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Action Learning

Vom Lernen in der Organisation zum Lernen der Organisation

Action Learning
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Oliver Winter
  • Abgabedatum: April 2003
  • Umfang: 76 Seiten
  • Dateigröße: 397,2 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Ilmenau Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6970-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6970-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6970-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Winter, Oliver April 2003: Action Learning, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: organisationales Lernen, lernende Organisation, Training, Personalentwicklung, Wissensmanagement

Diplomarbeit von Oliver Winter

Zusammenfassung:

Das Konzept der lernenden Organisation ist heutzutage von übergeordneter Bedeutung, da sich immer mehr Organisationen durch den stärker zunehmenden Veränderungsdruck dazu gezwungen sehen, sich effektiv an ihre jeweilige Umwelt anzupassen. Action Learning, welches in den späten 40er Jahren entwickelt wurde, wird hierbei als wirkungsvolles Instrument gesehen, mit dem das Lernen in und von Organisationen erfolgreich umgesetzt werden kann. Hierzu werden in sog. Action Learning Gruppen sowohl individuelle als auch kollektive Lernprozesse umgesetzt, die für das organisationale Lernen eine wesentliche Voraussetzung sind.

Mit der vorliegenden Arbeit wird die Zielstellung verfolgt, Action Learning genauer zu untersuchen und zu klären, wie mit Hilfe des Action Learning organisationales Lernen erfolgreich umgesetzt werden kann. Von besonderem Interesse ist hierbei die Entwicklung von individuellem zu kollektivem und letztendlich zu organisationalem Lernen.

In Kapitel 2 wird zunächst auf die theoretischen Aspekte des Action Learning eingegangen, wobei einige Definitionen geliefert und im Anschluss die theoretischen Wurzeln des Action Learning näher beleuchtet werden.

In Kapitel 3 wird kurz auf die Schlüsselrollen eines Action Learning Programms eingegangen während Kapitel 4 sich mit den Komponenten eines Action Learning Programms beschäftigt.

Kapitel 5 klärt den Zusammenhang zwischen individuellem, kollektivem und organisationalem Lernen. Ferner wird der Frage nachgegangen, wie organisationales Lernen mittels Action Learning umgesetzt werden kann, was die Einbeziehung organisationaler Lerntheorien erforderlich macht.

Weiterhin werden einige kritische Erfolgsfaktoren näher betrachtet, die zum einen für das Gelingen eines Action Learning Programms vonnöten sind und darüber hinaus das organisationale Lernen aktiv unterstützen. Hierzu zählen auch die Rahmenbedingungen Strategie, Struktur und Kultur, denen eine wesentliche Bedeutung im Rahmen der lernenden Organisation zukommen. Das Praxisbeispiel der Veba Oel AG soll im Anschluss daran helfen, das Potential von Action Learning zu verdeutlichen.

In Kapitel 6 werden die erarbeiteten Aspekte nochmals kurz zusammengefasst und ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung von Action Learning gegeben.

Inhaltsverzeichnis:

A. Abbildungsverzeichnis II
1. Einleitung 1
2. Die Theorie und Philosophie des Action Learning 3
2.1 Der Begriff „Action Learning“ 3
2.2 Die theoretischen Wurzeln von Action Learning 4
3. Schlüsselrollen in einem Action Learning Programm 6
4. Die 6 Komponenten eines Action Learning Programms 7
4.1 Ein Problem 8
4.2 Das Set 10
4.3 Der Prozess im Set: Fragen & Reflektieren 12
4.4 Die Aktion 14
4.5 Das Lernen 15
4.6 Der Set Adviser 18
5. Das Lernen von Organisationen 19
5.1 Organisationale Lernprozesse 19
5.1.1 Zusammenhang zwischen individuellem, kollektivem und organisationalem Lernen 19
5.1.2 Der Begriff „organisationales Lernen“ 22
5.2 Action Learning und organisationales Lernen 23
5.2.1 Wissen der Organisation 24
5.2.2 Wissensmanagement 29
5.2.3 Lernebenen 33
5.3 Kritische Erfolgsfaktoren 42
5.3.1 Vorbereitungsphase 42
5.3.2 Einführungsphase 45
5.3.3 Durchführungsphase 47
5.4 Praxisbeispiel: Action Learning bei der Veba Oel AG 52
5.4.1. Ausgangssituation und zentrale Ziele 52
5.4.2 Projektaufbau 54
5.4.3 Projektdurchführung 55
5.4.4 Ergebnisse 56
6. Zusammenfassung und Ausblick 57
B. Literaturverzeichnis III

Automatisiert erstellter Textauszug:

26 nisation zur Orientierung gegeben werden. 201 Die beste Methode zum Umgang mit diesen Medien ist die (herrschaftsfreie) Kommunikation der Organisationsmitglieder über ihre persönlichen Bilder und die Karten der Organisation. 202 In diesem Prozess wird eine Lernschleife („learning loop“) auf Basis bestehender Bilder und Karten durchlaufen, in der die bestehenden „theories-in-use“ überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden: „They act on their images and on their shared maps with expectations of patterned outcomes, which their subsequent experience confirms or disconfirms. When there is a mismatch of outcome to expectation (error), members may respond by modifying their images, maps, and activities so as to bring expectations and outcomes back into line. They detect an error in organizational theory-in-use, and they correct it. This fundamental learning loop is one in which individuals act from organizational theory-in-use, which leads to match or mismatch of expectations with outcome, and thence to confirmation of disconfirmation of organizational theory in-use.” 203 [...]

25 Organisationales Lernen kann im allgemeinen verstanden werden als „[...] the testing and restructuring of organizational theories of action“193. Hierbei erfolgt ebenfalls eine Differenzierung auf organisationaler Ebene. Organisationales Lernen erfolgt durch Überprüfen und Verändern der „organizational theory of action” 194, wobei ebenfalls zwischen einer „organizational espoused theory“ und einer „organizational theory-in-use“ 195 unterschieden wird.196 Jedes Organisationsmitglied macht sich ein Bild von seiner Organisation, allerdings entspricht dieses Bild nicht dem Organisationsganzen, es wird vielmehr die der Organisation zugrunde liegende „theory-in-use“ rekonstruiert. 197 Jedes Organisationsmitglied ist in der Interaktion mit anderen darum bemüht, sein immer unvollständiges Bild der „organizational theory-in-use“ zu komplettieren. Hierbei ist entscheidend, dass individuelle „theories-in-use“ mittels Kommunikation zu kollektiven „theories-in-use“ zusammengeführt werden und eine kollektiv geteilte organisationale Handlungstheorie konstituiert beziehungsweise modifiziert wird.198 In diesem Rahmen sprechen ARGYRIS/SCHÖN von „public representations of organizational theory-in-use“, auf die sich Organisationsmitglieder bei der Rekonstruktion der „organizational theory-in-use“ beziehen können und stellen die Begriffe „private images“ (persönliche Bilder) und „organizational maps“199 (organisationale Karten) in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen. 200 Organisationales Lernen findet auf der Basis der „private images“ der Organisationsmitglieder und der „public maps“ der Organisation statt, die im Lernprozess verändert werden und in weiterer Folge auch die bestehende „organizational theory-in-use“ verändert. Die Medien für organisationales Lernen sind zum einen die „private images“, die die Organisationsmitglieder über die Organisation haben, zum anderen die „public maps“, die den Organisationsmitgliedern von der Orga- [...]

24 unterschiedlichen Lernebenen rundet das Kapitel ab, in dem die unterschiedlichen Auswirkungen der Lernebenen auf das organisationale Lernen untersucht werden. 5.2.1. Wissen der Organisation ARGYRIS/SCHÖN gehen in der „theory of action perspective“ davon aus, dass Handeln auf der Basis alltagsweltlicher Handlungstheorien („theories of action“) erfolgt. 185 Die „theories of action“ betonen die Handlung, die aus der Lerntheorie des Action Learning entspringt: „The essence of action learning rests in the idea that each and every one of us learns through action.” 186 Organisationale Lernprozesse setzen nach ARGYRIS/SCHÖN an den Handlungstheorien an. Damit verbunden ist die Annahme, dass bewusste Handlungen eines Individuums auf einer kognitiven Struktur basieren und allgemeine Werte, Normen und Annahmen reflektieren. 187 Bezogen auf die Handlungstheorien lassen sich „espoused theories“ und „theories-in-use“ unterscheiden188, die das Reservoir der organisatorischen Wissensbasis bilden189. „Espoused theories“ sind die offiziellen Handlungstheorien und beinhalten als explizit formulierte Handlungsgrundsätze die Leitlinien, Führungsgrundsätze und Stellenbeschreibungen der Organisation. 190 „Theories-in-use“ (Gebrauchstheorien) hingegen beziehen sich auf die tatsächlich in Gebrauch befindlichen Handlungstheorien. 191 Beide stimmen selten überein, sind dem einzelnen oftmals nicht bewusst und werden nicht öffentlich diskutiert, insofern liegen die „theories-in-use“ deshalb meist im Verborgenen. 192 [...]

Arbeit zitieren:
Winter, Oliver April 2003: Action Learning, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
organisationales Lernen, lernende Organisation, Training, Personalentwicklung, Wissensmanagement

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