforderlichen Begrifflichkeiten, um ein gemeinsames Verständnis der Arbeit herbeizuführen. Die Begriffserklärung der Radio Frequenz Identifikation wird, aufgrund ihrer Bedeutsamkeit, im Anschluss an dieses Kapitel vorgenommen.
Begriffserklärung Eingangserfassung:
Das Hauptaugenmerk dieser Arbeit liegt, neben der Datenverwendung, auf der Wareneingangserfassung mit Hilfe der Radio Frequenz Identifikation. Demnach soll unter dem Begriff der Eingangserfassung, sowohl der Prozess der physischen Warenannahme als auch der Wareneingangskontrolle und den damit verbundenen Subprozessen, verstanden werden. Die Eingangserfassung erstreckt sich im Rahmen der Arbeit von der Warenannahme und -identifizierung, über deren qualitative und quantitative Überprüfung bis hin zur Verarbeitung der Wareneingangsdaten.
Begriffserklärung Datenverwendung:
Der Begriff der Datenverwendung soll in der vorliegenden Thematik als Möglichkeit der Datenverwertung, die sich aus dem Prozess der Eingangserfassung mittels Radio Frequenz Identifikation ergibt, verstanden werden. Der Schwerpunkt liegt hierbei in der Verwendung der ermittelten Eingangsdaten zur Verbesserung der Effizienz und Kundenorientierung sowohl unternehmensintern als auch unternehmensübergreifend.
Begriffserklärung Handel:
Handel im funktionellen und institutionellen Sinne:
Der Ausschuss für Definitionen zu Handel und Distribution, die sogenannte ‘Katalogkommission’ definiert Handel im funktionellen, institutionellen Sinne wie folgt:
‘Handel im funktionellen Sinne liegt vor, wenn Marktteilnehmer Güter, die sie in der Regel nicht selbst be- oder verarbeiten (Handelsware), von anderen Marktteilnehmern beschaffen und an Dritte absetzten. In der Praxis wird der Begriff im Allgemeinen auf den Austausch von Sachgütern, noch häufiger auf den Austausch von beweglichen Sachgütern eingeschränkt’.
Analog zur dieser Definition soll für den Handel im institutionellen Sinne gleichfalls der Katalogkommission gefolgt werden:
‘Handel im institutionellen Sinne – auch als Handelsunternehmung oder Handelsbetrieb bezeichnet – umfasst jene Institutionen, deren wirtschaftliche Tätigkeit ausschließlich oder überwiegend dem Handel im funktionellen Sinne zuzurechnen ist’.
Groß- und Einzelhandel:
Groß- und Einzelhandel unterscheiden sich im Wesentlichen durch den Absatz gegenüber den eingebundenen Wirtschaftssubjekten. Dabei lassen sich Groß- und Einzelhandel gleichfalls sowohl im funktionellen als auch im institutionellen Sinne abgrenzen:
Großhandel:
‘Großhandel im funktionellen Sinne liegt vor, wenn Marktteilnehmer Güter, die sie in der Regel nicht selbst be- oder verarbeiten (Handelswaren), vom Hersteller oder anderen Lieferanten beschaffen und an Wiederverkäufer, Weiterverarbeiter, gewerbliche Verwender (z.B. Behörden, Bildungsstätten) oder an sonstige Institutionen (z. B. Kantinen, Vereine), soweit es sich nicht um private Haushalte handelt, absetzen’.
Hierbei spielen weder die Anzahl der abgenommenen Waren, noch der wertmäßige Betrag eine wesentliche Rolle, sondern allein die Absicht einer gewerblichen Verwendung.
‘Großhandel im institutionellen Sinne, auch als Großhandelsunternehmung, Großhandelsbetrieb oder Großhandlung bezeichnet, umfasst jene Institutionen, deren wirtschaftliche Tätigkeit ausschließlich oder überwiegend dem Großhandel im funktionellen Sinne zuzurechnen ist’.
