Bachelor + Master Publishing
810 Bachelorarbeiten, 531 Masterarbeiten, 10.101 Diplomarbeiten

Das Abzugsverbot des §3c EStG

Das Abzugsverbot des §3c EStG
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Stefan Decker
  • Abgabedatum: Dezember 2002
  • Umfang: 124 Seiten
  • Dateigröße: 561,9 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Universität Regensburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6906-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6906-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6906-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Decker, Stefan Dezember 2002: Das Abzugsverbot des §3c EStG, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Halbeinkünfteverfahren, Beteiligungen, Nichtabziehbare Finanzierungskosten, Ausgaben

Diplomarbeit von Stefan Decker

Zusammenfassung:

Die Vorschrift des § 3c EStG führte bis zur Unternehmenssteuerreform 2001 ein „relatives Schattendasein.“ Als „Gegenpol“ zu im Großen und Ganzen relativ unspektakulären Steuerbefreiungen, die auch nicht die Masse der Bevölkerung bzw. kumulativ betrachtet hohe Beträge betreffen, wurde der Vorschrift auch in Kommentaren meist vergleichsweise wenig Beachtung geschenkt. Man könnte die Regelung für selbstverständlich bzw. die Vorschrift sogar für überflüssig halten, so selbstverständlich erscheint die Intention, welche dahinter steckt.

Dies änderte sich aber mit der Verabschiedung des StSenkG am 14.7.2000 und der Einführung des sog. Halbeinkünfteverfahrens.

Der Anwendungsbereich des § 3c EStG wurde dabei wesentlich erweitert. § 3c Abs.1 EStG erfasst nunmehr nicht nur die Behandlung von Ausgaben im Zusammenhang mit steuerfreien Einnahmen im Allgemeinen, sondern auch Aufwendungen (Finanzierungsaufwendungen, Beratungskosten, Verwaltungskosten, etc.) im Zusammenhang mit steuerfreien Beteiligungseinnahmen i.S.d. § 8b KStG. § 3c Abs.2 EStG regelt die Behandlung von Ausgaben im Zusammenhang mit Beteiligungseinnahmen i.S.d. § 3 Nr.40 EStG.

Im einem ersten Teil der Arbeit werden zunächst die wesentlichen Aussagen des § 3c Abs.1 EStG und Abs. 2 EStG aufgezeigt. Dabei werden v.a. die generellen Wesensmerkmale der beiden Absätze herausgearbeitet, z.B. den Unterschied zwischen „Unmittelbarkeit“ und „Mittelbarkeit“ bzw. welche Folgen sich für die Abzugsfähigkeit der entsprechenden Beteiligungsausgaben ergeben. Die Behandlung von Ausgaben im Zusammenhang mit einbringungsgeborenen Anteilen, sowie die Abgrenzung bzw. Behandlung von Ausgaben im Zusammenhang mit ausländischen Beteiligungen werden ausführlich erklärt.

Anschließend wird einem zweiten theoretischen Part, der aber anschaulich durch Beispiele und Gesetzestexte unterstützt wird, dargestellt, wieso die Regelungen des § 3c Abs.1 EStG und § 3c Abs.2 EStG systemwidrig und verfassungswidrig bzw. mit Europarecht schwer in Einklang zu bringen sind.

Im einem dritten praxisorientierten Teil werden die Auswirkungen der Abzugsbeschränkung dargestellt. Der Fokus richtet sich dabei auf die Behandlung von Betriebsausgaben/Werbungskosten, die im Rahmen einer Mitunternehmerschaft entstehen, sowie die Problemtatik einer systemgerechten „Zuordnung“ von Ausgaben i.S.d. § 3c EStG. Des weiteren werden die systemgerechte Aufteilung von Werbungskosten bei Einkünften aus Kapitalvermägen, die Auswirkungen auf Unternehmenskaufmodelle sowie die sich ergebende Problematik der Behandlung von Betriebsausgaben, die im Konzernverbund bzw. bei Holdinggesellschaften entstehen, behandelt.

Darauf aufbauend werden in einem vierten Teil ausführlich mehrere Gestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie man zum einen die Abzugsbeschränkung des § 3c Abs.1 EStG und zum anderen die Abzugsbeschränkung des § 3c Abs.2 EStG umgehen kann. Wesentliche Unterschiede werden herausgearbeitet. Dieser Teil wird ausführlich mit vielen Beispielen/Vergleichsrechnungen und Graphiken, die sich im Anhang der Arbeit befinden, erläutert.

