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Aktienfonds-eine Anlagevariante für das breite Publikum?

Aktienfonds-eine Anlagevariante für das breite Publikum?
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jürgen Uttendorfer
  • Abgabedatum: Februar 2009
  • Umfang: 65 Seiten
  • Dateigröße: 1,7 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Deggendorf Deutschland
  • Bibliografie: ca. 75
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-2762-7
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Uttendorfer, Jürgen Februar 2009: Aktienfonds-eine Anlagevariante für das breite Publikum?, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Aktien, Fonds, Aktienfonds, Geld, Anlage

Diplomarbeit von Jürgen Uttendorfer

Einleitung:

Sind Aktienfonds eine alternative Geldanlageform? Diese Frage stellen sich in Zeiten der weltweiten Finanzkrise viele Anleger. Laut einer Studie des Deutschen Aktieninstituts (DAI) stieg zwar die Anzahl der Aktienfondsanteilbesitzer in Deutschland von 1997 bis 2007 von 1,7 Mio. auf 5,2 Mio. an, jedoch verzeichnen deutsche Aktienfonds auf Jahressicht seit 2007 konstant Mittelabflüsse, so dass nur noch ca. 3,9 Mio. im Besitz von Aktienfondsanteilen sind. Auch die Einführung der Abgeltungssteuer trägt dazu bei, dass sich in Deutschland die Aktien – bzw. Fondskultur nicht verbessert. Diese beiden Faktoren führen zu einer allgemeinen Verunsicherung und Deutsche meiden immer mehr die Anlageklasse Aktienfonds. Dies gibt Anlass, sich mit dem Thema Aktienfonds ausführlich auseinander zu setzen.

Auch im Hinblick der an Bedeutung gewinnenden Notwendigkeit der privaten Altersvorsorge erscheint es sinnvoll, die Anlageklasse Aktienfonds von den anderen möglichen Anlageformen abzugrenzen, um eine gewisse Trägheit und Unentschlossenheit bei Geldanlagen zu beseitigen.

Gang der Untersuchung:

Das Ziel der Arbeit besteht darin, dem Anlagepublikum Wissensgrundlagen zu vermitteln, um etwaige Vorurteile gegenüber Aktienfonds zu beseitigen. Es wird versucht eine Hilfestellung bei der Auswahl der Produkte zu geben. Welche Personen mit dem Begriff ‘breites Publikum‘‘ angesprochen werden soll, wird im Punkt 1.3 näher erläutert. Im Anschluss an diese Einleitung werden allgemeine Grundlagen von Aktienfonds vermittelt. Das 3. Kapitel beschäftigt sich mit Grundzielen der Kapitalanlage und persönlichen Kriterien, mit denen sich der Anleger vor seiner Entscheidung auseinander setzen sollte. Im 4. Kapitel wird auf die verschiedenen Vertriebswege von Aktienfonds eingegangen. Mithilfe einiger Grafiken werden im 5. Kapitel Aktienfonds mit Anlagealternativen anhand des Kriteriums der Rentabilität verglichen. Das 6. Kapitel beinhaltet eine Bewertung der Aktienfondsanlage. Dabei werden einerseits Gründe erwähnt, die für Aktienfonds sprechen, anderseits Risiken aufgezählt. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden im letzten Kapitel in einer abschließenden Schlussbetrachtung nochmals zusammengefasst. Außerdem wird eine Antwort auf die zentrale Frage der Arbeit gegeben und ein Ausblick in die Zukunft der Anlageklasse Aktienfonds gewagt.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einführung 1
1.1 Ziel und Aufbau der Arbeit 1
1.2 Kategorische Abgrenzung von Aktienfonds 2
1.3 Das Anlagepublikum 4
2. Grundlagen von Aktienfonds 5
2.1 Funktionsweise eines Fonds 5
2.2 Ursprung und Entwicklung in Deutschland 6
2.3 Aktienfondsarten 7
2.3.1 Aktienfondsarten nach dem Anlageschwerpunkt 7
2.3.1.1 Länder - und Regionenfonds 7
2.3.1.2 Branchenfonds 8
2.3.1.3 Themenfonds 8
2.3.1.4 Indexfonds und Exchange Traded Funds 8
2.3.2 Aktienfondsarten nach Verwendung der Erträge 9
2.3.2.1 Ausschüttende Fonds. 9
2.3.2.2 Thesaurierende Fonds 9
2.4 Gesetzliche Grundlagen und Anlegerschutz 9
2.5 Steuerliche Grundlagen 9
2.5.1 Besteuerung von Aktienfonds bis 2009 12
2.5.1.1 Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften 12
2.5.1.2 Einkünfte aus Kapitalerträgen 12
2.5.2 Besteuerung von Aktienfonds ab 2009 12
2.6 Die Kosten 14
2.6.1 Laufende Kosten 15
2.6.2 Einmalige Gebühren 15
2.7 Fondsgesellschaft und Fondsmanagement 16
3. Was vor der Aktienfondsanlage zu beachten ist 17
3.1 Das magische Viereck der Kapitalanlage 19
3.2 Persönliche Kriterien für die Aktienanlage 19
3.2.1 Anlagehorizont 21
3.2.2 Motive für die Anlage 21
3.2.2.1 Fondssparen mit Aktienfonds 21
3.2.2.2 Einmalanlage in Aktienfonds 21
3.2.2.3 Private Altersvorsorge mit Aktienfonds 23
3.2.2.3.1 Riesterförderung 24
3.2.2.3.2 Rürupförderung 24
3.2.2.4 Aktienfonds als Teil des fondsgebundenen Vermögensmanagements 25
3.2.3 Risikoneigung 26
4. Vertriebswege von Aktienfonds 28
4.1 Banken und Sparkassen 28
4.2 Direktvertrieb von Fondsgesellschaften 29
4.3 Direktbanken 29
4.4 Versicherungen 30
4.5 Unabhängige Vermittler 30
4.5.1 Fondsshops 30
4.5.2 Vermögensberater 30
4.5.3 Privatbanken 31
5. Vergleich von Aktienfonds mit Anlagealternativen anhand der Rentabilität 32
5.1 Der Begriff Rentabilität 32
5.2 Aktienfonds 32
5.2.1 Einmalanlage 33
5.2.2 Sparplan 34
5.3 Direkte Wertpapieranlagen 35
5.3.1 Aktien 35
5.3.2 Festverzinsliche Wertpapiere 36
5.4 Bankprodukte 38
5.4.1 Sparbuch 38
5.4.2 Sparbrief 38
5.4.3 Festgeldanlage 38
5.4.4 Tagesgeldanlage 39
5.4.5 Banksparplan 40
5.5 Kapitallebensversicherungen 42
6. Bewertung der Aktienfondsanlage 43
6.1 Gründe, die für eine Anlage in Aktienfonds sprechen 43
6.1.1 Renditechancen 43
6.1.2 Flexibilität 43
6.1.3 Transparenz 44
6.1.4 Sicherheit 45
6.1.5 Bequemlichkeit durch professionelles Management 45
6.1.6 Der Effekt der Risikostreuung 46
6.1.7 Die Vorteile des Fondsratings 46
6.1.8 Die Möglichkeit einer individuellen Strategie 47
6.2 Risiken bei der Aktienfondsanlage 48
6.2.1 Performance-Risiken 48
6.2.2 Management-Risiko 49
6.2.3 Das Risiko des Fondsvolumens 51
6.2.4 Die Wirkung der Kosten auf die Rendite 51
6.2.5 Risiken der kurzfristigen Anlage 53
7. Fazit und Ausblick 54
Literaturverzeichnis 55
Onlinequellenverzeichnis 59

