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Änderungen bei der Bilanzierung eines Goodwills aufgrund der Umstellung von der deutschen auf eine internationale Rechnungslegung

Änderungen bei der Bilanzierung eines Goodwills aufgrund der Umstellung von der deutschen auf eine internationale Rechnungslegung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Tanja Sobisch
  • Abgabedatum: April 2006
  • Umfang: 68 Seiten
  • Dateigröße: 532,6 KB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: AKAD Fachhochschule Pinneberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9680-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9680-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9680-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Sobisch, Tanja April 2006: Änderungen bei der Bilanzierung eines Goodwills aufgrund der Umstellung von der deutschen auf eine internationale Rechnungslegung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Firmenwert, IFRS, Werthaltigkeitstest, Kapitalkonsolidierung, Impairment test

Diplomarbeit von Tanja Sobisch

Problemstellung:

In den 1970er Jahren entstand die Idee, eine einheitliche Regelung zur Rechnungslegung zu schaffen, nach der weltweit bilanziert wird. Aus diesem Grund wurden die International Financial Reporting Standards (IFRS) entwickelt. Da das internationale Regelwerk das Ziel verfolgt, den Investoren am Kapitalmarkt entscheidungsrelevante Informationen über die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage des Unternehmens zur Verfügung zu stellen, arbeiten diese nach einer anderen „Philosophie“ als das deutsche Recht Durch die vergleichbaren Informationen kann das internationale Regelwerk helfen, die Erfolgsaussichten der Unternehmen wahrheitsgetreu einzuschätzen. Aufgrund des geänderten Trends zur Bilanzierung nach internationalen Rechnungslegungsstandards von den US-GAAP zu den IFRS, geht der Verfasser nur rudimentär auf die Vorschriften der US-GAAP ein.

Die Wende entstand durch die Verabschiedung der europäischen Verordnung vom 19.07.2002 zur internationalen Rechnungslegungsstandard-Anwendung, wonach börsennotierte Kapitalgesellschaften ihre Konzernabschlüsse ab dem 31.12.2004 nach den IFRS-Vorschriften aufstellen müssen. Der IFRS-Jahresabschluss muss mindestens ergänzend erfolgen. Für nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen besteht ein Wahlrecht zur Anwendung aufgrund der Verabschiedung des Bilanzrechtsreformgesetzes vom 15.12.2003. Aus diesen genannten und noch weiteren Gründen finden Umstellungen von HGB auf IFRS in steigender Anzahl statt.

Für die erstmalige Anwendung der IFRS-Vorschriften wurde IFRS 1 verabschiedet, um die Umstellung nicht unnötig zu erschweren. Durch die Verabschiedung von IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ und der Überarbeitung der IAS 36 „Wertminderungen“ und IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“ ergeben sich eine Vielzahl von Änderungen, die bei der Bilanzierung des Goodwills beachtet werden müssen. Da der Goodwill als Bilanzposition eine Schlüsselgröße im Konzernabschluss darstellt, haben diese Veränderungen weitgehende Folgen.

Gang der Untersuchung:

Mit dieser Arbeit sollen, bezogen auf den Goodwill, die einzelnen Änderungen und ihre Auswirkungen der geänderten Rechnungslegung dargestellt und erläutert werden.

Das zweite Kapitel der Arbeit dient der Einführung in die Thematik der internationalen Rechnungslegung mit ihren grundlegenden Zielen, Arbeitsweisen und Grundbegriffen.

Im dritten Kapitel werden die Unterschiede bei der Bewertung des Goodwills anhand der verschiedenen Basisdaten dargestellt. Außerdem wird aufgezeigt, welche Komponenten einen Goodwill ergeben können, wie viele Arten des Goodwills unterschieden werden und welche Auswirkungen die Abschaffung der planmäßigen Abschreibungen verursachen.

Kapitel vier beginnt mit den bilanziellen Vorgaben, die nach den unterschiedlichen Rechnungslegungssystemen zu erfüllen sind. Anschließend sind die Methoden zur Unternehmenskauf-Bewertung dargestellt, um letztlich auf die Bilanzierung des Goodwills nach den verschiedenen Einzelvorschriften einzugehen.

