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Abfall und seine Bewältigung in privaten Haushalten

Möglichkeiten eines gruppenspezifischen Ansatzes dargestellt am Beispiel Coburg

Abfall und seine Bewältigung in privaten Haushalten
Über dieses Buch
  • Art: Dissertation / Doktorarbeit
  • Autor: Andrea Döppenschmitt
  • Abgabedatum: Februar 1993
  • Umfang: 245 Seiten
  • Dateigröße: 15,5 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0132-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0132-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0132-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Döppenschmitt, Andrea Februar 1993: Abfall und seine Bewältigung in privaten Haushalten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Abfallbewußtsein, gruppenspezifisches Müllverhalten, Müllaufkommen, müllophobe Gesellschaft, rechtlicher und ökonomischer Rahmen

Dissertation / Doktorarbeit von Andrea Döppenschmitt

Einleitung:

Im Laufe der Jahre wurde das Müllaufkommen ein Problem. Der Hausmüll ist zwar nur ein Aspekt dieser Problematik, aber jeder ist davon betroffen, nicht nur wenn es um die Standortfrage für geplante Deponien oder Müllverbrennungsanlagen geht, denn jeder produziert jeden Tag Müll.

In Coburg war das sog. "Integrierte Abfallwirtschaftskonzept" Grundlage der Entsorgung, dessen unterschiedliche Teilaspekte kritisch dargestellt und für das im Zusammenhang mit den Untersuchungsergebnissen Verbesserungsvorschläge gemacht wurden.

Gang der Untersuchung:

Die empirische Untersuchung ist das Kernstück der Arbeit. Grundlage sind Daten von Haushalten aus Stadt und Landkreis Coburg, die zum einen durch Fragebögen zum anderen durch ein sog. Mülltagebuch erfaßt wurden. Bei dem Mülltagebuch dokumentierten die beteiligten Haushalte anhand standardisierter Wochenblätter Einkaufsverhalten, Müllaufkommen und Entsorgungsarten. lm Zusammenhang mit erfaßten persönlichen Daten wird untersucht, ob es Faktoren gibt die z.B. das Entsorgungsverhalten beeinflussen und ob man bestimmte gruppentypische Verhaltensweisen unterscheiden kann, die entsprechende Ansatzpunkte für gezielte Information oder Schulung hinsichtlich Müllvermeidung und -verminderung bieten.

Das zeigt, daß der Bürger im Mittelpunkt der Betrachtung steht, der aber nicht nur Müllproduzent, sondern der auch mündiger Bürger ist und somit durch sein Verhalten Einfluß nehmen kann.

Diese Arbeit gibt daher nicht nur Einblick in andere Möglichkeiten der Erfassung von Entsorgungsverhalten, sondern zeit such wie der Bürger in die Verantwortung genommen werden und wo jeder selber Ansatzpunkte für ein verantwortliches Handeln finden kann.

Grundlage ist das Abfallbewußtsein des Einzelnen bzw. der Haushalte, das nicht nur durch eine Reihe interner Faktoren bestimmt wird, sondern ebenfalls durch externe Faktoren (z.B. Entsorgungsstruktur des Wohnortes, gesetzliche Grundlagen, Vorgaben durch die Wirtschaft).

Der Schluß gibt einen Ausblick auf eine mögliche und (aus Sicht der Autorin) erstrebenswerte Zukunft, die dann in greifbare Nähe rücken würde, wenn die Ergebnisse der Arbeit in Zusammenhang mit den ebenfalls erörterten rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen im Alttag von Bürgern, Gemeinden und allen Verantwortlichen Berücksichtigung fänden.

lm Anhang der Arbeit finden sich die beiden Fragebögen, ein Wochenblatt des Müllerfassungsbuches sowie ein umfangreiches Literaturverzeichnis.

Jedes Kapitel verfügt zudem am Ende über eine Kurzfassung zur besseren Übersicht.

