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Age Power 2010 - Erfolgreiches Best Ager-Marketing

Kritische Betrachtung des Wachstumsmarktes 45Plus mit strategischer und psychologischer Ausrichtung zur richtigen Kommunikation in gesättigten Märkten

Age Power 2010 - Erfolgreiches Best Ager-Marketing
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Tobias Giereth
  • Abgabedatum: August 2004
  • Umfang: 143 Seiten
  • Dateigröße: 1,1 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Pforzheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8724-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8724-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8724-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Giereth, Tobias August 2004: Age Power 2010 - Erfolgreiches Best Ager-Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Seniorenmarketing, Zielgruppenmarketing, 50Plus, Seniorenmarkt, Senioren

Diplomarbeit von Tobias Giereth

Zusammenfassung:

Hintergrund meiner Diplomarbeit ist die aktuelle Situation in Deutschland und Westeuropa. Gekennzeichnet ist diese durch existenzbedrohende Preiskämpfe auf überwiegend gesättigten Märkten. Einhergehend ist diese mit einer stärkeren Segmentierung der Märkte durch zunehmende Individualisierung der neuen Konsumenten. Die stagnierende Homogenität der Produkte und der Mangel an echten, für den Konsumenten relevanten Produktinnovationen, fordert eine neue Ausrichtung der Kommunikation. Es gilt für Unternehmer und Werbefachleute sich dieser Herausforderung zu stellen.

Gerichtet ist diese Arbeit an alle Unternehmen die vor diesem Hintergrund bestehen wollen. Sie soll dem Leser helfen die Zeichen der Zeit zu erkennen und sein Unternehmen an den gegebenen Umständen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Ihm werden Überlegungen nahe gelegt, die aus der Beobachtung der wirtschaftlichen Realität geboren sind. So ist die demographische Entwicklung unserer Gesellschaft schon lange bekannt. Doch nur zögerlich wird darauf reagiert. Schon vor über zehn Jahren wurde der Seniorenmarkt als Wachstumsmarkt erkannt. Auch ist das Thema gesättigter Märkte kein neues.

„Meine Muse ist der Mangel“, so hat es der Schriftsteller und Buchautor Martin Walser einmal treffend formuliert. Auch ich sehe immer noch einen gewissen Mangel in der Kommunikation und Unternehmensausrichtung hinsichtlich dieser genannten Tatsachen.

Diese Diplomarbeit ist aber auch an alle Werbeagenturen gerichtet, die sich ihrer entscheidenden Kommunikationsaufgabe bewusst sein dürften. Viel zu oft kommt der angestrebte Konsens zwischen Unternehmen und Agentur nicht zu Stande. So ist es, nach meiner Auffassung, für den Kreativen in der Agentur genauso wichtig, betriebswirtschaftliches und strategisches Grundverständnis zu schulen, wie es für den Unternehmer wichtig ist, eine richtige Vorstellung von Kommunikation und Kreativität zu besitzen. Denn wer nicht kommuniziert, existiert nicht! Es geht also um die Existenz.

Grundsätzliches Ziel der Diplomarbeit ist es einen möglichst umfangreichen Überblick zu geben und dabei die nötige Tiefe nicht zu vernachlässigen. Weiteres Ziel ist es neue Aspekte und neue relevante Sichtweisen in die aktuelle Thematik zu bringen und auf bisherige wichtige Erkenntnisse einzugehen. Dabei wird immer vom Allgemeinen auf das Besondere, sprich den Best Ager, geschlossen. Bewusst wird dabei in wissenschaftlichen Bereichen gesucht, die nur auf den zweiten Blick äußerst ertragreich für das Marketing sind.

Im ersten Teil meiner Diplomarbeit wird auf die betriebswirtschaftliche Bedeutung des Best Age-Marktes und die strategische Unternehmensausrichtung eingegangen. Zielsetzung des strategischen Teils ist es, sich bereits vor dem Eintritt in den Best Age-Markt einige grundsätzliche strategische Überlegungen bewusst zu machen. Dabei gilt es, erkennbare Entwicklungen der nächsten Jahre mit einer neuen Strategieempfehlung zu begegnen, welche sich an die zwei wesentlichen Marktteilnehmer richtet, und diese zeitnah umzusetzen. Der Best Age-Markt soll durchaus kritisch hinterleuchtet werden und ein vorausschauendes Profil des Best Agers erstellt werden, das eine Gültigkeitsberechtigung bis 2010 hat. Außerdem wird der Frage nach der Segmentierung des Marktes mit einem neuen Segmentierungsansatz begegnet werden, der nicht Anspruch auf Vollständigkeit, sondern Anspruch auf Gültigkeit stellt und in seinem Wesenskern auf das Wesentliche selbst abzielt.

