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Aktives Personalmanagement als Führungsinstrument zur Ergebnisverbesserung

Aktives Personalmanagement als Führungsinstrument zur Ergebnisverbesserung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Rico Grundey
  • Abgabedatum: August 2003
  • Umfang: 91 Seiten
  • Dateigröße: 658,5 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Berufsakademie Sachsen, Staatliche Studienakademie Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7642-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7642-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7642-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Grundey, Rico August 2003: Aktives Personalmanagement als Führungsinstrument zur Ergebnisverbesserung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Führungsstil, Führungstechniken, immaterielle Motivationsinstrumente, materielleMotivationsinstrumente

Diplomarbeit von Rico Grundey

Einleitung:

Die zunehmende Bedeutung des Humankapitals für den Erfolg oder Misserfolg von Unternehmen dürfte unlängst bekannt sein. Der Produktionsfaktor Mensch gilt in modernen Unternehmen als d e r gewichtige Faktor für den Unternehmenserfolg. Demzufolge ist der Aufbau und die Pflege von Human-Ressourcen eine der wichtigsten Managementaufgaben der Zukunft. Der Mitarbeiter muss der reinen Kostenfaktor-Betrachtung entfliehen und gehört in den Mittelpunkt des Unternehmens gestellt. Nur mit einem aktivierten Humanvermögen lassen sich die Herausforderungen des zunehmenden globalen Wettbewerbs bewältigen.

Somit wird dem Aufgabengebiet Personalmanagement zunehmend größere Aufmerksamkeit gewidmet, um den bedeutenden strategischen Engpass- und Erfolgsfaktor Mensch aktiv und konsequent im Unternehmen einsetzen zu können.

Die Zielsetzung dieser Arbeit soll sein, gezielte Maßnahmen im Personalmanagement aufzuzeigen, die als Voraussetzung für eine Leistungs- und somit Ergebnisverbesserung dienlich sind. Dabei sollen die Instrumente der Personalführung, als ein Teil der vielen existierenden Schlüsselbereiche des Personalmanagements, herausgegriffen und letztendlich genauer analysiert werden. Da die zunehmende Dezentralisierung und Delegation von Personalführungsaufgaben auf die Führungskräfte den Erfolg der Personarbeit entscheidend prägt.

Damit diese Führungsaufgaben effektiv wahrgenommen werden und das Führungs-verhalten optimal auf eine Ergebnisverbesserung ausgerichtet werden kann, ist ein fundiertes Hintergrundwissen der Führungskraft über die Gesetzmäßigkeiten des menschlichen Handelns unumgänglich. Dabei handelt es sich um bestimmte Führungstechniken, sowie um verhaltens- und motivationstheoretische Grundlagen, mit denen menschliches Verhalten besser erklärt, verstanden und initiiert werden kann. Nur so ist es der Führungskraft möglich, die Motive, Interessen und Bedürfnisse des jeweiligen Mitarbeiters zu erkennen und die entsprechenden Motivationsinstrumente ganz gezielt für den Erfolg des Unternehmens einzusetzen.

Das angeführte notwendige Grundlagenwissen der Personalführung, das als ein Teil des Personalmanagements betrachtet wird, soll durch diese Arbeit vermittelt werden.

Dabei wird im ersten Teil (Kapitel 2), neben der allgemeinen Begriffsbestimmung, die primären Unternehmensziele im Hinblick der Ergebnisverbesserung erläutert. Außerdem stellt dieser den Bezug zwischen der Personalführung und dem Personalmanagement her. Des weiteren sollen die zugrundeliegenden Menschenbilder dargestellt werden, da sie als Haupteinflussgrößen für das Personalmanagement, speziell für die Personalführung gelten.

Darauf aufbauend soll das 3. Kapitel dieser Diplomarbeit das Thema Personalführungssystem, an Hand der Führungsstilarten, des Führungsverhaltens und der Management - Prinzipien, sowie an den Führungsgrundsätzen und Führungsmitteln verdeutlicht werden. Wobei auf den Inhalt der Verhaltenstheorien und auf den Inhalt, die Ziele und den Voraussetzungen der einzelnen Management - Techniken näher eingegangen werden soll.

Das 4. Kapitel wird sich dann letztendlich mit der Arbeitsmotivation befassen, da sie als entscheidender Faktor gilt, um das Leistungspotential von Mitarbeitern und die damit verbundene Ergebnisverbesserung zu beeinflussen. Um ein besseres Verständnis über das Warum und das Wie menschlichen Handelns zu bekommen, ist es unerlässlich, neben den Grundlagen des Motivationsprozesses auch die Motivationstheorien zu erläutern. Abschließend soll dieses Kapitel geeignete Methoden, Systeme und Instrumente vorstellen, die zum Einsatz kommen können. Die große Vielfalt der Motivationsinstrumente, die sich grob in immaterielle und materielle unterteilen lassen, werden in ihren Inhalt und ihrer Bedeutung für die Motivation und Ergebnisverbesserung untersucht und dargestellt.

