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Adipositasprävention im Kindes- und Jugendalter

Adipositasprävention im Kindes- und Jugendalter
Über dieses Buch
  • Art: Bachelorarbeit
  • Autor: Angelika Muggi
  • Abgabedatum: März 2010
  • Umfang: 35 Seiten
  • Dateigröße: 473,4 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Medizinische Universität Graz Deutschland
  • Bibliografie: ca. 16
  • ISBN (eBook): 978-3-8428-0920-8
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Muggi, Angelika März 2010: Adipositasprävention im Kindes- und Jugendalter, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Adipositas, Prävention, Kind, Fettleibigkeit, Ernährung

Bachelorarbeit von Angelika Muggi

Einleitung:

In den westlichen Industrienationen ist Übergewicht und Adipositas ein weit verbreitetes Problem. Die Zahl der Neuerkrankungen steigt jährlich an. Besonders die steigende Prävalenz von Adipositas im Kindes- und Jugendalter ist besorgniserregend. Übergewicht war vor einigen Jahren ein Problem, welches überwiegend Erwachsene betroffen hat, doch heute leiden inzwischen immer mehr Kinder unter Adipositas und den physischen und psychischen Folgen.

Aufgrund der steigenden Zahlen und den psychosozialen und somatischen Begleiterkrankungen, wird gefordert, Maßnahmen zu ergreifen, die bei Betroffenen eine Gewichtsnormalisierung ermöglichen und Adipositas bei der Bevölkerung vorbeugen.

Jedoch kann man aus bisher veröffentlichten Studienergebnissen keine ausreichende Evidenz für eine langfristige Wirksamkeit von Prävention im Kindes und Jugendalter ableiten. Doch solange keine ausreichenden Daten vorliegen, sollte ein Konsens über Mindestkriterien für die Qualität und Ausrichtung der Gewichtsnormalisierungsprogramme getroffen werden.

In meiner vorliegenden Arbeit setze ich mich mit dem Thema Adipositasprävention im Kindes und Jugendalter auseinander. Bevor ich mit dem Hauptteil meiner Arbeit beginne, möchte ich mich zuerst mit der Definition, Klassifikation Epidemiologie und der Ätiologie bei Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen. Im Anschluss gehe ich auf die möglichen gesundheitlichen Auswirkungen einer Adipositas ein, wo ich erklären werde welche medizinische-, seelischen- und Langzeitfolgen eine Adipositas mit sich bringen kann. Im Hauptteil meiner Arbeit beschäftige ich mich mit dem Thema Prävention, wo ich die Prävention zuerst im Allgemeinen erläutern werde. Ich habe mich besonders mit dem Setting in Schulen auseinander gesetzt und versuche im Anschluss anhand zwei Beispiele die Adipositasprävention in Schulen zu verdeutlichen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 5
2. Definition und Klassifikation 6
2.1 Definition 6
2.2 Klassifikation 6
2.2.1 Klassifikation bei einem Erwachsenen 6
2.2.2 Fettverteilungsmuster 7
2.2.3 Klassifikation bei Kindern 7
3. Epidemiologie 8
4. Ätiologie 9
4.1 Genetische Faktoren 9
4.1.1 Adoptionsstudien 10
4.1.2 Zwillingsstudien 10
4.2 Psychische und Psychosoziale Faktoren 11
4.3 Umgebungsfaktoren - körperlichen Aktivität 11
4.4 Ernährungsverhalten 12
4.4.1 Quantitative Nahrungsaufnahme 12
4.4.2 Qualitative Nahrungsaufnahme 12
5. Gesundheitliche Auswirkungen 14
5.1 Vorhersagewert für die Adipositas im Erwachsenenalter 13
5.2 Medizinische Folgen 15
5.3 Seelische Folgen 16
6. Prävention 17
6.1 Was ist Prävention? 17
6.2 Adipositasprävention 19
6.3 Geeignete Zeiträume für die Prävention 20
6.4 Settings 20
6.5 Setting Schule 21
6.5.1 Themen der Schulung 21
6.5.2 Psychosoziale Themen der Schulung 22
6.6 Beispiel ‘PRESTO’ 24
6.7 Beispiel ‘CHILT’ 27
7. Schlussfolgerung 28
8. Literaturverzeichnis 30

Textprobe:

Kapitel 4.2, Psychische und psychosoziale Einflüsse:

Ess- und Aktivitätsverhalten unterliegen den psychologischen als auch den psychosozialen Einflüssen. Die Anzahl der Mahlzeiten und die dazugehörige Kalorienaufnahme werden durch emotionale Faktoren und Lernprozesse beeinflusst, welche schon im Kindes und Jugendalter zum Tragen kommen.