Im zweiten Teil der Arbeit soll eine psychologische Hinführung an den Konsumenten erfolgen. Es geht also um die Psyche des Menschen. Was bestimmt sein Handeln? Und was bedeutet das für die Werbung? Dies zu beantworten ist Aufgabe dieses psychologischen Teils. Schwerpunkte meiner Arbeit bilden dabei unbewusste Prozesse, die Macht von Emotionen und neuere psychologische Phänomene. Es soll über dies der Beweis erbracht werden, welche unumgängliche Bedeutung Emotionen für die Werbung besitzen. Weiter soll gezeigt werden, dass mit dem psychologischen Selbstkonzept ein, aufgrund seiner umfassenden Bedeutung, elementares Handlungsmodell unbedingt Einzug in die werbliche Betrachtung des Best Agers halten muss. Um dies zu belegen, wird hinführend vor allem auf neuzeitliche Phänomene u.a. aus dem Fernsehen eingegangen. Das Selbst wird hier eine wesentliche Rolle spielen und schließlich zu einer Positionierungsempfehlung führen.

Im dritten und letzten Teil wird eine Umsetzung in der TV-Werbung angestrebt, die im Wesentlichen auf dem werbehabitualsierierten Konsumenten basiert. Es sollen Mittel und Wege aufgezeigt werden, wie es gelingen kann über Stereotype auch den Best Ager anzusprechen. Dass Stereotype unausweichliches Mittel der Kommunikation geworden sind, wird in diesem Teil veranschaulicht. Über dies hinaus, werden dem Leser einige entscheidende Umsetzungsregeln und Muster an die Hand gegeben, mit denen er zukunftgerichtete, zielgruppenadäquate, kreative und effiziente Best Ager-Werbung im TV kommunizieren kann.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung 7
A-Teil Strategische Unternehmensausrichtung als Grundvoraussetzung für den Eintritt in den Best Age-Markt in Deutschland bis 2010 10
1. Von bestehenden Strategien in gesättigten Märkten zu einem neuen Strategiekonzept als Idealposition 10
1.1 Bestandsaufnahme als Ausgangssituation für weitere strategische Überlegungen 10
1.2 Gesättigte Märkte in Deutschland 11
1.2.1 Marktsättigung unter „stagnierenden Unternehmern“ 11
1.2.2 Gründe für das Postulat der Marktsättigung in Deutschland 12
1.2.3 Bestehende Strategien in gesättigten Märkten 13
1.3 Neues Strategiekonzept in gesättigten Märkten 14
1.3.1 Kombination aus Marktnischen – und Kostensenkungsstrategie 14
1.3.2 Umsetzung der Kombinationsstrategie 15
1.4 Zielgruppenrelevante Differenzierung als Grundvoraussetzung für den Einstieg in den Best Age-Markt 16
1.4.1 Zukunftsorientierte Relevanzüberprüfung als Basis zielgruppenadäquater Differenzierung 16
1.4.2 Voraussetzungen emotionaler Erlebniswerte als Mittel zielgruppenrelevanter Differenzierung 17
2. Untersuchung der Bedeutung des Best Age-Marktes bis 2010 18
2.1 Kritische Betrachtung des Best Age-Marktes 18
2.2 Risiko-Analyse anhand relevanter Themenfelder 19
2.2.1 Thema Rente 19
2.2.2 Thema Sparen ohne Konsumverzicht 22
2.2.3 Thema Konsum 23
2.2.4 Thema Terrorangst 24
2.2.5 Thema Einkommen und Investitionen 25
2.3 Chancen-Analyse 26
2.3.1 Demographische Entwicklung und Vermögensentwicklung 26
3. Profil des Best Agers als mündiger Konsument 27
3.1 Untersuchung charakteristischer Altersmerkmale 27
3.1.1 Gesellschaft und Alter 27
3.1.2 Lernfähigkeit mit zunehmenden Alter 28
3.1.3 Psychomotorische Leistungsfähigkeit des Best Agers 29
3.1.4 Selbstbild im Alter 29
3.1.5 Einsamkeit im Alter 30
3.1.6 Soziale Kontakte im besten Alter 30
3.1.7 Selbsteinschätzung im hohen Alter 31
3.2 Wissenschaftliche Befunde zur Widerlegung von Vorurteilen gegenüber Best Agern 32
3.3 Lebenssituation im Best Age 33
3.4 Der Best Ager 2010 als Wohlstandserbe 34
3.5 Interesse der Best Ager an ein zielgruppenadäquates Produkt 34
3.6 Der mündige Konsument allgemein 35
3.6.1 Die Realität des mündigen Konsumenten in Deutschland 36
3.6.2 Der mündige Konsument im besten Alter 36
3.7 Kennzeichen des Best Agers 2010 37
3.7.1 Schwindendes Vertrauen und Aufmerksamkeit des Best Agers in der Kommunikation 37
3.7.2 Schwindende Kundentreue des Best Agers im Verkauf 38
3.7.3 Leben auf höchstem Niveau 38
3.7.4 Best Ager und Individualität 39
3.7.5 Die neue Authentizität des mündigen Best Agers – ein altes Phänomen 39
3.7.6 Die Konsumgewohnheit des Best Agers – Ein Fähnlein im Wind 39
3.7.7 Best Ager und Selbstbestimmung 40
