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Der Airport Niederrhein

Potenzialanalyse eines Regionalen Verkehrsflughafens im Marktumfeld der Low Cost-Carrier

Der Airport Niederrhein
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Markus Langguth
  • Abgabedatum: Mai 2005
  • Umfang: 180 Seiten
  • Dateigröße: 6,6 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Westfälische Wilhelms-Universität Münster Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9229-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9229-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9229-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Langguth, Markus Mai 2005: Der Airport Niederrhein, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Flughafen, Weeze, Luftverkehr, Marktforschung, Luftfahrt

Diplomarbeit von Markus Langguth

Problemstellung:

Der Luftverkehr hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten zu einem weltumspannenden Massenverkehrssystem entwickelt und durch – bis auf wenige Ausnahmen – stetige Wachstumsraten ausgezeichnet. Die Ausweitung des Außenhandels, die zunehmende Abschaffung von Handelshemmnissen (Tarife, Zölle etc.), die weltweit gestiegene Arbeitsteilung und nicht zuletzt der seit einigen Jahren ebenfalls in Europa herrschende „Boom“ der Low Cost-Carrier haben dies u. a. bewirkt. Die meisten wirtschaftlich bedeutsamen Verdichtungsräume in Deutschland und der Welt verfügen über wenigstens einen internationalen Verkehrsflughafen und sind dadurch untereinander verknüpft. Zwischenbetriebliche Verflechtungen verdichten sich weltweit und ersetzen auch für mittelständische Unternehmen die ehemals regional begrenzten Absatz- und Beschaffungsmärkte.

Besonders durch die „explosionsartige“ Entwicklung der Billigfluggesellschaften, wie etwa Ryanair, Air Berlin oder eaysJet, können seit ein paar Jahren auch regionale Verkehrsflughäfen (oder Regionalflughäfen) von dieser Entwicklung profitieren und z. T. sogar dreistellige Wachstumsraten verbuchen. Das in Deutschland herausragende Beispiel stellt dabei der Flughafen Frankfurt-Hahn, der eng mit dem internationalen Drehkreuzflughafen Frankfurt/Main zusammenarbeitet und mit der irischen Ryanair den europaweiten Low Cost-Marktführer als Homecarrier beherbergt. Aber wie immer, wenn sich ein Modell als wirtschaftlich tragfähig und vom Markt angenommen erweist, wird dies vielfach versucht zu kopieren. Haben sich oftmals die von der ‚öffentlichen Hand’ gebauten Regionalflughäfen als „Verlustgeschäfte“ erwiesen, obwohl sie in der Region für Wohlstand und Arbeitsplätze sorgen sollten, sind die Low Cost-Carrier nun für viele der Hoffnungsschimmer einer besseren Zukunft.

Auch der erst vor zwei Jahren gegründete Airport Niederrhein baut infolge der Konversion des ehemaligen britischen Militärflughafens auf die Anziehungskraft der Billigairlines, um die durch den Abzug der RAF entstandenen wirtschaftlichen Verluste bestmöglich kompensieren und als Impulsgeber die regionale Entwicklung vorantreiben zu können. Doch wie in Fällen vergleichbarer Regionalflughäfen wird der Airport Niederrhein – sowie sein Standort im ländlich geprägten Kreis Kleve – ebenso kritisiert. So wird er mit Fragen nach der Sinnhaftigkeit eines Flughafens auf der „Grünen Wiese“ sowie dessen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ausstrahlungseffekte für die Region konfrontiert. Viele regionale Vertreter befürchten gar die „unnötige Verschwendung“ öffentlicher (Steuer-)Gelder. Sie bezweifeln, dass aus dem „subventionierten“ Betrieb des Flughafens Vorteile für die regionale Wirtschaft und Bevölkerung entstehen können und dem Airport eine eigenständige positive Entwicklung gelingen kann.

Die vorliegende Arbeit leistet dabei einen Beitrag zur Erforschung und Gewinnung gesicherter empirischer Erkenntnisse zum Standort bzw. Unternehmen Airport Niederrhein und dessen unmittelbaren Einzugsbereiches. Sie legt dar, wie der Flughafen seitens der Fluggäste und regionalen Wirtschaft aktuell eingeschätzt und bewertet wird sowie welche Stärken und Schwächen er besitzt. Weiter trifft sie Aussagen über die bisherige Nutzerstruktur sowie noch unerschlossene Entwicklungspotenziale und -chancen für den Flughafen und das regionale Umland. Basierend auf der Historie des Airports werden zudem Risiken für seine zukünftige Entwicklung identifiziert und dargelegt. Abschließend werden sowohl unternehmensstrategische als auch regionalwirksame Handlungsempfehlungen getroffen, die als Diskussions- und ggf. Entscheidungsgrundlage den regionalen Akteuren für die Steuerung einer positiven Entwicklung des Standortes Airport Niederrhein behilflich sind.