Zum Schluss wird das Zusammenspiel des § 3c EStG mit der Gewerbesteuer (Stichwort Schachtelbeteiligung), sowie der Zusammenhang mit verdeckten Gewinnausschüttungen, Teil/Unentgeltlichen Nutzungsüberlassungen und unentgeltlichen Nutzungsvorteilen zwischen Schwestergesellschaften aufgezeigt.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis VI
I. Bedeutung des § 3c EStG im System des dt. Steuerrechts 1
II. Bedeutungserweiterung durch die Unternehmenssteuerreform 4
A. § 3c Abs.1 EStG im Zusammenhang mit steuerfreien Einnahmen nach § 8b KStG 4
1. „Laufende“ Einnahmen und Ausgaben 4
2. „Einmalige“ Einnahmen und Ausgaben 7
3. Das Kriterium „unmittelbarer wirtschaftlicher Zusammenhang“ 9
a) „Zusammenhang“ i.S.d. § 3c EStG 9
b) „Unmittelbarkeit“ 10
B. Ausgaben im Zusammenhang mit „hälftig steuerbefreiten Einnahmen“: Die Abzugsbeschränkung des § 3c Abs.2 EStG 13
1. „Laufende und einmalige“ Ausgaben 13
2. Behandlung von einbringungsgeborenen Anteilen 17
3. Mittelbarer wirtschaftlicher Zusammenhang 19
III. Kritikpunkte am Zusammenspiel von § 8b KStG und § 3c Abs.1 EStG, bzw. § 3 Nr.40 EStG und § 3c Abs.2 EStG 20
A. Fehlende Finanzierungsneutralität 20
B. Rechtliche Unstimmigkeiten 22
1. Systemwidrigkeit 22
a) § 8b KStG bzw. § 3 Nr.40 EStG ist kein Privileg 23
b) objektives Nettoprinzip 24
2. Verfassungswidrigkeit 28
3. § 3c EStG, § 8b Abs.5 KStG und Europarecht 30
IV. Auswirkungen der Abzugsbeschränkung 31
A. Anteile an Mitunternehmerschaften 31
B. Zuordnungsproblematik 33
C. Aufteilung von Werbungskosten bei Kapitaleinkünften 34
D. Unternehmenskauf und „Organschaftsmodell“ 36
1. Die Situation vor dem UntStFG 36
2. Die Situation nach dem UntStFG: § 3c Abs.2 S.2 EStG 37
E. Auswirkungen im Konzernverbund 38
F. Auswirkungen auf Holdingkapitalgesellschaften 40
G. Ergebnis 40
V. Gestaltungsmöglichkeiten zur Umgehung/Einschränkung der Abzugsbeschränkung 41
A. Gestaltungen bei § 3c Abs.1 und § 3c Abs.2 EStG 41
1. Zuordnung von Aufwendungen 41
2. Fremdkapitalausstattung durch Gesellschafter 43
3. Verlagerung von Verbindlichkeiten 43
4. Organschaft 44
a) Grundidee und Wirkungsweise 44
b) „Bruttomethode“ bei Beteiligungserträgen der Organgesellschaft 45
c) Greift § 3c EStG innerhalb einer Organschaft? 47
B. Gestaltungsmöglichkeiten bei § 3c Abs.1 EStG 48
1. Poolrefinanzierung 48
2. Klassisches „Ballooning“ 49
a) Grundidee und Vorteile 49
b) Nachteile im Zusammenhang mit Ballooning 50
c) Ballooning und § 8b Abs.5 KStG 51
3. Auslandsbeteiligung: „Vorteilhaftigkeit durch § 8b Abs.5 KStG“ 51
4. Mittelbare Beteiligung versus Verschmelzung 52
C. Betriebswirtschaftliche Folgen der Gestaltungen 53
VI. Sonderprobleme 53
A. Das Abzugsverbot des § 3c EStG im Zusammenhang mit der GewSt 53
1. Zusammenspiel von § 9 Nr.2a, § 9 Nr.7, § 8 Nr.5 GewStG mit § 3c EStG und § 8b Abs.5 KStG 53
2. Gewerbesteuer als Ausgabe i.S.d. § 3c EStG? 55
a) Kapitalgesellschaft als Anteilseigner 56
b) Einkommenssteuerpflichtige Person als Anteilseigner 57
B. Vorteilszuwendungen im Zusammenhang mit § 3c EStG 58
1. Verdeckte Gewinnausschüttung 58
2. Teil- und Unentgeltliche Nutzungsüberlassung an die Beteiligung 60
3. Unentgeltliche Nutzungsvorteile zwischen Schwestergesellschaften 62
a) Kapitalgesellschaft als Muttergesellschaft 63
b) Personenunternehmen als Muttergesellschaft 64
C. Altrücklagen und § 3c EStG 64
VII. Zusammenfassung und Ausblick 65
Quellenverzeichnis XXXIX
Eidesstattliche Erklärung LV

Arbeit zitieren:
Decker, Stefan Dezember 2002: Das Abzugsverbot des §3c EStG, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Halbeinkünfteverfahren, Beteiligungen, Nichtabziehbare Finanzierungskosten, Ausgaben

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren