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Île de la Réunion: geographische Analyse eines französischen Überseedepartements

Dargestellt in Landschaftstoposequenzen

Île de la Réunion: geographische Analyse eines französischen Überseedepartements
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Marion Kabitz
  • Abgabedatum: März 2006
  • Umfang: 102 Seiten
  • Dateigröße: 23,4 MB
  • Note: 1,6
  • Institution / Hochschule: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0176-4
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0176-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kabitz, Marion März 2006: Île de la Réunion: geographische Analyse eines französischen Überseedepartements, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Geographie, Tourismus, Reise, Indischer Ozean, Feldforschung

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Diplomarbeit von Marion Kabitz

Einleitung:

Die Île de la Réunion ist eine Insel im südwestlichen Indischen Ozean östlich von Madagaskar. Als französisches Überseedepartement besitzt die Île de la Réunion eine enge Bindung an Frankreich und an die EU. Die Touristikbranche wirbt dabei für die Île de la Réunion mit Slogans wie: „Das wildeste Stück Frankreich“, „Die stille Welt der Cirques“, „Naturwunder“, „Zauberwelt des Tropenwaldes“, „Tropenträume à la Réunionnaise“, „Multikulturelle Gemeinschaft – Insel der 1000 Gesichter“, „Insel der Inspirationen“ oder „Insel der Sinne“.

Dadurch werden bestimmte Assoziationen und Imaginationen mit diesem Raum hervorgerufen, die sich durch einen Aufenthalt auf der Île de la Réunion bestätigen lassen. Darin kommt die Einzigartigkeit dieser Insel zum Ausdruck, welche zunehmend Touristen und geowissenschaftlich Interessierte anlockt.

Der Zeitraum der Feldforschung auf der Île de la Réunion im Rahmen meiner Diplomarbeit umfasste sechs Wochen von Ende Februar bis Anfang April 2004. Währenddessen sollten vorrangig die Mensch-Umwelt-Beziehungen vor Ort studiert werden. Dazu zählt beispielsweise die besondere Geomorphologie des gebirgigen Inselinnerens mit dessen dort stattfindendem Trekking-Tourismus und der landwirtschaftlichen Nutzung durch die einheimische Bevölkerung. Darüber hinaus nimmt das Georelief der Île de la Réunion einen erheblichen Einfluss auf deren Siedlungsstruktur und Verkehrsnetz. Dazu zählt ebenso die artenreiche Vegetation, die sowohl von den diversen Kleinklimata als auch anthropogen durch die landwirtschaftliche Nutzung beeinflusst wird.

Ziel war, diese zu analysieren, kritisch zu hinterfragen und zu problematisieren. Eine weitere Aufgabenstellung war die Erfassung des touristischen Potentials der Île de la Réunion und des touristischen Angebots, auf welches ich als Individualreisende angewiesen war und demnach umfassende Recherchen und Vergleiche durchführen konnte. Des weiteren konnte eine ausführliche Recherche von aktueller Literatur über die Île de la Réunion betrieben werden, als auch ein Eindruck über die Studienverhältnisse am Geographischen Institut der Universität in Sainte Clotilde, einem Stadtteil der Hauptstadt Saint Denis auf der Île de la Réunion gewonnen werden.

Die Zusammenstellung der erfassten und studierten anthropo- und physiogeographischen Aspekte sollte in einer anschließenden Visualisierung erfolgen, welche durch synoptische Landschaftstoposequenzen umgesetzt wurde.

Gang der Untersuchung:

Kapitel II beinhaltet die ausführliche geographische Analyse der Île de la Réunion, wobei nach dem HETTNER´schen Schema vorgegangen wurde. Dabei thematisieren die Unterkapitel II.1 bis II.10 vorrangig naturräumliche Aspekte. Das Unterkapitel II.10 (Biogeographie), respektive II.10.1 (Flora) wird ausführlich behandelt, da die Vegetation der Île de la Réunion artenreich ist und weil sich an ihr vor allem anthropogene Einflüsse belegen lassen.

In den Unterkapiteln II.11 bis II.18 werden insbesondere die Mensch-Umwelt-Interaktionen herausgestellt. Besondere Beachtung verdient Kapitel II.15 Tourismus und Marketing, da der Tourismus einen entscheidenden Wirtschaftsfaktor der Île de la Réunion darstellt. Der Tourismus eröffnete der Île de la Réunion zwar beispielsweise neue Arbeitsplatzmöglichkeiten, wobei aber auch auf dessen Grenzen verwiesen sein soll. Zur Veranschaulichung der Analyse in Kapitel II dienen zahlreiche Abbildungen, Tabellen und einige Fotos.

