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Die Ästhetik des Musikvideos und seine ökonomische Funktion

Ein Medium zwischen Kunst und Kommerzialität

Die Ästhetik des Musikvideos und seine ökonomische Funktion
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor:
  • Abgabedatum: Oktober 2003
  • Umfang: 124 Seiten
  • Dateigröße: 588,8 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Leuphana Universität Lüneburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7507-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7507-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7507-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: , Oktober 2003: Die Ästhetik des Musikvideos und seine ökonomische Funktion, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: MTV, Plattenindustrie, Werbeästhetik, Pierre Bourdieu, Videoclip

Magisterarbeit von

Zusammenfassung:

Musikvideos, auch Video- oder Musikclips genannt, sind zu einem immanenten Bestandteil unserer Populärkultur geworden. Bereits seit Mitte der 80er Jahre sind zahlreiche Publikationen in mehreren wissenschaftlichen Disziplinen erschienen, die sich den diversen Aspekten und Thematiken des Phänomens „Musikfernsehen“ und seinem Inhalt, den Musikvideos, annähern. In der vorliegenden Arbeit werden zwei Themenkomplexe untersucht, die für das Verständnis und die Einordnung von Videoclips von Bedeutung sind: zum einen die Ästhetik des Musikvideos und zum anderen seine ökonomische Funktion.

Das erste Kapitel konzentriert sich auf die historischen Aspekte des Musikclips. Untersucht werden Einflussfaktoren für die Genese einer Ästhetik und der ökonomischen Funktion des Musikvideos. Die ersten Bemühungen um eine Verknüpfung von Bild und Ton, als Basis für die Entstehung des Videoclips, sind in diesem Kontext ebenso zu nennen wie die Entstehungsgeschichte des Musikfernsehens.

Da das Verständnis der Ästhetik des Musikvideos die Kenntnis um seine Ökonomie voraussetzt, widmet sich das zweite Kapitel zunächst einer Untersuchung der ökonomischen Funktion des Videoclips und damit einem speziellen Bereich der Musikwirtschaft. Dabei stehen Fragen nach den Zusammenhängen und Strukturen der Musikwirtschaft, insbesondere der Tonträgerindustrie und der Musiksender im Vordergrund. Die Musikvideosender, und somit die distributive Infrastruktur, stellen einen wichtigen Themenbereich dar, da seit der Einführung der Videoclips deren Entwicklung untrennbar mit der Geschichte der Clip-Sendungen und -sender verbunden ist. Abschließend wird die Rolle der Videoclips als Werbeträger und -instrument für unterschiedliche Interessengruppen, insbesondere für die Plattenindustrie, analysiert.

Im dritten Kapitel ist die Ästhetik von Musikvideos Gegenstand der Untersuchung. Welche grundlegenden ästhetischen Prinzipien liegen Videoclips zu Grunde, wie sind diese entstanden und in welchem Kontext können sie betrachtet werden? Eine primäre Aufgabe ist die Analyse der ästhetischen Strategien von Musikclips, um ihren Stellenwert im Kontext von Musik und audio-visuellen Medien zu verdeutlichen. Analogien zur Werbeästhetik werden hierbei ebenso untersucht wie die spezifischen ästhetischen Strategien der Videoclips im Allgemeinen. Unter ästhetischen Gesichtspunkten wird ein Klassifikationsmodell eruiert, das erlauben soll, Musikvideos nach unterschiedlichen musikalischen, formalen und inhaltlichen Gesichtspunkten zu kategorisieren.

Im vierten Kapitel wird das Produkt „Videoclip“ im kulturtheoretischen Kontext betrachtet. Untersucht und erörtert wird die Ambivalenz, die sich aus der ökonomischen Funktion des Musikclips und seiner Ästhetik ergibt. Der französische Soziologe Pierre Bourdieu untersucht künstlerisches Schaffen im sozialen Kontext seiner Produktion und Distribution. Er versucht, den „künstlerischen Wert“ einer kulturellen Produktion zu erfassen – und damit ihren Anspruch darauf, objektiv als Kunstwerk zu gelten.