Textprobe:

Kapitel 3.2.2.2, Einmalanlage in Aktienfonds:

Anleger können auch durch eine Einmalanlage Anteile an einem Fonds erwerben. Die vorgeschriebenen Mindestanlagebeträge liegen bei Fondsgesellschaften zwischen 50 und 5.000 Euro. Ist der geforderte Erstbetrag investiert, sind jederzeit weitere Einzahlungen möglich. Bei einer einmaligen Einzahlung kann jedoch der Zeitpunkt entscheidend für den Anlageerfolg sein. Daher lohnen sich Einmalanlagen in Aktienfonds vor allem in Zeiten niedriger Aktienkurse.

Private Altersvorsorge mit Aktienfonds:

Die Schieflage in der gesetzlichen Rentenversicherung ist seit Jahren bekannt. Immer mehr Rentenbezieher kommen auf weniger Beitragszahler. Daher kommt der Altersvorsorge in Form der Aktienfondsanlage besondere Bedeutung zu. Hier wird eine Anlagestrategie aufgebaut, deren primäres Ziel es ist, den Ruhestand finanziell abzusichern. Eine Variante für das Alter privat vorzusorgen, stellt die sog. Riester-Rente dar, die nachfolgend näher erläutert wird.

Riesterförderung:

Der Begriff ‘Riester-Rente’, benannt nach dem ehemaligen Bundesarbeitsminister Walter Riester, steht als Synonym für private Vorsorge- und Absicherungsmaßnahmen mit Hilfe staatlicher Förderung.

Angesichts der zu erwartenden rückläufigen Renten hat die Bundesregierung zum 01.01.2002 mit dem Altersvermögensgesetz (AVmG) eine staatliche Förderung eingeführt. Vereinfacht gesagt wird die private Altersvorsorge durch staatliche Zulagen bzw. nachgelagerte Besteuerung gefördert. Anspruchsberechtigt sind alle, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind.

Für die Riester Rente gelten im Wesentlichen folgende Kriterien:

Die eigenen Einzahlungen und die staatliche Zulagen sind dem Riester-Sparer sicher. Sie werden ihm zum Renteneintritt garantiert. Hinzu kommen Zuwächse der Riester-geförderten Geldanlage.

Der Sparer erwirbt den Anspruch auf eine lebenslange Rente oder einen lebenslangen Auszahlplan frühestens ab dem 60. Lebensjahr.