4. Alternativer Segmentierungsansatz als Ausweg aus dem Dilemma 41
4.1 Vorwissenschaftliche Überlegung 41
4.2 Bedeutung der Relevanz als Basis für eine neue Segmentierung 42
4.3 Forderungen an die neue Segmentierung 43
4.4 Die Relevanz-Segmentierung 44
4.5 Grundthese und Suche nach den neuen Konstanten mit Überprüfung am Status-quo 44
5. Strategische Entscheidungshilfe hinsichtlich der Markenpositionierung für die neue Zielgruppe Best Ager 46
5.1 Entscheidungskriterien Dachmarke oder Sub-Brand 46
5.2 Allgemeine Konflikte bei der Erschließung neuer Zielgruppen 47
B-Teil Grundlegende psychologische Schwerpunkte für die Best Ager-Kommunikation hinführend der Bedeutung und Positionierung des Selbst als essenzielles Elementarmodell unseres Handelns 49
1. Untersuchung bestimmter verhaltenspsychologischer Phänomene bei der Kaufentscheidung des mündigen Konsumenten 49
1.1 Limitierter Kauf des mündigen Konsumenten 49
1.2 Habitualisierter Kauf des mündigen Konsumenten 50
1.3 Ausnahme zentraler Beeinflussung und extensiver Käufe 51
1.4 Die Konsequenz der Bequemlichkeit des Konsumenten – der Knock-Out-USP 51
1.5 Die psychologische Preispolitik für den mündigen Konsumenten 52
1.6 Der Endowment-Effekt bei der Kaufentscheidung 53
1.7 Der Vergleich bei der Kaufentscheidung 53
1.8 Der lange Weg vom Wunsch zum Kauf 54
1.8.1 Wünsche ohne Kaufhandlung 54
2. Untersuchung bestimmter lernpsychologischer Phänomene auf ihre Bedeutung für die Werbung mit dem mündigen Konsumenten 55
2.1 Der Trugschluss der klassischen Konditionierung in der Werbung 55
2.2 Der Trugschluss der operanten Konditionierung in der Werbung 56
2.3 Die Bedeutung der Einstellung für das Verhalten des Best Agers 57
2.3.1 Das Ziel der Verhaltensbeeinflussung und seine Verfehlung 57
2.3.2 Unmöglichkeit der Verhaltensprognose über Einstellungen 57
3. Untersuchung der Bedeutung des Unterbewusstseins für die Werbekommunikation allgemein und für den Best Ager 58
3.1 Vorbewusste Vorentscheidung vor dem Kauf 58
3.1.1 Erzeugung von Sympathie 59
3.1.2 Sympathie über Selbstpositionierung 60
3.2 Die eklatante Leugnung des Unterbewusstseins 60
3.3 Beeinflussung des Handelns durch unbewusste Gedächtnisleistungen 60
3.3.1 Implizites Lernen und Erinnern 60
3.3.2 Gefühl des Erinnerns und Gedächtniseffekt 61
3.4 Erzeugung bewusster Prozesse 62
3.5 Schaffung unbewusster Vertrautheit mittels Priming 62
3.5.1 Priming und Kontextreize in der Werbung 63
3.6 Assimilation und Kontrast in gesättigten Märkten 64
3.7 Reaktanz und die Partizipation daran 65
3.8 Nutzung kognitiver Dissonanz 66
4. Emotionspsychologie: Untersuchung der Bedeutung von Emotionen für die Best Ager-Kommunikation 67
4.1 Evolutionstheoretische Emotionstheorie 67
4.2 Emotionen heute 67
4.3 Einfluss von Emotionen auf das menschliche Handeln 68
4.4 Willentliche Beeinflussung von Emotionen 69
4.5 Bedeutung des neurologischen Überwachungssystems für die Werbung 70
4.6 Emotionen vs. Kognitionen 70
4.7 Die Macht der Emotionen bei der Gedächtnisleistung 72
4.8 Die Emotionslage alter Menschen 73
4.8.1 Stimmung im Alter 74
4.8.2 Manko im Alter 75
5. Entwicklungspsychologie: Untersuchung bestimmter psychologischer Phänomene der Neuzeit und ihre Bedeutung für das Selbstkonzept des Best Agers 75
5.1 Gruppenpsychologische Phänomene als Basis für das Selbstkonzept 75
5.1.1 Einfluss der Gruppe 75
5.1.2 Die Bedeutung von Vergleichsgruppen und sozialem Vergleich für die Werbung 75
5.1.3 Ausschöpfung kollektiv-aggressiver Begeisterung im Best Age-Markt 76
5.2 Aktivierung von Neugier beim Best Ager 77
5.3 Kommunikation über das Urmotiv Mangel 78
5.4 Langweile im gehobenen Alter 78
5.5 Gesellschaftsphänomen Narzissmus 78
5.6 Prestige und Suggestion zum Zweck der Beeinflussung des Best Agers 79
5.7 Die Kontroverse der Identität mit fortschreitendem Alter 80
5.8 Individualität als gesellschaftliches Phänomen der Selbstpositionierung 81
5.8.1 Kalkulierte Individualisierung beim Best Ager 82
6. Untersuchung der Bedeutung intimer Formate im TV als aktuelles Phänomen überleitend zur Selbstpositionierung des Best-Agers 83
6.1 Stars und Sternchen in ihrer allgemeinen Funktion als Kommunikatoren 83
6.2 Schaffung von Identifikation und die Konsequenz für die Best Ager-Werbung 83
6.3 Kongruenz von Konstanz und Wandel in der Zielgruppe der Best Ager 84