Die Vorgehensweise und die Möglichkeiten der Anwendung des Werthaltigkeitstestes in den IFRS-Vorschriften werden im Kapitel fünf beschrieben und erläutert.

Im sechsten Kapitel werden Möglichkeiten der Bilanzpolitik aufgezeigt, die das Ergebnis in der gewünschten Form beeinflussen können. Ebenfalls werden die Auswirkungen dieser bilanzpolitischen Maßnahmen auf die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Um dann die Umstellung der Goodwill-Bilanzierung anhand der BAUMA AG durchzuführen, wird zuerst der Prozess der Umstellung mit seinen Phasen beschrieben.

Abschließend werden im siebten und letzten Kapitel die Erkenntnisse formuliert und zusammengefasst. Ebenfalls wird ein Ausblick für die Entwicklung der einzelnen Rechnungslegungssysteme gegeben.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis VI
Tabellenverzeichnis VII
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Gestaltung und Aufbau der Arbeit 2
2. Grundlagen und Begriffe 4
2.1 Rechnungslegungssystem in Deutschland 4
2.2 Internationale Rechnungslegung 4
2.2.1 US-GAAP 4
2.2.2 International Financial Reporting Standards 5
2.3 Unternehmenszusammenschlüsse 6
2.4 Immaterielle Vermögenswerte 6
2.5 Cash Generating Unit 6
2.6 Impairment test 6
2.7 Goodwill im engeren Sinne in den IFRS 9
3. Ansatz und Bewertung des Goodwills 11
3.1 Basiswerte aus dem HGB 11
3.1.1 Reinvermögen 11
3.1.2 Beizulegender Wert 11
3.2 Basiswerte nach IFRS 12
3.2.1 Erzielbarer Betrag 12
3.2.2 Nettoveräußerungswert 13
3.2.3 Nutzungswert 14
3.3 Komponenten des Goodwills 14
3.3.1 Arten des Goodwills 14
3.3.2 Faktoren des Goodwills 16
3.4 Sonderfall des negativen Goodwills 18
3.5 Wegfall der planmäßigen Abschreibungen bei den IFRS 20
4. Bilanzierung des derivativen Firmenwertes 22
4.1 Vorgaben 22
4.1.1 Bilanzansatz 22
4.1.2 Bilanzierungsbewertung 23
4.1.3 Angaben und Ausweis 26
4.2 Methoden der Kapitalkonsolidierung 28
4.2.1 Erwerbsmethode 28
4.2.2 Interessenzusammenführungsmethode 30
4.3 Goodwill-Bilanzierung im Konzernabschluss 31
4.3.1 Bilanzierung nach HGB 31
4.3.2 Bilanzierung gemäß DRS 4 33
4.3.3 Bilanzierung aufgrund IFRS 3 34
5. Werthaltigkeitstest eines Goodwills nach IFRS 36
5.1 Impairment test nach IAS 36 36
5.1.1 Anwendungsbereiche 36
5.1.2 Werthaltigkeitstest bei CGUs 36
5.1.3 Indikatoren zur Wertminderung 38
5.2 Impairment test in einem Konzern 39
5.2.1 Anwendungsbereiche von IFRS 3 39
5.2.2 Bestimmung des Zeitpunktes des Erwerbs 40
6. Interpretationen und Umsetzung der Ergebnisse 41
6.1 Bilanzpolitische Möglichkeiten zur Ergebnisbeeinflussung bei der Umstellung auf die IFRS-Vorschriften 41
6.2 Wesentliche Auswirkungen der Umstellung auf die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung 43
6.3 Umstellung der Goodwill-Bilanzierung am Beispiel der BAUMA AG 44
6.3.1 Grundlagen zum Umstellungsprozess 44
6.3.2 Änderung der Goodwill-Bilanzierung bei der BAUMA AG 50
7. Schlussfolgerungen und Ausblick 55
Literaturverzeichnis 59

Automatisiert erstellter Textauszug:

Um einen Konzernabschluss zu erstellen, müssen mehrere Schritte vollzogen werden.1 Zuerst werden alle Einzelabschlüsse der Mutter- und Tochterunternehmen angefertigt. Diese können sich durch bilanzpolitische Maßnahmen und auch Ziele der Unternehmung stark voneinander unterscheiden. In der Handelsbilanz II werden alle Ansätze und Bewertungen vereinheitlicht und an dem Mutterunternehmen ausgerichtet. Nun führt man einen Summenabschluss durch, bei dem alle aktiven und passiven Posten der Unternehmung addiert werden. Die Summenbilanz enthält alle Aktiva und Passiva der Mutter- und Tochterunternehmen und die Summen-Gewinn- und Verlustrechnung vereint Aufwendungen und Erträge der einzelnen Unternehmen. Abschließend müssen unterschiedliche Konsolidierungen durchgeführt werden, um keine Doppelzählungen zu erhalten. Nachdem das Kapital, die Schulden, das Zwischenergebnis, sowie die Aufwendungen und Erträge konsolidiert wurden, erhält man die Bilanz und die [...]

Die Interessenzusammenführungsmethode, sog. pooling-of-interests-method, ist nur noch nach deutschen Standards eine weitere Methode der Kapitalkonsolidierung, weil in den US-GAAP und somit in den IFRS übernommenen Vorschriften die pooling-of-interests-Methode abgeschafft wurde. Aufgrund der höheren Attraktivität der pooling-Methode aus Sicht des Managements und den Schwierigkeiten der Abgrenzung zwischen den beiden Methoden, wurden einschränkende Bedingungen an die pooling-Methode geknüpft.2 Nach mehrjährigen Beobachtungen von Unternehmen, die ihre Transaktionen, mit eindeutigen Charakter des Erwerbs, trotzdem nach den Kriterien des Bedingungs-Kataloges strukturierten, um die Vorteile der pooling-Methode zu nutzen, führte zur völligen Abschaffung der pooling-of-interests-Methode in den US-GAAP und anschließender Übernahme in die IFRS. Für die deutsche Regelung hingegen stellt die Interessenzusammenführungsmethode neben der Erwerbsmethode eine wichtige Methode zur Kapitalkonsolidierung gemäß § 302 HGB dar. Basis bei der Interessenzusammenführungsmethode ist die Unterstellung einer Verschmelzung. Statt eines Unternehmenserwerbs werden hier Aktivitäten zusammengelegt, wobei weder Finanzmittel fließen, noch Eigentümer ausscheiden.3 [...]

Bei einer Kapitalkonsolidierung ist die Notwendigkeit aus der Art des Unternehmenserwerbs zu erkennen. Der Unternehmenskauf kann durch den Erwerb von Anteilen oder einzelnen Vermögensgegenständen und Schulden erfolgen. Ein Konzernabschluss ist erforderlich, wenn ein Zusammenschluss von rechtlich selbstständigen Unternehmen unter einer einheitlichen Leitung vorliegt. Mit der Erwerbsmethode ist das Ziel verbunden, in der Konzernbilanz den Unternehmenserwerb als den Erwerb einzelner Vermögenswerte und Schulden darzustellen (Kaufgeschäft). Bei der Erstellung der ersten Konzernbilanz werden alle Vermögensgegenstände und Schulden des übernommenen Unternehmens zu Tageswerten am Erwerbstag neu bewertet (Vollkonsolidierung).2 Gemäß § 301 Abs. 1 S. 2 HGB kann das Unternehmen nach deutschem Recht zwischen der Buchwert- und der Neubewertungsmethode wählen. Eine Aufteilung des anteiligen Eigenkapitals des übernommenen Unternehmens mit den Anschaffungskosten der Beteiligung des erworbenen Unternehmens [...]

Arbeit zitieren:
Sobisch, Tanja April 2006: Änderungen bei der Bilanzierung eines Goodwills aufgrund der Umstellung von der deutschen auf eine internationale Rechnungslegung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Firmenwert, IFRS, Werthaltigkeitstest, Kapitalkonsolidierung, Impairment test

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