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Akquisitionscontrolling

Instrument einer wertorientierten M&A-Strategie

Akquisitionscontrolling
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Carolin Wufka
  • Abgabedatum: Juli 2002
  • Umfang: 139 Seiten
  • Dateigröße: 769,8 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Augsburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6039-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6039-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6039-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Wufka, Carolin Juli 2002: Akquisitionscontrolling, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Unternehmenskauf, Fusion, Beteiligungscontrolling, Akquisitionscontrolling, Synergiecontrolling

Diplomarbeit von Carolin Wufka

Einleitung:

Ausgehend von der hohen Misserfolgsquote von Akquisitionen und der wachsenden Dynamik und Komplexität der Unternehmensumwelt wird in dieser Arbeit das Konzept eines Akquisitionscontrollings zur Unterstützung der Unternehmensführung bei der Planung, Realisierung und Kontrolle von Akquisitionen entwickelt. Das Akquisitionscontrolling hat im Gegensatz zum Forschungsgegenstand des Beteiligungscontrollings nur wenig Berücksichtigung in der Forschung gefunden und bedarf deshalb einer Konkretisierung.

Das Akquisitionscontrolling wird als ein Subsystem des Beteiligungscontrollings verstanden. Als Managementunterstützungsfunktion ist es das Ziel des Akquisitionscontrollings, die Reaktions-, Anpassungs- und Koordinationsfähigkeit der Unternehmensführung bei Planungs-, Realisierungs- und Kontrollaktivitäten während des gesamten Akquisitionsprozesses und die Erreichung der mit der Akquisition verbundenen Ziele sicherzustellen. Das Akquisitionscontrolling ist situativ nach der spezifischen Akquisitionsstrategie zu gestalten. In dieser Arbeit wirds eine Beschränkung auf wertorientierte Akquisitionsstrategien zur Erschließung von Synergie- und/oder Restrukturierungspotentialen vorgenommen.

Die Aufgaben des Akquisitionscontrollings während der Planungsphase des Akquisitionsprozesses sind vor allem die Koordination und Informationsversorgung der strategischen Planung, der Suche nach geeigneten Kandidaten und der Bewertung der Akquisitionsobjekte. Das wichtigste Instrument des Akquisitionscontrollings während dieser Phase ist eine geeignete wertorientierte Unternehmensbewertungsmethode, wie das Ertragswertverfahren, die DCF-Methode oder der EVA-Ansatz.

In der Realisierungsphase hat das Akquisitionscontrolling die Transaktions- und Integrationsphase zu koordinieren. Während der Integrationsphase muss es zudem das wertorientierte Berichtswesen auf das Akquisitionsobjekt adaptieren, welches als primäres Kontrollinstrument für den gesamten Akquisitionsprozess Anwendung findet.