Diese Arbeit soll ein „Theorie - Fundament“ für alle Berufe und Branchen darstellen, auf dem dann später individuell das Personalführungswissen durch die Praxiserfahrung vertieft werden kann und muss. Die vermittelte Wissensbasis ist ein Wissen was jeder braucht, heute wie morgen, um ein aktives Personalmanagement im Unternehmen durchführen zu können und es zum stetigen Erfolg zu verhelfen.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis IV
1. Einleitung 1
2. Grundlagen 3
2.1 Aktives Personalmanagement 3
2.2 Ziele im Hinblick auf eine Ergebnisverbesserung 4
2.3 Personalführung als Teil des Personalmanagements 6
2.3.1 Der Personalführung zugrunde liegende Menschenbilder 7
2.3.1.1 Die Extremtheorien von McGregor 8
2.3.1.2 Die vier Grundtypen von Schein 9
2.3.1.3 Die Managertypen von Maccoby 10
3. Personalführungssystem 11
3.1 Führungsstil/Führungsverhalten 12
3.1.1 Führungsverhaltenstheorien 14
3.1.1.1 Klassifikation von Tannenbaum/Schmidt 14
3.1.1.2 Das Entscheidungsmodell nach Vroom/Yetton 16
3.1.1.3 Das Verhaltensgitter von Blake/Mouton 18
3.1.1.4 Der 3-D-Ansatz von Reddin 21
3.1.1.5 Situativer Reifegradansatz nach Hersey/Blanchard 23
3.1.1.6 Einfluss auf eine Ergebnisverbesserung 25
3.2 Führungstechniken/Management-Prinzipien 28
3.2.1 Management by Exception 28
3.2.2 Management by Delegation 31
3.2.3 Management by Objectives 32
3.2.4 Management by Motivation 35
3.2.5 Management by System 36
3.2.6 Auswirkung auf eine Ergebnisverbesserung 36
3.3 Führungsgrundsätze 38
3.4 Führungsmittel 40
4. Arbeitsmotivation 42
4.1 Individuelle Motive als Auslöser der Leistungsbereitschaft 42
4.2 Motivation als Voraussetzung optimaler Leistungsbereitschaft 44
4.3 Theorien zur Motivation 47
4.3.1 Inhaltstheorien 47
4.3.1.1 Die Bedürfnishierarchie nach Maslow 47
4.3.1.2 Die Bedürfnisstufen von Alderfer 49
4.3.1.3 Die Grundfaktoren von Herzberg 50
4.3.1.4 Die Bedürfnisarten von McClelland 52
4.3.2 Prozesstheorien 54
4.3.2.1 Die VIE - Theorie von Vroom 54
4.3.2.2 Die Zirkulationstheorie von Porter/Lawler 56
4.3.2.3 Das Weg - Ziel Modell von House/Evans 58
4.3.2.4 Die Gleichgewichtstheorie von Adams 59
4.4.3 Anwendbarkeit für eine Ergebnisverbesserung 59
4.4 Immaterielle Motivationsinstrumente 62
4.4.1 Elemente einer motivationsoptimierenden Führungskultur 62
4.4.1.1 Mehr Motivation durch verstärkte Information und Kommunikation 62
4.4.2 Motivationsinstrumente einer modernen Führungskultur 64
4.4.2.1 Die Mitarbeiterbefragung 64
4.4.2.2 Die Mitarbeiterbeurteilung 65
4.4.2.3 Die Vorgesetzteneinschätzung 67
4.4.3 Motivation aus der Arbeit selbst 68
4.5 Materielle Motivationsinstrumente 71
4.5.1 Variable Gehalts- und Lohnkomponenten 71
4.5.1.1 Leistungsorientierte Vergütung 71
4.5.1.2 Team- und Gruppenorientierte Vergütung 74
4.5.1.3 Erfolgsorientierte Vergütung 75
4.5.2 Mitarbeiter - Kapitalbeteiligungen 76
4.5.3 Freiwillige Sozialleistungen durch das Unternehmen 78
4.5.4 Mitarbeiterorientierung durch Cafeteria-Systeme 79
5. Erkenntnisse/Zukunftsaussichten 80
Anhang 82
Literaturverzeichnis 83
Ehrenwörtliche Erklärung 85

Automatisiert erstellter Textauszug:

stetig zur Leistung an. Schließlich kann man noch das MbS einbringen, damit die Führungskraft schnell und zielorientiert wirksam wird. Grundsätzlich kann man zusammenfassend bemerken, dass in den Techniken situative Elemente nur in führungstaktischer Hinsicht Berücksichtigung finden. Die Führungskräfte versuchen in Form von methodischen Vorgehensweisen Zugang zu den Situationsveränderungen zu finden. Hier wird also eine anpassungsfähige und flexible Führungspersönlichkeit gefordert, die situatives Führen beherrscht ohne gleich in ihrer Berechenbarkeit unglaubwürdig zu erscheinen. Je besser es künftig den Führungskräften gelingt die Unternehmensziele mit denen ihrer Mitarbeitern in Einklang zu bringen, desto größer ist künftig das Leistungspotential, da sich Produktivität und Arbeitszufriedenheit gegenseitig beeinflussen. Die Führungstechniken geben dabei nur indirekt Hinweise auf die Art des Umganges des Vorgesetzten mit seinen Mitarbeiten. Sie besitzen aber in der Regel einen großen Einfluss auf das angewendete Führungsverhalten und wirken somit als eine Teilgröße auf eine Ergebnisverbesserung im Unternehmen mit ein. [...]