Einzelhandel:
‘Einzelhandel im funktionellen Sinne liegt vor, wenn Marktteilnehmer Güter, die sie in der Regel nicht selbst be- oder verarbeiten (Handelswaren) von anderen Marktteilnehmern beschaffen und an private Haushalte absetzen’.
Zum Begriff der privaten Haushalte werden zum einen Endverbraucher, bei Verbrauchsgütern wie bspw. Lebensmitteln und zum anderen Endgebraucher, bei Gebrauchsgütern wie bspw. Fernsehern und Waschmaschinen zugeordnet.
‘Einzelhandel im institutionellen Sinne, auch als Einzelhandelsunternehmung, Einzelhandelsbetrieb oder Einzelhandlung bezeichnet, umfasst jene Institutionen, deren wirtschaftliche Tätigkeit ausschließlich oder überwiegend dem Einzelhandel im funktionellen Sinne zuzurechnen ist’.
Nachdem die wesentlichen Begrifflichkeiten in dieser Arbeit erläutert und abgegrenzt wurden, werden im nächsten Kapitel die Grundlagen der Radio Frequenz Identifikation vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | VII | |
| Abbildungsverzeichnis | IX | |
| Tabellenverzeichnis | XI | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung der Arbeit | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung der Arbeit | 1 |
| 1.3 | Aufbau der Arbeit | 2 |
| 1.4 | Grundlegende Begriffe der Arbeit | 2 |
| 1.4.1 | Begriffserklärung Eingangserfassung | 3 |
| 1.4.2 | Begriffserklärung Datenverwendung | 3 |
| 1.4.3 | Begriffserklärung Handel | 3 |
| 1.4.3.1 | Handel im funktionellen und institutionellen Sinne | 3 |
| 1.4.3.2 | Groß- und Einzelhandel | 4 |
| 2. | Grundlagen der Radio Frequenz Identifikation (RFID) | 5 |
| 2.1 | Begriffserklärung RFID | 5 |
| 2.2 | Entwicklung RFID | 5 |
| 2.3 | Einordnung und Komponenten von RFID | 7 |
| 2.3.1 | Einordnung von RFID in die automatischen Identifikationssysteme | 7 |
| 2.3.1.1 | Barcode | 8 |
| 2.3.1.2 | Optical Character Recognition | 9 |
| 2.3.1.3 | Magnetstreifen | 10 |
| 2.3.1.4 | Biometrische Verfahren | 10 |
| 2.3.1.5 | Chipkarten | 11 |
| 2.3.2 | Komponenten von RFID | 12 |
| 2.3.2.1 | Transponder | 12 |
| 2.3.2.2 | Bauformen | 13 |
| 2.3.2.3 | Schreib- und Lesegerät | 14 |
| 2.3.2.4 | Antenne | 15 |
| 2.3.2.5 | Energieversorgung | 16 |
| 2.3.2.6 | Frequenzen | 17 |
| 2.3.2.7 | Standardisiertes Datenkonzept | 18 |
| 2.4 | Bewertung RFID | 19 |
| 2.4.1 | Vorteile RFID | 20 |
| 2.4.1.1 | Kontaktlose Datenübertragung | 20 |
| 2.4.1.2 | Pulkerfassung | 20 |
| 2.4.1.3 | Speicherkapazität und Wiederbeschreibbarkeit der Funketiketten | 20 |
| 2.4.1.4 | Tracking und Tracing | 21 |
| 2.4.1.5 | Unempfindlichkeit der Funketiketten | 22 |
| 2.4.2 | Nachteile RFID | 22 |
| 2.4.2.1 | Mangelhafte Normierung von Kommunikations- und Systemstandards | 22 |
| 2.4.2.2 | Datenschutzrechtliche Bedenken | 23 |
| 2.4.2.3 | Kosten der Funketiketten | 24 |