Die wesentlichen Kontrollaufgaben des Akquisitionscontrollings sind während der Planungs- und Realisierungsphase die Prämissen- und Planfortschrittskontrolle und zum Abschluss der Integration die Nachkontrolle des Akquisitionserfolges sowie die daraufhin einsetzenden Kontrollen während der Beteiligungsführungsphase. Wesentliche Bedeutung kommt den wertorientierten Kennzahlen zur Planung und Kontrolle des gesamten Akquisitionsprozesses und der Beteiligungsführungsphase zu. In dieser Arbeit wird die Verwendung des gleichen Instrumentes - nämlich der o.a. Unternehmensbewertungsmethoden - als Planungsinstrument für die Bewertung des Akquisitionsobjektes, zur wertorientierten Planfortschrittskontrolle der Synergie- und Restrukturierungspotentiale sowie zur Nachkontrolle der Erzielung der Unternehmenswertsteigerung und zur laufenden Analyse und Kontrolle der Beteiligung nach der Integration vorgeschlagen. Alternativ kann ein Kennzahlensystem Anwendung finden, das eine periodisierte wertorientierte Größe - wie z.B. EVA oder CVA - zur laufenden Analyse und Kontrolle der Beteiligung verwendet. Hierbei ist jedoch die Verknüpfung innerhalb des Systems zur Kennzahl des Unternehmenswertes als Spitzenkennzahl des Akquisitions- und Beteiligungscontrollings zu fordern.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
Symbolverzeichnis VIII
1. Einleitung 1
1.1 Einführung und Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise 2
2. Grundlagen und Gegenstandsbereich des Akquisitionscontrollings 3
2.1 Der Controlling-Begriff 4
2.1.1 Grundauffassungen und Systematisierungsansätze des Controllings 5
2.1.2 Controllingfelder und -objekte 8
2.1.3 Ziele, Aufgaben und Instrumente des Controllings 10
2.2 Akquisitionen 11
2.2.1 Definition des Begriffs Unternehmensakquisition 12
2.2.2 Die Phasen des Akquisitionsprozesses 14
2.2.3 Einordnung der Akquisition in den Beteiligungslebenszyklus 17
2.3 Akquisitionscontrolling 20
2.3.1 Gegenwärtiger Stand der Akquisitionscontrolling-Forschung 20
2.3.2 Gegenwärtiger Stand der Beteiligungscontrolling-Forschung 22
2.3.3 Entwicklungstendenzen des Beteiligungscontrollings 27
2.3.4 Akquisitionscontrolling als Subsystem des Beteiligungscontrollings 30
3. Akquisitionsstrategie als Determinante des Akquisitionscontrollings 34
3.1 Systematisierung von Akquisitionsstrategien und der Begriff der wertorientierten Akquisition 34
3.1.1 Horizontale, vertikale und laterale Akquisitionen 35
3.1.2 Ökonomisch-rationale und verhaltenswissenschaftliche Erklärung von Akquisitionen 35
3.1.3 Wertorientierte Akquisitionen und deren Erfolgsquellen 36
3.2 Wertorientierte Akquisitionsstrategien 41
3.2.1 Akquisitionen zur Synergiepotentialerschließung 42
3.2.2 Akquisitionen zur Restrukturierungspotentialerschließung 44
3.2.3 Akquisitionen zur Ausnutzung von Unterbewertungen 45
3.3 Strategieorientiertes Akquisitionscontrolling 45
3.3.1 Strategieorientiertes Akquisitionscontrolling in der Planungsphase 46
3.3.2 Strategieorientiertes Akquisitionscontrolling in der Realisierungsphase 46
3.3.3 Phasenübergreifende Kontrollaktivitäten des strategieorientierten Akquisitionscontrollings 48
4. Konzeption eines Akquisitionscontrollings für wertorientierte Akquisitionsstrategien 51
4.1 Akquisitionscontrolling in der Planungsphase 54
4.1.1 Strategische Planungsphase 54
4.1.1.1 Inhalt der strategischen Planungsphase 54
4.1.1.2 Aufgaben und Instrumente des Akquisitionscontrollings in der strategischen Planungsphase 55
4.1.2 Such- und Vorauswahlphase 59
4.1.2.1 Inhalt der Such- und Vorauswahlphase 59
4.1.2.2 Aufgaben und Instrumente des Akquisitionscontrollings in der Such- und Vorauswahlphase 60
4.1.3 Auswahl- und Bewertungsphase 65
4.1.3.1 Inhalt der Auswahl- und Bewertungsphase 65
4.1.3.2 Aufgaben und Instrumente des Akquisitionscontrollings in der strategischen Bewertungsphase 66
4.1.3.2.1 Instrumente der Unternehmensbewertung 68
4.1.3.2.1.1 Die Ertragswertmethode 69
4.1.3.2.1.2 Das Discounted Cash Flow-Verfahren 71
4.1.3.2.1.3 Der Economic Value Added-Ansatz 74
4.1.3.2.1.4 Eignung der Bewertungsmethoden für das Akquisitionscontrolling 75
4.1.3.2.2 Bewertung von Restrukturierungs- und Synergiepotentialen 78
4.1.3.3 Aufgaben und Instrumente des Akquisitionscontrollings in der organisatorischen Bewertungsphase 80
4.2 Akquisitionscontrolling in der Realisierungsphase 83
4.2.1 Transaktionsphase 83
4.2.1.1 Inhalt der Transaktionsphase 83
4.2.1.2 Aufgaben und Instrumente des Akquisitionscontrollings in der Transaktionsphase 83
4.2.2 Integrationsphase 86
4.2.2.1 Inhalt der Integrationsphase 87
4.2.2.2 Aufgaben und Instrumente des Akquisitionscontrollings in der Integrationsphase 88
4.2.2.2.1 Planung der Integration 88
4.2.2.2.2 Integrationsaktivitäten nach der Akquisition 89
4.2.2.2.3 Aktivitäten des laufenden Integrationsprozesses 91
4.3 Phasenübergreifende Kontrollen des Akquisitionscontrollings 92
4.3.1 Kontrollen in der Planungsphase 93
4.3.1.1 Prämissenkontrolle 94
4.3.1.2 Planfortschrittskontrolle 95
4.3.1.3 Planungssystemkontrolle 97
4.3.1.4 Planinhaltskontrolle 97
4.3.2 Kontrollen in der Realisierungsphase 98
4.3.2.1 Terminkontrolle 99
4.3.2.2 Budgetkontrolle 99
4.3.2.3 Prämissenkontrolle 100
4.3.2.4 Planfortschrittskontrolle 101
4.3.3 Nachkontrolle des Akquisitionserfolges und Kontrollen in der Beteiligungsphase 103
4.3.3.1 Aufgaben des Akquisitionscontrollings zur Nachkontrolle 103
4.3.3.2 Aufgaben des Akquisitionscontrollings zur Kontrolle der Beteiligungsphase 107
4.3.3.3 Das wertorientierte Berichtswesen als primäres Instrument des Akquisitionscontrollings 108
4.3.3.3.1 Bestandteile des wertorientierten Berichtswesens 108
4.3.3.3.2 Wertorientierte Kennzahlen als Planungs- und Kontrollinstrumente des Akquisitionscontrollings 110
5. Fazit 115
Verzeichnis der Gesetze und sonstigen Rechnungslegungsnormen 117
Verzeichnis der Internetquellen 118
Literaturverzeichnis 119

