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Abbildung derivativer Zinsinstrumente im handelsrechtlichen Jahresabschluß der Kreditinstitute

Abbildung derivativer Zinsinstrumente im handelsrechtlichen Jahresabschluß der Kreditinstitute
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Wencke Löhden
  • Abgabedatum: Oktober 1998
  • Umfang: 93 Seiten
  • Dateigröße: 5,5 MB
  • Note: 1,4
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Nordostniedersachsen, Standort Suderburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1151-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1151-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1151-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Löhden, Wencke Oktober 1998: Abbildung derivativer Zinsinstrumente im handelsrechtlichen Jahresabschluß der Kreditinstitute, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kreditinstitute, Bewertungseinheiten, Hedge-Accounting, Marktbewertung, Zinsderivate

Diplomarbeit von Wencke Löhden

Einleitung:

Das rapide Wachstum des Marktes für Finanzderivate seit Mitte der achtziger Jahre hält bis heute mit sogar steigenden Zuwachsraten ungebrochen an. Die Deutsche Bundesbank hat in ihrer Sonderveröffentlichung über bilanzunwirksame Geschäfte deutscher Banken vom Juni 1998 per März 1998 ein Nominalvolumen derivativer Geschäfte i.H.v. 20.588 Mrd. DM gegenüber 13.894 Mrd. DM im Vorjahr festgestellt. Bereits seit Mitte 1996 übersteigt das gesamte Volumen des außerbilanziellen Derivategeschäfts die Gesamtbilanzsumme aller Kreditinstitute. Den größten Anteil mit rd. 17.000 Mrd. DM bilden darunter die Zinsderivate.

Mit dieser rasanten Volumenentwicklung geht auch eine ungebrochene Innovationsgeschwindigkeit einher. Diese wiederum bedingt eine ständige Erhöhung der handelsrechtlichen Abbildungskomplexität. "Die externe Rechnungslegung hat diese Entwicklung indes nur unzureichend zur Kenntnis genommen." So charakterisierte WINDMÖLLER das diesbezügliche Meinungsbild noch vor wenigen Jahren als "völlig orientierungslos und unübersichtlich". In der Praxis haben sich zwar mittlerweile Bilanzierungskonventionen herausgebildet; die anhaltende, ebenso lebhafte wie kontroverse Diskussion um geeignete Konzeptionen zeigt aber, daß diese bisher noch zu keiner allseits akzeptierten endgültigen Lösung geführt haben. Dieser Zustand ist auf die Schwierigkeit, gleichzeitig mehreren, teilweise konkurrierenden Postulaten, nämlich dem einer den tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnissen einschließlich der Risikolage entsprechenden transparenten Darstellung, der willkürfreien, objektiv nachvollziehbaren praktischen Umsetzbarkeit und einer der Dynamik standhaltenden Anpassungsfähigkeit gerecht zu werden, und auf die dadurch hervorgerufenen Konflikte mit dem herrschenden Bilanzrecht zurückzuführen.

Die Hauptursache für die insbesondere den Zinsderivaten geltende derzeit bestehende Rechtsunsicherheit wird der hierdurch einmal wieder augenscheinlich gewordenen bilanztheoretisch nicht widerspruchsfreien Bilanzierungspraxis zinsinduzierter Bankgeschäfte zugeschrieben.

Gang der Untersuchung:

Beide oben skizzierten, in ihrer Entwicklung zwar divergierenden Tendenzen - einerseits Wachstum des Marktvolumens, andererseits Stagnation der Rechnungslegungsnormen - konvergieren jedoch in einem gemeinsamen Schnittpunkt, den Zinsderivaten, anhand derer die aufzuzeigende Problematik (Kap. 2) und deren Lösungsansätze (Kap. 3) theoretisch systematisierend dargestellt werden sollen. Vertiefend werden im Anschluß daran (Kap. 4) die Ergebnisse hinsichtlich des Objektivierungskriteriums, d.h. ihrer Offenheit für Gestaltungswillkür, beurteilt, denn dieses beeinflußt den Informationsgehalt des Jahresabschlusses nicht unwesentlich. An diesem Gedanken entzündet sich wiederum die zentrale Grundsatzfrage der Priorität von Jahresabschlußfunktionen, hier in erster Linie Information und Gläubigerschutz, die gerade das Kreditgewerbe aufgrund seiner Vertrauensfunktion besonders empfindlich berührt.

Inhaltsverzeichnis:

Darstellungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Grundlegung 1
1.1 Das Dilemma einer wachsenden Divergenz zwischen Marktentwicklung und Entwicklung geeigneter Vorschriften für die externe Rechnungslegung 1
1.2 Derivative Zinsinstrumente: Definition, handelsrechtliche Einordnung, abbildungsrelevante Charakteristika und Funktionen 3
1.3 Abbildungsrelevante allgemeine und bankspezifische Rechnungslegungsnormen 5
2. Das Problem einer risiko- und erfolgsadäquaten Abbildung derivativer Zinsinstrumente bei traditioneller Auslegung geltender Normen - Evidenz eines generalnorminhärenten Widerspruchs? 9
2.1 Bilanzierung derivativer Zinsinstrumente ungeachtet bestehender Sicherungszusammenhänge 9
2.1.1 Instrumentenübergreifende Grundlagen 9
2.1.2 Besonderheiten ausgesuchter Instrumente 13
2.2 Wirkungen strikter imparitätischer Einzelbewertung bei bestehenden Sicherungszusammenhängen 21
2.2.1 Die Rolle der zinsänderungsinduzierten Bewertung bei Bankgeschäften 21
2.2.2 Sicherung zinsunabhängig zu bewertender Festzinspositionen 22
2.2.3 Sicherung zinsabhängig zu bewertender Festzinspositionen bzw. schwebender Geschäfte 25
2.2.4 Zwischenergebnis 27
3. Lösungskonzepte zur risiko- und erfolgsadäquaten Abbildung von Sicherungszusammenhängen 28
3.1 Sachgerechte Abgrenzung der Bewertungsobjekte 30
3.1.1 ereich traditionellen Bankgeschäfts 30
3.1.2 Eigenhandelsbereich 33
3.1.3 Gesamtfinanzgeschäft 36
3.1.4 Zusammenfassung 37
3.2 Methoden zur sachgerechten Bewertung der abgegrenzten Objekte 37
3.2.1 Festbilanzierung (i.w.S.) 37
3.2.2 Marktbewertung 40
3.2.3 Zusammenfassung 50
3.3 Synoptische Verknüpfung 51
4. Beurteilung der Lösungskonzepte unter besonderer Berücksichtigung ihrer bilanzpolitischen Gestaltungsmöglichkeiten 52
4.1 Allgemeine und bankspezifische Rahmenbedingungen 52
4.2 Gestaltungsmöglichkeiten bei derzeitiger Rechtslage 54
4.2.1 Tatsächliche und faktische Wahlrechte 55
4.2.2 Gestaltung durch Zuordnungsentscheidung 56
4.2.3 Gestaltung durch Bewertungsentscheidung 62
4.2.4 Fazit 63
4.3 Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb mit dem herrschenden deutschen Recht inkompatibler Marktwertbilanzierungskonzepte 64
5. Schlußbetrachtung und Ausblick 69
Literatur- und Quellenverzeichnis 73

Arbeit zitieren:
Löhden, Wencke Oktober 1998: Abbildung derivativer Zinsinstrumente im handelsrechtlichen Jahresabschluß der Kreditinstitute, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kreditinstitute, Bewertungseinheiten, Hedge-Accounting, Marktbewertung, Zinsderivate

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