Zielsetzung und zentrale Fragestellungen der Arbeit:

Zielsetzung der vorliegenden Arbeit ist es, auf der Grundlage einer aktuellen Bestandsaufnahme (Stärken und Schwächen bzw. Chancen und Risiken) die Entwicklungen und Perspektiven des Regionalflughafens Airport Niederrhein sowie dessen Wirkungen auf die Region zu ermitteln, einzuschätzen und aufzuzeigen. Zielführend werden folgende zentrale Fragestellungen erörtert:

Welche spezifischen Stärken und Schwächen des Airport Niederrhein lassen sich aus den situativen Lagebedingungen sowie der Angebotsstruktur des Flughafens ermitteln?

Wie stellt sich die aktuelle Situation der Regionalflughäfen in Deutschland dar und welche Chancen und Risiken ergeben sich für die Flughäfen durch die Zusammenarbeit mit den Low Cost-Carriern?

Welche Entwicklungschancen und -risiken resultieren für den Airport Niederrhein aus der derzeitigen Wettbewerbssituation auf dem nordrhein-westfälischen und angrenzenden Luftverkehrsmarkt?

Welche Maßnahmen sind erforderlich, um die Marktposition des Flughafens zu erhalten bzw. zu stärken?

Wie wird der Airport Niederrhein von seinen Kunden aktuell wahrgenommen, bewertet und in ihre zukünftigen Reise- und Geschäftsplanungen integriert?

Welche regionalwirtschaftlichen Wirkungen konnte der Flughafen bislang auslösen und wie kann erreicht werden, dass die Flughafenregion und seine Akteure von einer positiven Entwicklung des Airport Niederrhein stärker profitiert?

Inhaltsverzeichnis:

Inhalt

Vorwort II
Inhaltsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis VII
Tabellenverzeichnis IX
Abkürzungsverzeichnis X
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung und zentrale Fragestellungen der Arbeit 2
1.3 Aufbau und Vorgehensweise der Arbeit 3
1.3.1 Methodik und Aufbau der Arbeit 3
1.3.2 Empirische Vorgehensweise 5
1.3.3 Auswertung der Befragungsergebnisse 5
1.4 Einordnung der Arbeit in das Forschungsgebäude der Geographie 6
1.4.1 Einordnung in das Forschungsgebäude der Geographie 7
1.4.2 Ansätze der Standort- und Raumwirtschaftslehre 8
2. Konzeptionelle Grundlagen 12
2.1 Grundlagen des Luftverkehrs 12
2.1.1 Definition des Luftverkehrs 12
2.1.2 Funktionen und Aspekte des Luftverkehrs 13
2.1.3 Besonderheiten des Luftverkehrs 15
2.1.4 Prognostizierte Entwicklung des Luftverkehrs 18
2.2 Definition „Regionaler Verkehrsflughafen“ 19
2.2.1 Einteilung nach dem Luftverkehrsgesetz (LuftVG) 19
2.2.2 Klassifizierung der Flughäfen nach der ADV 20
2.2.3 Der Begriff „Regionalflughafen“ und seine Abgrenzungsproblematik 21
2.2.4 Definition des Begriffes „Regionaler Verkehrsflughafen“ 21
2.3 Definition „Potenzialanalyse“ 22
2.3.1 Erfassung der Marktsituation 23
2.3.2 Identifizierung künftiger Entwicklungspotenziale 24
2.4 Das Geschäftsmodell der Low Cost-Carrier 25
2.4.1 Ausgangslage 26
2.4.2 Entwicklung der Low Cost-Carrier 27
2.4.3 Elemente des Geschäftsmodells der Low Cost-Carrier 31
2.4.4 Einfluss der Low Cost-Carrier auf die Märkte 35
3. Regionalflughäfen in Deutschland 37
3.1 Das Flughafensystem in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Regionalflughäfen 37
3.1.1 Gegenwärtige Situation und Hierarchie 37
3.1.2 Bedeutung der Regionalflughäfen 38
3.1.3 Wachstum der Regionalflughäfen 39
3.1.4 Regionalflughäfen als potenzielle Entlastungsflughäfen 40
3.1.5 Das Verhältnis Regionalflughafen vs. Low Cost-Carrier 41
3.2 Raumwirksamkeit von Regionalflughäfen 43
3.2.1 Regionalwirtschaftliche Effekte von Flughäfen. 43
3.2.2 Ökologische und soziale Wirkungen von Flughäfen 47
3.3 Determinanten der Anziehungskraft von Flughäfen 50
3.3.1 Originäres Luftverkehrspotenzial 50
3.3.2 Umsteiger-Luftverkehrspotenzial 53
3.3.3 Das Einzugsgebiet eines Flughafens 54
4. Das Untersuchungsgebiet im Rahmen der Unternehmensbefragung 56
4.1 Lage und naturräumliche Merkmale des Untersuchungsgebietes 56
4.2 Strukturdaten des Untersuchungsgebietes 58
4.2.1 Das Kammergebiet der Niederrheinischen IHK Duisburg - Wesel – Kleve 58
4.2.2 Die Kammergebiete der KvK Limburg-Noord und der KvK Centraal Gelderland 60
5. Der Standort Airport Niederrhein 62
5.1 Historische Entwicklung des Standortes 62
5.1.1 Der Militärstandort Weeze-Laarbruch 62
5.1.2 Die zivile Folgenutzung 64
5.1.3 Entwicklungen seit der Eröffnung im Jahr 2003 64
5.2 Situative Lagebedingungen 69
5.2.1 Lage und Einzugsgebiet 69
5.2.2 Landschaftliche Gegebenheiten des Flughafengeländes 72
5.2.3 Anbindung an Straße, Schiene und Binnenstraßen 73
5.3 Das Unternehmen „Airport Niederrhein“ 77
5.3.1 Technische Daten 77
5.3.2 Angebotsstruktur 80
5.3.3 Bisherige Verkehrsleistung und Ausblick 82
5.3.4 Betreiberstruktur 83
5.3.5 Konkurrenz- und Wettbewerbssituation 84
6. Darstellung der Ergebnisse der Fluggastbefragung 87
6.1 Zeitraum, Befragungsstandort, Umfang und Repräsentativität der Fluggastbefragung 87
6.1.1 Zeitraum und Erhebungsstandort 87
6.1.2 Umfang und Repräsentativität 87
6.1.3 Aufbau des Fragebogens der Fluggastbefragung 88
6.2 Demographische Zusammensetzung, Größe der Reisegruppen und Herkunft der Reisenden 88
6.2.1 Alters- und Geschlechterstruktur 88
6.2.2 Größe der Reisegruppen 90
6.2.3 Herkunft der befragten Passagiere 90
6.3 Zweck der Reise, Reisehäufigkeit und Flugziele der Befragten 93
6.3.1 Zweck der Reise 93
6.3.2 Reisehäufigkeit der Befragten 93
6.3.3 Endziele der Passagiere 94
6.4 Dauer der Anreise, Gesamtreisedauer und Verkehrsmittelwahl 95
6.4.1 Anreisedauer der befragten Fluggäste 95
6.4.2 Reisedauer der Passagiere 96
6.4.3 Verkehrsmittelwahl der anreisenden Passagiere 96
6.5 Gründe für die Flughafenwahl und Bedeutung des Angebotes in Konkurrenz zu anderen Verkehrsflughäfen bzw. -mitteln 97
6.5.1 Bedeutung des Angebotes am Airport Niederrhein 97
6.5.2 Bedeutung alternativer Flughäfen und Verkehrsmittel 97
6.5.3 Gründe für die Flughafenwahl 98
6.6 Bewertung des Airport Niederrhein und Verbesserungsvorschläge der befragten Fluggäste 100
6.6.1 Bewertung des Airport Niederrhein 100
6.6.2 Verbesserungsvorschläge 101
6.7 Branchenzugehörigkeit der Geschäftsreisenden 102
7. Darstellung der Ergebnisse der Unternehmensbefragung 103
7.1 Zielsetzung und beteiligte Parteien 103
7.1.1 Zielsetzung der Unternehmensbefragung 103
7.1.2 Beteiligte Parteien und Organisation der Umfrage 103
7.2 Zeitraum, Umfang und Struktur der Unternehmensbefragung 104
7.2.1 Zeitraum der Untersuchung 104
7.2.2 Umfang und Struktur der Untersuchung 104
7.2.3 Aufbau des Fragebogens der Unternehmensbefragung 105
7.2.4 Struktur und Repräsentativität der erfassten Unternehmen 105
7.3 Bedeutung von Flugreisenfür die Unternehmen 107
7.3.1 Bedeutung der Verkehrsmittel für die Unternehmen 107
7.3.2 Getätigte Flugreisen 2003 107
7.4 Kriterien für die Flughafenwahl und Abflughäfen 2003 108
7.4.1 Wahl der Startflughäfen 2003 108
7.4.2 Marktanteile der Startflughäfen 2003 nach Unternehmenssitzen 109
7.4.3 Kriterien für die Flughafenwahl 110
7.5 Bisherige Nutzung und Bewertung des Angebotes sowie zukünftige Nutzung des Airport Niederrhein 111
7.5.1 Bisherige Nutzung des Airport Niederrhein 111
7.5.2 Gründe für die Nichtnutzung des Airport Niederrhein 112
7.5.3 Bewertung und Einschätzung des Airport Niederrhein 114
7.5.4 Zukünftige Nutzung des Airport Niederrhein 115
7.5.5 Verbesserungsvorschläge für den Airport Niederrhein 116
7.6 Einschätzung und Beurteilung der regionalwirtschaftlichen Effekte des Flughafens 117
7.6.1 Einschätzung der Standortwirkungen des Flughafens für die Region 117
7.6.2 Beurteilung der wirtschaftlichen Effekte für die Unternehmen 118
8. Abschlussbetrachtung 120
8.1 Stärken-Schwächen-Analyse 120
8.1.1 Stärken des Airport Niederrhein 120
8.1.2 Schwächen des Airport Niederrhein 121
8.2 Chancen-Risiken-Analyse 122
8.2.1 Chancen für die zukünftige Entwicklung 122
8.2.2 Risiken für die zukünftige Entwicklung 123
8.3 Handlungsempfehlungen 124
8.3.1 Kooperation mit Düsseldorf International 124
8.3.2 Ansiedlung zusätzlicher Fluggesellschaften 125
8.3.3 Ratifizierung des Staatsvertrages 123
8.3.4 Ausbau der Verkehrsinfrastruktur 123
8.3.5 Realisierung des ‚Euregionalen Zentrums für Luftverkehr, Logistik und Gewerbe' 126
8.3.6 Umsetzung der Kundenwünsche 127
8.4 Fazit und Ausblick 127
Literaturverzeichnis 130
Anhang 147
Abschließende Erklärung 168