Die Meinungen über die begriffliche Eingrenzung und Einordnung des Musikvideos als Kunstgattung auch im Hinblick auf seine Kommerzialität sind vielfältig. Einen Schwerpunkt dieser Arbeit stellt die Frage nach dem künstlerischen Wert von Musikvideos und ihrer Bedeutung als kulturelle Produktion im Spannungsfeld von Kunst und Kommerzialität dar. Es wird untersucht, ob Videoclips als eigenständige Ausdrucksform und somit als Kunstgattung anzuerkennen sind oder ihnen dieser Status aufgrund ihrer ökonomischen Funktion abzusprechen ist.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung: Definitionen, Thematik und Vorgehensweise 4
1. Geschichte und historische Vorläufer des Musikvideos 10
2. Die ökonomische Funktion des Musikvideos 18
2.1 Strukturen der Musikwirtschaft 20
2.2 Produktion 22
2.2.1 Die Rolle der Plattenfirmen 22
2.2.2 Die Rolle der Regisseure 23
2.2.3 Die Rolle der Produzenten 24
2.3 Distribution – Strukturen der Musikfernsehlandschaft 25
2.3.1 Die Entwicklung konzeptueller Strukturen des Musikfernsehens am Beispiel von MTV 26
2.3.2 Musikfernsehen in Deutschland 28
2.3.3 Die Position der Musikvideosender in der Wirtschaft 30
2.3.3.1 MTV 30
2.3.3.2 VIVA 31
2.3.4 Die Ökonomie der Musikvideosender 33
2.3.5 Playlist und Rotation 36
2.4 Die Marketingfunktion des Musikvideos 38
2.4.1 Ein Marketinginstrument der Musikwirtschaft 39
2.4.2 Ein Werbemedium für Konsumgüter 44
3. Die Ästhetik des Musikvideos 46
3.1 Das Klassifikationsmodell 49
3.1.1 Klassifikation durch Darstellungsebenen 50
3.1.1.1 Performance 50
3.1.1.2 Konzeptperformance 52
3.1.1.3 Der Konzeptclip mit Interpreten 54
3.1.1.4 Der „reine“ Konzeptclip ohne Interpreten 54
3.1.1.5 Kombination der Darstellungsebenen 55
3.1.2 Die visuelle Binnenstruktur 55
3.1.3 Klassifikation durch Musikstile 57
3.2 Ästhetische Strategien 59
3.2.1 Strukturen der Synästhesie 59
3.2.2 Spezifische ästhetische Strategien der Musikstile 62
3.2.3 Ästhetische Mittel – Techniken und Effekte 65
3.2.3.1 Musikvideoschnitt 65
3.2.3.2 Visuelle Effekte 67
3.2.3.3 Mimik und Gestik 70
3.3 Clipästhetik – Musikclips und Werbespots 71
4. Die Bedeutung des Musikvideos als kulturelle Produktion im Spannungsfeld von Kunst und Kommerzialität 76
4.1 Pierre Bourdieu – Kulturelle Produktionen 78
4.1.1 Die Feldtheorie 78
4.1.2 Das Feld der kulturellen Produktion 80
4.1.3 Das Feld der kulturellen Produktion im Feld der Macht 84
4.2 Der künstlerische Wert von Musikvideos 86
4.2.1 Bourdieus Kriterien im Kontext der Musikvideoproduktion 86
4.2.2 Diskussion über den künstlerischen Wert von Musikvideos 89
Fazit 97
Bibliographie 104

Arbeit zitieren:
, Oktober 2003: Die Ästhetik des Musikvideos und seine ökonomische Funktion, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
MTV, Plattenindustrie, Werbeästhetik, Pierre Bourdieu, Videoclip

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