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Aktuelle Struktur der Medienwirtschaft

IMAX Kinos - Spielstätten- & Programmstruktur

Aktuelle Struktur der Medienwirtschaft
Über dieses Buch
  • Art: Studienarbeit
  • Autor: Friedrich Böhm
  • Abgabedatum: Februar 2003
  • Umfang: 43 Seiten
  • Dateigröße: 829,7 KB
  • Note: 1,2
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Fernsehen und Film Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6674-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6674-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6674-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Böhm, Friedrich Februar 2003: Aktuelle Struktur der Medienwirtschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: 3D Kino, Filmtechnik, Projektionstechnik, Event-Kino, Digitaler Film

Studienarbeit von Friedrich Böhm

Zusammenfassung:

Was ist IMAX? Die Wortschöpfung IMAX leitet sich aus dem englischen Begriff Image Maximum ab und offenbart somit zugleich den Ansatz dieses Mediums: Auf einer überdurchschnittlich großen Leinwand soll das maximale Seherlebnis geboten werden.

Die vorliegende medienwirtschaftliche Untersuchung gibt einen detaillierten Einblick in die aktuelle internationale Spielstätten- und Programmstruktur von IMAX Kinos, mit einem Schwerpunkt auf den deutschen Markt.

Als Grundlagen werden sowohl die Entstehungs- und Firmengeschichte der kanadischen IMAX Corporation, aber auch verschiedene technische Grundparameter der IMAX Film- und Projektionstechnik in Zusammenhang mit ihrer produktionswirtschaftlichen Bedeutung behandelt.

Am Ende der Arbeit findet sich eine Prognose für die Zukunft des Formates IMAX, welche aktuelle medienwirtschaftliche Tendenzen und technische Neuerungen, wie z.B. 3D Kino oder den Transfer von regulären Kinofilmen in das IMAX Format berücksichtigt.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 1
2. DIE IMAX CORPORATION GESTERN & HEUTE
2.1 Die IMAX Corporation heute 3
2.1.1 Entwicklung von Basistechnologie 3
2.1.2 Filmherstellung (Eigenproduktion) 4
2.1.3 Betrieb von Spielstätten 4
2.1.4 Verleih & Verkauf der Basistechnologie 4
2.1.5 Lizenzierung von IMAX Systemen 5
2.1.6 Investition in neue Basistechnologie 5
2.2 Überblick: Historie des IMAX Kinos 5
3. AKTUELLE MEDIENWIRTSCHAFTLICHE BETRACHTUNG
3.1 Spielstättenstruktur: Verbreitung & Standorte 7
3.2 Investitionsvolumen bei IMAX Kinos 11
3.3 Erlösstruktur bei IMAX Kinos 12
3.4 Laufende Kosten von IMAX Kinos 13
3.6 Sonderform: IMAX Dome 13
3.7 Sonderform: 3D IMAX 14
3.7 Traditionelle Programmstruktur: Edutainment 17
4. ENTWICKLUNGEN & TENDENZEN
4.1 Programmstrategie & -philosophie 21
4.2 Der Hollywood-Kinofilm im IMAX Kino 22
4.2 Technische Kompatibilität & Formattransfer
4.3.1 Kompatibilität 35mm à 15/70mm 23
4.3.2 Das IDMR Verfahren 24
4.3.3 Audio Remastering für DTAC 25
4.4 Auswirkungen auf die Spielstättenstruktur 26
4.5 Die digitale Zukunft von IMAX 26
5. PROGNOSE: CHANCEN FÜR DIE ZUKUNFT? 28
6. ANHANG 32
6.1 Technische Eigenschaften des IMAX Kinos
6.1.1 IMAX 15/70mm Filmtechnik 32
6.1.2 IMAX Spielstättenarchitektur 34
6.1.3 IMAX Projektionstechnik 35
6.1.4 IMAX DTAC Kinotontechnik 36
6.1.5 Technisch bedingte Kostenparameter 36
6.2 Sonstige Abbildungen 38
6.3 Total Box Office Übersicht 39
7. QUELLENVERZEICHNIS 40

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die IMAX Corporation sowie das Marketing Network der IMAX Spielstätten versucht mit Erfolg, vor allem in den USA, zu einem inoffiziellen Bestandteil des schulischen Curriculums zu werden. Lehrer können mit ihren Schulklassen sogenannte „field trips“ (= Schulausflüge) zu IMAX Kinos unternehmen und genießen dort Sonderkonditionen. Die dargebotenen Filme geben einen hohen Bildungscharakter vor, indem sie z.B. naturwissenschaftliche Themen lehrreich aufbereiten und zudem einen aufregenden und unterhaltsamen Kinonachmittag versprechen. Wissenschaftliche Inhalte werden in einfacher Formulierung aus dem Off von zugkräftigen Stars aus Hollywood eingesprochen (z.B. Tom Cruise bei „Space Station 3D“) und sollen somit für alle Altersklassen und alle Schulklassenlevel zugänglich sein. Hierzu arbeitet die IMAX Corporation im US-amerikanischen Raum bei der kreativen Stoffentwicklung sowie im Marketing-Bereich sehr eng mit diversen Bildungsinstitutionen wie Lehrerverbänden, Universitäten und wissenschaftlichen Stiftungen zusammen. Über die Domain http://www.imax.com können Lehrer und selbstverständlich auch alle anderen Webnutzer unter dem Link „Education“ sogenannte „IMAX Educator´s Resource Guides“ herunterladen, welche den pädagogischen Wert der einzelnen IMAX Filme darlegen. Im nächsten Schritt ist eine Online-Buchung in der nächstgelegenen IMAX Spielstätte sofort möglich. Von den bislang circa 300 Filmen, die für das Medium IMAX auf 15/70mm produziert wurden (seit 1967), sind insgesamt 50 Filme Eigenproduktionen der IMAX Corporation. Inhaltlich sind dies wie gesagt zum Großteil Dokumentationen oder Docufictions im 25- bis 45 Minuten-Format. In monumentalen Bildern werden Naturereignisse, Klimazonen, archäologische Wunderlichkeiten, wissenschaftliche Sensationen oder das Leben in den Tiefen der Meere thematisiert. [...]