Automatisiert erstellter Textauszug:

Der Airport Niederrhein konnte im Jahr 2003 bei den Unternehmen aus dem Weseler Kreis einen Marktanteil von 35,1 % erreichen; im Kreis Kleve 23,2 % und bei den Betrieben aus Limburg-Noord noch einen Anteil von 16,3 %. Als Startflughafen für eine Geschäftsreise wurde er von den Firmen aus dem Bezirk Centraal Gelderland (1,8 %) sowie dem Duisburger Stadtgebiet mit lediglich 9,2 % deutlich seltener gewählt. 7.4.3 Kriterien für die Flughafenwahl Betrachtet man nun die Kriterien und Argumente für die Flughafenwahl der Unternehmen, lassen sich drei Kategorien einteilen: Gründe, die für die Betriebe bei der Auswahl des Abflughafens ausschlaggebend sind, Eigenschaften, die für die Entscheidung wichtig sind und unterstützend wirken, sowie Kriterien, die eine eher untergeordnete Rolle im Entscheidungsprozess spielen. In die erste Kategorie fallen dabei das Angebot an Direktverbindungen (91,6 %), die Pünktlichkeit bzw. Zuverlässigkeit des Flughafenangebotes (94,1 %), die vorhandene Pkw-Anbindung (90,9 %) die Ticketpreise (86,5 %) sowie die räumliche Nähe des Flughafens zum Unternehmenssitz oder jeweiligen Anreiseortes des Geschäftsreisenden (83,2 %). Diese fünf genannten Auswahlkriterien werden jeweils mit Werten von zusammen über 80 % als „Sehr wichtig“ oder „Wichtig“ ermessen. Als ebenfalls äußerst wichtig stufen die Unternehmen die Kriterien Flugfrequenzen (70,6 %), Parkmöglichkeiten (72,7 %), Service/Freundlichkeit (68,6 %), Buchungsmodalitäten (66,6 %), Abflugzeiten (62,6 %) und Parkgebühren (60,6 %) ein. Eher „Unbedeutend“ oder „Weniger wichtig“ ist für die Betriebe dagegen die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit 22,9 % sowie die Buchung traditioneller Abflughäfen (20,1 %), womit sich die Unternehmen als durchaus flexibel in der Auswahl ihrer Startflughäfen einschätzen. Auf die Frage, ob es für die Unternehmen von Bedeutung sei, dass der Abflughafen im eigenen Heimatland liegt, ergab sich ein länderspezifisch äußerst gegensätzliches Antwortverhalten. So ist es für die befragten deutschen Firmen zu 32,2 % „Sehr wichtig“ bzw. zu 16,7 % „Wichtig“, während die niederländischen Unternehmen [...]