Inhaltsverzeichnis:

Tabellenverzeichnis VII
Abbildungsverzeichnis IX
Kartenverzeichnis IX
1. Einleitung 1
2. Grundlagen der Arbeit 5
2.1 Zielsetzung der Arbeit 6
2.2 Methodik 13
2.3 Begriffsbestimmungen 17
2.3.1 Umwelt 17
2.3.2 Umwelt-Bewußtsein / Abfall-Bewußtsein 19
2.3.3 Müll = Abfall? 20
2.3.4 Recycling 22
2.3.5 (Abfall-) Entsorgung 25
3. Früher war alles anders 27
3.1 Entwicklung der Entsorgung 28
3.2 Müll gestern und heute 33
4. Status quo im Raum Coburg 39
4.1 Struktur des Untersuchungsgebietes 39
4.1.1 Bevölkerung und Wirtschaft 40
4.1.2 Abfallaufkommen 41
4.1.3 Zusammensetzung des Hausmülls 45
4.1.4 Müllgebühren 46
4.2 Integrierte Abfallwirtschaft 49
4.2.1 Müllvermeidung 51
4.2.2 Entsorgungswege 55
5. Empirische Untersuchung 91
5.1 Vorgehensweise und Aussagekraft 91
5.2 Struktur der erfaßten Haushalte 95
5.3 Müllaufkommen der Haushalte 103
5.3.1 Müllaufkommen und Wertstoffarten differenziert nach Personendaten 103
5.3.2 Außergewöhnliches Müllaufkommen 109
5.3.3 Zusammensetzung des Hausmülls 111
5.4 Bewertung und Nutzung der Getrenntmüllsammlung 121
5.4.1 Bewertung der Getrenntmüllsammlung 121
5.4.2 Nutzung bestehender Sammelsysteme 122
5.4.3 Bevorzugte Sammelsysteme 125
5.5 Sondermüll und seine Entsorgung 128
5.6 (Müll-) Einkauf 130
5.6.1 Einkaufsverhalten 133
5.6.2 Kosten / Preise 146
5.7 Abfallbewußtsein 148
5.7.1 Umwelt und Abfall 148
5.7.2 Müllvermeidung 149
5.7.3 Verzicht 152
5.7.4 Bewußtsein = Handlung? 154
5.7.5 Verhalten und Wirkung 156
5.8 Gibt es gruppenspezifisches Müllverhalten aufgrund 160
5.8.1 des Wohnortes? 160
5.8.2 der Art und Größe der Wohnung? 161
5.8.3 der Alters- und Familienstruktur? 161
5.8.4 des Bildungsstandes, Berufes? 162
5.8.5 der Vorsortierungsmöglichkeiten? 162
5.8.6 des Informationsstandes? 163
5.8.7 der finanziellen Situation? 163
5.8.8 Ergebnis 164
5.9 Schlußfolgerungen 166
5.9.1 Einflußfaktoren auf das Entsorgungsverhalten 167
5.9.2 Überprüfung des „Coburger Modells“ 170
5.9.3 Möglichkeiten zur Verbesserung des „Coburger Modells“ 171
6. Rahmenbedingungen für Hausmüll 175
6.1 Ökonomie contra Ökologie 177
6.1.1 Freiwillige Maßnahmen 179
6.1.2 Kosten und Preise 180
6.1.3 Staatliche Eingriffe 182
6.1.4 Rolle des Verbrauchers 184
6.2 Brauchen wir mehr Gesetze 187
6.2.1 Entwicklung des Abfallrechtes 187
6.2.2 Zum Stand der Gesetzgebung 187
6.2.3 Geplante Entwicklungen im Abfallrecht 194
6.2.4 Mitwirkung des Bürgers 195
6.2.5 Fazit 197
7. Zusammenfassende Überlegungen 200
7.1 Resümee 200
7.2 Utopien einer müllophoben Gesellschaft 207
7.2.1 Politik und Basisgruppen 210
7.2.2 Industrie 212
7.2.3 Handel 212
7.2.4 Bevölkerung 213
Literaturverzeichnis 216
Anhang: Fragebögen
Müllerfassungsbogen

Arbeit zitieren:
Döppenschmitt, Andrea Februar 1993: Abfall und seine Bewältigung in privaten Haushalten, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Abfallbewußtsein, gruppenspezifisches Müllverhalten, Müllaufkommen, müllophobe Gesellschaft, rechtlicher und ökonomischer Rahmen

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