6.4 Relevanz intimer Formate für den Best Ager 85
6.4.1 Psychologische Bedeutung intimer Formate 86
6.4.2 Selbstpositionierung durch den Auftritt im Fernsehen 86
6.4.3 Grundlegende Selbst-Motive für den Konsum von Medien 87
7. Allgemeine Grundsätze des Selbst zur Überleitung auf die Bedeutung selbstpositorischer Prozesse im Alter und deren Adaption auf die Best Ager-Werbung 88
7.1 Der Selbstwert und die Bedeutung für die Prominentenwerbung 88
7.2 Sympathie-Hypothese, Selbstwerterhöhungstheorie und Werbung 89
7.3 Grundüberlegung zum Selbstwertgefühl 90
7.4 Identitätswahl beim Best Ager 91
7.4.1 Lösung der täglichen Identitätssuche 91
7.5 Selbstdarstellung und Selbstwert92
7.6 Selbstdarstellung als Triebfeder 93
7.7 Unterschied zwischen Selbstergänzung und Selbstdarstellung 94
7.8 Das Selbstkonzept 95
8. Entwicklungspsychologische Betrachtung: Das Selbst – ein lebenslanger Prozess 95
8.1 Grundstein des Selbst im Kindesalter 96
8.1.1 Das Selbst des Best Agers 96
8.2 Der Prozess der Selbst-Immunisierung 97
8.3 Konservative Anpassung – Die Regulation des alternden Selbst 98
8.4 Die Bedeutung der Selbstpositionierung beim Best Ager 98
8.5 Die Selbstdefinition im Alter 99
8.6 Selbstregulation im Alter 99
8.7 Psychologische Verwurzelung von Altersstereotypen und die Angst der Entlarvung 100
9. Von der psychologischen Selbstpositionierung zur Positionierung des Selbst in der Best Ager-Werbung 101
9.1 Die Selbstdefinition als Motiv jedes Menschen 101
9.2 Symbole als Bausteine des Selbst 102
9.3 Grundvoraussetzung der Selbstpositionierung 103
9.4 Das Arbeitsselbst 103
9.5 Einfluss des Arbeitsselbst auf Denken, Fühlen und Handeln 104
9.6 Das kontextabhängige Selbst 104
9.7 Funktionsweise des Arbeitsselbstkonzepts und Anwendung in der Werbekommunikation 105
C-Teil Kommunikative Umsetzung im TV unter Berücksichtigung der Bedeutung von Stereotypen in der Best Ager-Werbung vor dem Hintergrund einer werbehabitualisierten Gesellschaft bis 2010 106
1. Bestandsaufnahme der Werbung im TV 106
1.1 Zur Zielsetzung der Werbung 106
1.2 Ineffizienz des Gros der Werbung 106
1.3 Informationsflut und Wartezeiten 107
1.4 Maxime an Werbespots im Fernsehen 108
2. Generelle psychologische Phänomene 108
2.1 Aus der Persönlichkeitspsychologie: Das Involvement 108
2.1.1 Forderung an die Werbung aufgrund der Uninvolviertheit des Konsumenten 108
2.2 Aus der Wahrnehmungspsychologie bei Ansprache des mündigen Konsumenten 109
2.2.1 Kontextabhängige Wahrnehmung und Schaffung von Aufmerksamkeit 109
2.2.2 Aktivierung von tatsächlichen Meinungsführern für den Best Ager 110
2.2.3 Aktivierung durch Bilder für übersättigte Konsumenten 111
2.2.4 Der allgegenwärtige Vampir-Effekt 113
2.2.5 Akustische Bilder im Best Age-Markt 114
2.2.6 Konsumentenrelevante Differenzierung – auch vom Umfeld 115
2.3 Aus der Lerntheorie für die Kommunikation mit dem Best Ager 116
2.3.1 Modelllernen allgemein 116
2.3.2 Kriterien bei der Wahl eines Celebrity 116
3. TV-Werbung für den Best Ager – Jungfräuliches Terrain betreten 118
3.1 TV-Konsum der Best Ager 118
3.2 Realitätserzeugung der Massenmedien 118
3.3 Fernsehen und Emotionen 119
3.4 TV-Werbung als Traumfabrik 119
3.5 Psychische Distanzfähigkeit des Menschen 120
3.6 Intimität der Werbung 121
3.7 Virale Werbung via TV-Spots 122
3.7.1 TV-Werbung als Gesprächsstoff 122
4. Stereotype in der Werbung: Ein möglicher Umsetzungsansatz für den Best Ager 123
4.1 Die Begrenztheit des Werbe-Spots 123
4.2 Stereotype für den Best Ager - mit Feuer Feuer bekämpfen 123
4.3 Gründe für die Verwendung von Stereotypen in der Werbung 124
4.4 Erfolg durch Stereotype 125
4.5 Herleitung für den Best Ager 25
4.6 Schaffung eines stereotypen Kult-Slogans 126
4.7 Die Streuung der Werbung unter erweiterten Gesichtspunkten 127
7. Bedeutung der Erkennung von Trends für den Best Ager-Markt aufgrund des Zukunftscharakters unternehmerischer Entscheidungen 128
7.1 Mode und Moden 128
7.1.1 Die wirtschaftliche Lage gestaltet die Werbung: Mode als Indikator 128
7.2 Zwei allgemeine Kreativregeln und ihre Umsetzung im TV 130
7.3 Grundlegende Trendregel 131
7.4 Best Ager und Trends 131
7.5 Kreative Werbung gegen alle Widerstände 132
7.6 Schlusswort: Schwarze Schafe oder Sündenbock? 132
FAZIT 133
Literaturverzeichnis 133