Betrachtet man dabei Größenklassen, so haben rd. 26,8 % der Unternehmen zwischen ein und zehn Flugreisen, 16,1 % zwischen 11 und 30 Flugreisen, 7,4 % etwa 31 - 50 Flüge sowie 6,1 % zwischen 51 und 100 geschäftliche Flugreisen in 2003 unternommen. Mehr als hundert Flugreisen buchten rd. 7,6 % der erfassten Betriebe. Als Budget für Flugreisen standen den Unternehmen im Jahr 2003 dabei insgesamt rd. 20,22 Mio. EUR zur Verfügung, was wiederum einem Wert von etwa 34.103 EUR pro Unternehmen entspricht.205 Die wichtigsten Destinationen 2003 Obwohl im Jahr 2003 insgesamt 29.751 Flugreisen von den Unternehmen getätigt wurden, konnten lediglich 13.476 einer Destination zugeordnet werden. Demnach wurden europäische Verbindungen mit insgesamt 8.230 Flügen (61,1 %) am häufigsten gebucht. Flughäfen in Deutschland wurden 3.645 Mal (rd. 27,1 %) sowie interkontinentale Ziele zu 11,9 % (1.601 Flüge) anvisiert. Hinsichtlich der für den Airport Niederrhein relevanten innereuropäischen Verbindungen war London mit insgesamt 1.555 Verbindungen, vor Berlin (1.418) und Paris (610), das am häufigsten angeflogene Ziel der regionalen Betriebe im Jahr 2003. [...]

richtenübermittlung sowie der Energie- und Wasserversorgung, da sich dadurch einerseits der Untersuchungsumfang besser überschauen ließ201 und andererseits zudem auf eine hohe Luftverkehrsaffinität der Unternehmen Wert gelegt wurde. 7.2.3 Aufbau des Fragebogens der Unternehmensbefragung Der vier Seiten umfassende Fragebogen gliedert sich in fünf Bereiche und beinhaltet insgesamt 17 Fragen, von denen fünf Hybridfragen (I.3, II.4, III.1, V3 + 5) sowie 12 geschlossene Fragen (übrige) sind. Zunächst werden durch Angaben zum Unternehmen betriebsinterne Daten (Beschäftigtenanzahl, Unternehmensstandort, Wirtschaftszweig) erfasst. Im zweiten Teilbereich wird u. a. nach der Bedeutung und Häufigkeit von Flugreisen für das Unternehmen sowie den gewählten Zielflughäfen im Jahr 2003 gefragt. In Abschnitt drei werden die Unternehmen gebeten, Angaben über ihre 2003 gewählten Startflughäfen (zzgl. Anzahl der Flüge) sowie den Gründen ihrer Flughafenwahl zu machen. Anschließend wird die Bekanntheit des Airport Niederrhein abgefragt, in dem die Unternehmen das Flughafenangebot einschätzen, Gründe für eine evtl. Nichtnutzung nennen sowie die Häufigkeit der bisherigen Nutzung des Weezer Flughafens beziffern (vierter Abschnitt). Im fünften und umfangreichsten Teilbereich (fünf Fragen), werden Hypothesen bzgl. der regionalwirtschaftlichen Effekte des Airport Niederrhein aufgestellt, die von den Unternehmen im Folgenden einzuschätzen sind. Des Weiteren werden die betriebswirtschaftlichen Wirkungen des Flughafenangebotes erfasst sowie nach möglichen zukünftigen Nutzungsformen und -häufigkeiten gefragt. Abschließend können die Unternehmen Verbesserungswünsche äußern sowie zusätzlich gewünschte Flugverbindungen oder sonstige Empfehlungen für den Flughafen formulieren. 7.2.4 Struktur und Repräsentativität der erfassten Unternehmen Struktur der Unternehmen Mit einem Anteil von über einem Drittel stellt die Branche des Verarbeitenden Gewerbes (rd. 38,3 %) den Großteil der erfassten Betriebe. Des Weiteren nahmen 20,1 % aus dem Handelsbereich, 17,2 % des Verkehrs bzw. der Nachrichtenübermittlung, [...]

Arbeit zitieren:
Langguth, Markus Mai 2005: Der Airport Niederrhein, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Flughafen, Weeze, Luftverkehr, Marktforschung, Luftfahrt

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