| 2.4.2.4 | Entsorgung und Deaktivierung der RFID Tags | 24 |
| 2.4.2.5 | Physikalische Einschränkungen | 25 |
| 2.4.3 | Abschließende Bewertung durch Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen | 26 |
| 2.5 | RFID als Technologie zur Rationalisierung von Prozessen im Einzelhandel | 27 |
| 2.5.1 | Überblick über den Einsatz mit RFID in Prozessen des Einzelhandels | 27 |
| 2.5.2 | Prozess der automatisierten Wareneingangserfassung durch RFID und Verwendung der erfassten Eingangsdaten als Untersuchungsgegenstand der Arbeit | 30 |
| 3 | Eingangserfassung durch RFID | 31 |
| 3.1 | Vergleichende Gegenüberstellung der Formen der Eingangserfassung | 31 |
| 3.1.1 | Eingangserfassung ohne RFID | 31 |
| 3.1.1.1 | Warenannahme ohne RFID | 31 |
| 3.1.1.1.1 | Befugtes Personal zur Warenannahme | 32 |
| 3.1.1.1.2 | Identifizierung der Ware | 32 |
| 3.1.1.1.3 | Qualitative Kontrolle | 33 |
| 3.1.1.1.3.1 | Optische Prüfung der Ware | 33 |
| 3.1.1.1.3.2 | Stichprobenüberprüfung der Ware | 33 |
| 3.1.1.1.4 | Quantitative Kontrolle | 34 |
| 3.1.1.1.4.1 | Mengenmäßige Erfassung der Waren | 34 |
| 3.1.1.1.4.2 | Abgleich der Liefer- mit den Bestelldaten | 34 |
| 3.1.1.1.4.3 | Retouren | 34 |
| 3.1.1.1.5 | Verarbeitung der Eingangsdaten ohne RFID | 35 |
| 3.1.2 | Eingangserfassung mit RFID | 37 |
| 3.1.2.1 | Warennahme mit RFID | 37 |
| 3.1.2.1.1 | Befugtes Personal zur Warenannahme | 37 |
| 3.1.2.1.2 | Identifizierung der Ware | 38 |
| 3.1.2.1.3 | Qualitative Kontrolle | 38 |
| 3.1.2.1.3.1 | Optische Prüfung der Ware | 38 |
| 3.1.2.1.3.2 | Stichprobenüberprüfung der Ware | 38 |
| 3.1.2.1.4 | Quantitative Kontrolle | 39 |
| 3.1.2.1.4.1 | Mengenmäßige Erfassung der Waren | 39 |
| 3.1.2.1.4.2 | Abgleich der Liefer- mit den Bestelldaten | 39 |
| 3.1.2.1.4.3 | Retouren | 39 |
| 3.1.2.1.5 | Verarbeitung der Eingangsdaten mit RFID | 40 |
| 3.2 | Verbesserungsmöglichkeiten der Wareneingangserfassung durch Einsatz von RFID | 40 |
| 3.2.1 | Abzuleitende Verbesserungspotentiale bei der Warennahme | 40 |
| 3.2.1.1 | Identifizierung der Ware | 40 |
| 3.2.1.2 | Qualitative Kontrolle | 40 |
| 3.2.1.2.2 | Stichprobenüberprüfung der Ware | 41 |
| 3.2.1.3 | Quantitative Kontrolle | 41 |
| 3.2.1.3.1 | Mengenmäßige Erfassung der Waren | 41 |
| 3.2.1.3.2 | Abgleich der Lieferdaten | 42 |
| 3.2.1.3.3 | Retouren | 42 |
| 3.2.1.4 | Verbesserungsmöglichkeiten bei der Verarbeitung der Eingangsdaten | 42 |
| 4 | Möglichkeiten der Verwendung der mit RFID erfassten Daten für die Ziele von Efficient Consumer Response | 44 |
| 4.1 | Qualitative Verbesserungen der unternehmensinternen Wertschöpfungsprozesse und der Kundenorientierung mit RFID | 45 |
| 4.1.1 | Qualitative Verbesserungen der unternehmensinternen Wertschöpfungsorientierung mit Radio Frequenz Identifikation | 45 |