Automatisiert erstellter Textauszug:

64 3.6. Assimilation und Kontrast in gesättigten Märkten Das Urteil über ein Objekt oder einen Sachverhalt kann, je nachdem welche Information wir kurz davor erhalten haben, unterschiedlich ausfallen. Die Bestimmung des Kontextes der Werbedarbietung und des Produktes ist also wesentlich. Soll man ein Produkt bewerten, kommt es darauf an, woran man gerade denken musste. Die Bewertung gesellt sich zu den was uns umgibt und unsere Gedanken umkreist. Wird jemand in einer Unterhaltung mit einem bedeutenden Wissenschaftler gesehen, so bewertet der Beobachter ihn als fachlich bewandert. Das Qualitätsurteil fällt für denjenigen positiv aus und wird assimiliert. Wird die selbe Person in Begleitung von Brad Pitt und Tom Cruse gesehen, hält man ihn eher für unattraktiv. Das Werturteil nach der Attraktivität unterliegt hier einem Kontrasteffekt. Wann jedoch entsteht ein Kontrasteffekt und wann ein Assimilationseffekt? Befragt man Unternehmen nach der Werbebranche vor dem Hintergrund einer tollen Kampagne, so sind alle gleich - alle eher fachlich kompetent. Fasst man den Kontextkreis dabei enger auf eine einzige Agentur, so fällt das Urteil womöglich differenzierter aus. Bezieht sich ihr Zielreiz auf einen engen, stark spezifischen Kontext, so entsteht ein Kontrast. Für einen Assimilationseffekt muss Zusammengehörigkeit wahrgenommen werden. Ein Kontrastreiz wiederum muss vom Konsumenten unbedingt in eine anderen Kategorie eingestuft werden. Sonst kommt kein Kontrasteffekt zustande. Dies erfolgt jedoch nur, durch expliziten Ausschluss einer Zugehörigkeit. Assimilationen sind also eher die Regel. Doch nicht nur sie sind für die Werbung anstrebenswert. Da es in der Kommunikation zunehmend um Alleinstellung geht, sollte, um sich in einer Fülle von Angeboten abzugrenzen, ein Kontrasteffekt angestrebt werden. Will man sich jedoch vom Umfeld abheben, muss man wiederum alles umgekehrt machen, d.h. Kontrasteffekte entstehen lassen. Brechen Sie daher aus der Kontextkategorie aus, wählen Sie einen möglichst extremen Kontextreiz und wählen Sie ihre Zielkategorie und Ihre Kontextkategorie so klein wie möglich, d.h. nehmen Sie nur das stärkste Verkaufargument und beziehen es auf eine konkrete Situation. Um Kontrast zu erzeugen, reicht es schon aus, dem Konsumenten die Beeinflussung der Kontextreize bewusst zu machen. Vielen Konsumenten sind mittlerweile die Kontexttaktiken der Werbung bekannt. Der mündige Konsument ist daher eher differenzierend. Wenn man aber ja genau dies beabsichtigt, führt am Kontrasteffekt kein weg vorbei. In gesättigten Märkten ist dies Programm. [...]