Das Kapitel III umfasst mit den Landschaftstoposequenzen den wesentlichen Teil dieser Diplomarbeit.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 4
Tabellenverzeichnis 6
I. Einleitung 7
II. Geographische Analyse der Île de la Réunion 9
II.1 Lage, Größe, Grenzen 9
II.2 Geologie und Pedologie 9
II.2.1 Vulkanite 13
II.2.2 Hot-spot-Theorie 14
II.2.3 Pedologische Charakteristika des jungen Vulkangebiets 14
II.3 Geomorphologie 15
II.3.1 Genese der Île de la Réunion 16
II.3.2 Erosions- und Akkumulationsformen 17
II.4 Der Piton des Neiges 18
II.4.1 Genese des Piton des Neiges 19
II.4.2 Rezentes Erscheinungsbild des Piton des Neiges 19
II.5 Die vier Cirques: Cirque de Cilaos, Mafate, Salazie und Bébourg 20
II.5.1 Cirque de Cilaos 22
II.5.2 Cirque de Mafate 23
II.5.3 Cirque de Salazie 24
II.5.4 Cirque de Bélouve/ Bébourg 26
II.6 Der Piton de la Fournaise und vulkanischer Formenschatz 26
II.6.1 Genese des Piton de la Fournaise 28
II.7 Les Hautes Plaines 30
II.8 Korallenriffe und hypothetische Weiterentwicklung der Île de la Réunion 31
II.9 Klimatologie 31
II.9.1 Makroklimatische Einordnung der Île de la Réunion 31
II.9.2 Mesoklima: Luv-Lee-Differenzierung 32
II.9.3 Klimatische Phänomene 35
II.10 Biogeographie 37
II.10.1 Flora 37
II.10.2 Fauna 52
II.11 Bevölkerungsgeographie 54
II.12 Siedlungsgeographie 56
II.13 Wirtschaftsgeographie 59
II.14 Landwirtschaft 61
II.14.1 Zuckerrohranbau 63
II.14.2 Geraniumanbau 66
II.14.3 Vetyveranbau 67
II.14.4 Vanilleanbau 68
II.15 Tourismus und Marketing 70
II.15.1 Tourisme Vert 73
II.15.2 Tourisme Bleu 75
II.16 Arbeitslosigkeit 79
II.17 Politisches System der Île de la Réunion 80
II.18 Verkehrsgeographie 81
III. Landschaftstoposequenzen der Île de la Réunion 84
III.1 Profil 1: West-Ost-Profil der Île de la Réunion: Geologie, Klima, Naturgefahren, Landnutzung, Tourismus/ Freizeit 84
III.2 Profil 2: W-N-Profil durch den Nordwesten im Cirque de Mafate: Geologie, Klima, Naturgefahren, Landnutzung, Tourismus/ Freizeit 86
III.3 Profil 3: Toposequenz der Vegetation von der Westküste (Saint Paul) bis zum Piton Le Maido (2.205 m) 88
III.4 Profil 4: W-E-Profil über den Piton de la Fournaise: Geologie, Klima, Naturgefahren, Tourismus/ Freizeit 90
IV. Schlussbemerkung 92
V. Literaturverzeichnis 93
Internetquellen 99
Aufnahmeorte der Fotos 100