Allerdings könnte diese Behauptung teilweise als subjektiv abgewiesen werden, da die Führungskräfte nicht oder nur teilweise an der direkten Leistungserstellung beteiligt sind. Die so erzielte Ergebnisverbesserung ist folglich nicht von einer Erhöhung der Produktivität zurückzuführen, sondern wird von einer besseren Aufgabenerfüllung außerhalb des Personalführungsbereiches, wie Planung, Organisation, etc. erzeugt. Beschränkt man die Betrachtung der Führungstechniken auf eine direkte Beeinflussung des Ergebnisses, durch ein erhöhten Leistungsoutput der Mitarbeiter, dann lässt diese Untersuchung erkennen, dass nur das MbO und eventuell das MbM, sowie das MbD diesen Zweck bewirken. Durch die Einbeziehung der Mitarbeiter in den Zielentscheidungsund Feststellungsprozess (beim MbO) wird eine außerordentliche Aktivierung der Mitarbeiter erreicht. Klare Ziele besitzen eine hohe „Zugkraft“ und eine starke Motivationskraft, denn jeder Mensch braucht persönliche Ziele, um sein Handeln einen Sinn zu geben. Die Mitarbeiter können durch die Beteiligung an den Zielüberlegungen nicht nur die Zielnotwendigkeit besser verstehen, sondern auch mehr ihren eigenen Leistungsstand kontrollieren. Die persönliche Selbstkontrolle des Mitarbeiters wird hier also ebenfalls aktiviert. Das MbD fördert dagegen, durch die Übertragung von Verantwortungen, sowohl die Eigeninitiative als auch die Leistungsmotivation. Bei dem MbM wird hier konkret angesetzt, denn durch die Wahl der richtigen Leistungsanreize wird eine Leistungssteigerung beim Mitarbeiter erreicht. Die Anwendung der MbO, MbD und MbM – Techniken können demzufolge beim Mitarbeiter eine direkte erhöhte Leistungsausbringung bewirken und äquivalent zu einer Verbesserung des Ergebnisses im Unternehmen führen. Eine weitere darüber hinaus betrachtete Möglichkeit ist die Durchführung einer Koppelung der Techniken, um die besten Faktoren der jeweiligen Systeme zu einer optimierten Gesamtheit zusammenzuschweißen und sie so konsequent auf eine Ergebnisverbesserung auszurichten. Die Idee ist, dass das MbO die Vereinbarung von Zielen anspricht, das MbD stellt die klar umrissenen Aufgabengebiete mit ihren Befugnissen heraus, das MbE begrenzt die Verantwortlichkeit des Mitarbeiters auf seine Normalaufgaben und das MbM treibt die Mitarbeiter durch gezielte Anreize [...]

Das Management by System (MbS) wird als Führung durch Systemsteuerung verstanden. Der Grundinhalt ist die Gestaltung eines umfassenden, computerunterstützenden Informations-, Planungs- und Steuerungssystems. Durch dessen Einsatz soll die Erreichung einer weitgehenden Selbststeuerung der im Unternehmen vorhandenen Teilsystemen erreicht werden. Das Unternehmen wird somit als System betrachtet, bei dem die elektronischen Datenverarbeitungseinrichtungen ein Element bilden, das mit den anderen Elementen des Systems (z.B. Menschen ) in Verbindung steht.35 Alle betrieblichen Abläufe werden im Sinne von Regelkreisen gesteuert. Das Ziel des MbS´s ist es, die Teilsysteme des Unternehmens zu bestimmen und die Wechselbeziehung zwischen diesen Systemen zu erfassen. Dabei wird eine kompakte Denkweise angestrebt, welche die Probleme und Zusammenhänge in ihrer Vielschichtigkeit erfasst.36 Voraussetzung für den Einsatz der Technik ist natürlich das Vorhandensein eines umfangreichen, computergestützten Informationssystems. Ebenso müssen die Regelkreise und ihre Strukturen festgelegt werden. Vorteilhaft an diesem System ist, dass die notwendigen Anpassungsvorgänge und Lernprozesse erkannt und hervorgehoben werden und die Führungskraft schnell und zielorientiert wirksam werden kann. Die Auswirkungen des Führungsverhaltens bleiben jedoch unberücksichtigt.37 [...]

Arbeit zitieren:
Grundey, Rico August 2003: Aktives Personalmanagement als Führungsinstrument zur Ergebnisverbesserung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Führungsstil, Führungstechniken, immaterielle Motivationsinstrumente, materielleMotivationsinstrumente

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