Automatisiert erstellter Textauszug:

Im nun folgenden Vorauswahlprozess werden zur weiteren Konzentration der Ressourcen auf die vielversprechendsten Akquisitionskandidaten die gesammelten Informationen systematisch ausgewertet.219 Für diese Vorauswahl muss das Akquisitionscontrolling geeignete Instrumente zur Verfügung stellen. Anwendung finden die – zuvor schon erwähnten – Punktwertskalen, wie z.B. Scoring-Modelle und Nutzwertanalysen bzw. Checklisten. Das Akquisitionscontrolling muss sicherstellen, dass die Vorbewertung anhand eines vollständigen Zielkataloges erfolgt, der zum einen die Kriterien des Suchprofils enthält und zum anderen dazu geeignet ist, eine Prognose der Zukunftserfolge des potentiellen Akquisitionsobjektes in der Auswahl- und Bewertungsphase zu erstellen. Zudem muss das Akquisitionscontrolling sicherstellen, dass die Vorbewertungskriterien wirklich aus den Akquisitionszielen abgeleitet werden und in der abgeprüften Form benötigt werden bzw. ausreichend sind.220 Die folgende Abbildung veranschaulicht beispielhaft ein Scoring-Modell zur Vorauswahl von Akquisitionskandidaten. [...]

Nach Erstellung des Akquisitions-Suchprofils erfolgt nun die aktive Suche nach Kandidaten. In dieser Phase ist das Akquisitionscontrolling für eine systematische Untersuchung des Marktes zuständig, um sicherzustellen, dass alle möglichen Kaufalternativen berücksichtigt werden, und dass die Suche in einem angemessenen zeitlichen, personellen und kostenmäßigen Rahmen zum Erfolg führt.215 Augrund der begrenzten Informationsverarbeitungskapazität muss das Akquisitionscontrolling sicherstellen, dass nur derjenige Informationsbedarf gedeckt wird, der für die Beurteilung der Erfüllung bzw. Nichterfüllung der Musskriterien erforderlich ist. Hierbei sollten Kriterien zur Informationsquellenauswahl Anwendung finden, wie z.B. die Zugänglichkeit der Informationsquellen im Sinne der Beschaffungszeit, der Informationsumfang, die Wichtigkeit, Zuverlässigkeit und Kosten der Information.216 Die aktive Suche geht zunächst von der Gesamtheit der erfassbaren Unternehmen aus, dann wird das Alternativenfeld durch die nacheinander abgeprüften KO-Kriterien auf der Grundlage des Anforderungsprofils sukzessive eingegrenzt. Zur Informationsgewinnung können zum einen branchenbezogene Informationsquellen ausgewertet werden oder Dritte, wie z.B. auf M&A spezialisierte Wirtschaftsprüfer oder Investmentbanken, beauftragt werden.217 Das Ergebnis [...]

Das zu formulierende Suchprofil besteht aus Faktoren, die von der Akquisitionsstrategie abhängig bzw. unabhängig sind. Zu den von der Strategie abhängigen Faktoren zählen bspw. die Branche bzw. Produkt- oder Kundengruppen, der Standort, die Unternehmensgröße bzw. der Unternehmenswert, das angestrebte zusätzliche Umsatzpotential bzw. Marktanteilswachstum und der geforderte Mindest-Cash-Flow.208 Als von der Akquisitionsstrategie unabhängige Faktoren kommen bspw. technische Faktoren wie Börsennotierung oder rechtliche Faktoren in Frage. Faktoren, welche die Erfolgswahrscheinlichkeit einer Akquisition beeinflussen können, sind z.B. die Grundhaltung des Managements oder die Anzahl anderer Interessenten.209 Aus ganzheitlicher Sicht sollten auch weitere Faktoren des weiteren Akquisitionsprozesses und des Lebenszykluses der Beteiligung berücksichtigt werden. Hierzu zählen Faktoren, welche die Erfolgswahrscheinlichkeit der Integration beeinflussen, wie z.B. Merkmale der Unternehmenskultur.210 Die zu berücksichtigenden Faktoren für die Beteiligungsführungsphase und Desinvestitionsphase sind bspw. potentielle Steuerungsprobleme der Beteiligung oder hohe Ausstiegskosten.211 [...]

Arbeit zitieren:
Wufka, Carolin Juli 2002: Akquisitionscontrolling, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Unternehmenskauf, Fusion, Beteiligungscontrolling, Akquisitionscontrolling, Synergiecontrolling

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