Maximal 30 Prozent der angelegten Gelder können bei Fälligkeit der Rente auf einen Schlag ausbezahlt werden.

Die Kosten für den Vertragsabschluss und den Vertrieb des Riester-Produkts müssen auf 5 Jahre verteilt werden.

Der Sparer kann den Vertrag jederzeit ruhen lassen.

Der Wechsel mit dem bisherigen Vertragsguthaben zu einem anderen Riester-Anbieter ist möglich.

Bei Kündigung des Riester-Vertrags muss die Förderung zurück gezahlt werden.

Gefördert wird im Rahmen der privaten Altersvorsorge neben Rentenversicherungen, Banksparpläne auch der Fondssparplan. Riester-Fondssparpläne werden von den Fondsgesellschaften angeboten. Die Höhe der Prämie richtet sich nach der Einzahlung und des Bedarfs. Der Zuschuss des Staats beträgt derzeit als Grundzulage 154 Euro. Voraussetzung für die staatliche Förderung ist, dass der gesamte Beitrag zur Riester-Rente, bestehend aus Einzahlungen und den staatlichen Zulagen, 4 Prozent des rentenversicherungspflichtigen Vorjahresbruttoeinkommens beträgt. Der jährliche Höchstbetrag für eine maximale Förderung beläuft sich auf 2.100 Euro. Riester-geförderte Sparpläne mit Investmentfonds werden trotz unruhiger Börsenzeiten stark nachgefragt. Seit Jahresbeginn schlossen über 300.000 Deutsche neue Riester-Fondssparpläne ab, um privat für ihr Alter vorzusorgen. Zum Stichtag 30. September 2008 verwalteten deutsche Investmentgesellschaften über 2,2 Mio. Riester-Fondssparpläne.

Rürupförderung:

Die Rürup-Rente ist neben der Riester-Rente eine zusätzliche Altersvorsorge, die staatlich gefördert wird und ist hauptsächlich für Selbständige eine attraktive Form der Altersvorsorge. Hier gestaltet sich das Altersvorsorgesparen in Form von fondsgebundenen Versicherungen (Fondspolicen) oder Fondssparplänen. Im Gegensatz zu Riester werden hier nur die Anlagebeträge steuerlich gefördert. Besteuert wird die Rürup-Rente wie die gesetzliche Rentenleistung. Es fällt ebenfalls keine Abgeltungssteuer an. Die maximale Förderhöhe beträgt 13.200 Euro.

Aktienfonds als Teil des fondsgebundenen Vermögensmanagements:

Beim fondsgebundenen Vermögensmanagement wird nicht nur in Aktienfonds, sondern auch in Renten-, Geldmarkt- und Offene Immobilienfonds investiert. Die Anlage in eine fondsgebundene Vermögensverwaltung kann der Anleger ganz nach seinen individuellen Zielen und persönlichen Präferenzen gestalten. Ziel des Vermögensmanagements ist die Optimierung aus sicherheits- und chancenorientierten Anlageklassen. Das Vermögen des Anlegers wird z.B. von Kapitalanlagegesellschaften oder Privatbanken aktiv gemanagt. Im Vergleich zu den vorangegangen Anlagemotiven eignet sich das fondsgebundene Vermögensmanagement für Anleger, die bereits Kapital angespart, oder über ein nennenswertes Vermögen verfügen.

Risikoneigung:

Nachdem die Motive der Geldanlage behandelt wurden, stellt sich nun die Frage der Risikoneigung. Die Anleger werden grob in drei Kategorien aufgeteilt:

Es gibt den konservativen, den risikobewussten und den spekulativen Anleger. Zu welcher Gruppe man gehört, hängt von der Risikobereitschaft ab. Sucht der Anleger das geringste Risiko und langfristig sichere Gewinne, fällt er unter die Gruppe der Konservativen. Nimmt er hingegen ein hohes Risiko in Kauf, um die höchste Rendite zu erzielen, zählt er zur Kategorie der spekulativen Anleger. Der risikobewusste Anleger wiederum achtet darauf, das Risiko zu begrenzen, ohne aber auf die besten Renditechancen zu verzichten. Die Motive der Anlageentscheidung beeinflussen auch die Risikobereitschaft. Der Anleger kombiniert seine Risikostufe mit dem Motiv. Das liegt in dem Umstand begründet, dass bei einem länger gewählten Anlagezeitraum die Bereitschaft größer ist, gewisse Schwankungsbreiten zu akzeptieren. Zudem setzt sich bei den Anlegern verstärkt durch, dass mit zunehmender Anlagedauer auch das Risiko von Kapitalanlagen abnehmen kann.

Um das 3. Kapitel abzurunden, lässt sich als oberstes Ziel einer Aktienfondanlage folgender Leitsatz bilden:

Der Aktienfonds soll bei bestimmten Risiko einen hohen Gewinn erzielen oder bei einem bestimmten Gewinn ein möglichst geringes Risiko haben.

Arbeit zitieren:
Uttendorfer, Jürgen Februar 2009: Aktienfonds-eine Anlagevariante für das breite Publikum?, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Aktien, Fonds, Aktienfonds, Geld, Anlage

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