Ein ähnliches Ergebnis wurde bereits 2000 mit dem Film „Fantasia 3D“ erzielt. Hier wurde der ursprüngliche Zeichentrickfilm aus dem Hause Walt Disney in gekürzter Fassung einem Remastering-Prozess unterzogen, indem nachträglich 3D Effekte hinzugefügt wurden, und das Endergebnis anschließend auf zwei 15/70mm Filmstreifen für die IMAX 3D Auswertung ausbelichtet wurde. Eine weitere, ähnlich gelagerte Produktion war der 3D-Film „Cyber World“ (auch 2000), der aus 8 CGI-Segmenten besteht, welche Versatzstücke aus bekannten Hollywood Produkten wie „Antz“ (Dreamworks SKG), „Monkey Brain Sushi“ (Sony Pictures) oder der Comicfigur Homer aus „The Simpsons“ (20th Century Fox) zu einer Art Revue-Show zusammenfügte. Auch die deutsche Produktion Spans & Partner war mit einer 3D Sequenz ihres „Joe Fly & Sanchez“ beteiligt. Optisch wie pädagogisch effektvolle Computeranimationen finden sich auch im IMAX 3D Film „Galaxy“, der weltweit ausschließlich im Phantasialand Brühl in 3D gezeigt wird. Die Spielstättenbetreiber haben für dieses rasante Computerspektakel sogar Anschnallgurte im Kino anbringen lassen, um den Erlebnischarakter der Vorführung noch zu steigern. Diese Installation bildet einen fließenden Übergang zwischen den IMAX Systemen IMAX 3D und IMAX Simulator Ride. 3.7 Traditionelle Programmstruktur: Edutainment [...]

das rechte sowie das linke Objektiv auf einem einzigen Filmstreifen belichten kann. Ein allgemeines Problem aller live-action 3D Filme ist die Tiefenschärfe. Durch das extrem große Bildfenster einer 15/70mm Kamera ist sie naturgemäß sehr gering. Dies resultiert darin, dass der Kameramann beim Drehen durch die Wahl der Schärfenebene festlegen muss, welche Tiefenebenen innerhalb des dreidimensionalen Bildes für den Zuschauer später als scharf erscheinen sollen. Die „totale Illusion“ wird demnach dadurch zunichte gemacht, dass der Zuschauer nicht wie in der wirklichen dreidimensionalen Wahrnehmung mit seinem Auge frei fokussieren kann. Nur eine Tiefenebene wird scharf abgebildet. Alles restliche ist unscharf. Der Blick des Zuschauers wird also gezwungenermaßen auf eine einzelne Tiefenebene gelenkt, was als sehr störend empfunden werden kann und bereits bei der Bildkomposition stark zu beachten ist. Zudem entstehen an hochkontrastigen Konturen in unscharfen Tiefenebenen störende Doppelkanten. 3D Filmemacher versuchen diese negativen Artefakte durch eine durchgehende Auflösung mit kurzen Brennweiten (Weitwinkelobjektiven) auszuschalten, was jedoch die visuellen Gestaltungsmöglichkeiten enorm einengt. Diese Nachteile sind den Machern von 3D Filmen selbstverständlich bewusst. Der Bereich voll computeranimierter Filme, auch: CGI (computer generated imaging), ermöglicht hingegen die totale Kontrolle über sämtliche Tiefenebenen und folglich auch unendliche Tiefenschärfe. Seit 2000 arbeitet IMAX für 3D CGI-Produktionen mit dem eigens entwickelten SANDDE System (Stereoskopic Animation Drawing Device) und erzielt zumindest technisch hervorragende Ergebnisse. “Santa versus the Snowman (3D)” war 2002 ein voll computeranimierter und eigens für IMAX 3D Kinos hergestellter Film, der das Manko der geringen Tiefenschärfe überwinden konnte. Die 3D Simulation konnte in diesem Falle durch Einsatz von SANDDE und zusätzlicher Computertechnik, u.a. durch das CGISystem Houdini 5, sogar verstärkt werden, so dass z.B. ein Faustschlag den Zuschauer direkt vor die Nase trifft. [...]

Arbeit zitieren:
Böhm, Friedrich Februar 2003: Aktuelle Struktur der Medienwirtschaft, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
3D Kino, Filmtechnik, Projektionstechnik, Event-Kino, Digitaler Film

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