Eltern erstellen ein Ess-, Trink-, und Bewegungsverhalten und die Einstellung gegenüber dem Körper, welche Kinder schon früh übernehmen. Eine Verbindung zwischen negativen und emotionalen Zuständen und der Zufuhr von Nahrung kann beispielsweise entstehen, wenn Äußerungen der Sorge während einer Nahrungsaufnahme erfolgen. Dies hat zur Folge, dass der Auslöser Hunger vermehrt in den Hintergrund verdrängt wird.

Eine wichtige Rolle für die Entstehung von Übergewicht ist eine strikte Kontrolle des Essverhaltens. Denn je strikter die Regeln für ein sogenanntes verbotenes Nahrungsmittel sind, desto leichter ist die Grenze diese zu überschreiten. Wenn diese einmal überschritten wird, tritt eine Denkschablone beispielsweise wie ‘eh egal’ ein, welche zu einer ungehemmten Nahrungsaufnahme führt. Durch diese Weise nehmen gezügelte Esser generell mehr an Gewicht zu, als Personen welche ihr Essverhalten nicht kontrollieren zu versuchen.

4.3, Umgebungsfaktoren – Körperliche Aktivität:

Die stark ansteigende Zahl der Krankheit Adipositas, weist auf eine Veränderung umweltbedingter Veränderungen von der Energieaufnahme und/oder Energieverbrauch hin. Es wird davon ausgegangen, dass beide in den letzten Jahrzehnten rückläufig waren, wobei die generelle Abnahme der durch körperliche Aktivität bedingte Energieverbrauch stärker ist, als die Reduktion der Energiezufuhr mit dem Resultat einer positiven Energiebilanz.

Heutzutage wiesen circa 2% der Kleinkinder einen sitzenden Lebensstil vor. Durch eine Analyse konnte man mit 1000 Grundschulkindern ein Bewegungstagebuch durchführen, welches ergab, dass ein Grundschulkind durchschnittlich neun Stunden liegt, neun Stunden sitzt, fünf Stunden steht und sich gerade nur noch eine Stunde bewegt.

Des Weiteren kommt man auf der Basis von 54 ausgewerteten Studien zu dem Resultat, dass sich die motorische Leistungsfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen in den letzten 25 Jahren um 10% verschlechtert hat. Die zugrunde liegenden Faktoren für einen verminderten Energieverbrauch ist sehr umfangreich und umfassen unter anderem die Zunahme des Fernseh- und Videokonsums welche durch die Ausdehnung der Sendezeiten mit bedingt ist, die Einführung von Privatsendern und die Industrialisierung der Film und Medienbranchen, der Computer einschließlich seiner ganzen Spiele, das Internet und letztlich auch die Abnahme der zu Bewältigung des Alltags erforderlichen körperlichen Aktivität.

Heutzutage werden Kindern mit von dem Eltern mit dem PKW zur Schule gefahren. Kinder sind sich auch schon den Gebrauch von öffentlichen Verkehrsmitteln bewusst und wissen diese einzusetzen. Auch die Anzahl der alleinerziehenden Eltern und berufstätigen Müttern sowie die Auflösung von Großfamilien erreichen, dass Kinder häufiger Fernsehen oder auch am PC sitzen, da dies ein Ort ist an dem sie ‘gut aufgehoben’ sind oder sich ansonsten langweilen würden.

Arbeit zitieren:
Muggi, Angelika März 2010: Adipositasprävention im Kindes- und Jugendalter, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Adipositas, Prävention, Kind, Fettleibigkeit, Ernährung

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