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 4
Tabellenverzeichnis 6
I. Einleitung 7
II. Geographische Analyse der Île de la Réunion 9
II.1 Lage, Größe, Grenzen 9
II.2 Geologie und Pedologie 9
II.2.1 Vulkanite 13
II.2.2 Hot-spot-Theorie 14
II.2.3 Pedologische Charakteristika des jungen Vulkangebiets 14
II.3 Geomorphologie 15
II.3.1 Genese der Île de la Réunion 16
II.3.2 Erosions- und Akkumulationsformen 17
II.4 Der Piton des Neiges 18
II.4.1 Genese des Piton des Neiges 19
II.4.2 Rezentes Erscheinungsbild des Piton des Neiges 19
II.5 Die vier Cirques: Cirque de Cilaos, Mafate, Salazie und Bébourg 20
II.5.1 Cirque de Cilaos 22
II.5.2 Cirque de Mafate 23
II.5.3 Cirque de Salazie 24
II.5.4 Cirque de Bélouve/ Bébourg 26
II.6 Der Piton de la Fournaise und vulkanischer Formenschatz 26
II.6.1 Genese des Piton de la Fournaise 28
II.7 Les Hautes Plaines 30
II.8 Korallenriffe und hypothetische Weiterentwicklung der Île de la Réunion 31
II.9 Klimatologie 31
II.9.1 Makroklimatische Einordnung der Île de la Réunion 31
II.9.2 Mesoklima: Luv-Lee-Differenzierung 32
II.9.3 Klimatische Phänomene 35
II.10 Biogeographie 37
II.10.1 Flora 37
II.10.2 Fauna 52
II.11 Bevölkerungsgeographie 54
II.12 Siedlungsgeographie 56
II.13 Wirtschaftsgeographie 59
II.14 Landwirtschaft 61
II.14.1 Zuckerrohranbau 63
II.14.2 Geraniumanbau 66
II.14.3 Vetyveranbau 67
II.14.4 Vanilleanbau 68
II.15 Tourismus und Marketing 70
II.15.1 Tourisme Vert 73
II.15.2 Tourisme Bleu 75
II.16 Arbeitslosigkeit 79
II.17 Politisches System der Île de la Réunion 80
II.18 Verkehrsgeographie 81
III. Landschaftstoposequenzen der Île de la Réunion 84
III.1 Profil 1: West-Ost-Profil der Île de la Réunion: Geologie, Klima, Naturgefahren, Landnutzung, Tourismus/ Freizeit 84
III.2 Profil 2: W-N-Profil durch den Nordwesten im Cirque de Mafate: Geologie, Klima, Naturgefahren, Landnutzung, Tourismus/ Freizeit 86
III.3 Profil 3: Toposequenz der Vegetation von der Westküste (Saint Paul) bis zum Piton Le Maido (2.205 m) 88
III.4 Profil 4: W-E-Profil über den Piton de la Fournaise: Geologie, Klima, Naturgefahren, Tourismus/ Freizeit 90
IV. Schlussbemerkung 92
V. Literaturverzeichnis 93
Internetquellen 99
Aufnahmeorte der Fotos 100

Textprobe:

Kapitel II.10.1, Flora: Vor Ankunft des Menschen war die Île de la Réunion zu etwa 80 % mit Wäldern bedeckt. Mit Beginn der landwirtschaftlichen Nutzung und dem Anbau von Kaffee, Zuckerrohr und Geranien wurden die Wälder der niederen Höhe, die forêts de basse altitude, auf der ganzen Insel und an der Westküste die der mittleren Höhe zwischen 600 und 900 m gerodet. Dadurch, verstärkt durch Degradation und Waldbrände, wurde die ursprüngliche Vegetation zerstört, so dass sich das Vegetationsbild drastisch verändert hat.

Seit 1946 verwaltet die Forstbehörde O.N.F. hauptsächlich die höhergelegenen Hangbereiche. Als Hauptaufgabenfelder sind der wirtschaftliche Umgang mit Ressourcen, Landschafts- und Ökosystemschutz sowie ein vielfältiges Tourismusangebot zu nennen. Die O.N.F. setzt sich für den Schutz der restlichen Primärwälder ein und versucht durch Wiederaufforstung der starken Bodenerosion entgegenzuwirken.

In den vergangenen Jahren wurden weitere Initiativen ergriffen, die auf einen zunehmenden Naturschutz der höhergelegenen Hangbereiche ausgerichtet sind. Beispielsweise wurde im Juli 1992 Gebiete als Naturpark, Direction Régionale de l’Environnement, ausgewiesen, im Jahre 1998 die Nationalparkidee umgesetzt und diverse Pflanzen- und Tierarten als schützenswert ausgewiesen. Die genaue Zahl der auf den drei Maskareneninseln (Mauritius, Île de la Réunion und Rodriguez) vorkommenden Pflanzenarten ist noch nicht erforscht.

Schätzungen liegen bei 700 bis 800 Arten, davon sind etwa 230 Farne, und 500 endemische Gefäßpflanzen. Moose, Flechten, Algen und Pilze werden auf ca. 300 bis 400 Arten geschätzt. Ungefähr 70 % der Pflanzen der Île de la Réunion kommen ursprünglich aus Madagaskar und Afrika.

Eine präzise Vegetationskartierung ist auf der Île de la Réunion aufgrund der Artenvielfalt und der diversen Mikroklimata problematisch. Die verschiedenen Möglichkeiten der Kartierung wie beispielsweise zusammengefasste Gruppen aufgrund struktureller Gemeinsamkeiten wie Blattformen, Lebensformen u.a. stoßen hier an Grenzen. Der charakteristische Stockwerksbau tropischer Regenwälder und tropentypische Anpassungen der Pflanzen, wie zum Beispiel Brett- und Stelzwurzeln, Kauliflorie, Lianen oder Epiphyten können jedoch auch auf der Île de la Réunion zur Vegetationsbestandaufnahme herangezogen werden.

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Arbeit zitieren:
Kabitz, Marion März 2006: Île de la Réunion: geographische Analyse eines französischen Überseedepartements, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Geographie, Tourismus, Reise, Indischer Ozean, Feldforschung

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