| 4.1.1.1 | Schnellere Verfügbarkeit, Genauigkeit und Fehlerfreiheit von Informationen | 45 |
| 4.1.1.2 | Prozessrationalisierung mit der Folge von Kostensenkungen | 46 |
| 4.1.1.3 | Vermeidung von Überbeständen und Bestandslücken | 46 |
| 4.1.1.4 | Verbesserung der Qualitätskontrolle | 48 |
| 4.1.1.5 | Schutz vor Diebstahl | 49 |
| 4.1.2 | Qualitative Verbesserungen der Kundenorientierung mit RFID | 50 |
| 4.1.2.1 | Verbesserung der Sortimentsbildung | 50 |
| 4.1.2.2 | Verbesserung der Warenverfügbarkeit | 51 |
| 4.1.2.3 | Optimierung des Preisniveaus | 51 |
| 4.2 | Qualitative Verbesserungen der unternehmensübergreifenden Wertschöpfungsprozesse und der Kundenorientierung mit RFID | 52 |
| 4.2.1 | Qualitative Verbesserungen der unternehmensübergreifenden Wertschöpfungsprozesse mit RFID | 52 |
| 4.2.1.1 | Verbesserung des Warenflusses | 52 |
| 4.2.1.1.1 | Vermeidung von Überbeständen und Bestandslücken | 52 |
| 4.2.1.1.2 | Prozessrationalisierung mit der Folge von Kostensenkungen | 53 |
| 4.2.1.1.3 | Verbesserung der Lieferbereitschaft und Produktverfügbarkeit | 54 |
| 4.2.1.2 | Verbesserung des Informationsflusses | 54 |
| 4.2.1.3 | Verbesserung des Zahlungsflusses | 55 |
| 4.2.2 | Qualitative Verbesserungen der Unternehmensübergreifenden Kundenorientierung mit Radio Frequenz Identifikation | 56 |
| 4.2.2.1 | Point of Sales Daten als Grundlage der Sortimentsoptimierung | 56 |
| 4.2.2.2 | Optimierung der Verkaufsförderung mittels Daten der Radio Frequenz Identifikation | 57 |
| 4.3 | Quantitative Auswirkungen des RFID Einsatzes auf den Unternehmenserfolg und den Erfolg der gesamten Wertschöpfungskette | 58 |
| 4.3.1 | Quantitative Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg | 58 |
| 4.3.1.1 | Steigerung von Umsatz und Ertrag | 58 |
| 4.3.1.1.1 | Steigerung des Umsatzes | 58 |
| 4.3.1.1.2 | Steigerung der Verkaufsflächenproduktivität | 58 |
| 4.3.1.1.3 | Steigerung des Lagerumschlages | 58 |
| 4.3.1.1.4 | Steigerung der Handelsspanne | 59 |
| 4.3.1.1.5 | Steigerung des Deckungsbeitrags | 59 |
| 4.3.1.2 | Reduzierung der Kapitalbindung und der Handlungskosten | 60 |
| 4.3.1.2.1 | Reduzierung der Kapitalbindung | 60 |
| 4.3.1.2.2 | Reduzierung der Transportkosten | 60 |
| 4.3.1.2.3 | Reduzierung der Lagerkosten | 61 |
| 4.3.1.2.4 | Reduzierung der Personalkosten | 61 |
| 4.3.1.2.5 | Reduzierung der Bestandsabschreibung und Inventurdifferenzen | 62 |
| 4.3.1.2.6 | Reduzierung der Werbekosten | 62 |
| 4.3.1.3 | Steigerung der Rentabilität | 63 |
| 4.3.1.3.1 | Steigerung des Ergebnisses | 64 |
| 4.3.1.3.2 | Steigerung der Umsatzrentabilität | 64 |
| 4.3.1.3.3 | Steigerung der Kapitalrentabilität | 64 |
| 4.3.2 | Quantitative Auswirkungen auf den Erfolg der Wertschöpfungskette | 65 |
| 4.3.2.1 | Möglichkeiten zur Steigerung von Umsatz und Ertrag | 65 |
| 4.3.2.2 | Kosteneinsparungspotentiale | 66 |
| 4.3.2.3 | Mögliche negative Auswirkungen auf die Kostenhöhe bei einzelnen Gliedern der Wertschöpfungskette | 67 |
| 5. | Empirische Untersuchung der Wareneingangserfassung und Datenverwendung auf RFID-Basis | 68 |
| 5.1 | Ableitung der Thesen der empirischen Untersuchung | 69 |
| 5.2 | Design der empirischen Untersuchung | 70 |
| 5.2.1 | Bestimmung der Erhebungsmethode | 70 |
| 5.2.2 | Bestimmung der Grundgesamtheit, des Auswahlverfahrens und der Stichprobe | 71 |
| 5.2.3 | Aufbau und Inhalt des Fragebogens | 72 |
| 5.2.4 | Personelle und zeitliche Untersuchungsplanung | 73 |
| 5.2.5 | Methoden der Datenanalyse | 74 |
| 5.2.6 | Methodenkritik | 74 |
| 5.3 | Durchführungsbericht der Untersuchung | 76 |
| 5.3.1 | Ablauf der Untersuchung | 76 |
| 5.3.2 | Ungeplante Abweichungen | 76 |
| 5.4 | Ergebnisse der empirischen Untersuchung | 77 |
| 5.4.1 | Darstellung der Ergebnisse | 77 |
| 5.4.2 | Interpretation der Ergebnisse | 91 |
| 5.4.3 | Beantwortung der Untersuchungsthesen | 96 |
| 6. | Schlussbetrachtung | 99 |
| 6.1 | Zusammenfassung der Ergebnisse der Arbeit | 99 |
| 6.2 | Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Radio Frequenzidentifikation im Einzelhandel | 100 |
| Anlagenverzeichnis | 103 | |
| Literatur- und Quellenverzeichnis | 111 |
Textprobe:
Kapitel 4.3, Quantitative Auswirkungen des RFID Einsatzes auf den Unternehmenserfolg und den Erfolg der gesamten Wertschöpfungskette:
Nachfolgend werden die quantitativen Auswirkungen sowohl im Hinblick auf den eigenen Unternehmenserfolg als auch auf den Erfolg der gesamten Wertschöpfungskette aufgezeigt.
Quantitative Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg.
Steigerung von Umsatz und Ertrag:
Steigerung des Umsatzes:
Mit RFID werden Kostensenkungspotentiale realisiert, die sich positiv auf die Entwicklung des Umsatzes auswirken. So führt eine verbesserte Warenverfügbarkeit zu weniger OOS Situationen, was wiederum höhere Umsätze ermöglicht. Ferner wird mit einer verbesserten Qualitätskontrolle von Waren der Anteil an nicht verkäuflichen Waren deutlich reduziert, sodass auch dadurch höhere Umsätze generiert bzw. geringere Umsatzeinbußen hingenommen werden müssen. Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Aspekt, der Einfluss auf einen höheren Umsatz hat, ist die Steigerung der Kundenzufriedenheit. Die mit RFID ermöglichten Einsparungen von Handlungskosten können in Form von Preissenkungen direkt an den Kunden weitergegeben werden und wirken sich dabei positiv auf die Kundenzufriedenheit aus. Diese trägt wiederum zur Steigerung des Umsatzes bei. Darüber hinaus ist es mit RFID möglich, durch eine automatisierte permanente Inventur Umsatzeinbußen zu vermeiden und einen größeren Umsatz zu erzielen.
Steigerung der Verkaufsflächenproduktivität:
Die Verkaufsflächenproduktivität, welche die Rentabilität der Brutto- bzw. Nettoverkaufsfläche angibt, drückt den Bruttojahresumsatz pro Quadratmeter Verkaufsfläche aus. Analog zur Steigerung des Umsatzes wird gleichfalls die Verkaufsflächenproduktivität erhöht werden können.
Steigerung des Lagerumschlages:
Aufgrund dessen, dass mit einer Implementierung von RFID der Bestand an Waren reduziert werden kann, müssen weniger Waren bevorratet werden. Dies hat zur Folge, dass die Lagerumschlagshäufigkeit zunimmt und die durchschnittliche Lagerverweildauer von Waren reduziert wird. Ferner wirkt sich ein höherer Lagerumschlag positiv auf die Rentabilität und Liquidität eines Unternehmens aus. Insbesondere Zinskosten auf Bestände, Energie- und Versicherungskosten, sowie Kosten aus Verlusten, Schwund bzw. Verderb von Waren werden hierbei ebenfalls verringert.
Steigerung der Handelsspanne:
Die Aufgabe der Preispolitik von Handelsunternehmen ist es, für die angebotenen Leistungen, die sich aus einer Sachgüter- und Dienstleistungskomponente zusammensetzen, einen adäquaten Verkaufspreis festzusetzen. Die Differenz zwischen dem Einkaufs- oder Einstandspreis und dem Verkaufspreis wird hierbei als Handelsspanne definiert. Diese setzt sich aus dem Gewinn, der erzielt werden soll, den zu deckenden Handlungskosten und den Kosten für Warenverluste, zusammen.
Die mit RFID erzielbaren Senkungen der Handlungskosten wirken sich positiv auf die Berechnung der Handelsspanne aus. Insbesondere müssen dadurch bei der Kalkulation der Handelsspanne geringere Anteile der Handlungskosten gedeckt werden, sodass mit Blick auf einen unveränderten Verkaufspreis eine höhere Handelsspanne realisiert werden kann. Zusätzlich kann eine Win-Win-Situation, sowohl für das Unternehmen als auch für den Kunden erreicht werden, indem die eingesparten Kosten in Form von Preisreduzierungen an den Kunden weitergeben werden. Kunden profitieren von günstigeren Preisen und Unternehmen können dessen ungeachtet die Handelsspanne erhöhen. Ferner wirkt die sich Höhe der Handelsspanne auf die Rentabilität aus.
Steigerung des Deckungsbeitrags:
Um zu ermitteln, ob ein Handelsunternehmen wirtschaftlich arbeitet, insbesondere, ob ein Artikel, eine Warengruppe oder ein Bereich eines Unternehmens die eigenen, selbst verursachten Kosten deckt, wird im Handel zumeist auf eine mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung zurückgegriffen. Bei einer Teilkostenrechnung erfolgt im Gegensatz zu einer reinen Vollkostenrechnung die Aufschlüsselung von variablen und fixen Kosten. Der Fixkostenblock wird hierbei zusätzlich in mehrere Fixkostenschichten aufgeteilt. Die mit RFID verbunden Kostensenkungspotentiale spiegeln sich letzten Endes in einer Verringerung von fixen und variablen Kosten wider, welche im Zuge einer Deckungsbeitragsrechnung den Deckungsbeitrag pro Artikel, Warengruppe oder Unternehmensbereich bestimmt. Infolge dessen, dass geringere Fixkosten (Personal- oder Raumkosten) sowie geringere variable Kosten (Werbekosten usw.) anfallen wird eine Steigerung des Deckungsbeitrages erzielt.
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Cheung, Nico April 2009: Aktueller Stand der Eingangserfassung und Datenverwendung durch RFID im Rahmen von Efficient Consumer Response im Einzelhandel, Hamburg: Diplomica Verlag
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