58 beim Konsumenten die Einstellung ändert. Entscheidend ist doch die Verhaltensänderung. Die zwar häufig über eine Einstellungsänderung des Individuums erreicht wird, jedoch je nach Situation nicht Vorraussetzung ist. Von Einstellungen auf Verhalten zu schließen, kann Fehlschlüsse verursachen. Nicht jeder Mensch, der für Freilandhaltung ist, kauft beim Biobauern seine Eier und nicht jeder, der für die Menschenrechte ist, kämpft dafür bei Amnestie International. Einstellungen beziehen sich auf Objekte. Das können Ideen, Personen oder auch ein Verhalten sein. Die Einstellung zeigt sich vornehmlich in verbaler, gedanklicher oder emotionaler Form durch Zustimmung oder Ablehnung. Ob dabei jemand auf eine Demonstration geht, d.h. ob er ein Verhalten tatsächlich zeigt, hängt nicht allein von seiner Einstellung ab. Eine Rückschluss über das Verhalten auf die Einstellung ist daher genauso wenig zu machen, wie zu meinen, nur weil keiner demonstriert sind alle dafür. Ein gültiger Zusammenhang kann, wenn überhaupt, nur bei sehr spezifischen Einstellungsaussagen gemacht werden. Natürlich fänden es alle gut, wenn in Fertiggerichten keine Schadstoffe wären. Doch wie handlungsrelevant ist dies tatsächlich? Belohnung und Bestrafung sind nur ein vorrübergehendes Mittel Verhalten zu ändern, da sie oft nicht mit einer Einstellungsänderung einhergehen. Fällt die belohnende oder bestrafende Bedingung weg, ist es mit der Kundentreu nicht weither. Interessant ist dabei, dass einige unserer stabilsten Überzeugungen nicht durch Argumente abgesichert und nicht durch Gegenargumente änderbar sind. Einsicht hat dabei nichts mit Entscheidung zu tun. „Daraus abzuleiten, man könne sich dazu entscheiden, eine Information zu glauben oder ein Argument einzusehen, beruht auf einem groben Missverständnis unsere Informationsverarbeitungsprozesse. Diese Ansicht ist ungefähr so intelligent, wie die Annahme, man könne sich nach langem Suchen eines Gegenstandes endlich dazu entscheiden, ihn zu finden“ (Felser, 1997, S.252). Wovon hängt nun die Gewichtung für eine Einstellungsänderung im wesentlichen ab? Von zwingenden Argumenten (Evidenz) und von der Gewissheit der eigenen Überzeugung. Diese beiden wirken jedoch nur kanalisierend. Es gibt jede Menge von geistigen Prozessen, die dafür verantwortlich sind, dass wir eher das glauben, was wir gerne glauben. [...]

56 2.2. Der Trugschluss der operanten Konditionierung in der Werbung Im Gegensatz zur klassischen Konditionierung ist der entscheidende Unterschied bei der operanten Konditionierung, dass das Individuum selbst aktiv werden muss. Das Verhalten wird dann gelernt, wenn es erfolgreich ist. Eine angenehme Konsequenz ist im Behaviorismus dann ein Verstärker, wenn er das Verhalten wahrscheinlicher macht. Ein negative Verstärkung wird häufig mit Bestrafung verwechselt. Negativ heißt diese nur deshalb, weil sie aus dem Wegfall eines negativen Zustandes besteht. Um tatsächlich ein Verhalten herbeizuführen, sollte man annehmen, dass Verstärker entsprechend Dinge sind, die auf starke Motive zurück gehen, wie z.B. die Befriedigung von Trieben oder die Beseitigung von Spannungszuständen. Doch auch Dinge, die nicht direkt dies bewirken, können Verstärker sein. Materielle Gegenstände, wie einen „Oscar“ auf dem Kaminsims stehen zu haben, kann auch ein solcher Verstärker sein. Er gilt als sekundärer Verstärker, da sie nur Mittel zu einen höheren Zweck sind. Der dazugehörige primäre Verstärker wäre demnach ein berühmter und anerkannter Schauspieler zu sein. Ein typischer sekundäre Verstärker ist Geld. Wurde einmal gelernt, dass der primäre Verstärker tatsächlich durch den sekundären Verstärker erreichbar ist, strebt das Individuum den sekundären Verstärker an. (Mit Geld kann man alles kaufen.) Erst dadurch wird er zum echten Verstärker, da schon er allein ausreichend anstrebenswert ist. Hätte der Kunde eine bestimmte Deodorant-Marke nur deshalb gekauft, weil er tatsächlich geglaubt hat damit attraktiver auf Frauen zu wirken, würden wir der Intelligenz des Konsumenten unrecht tun. Einzige Erklärungsmöglichkeit in diesem Fall, wie der primäre Verstärker „Frauenschwarm zu sein“ auf das Kaufverhalten wirken könnte, wäre, dass der sekundäre Verstärker (die Deodorant-Marke) ihm Belohnung genug ist, auch wenn kein realistischer Zusammenhang zum primären Verstärker besteht. Dann kann man aber nicht mehr von operanter Konditionierung sprechen. Werden neutrale Reize an Verstärker gekoppelt, können sie selber zu Verstärkern werden – sekundäre Verstärker. Will man nun, dass die Marke ähnlich wie Geld oder ein „Oscar“ zu einem sekundären Verstärker wird, muss sie tatsächlich zu primären Verstärkern führen. Es muss daher mindestens wahrscheinlich für den Konsumenten sein, dass die Marke diese Wirkung hat. Dies wird regelmäßig durch das Ausbleiben in der Verwendung des Produktes enttäuscht. Entscheidend ist dabei, dass beliebige Reize zu sekundären Verstärkern werden können. Jede Marke kann somit theoretisch zu einem sekundären Verstärker mutieren. Praktisch muss dies aber auch realistisch sein. Wäre ein Krawatte nicht in der Realität anerkannt, könnte damit niemand kompetenter aussehen. [...]

Arbeit zitieren:
Giereth, Tobias August 2004: Age Power 2010 - Erfolgreiches Best Ager-Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag

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