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Der Ein- und Zweifamilienhausbau der 1950er/ 60er Jahre

Eine Potenzialanalyse für den heutigen Wohnungsmarkt in der Randzone von Frankfurt am Main

Der Ein- und Zweifamilienhausbau der 1950er/ 60er Jahre
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Iris Martens
  • Abgabedatum: Januar 2004
  • Umfang: 93 Seiten
  • Dateigröße: 3,8 MB
  • Note: 1,8
  • Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8438-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8438-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8438-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Martens, Iris Januar 2004: Der Ein- und Zweifamilienhausbau der 1950er/ 60er Jahre, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Wohnungsmarktforschung, Immobilienbestand, Standorttheorie, Bodenmarkt, Landnutzung

Magisterarbeit von Iris Martens

Problemstellung:

Der große und zunehmend größere Raumanspruch des Wohnens spiegelt dessen Bedeutung als eine der fünf Daseinsgrundfunktionen in unserem Leben, aber auch für die Struktur unseres Lebensraumes wider.

Seit Ende der 1990er Jahre ist ein Trend von Geschosswohnungen zu Ein- und Zweifamilienhäusern zu erkennen. Als wichtige Faktoren bei einem solchen Eigenheim gelten eine günstige Lage zum Stadtzentrum, ein Garten, sowie ein angemessener Preis, der von den potentiellen Eigentümern, oft jungen Familien, aufgebracht werden kann.

Während „Wohnen am Rand“ in der Fachliteratur zum Teil als kulturelle Ausdruckform des Menschen gesehen wird, als ein kulturelles Phänomen des „Zwischenstädters“, bezeichnen andere Studien Mieter als „verhinderte Wohneigentümer“ und beklagen den Wegzug junger Familien, die wegen mangelnder Möglichkeiten der Eigentumsbildung im Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser in das Umland ausweichen. Der Bestand an älteren Ein- und Zweifamilienhäusern kann im Zuge fortwährender Suburbani-sierung, großem Flächenverbrauch der Neubaugebiete mit einhergehender Zersiedelung der Landschaft und fehlender Steuereinnahmen der Kommunen aufgrund von Abwanderung der Bevölkerung in den kommenden Jahren nicht nur für die einzelnen Haushalte, sondern auch für die künftige Gestalt der Städte eine Rolle spielen.

Die Ausgangsfrage lautet: wo und wie viel Land kauft ein Mensch bzw. eine Familie in einer Stadt, um unter den gegebenen Voraussetzungen eines festen Einkommens die Zufriedenheit zu maximieren? Doch wie sieht es mit dem Bestand in den Randgebieten von Frankfurt aus? Stehen ältere Ein- und Zweifamilienhäuser überhaupt in nennenswerter Zahl dem Wohnungsmarkt zur Verfügung? Wohnt dort noch die Erbauergeneration oder hat bereits ein Wechsel stattgefunden?

Besitzen die Häuser der 1950er/60er Baujahre in der Randzone, die hier näher betrachtet werden sollen, heute das Potential einer echten Alternative zu Neubauten im suburbanen Raum? Und wie flexibel passen Haushalte ihre Wohnsituation an einen veränderten Bedarf an?

Die vorliegende Arbeit geht diesen Fragen am Beispiel von vier unterschiedlichen Siedlungen innerhalb und außerhalb der Stadtgrenzen von Frankfurt nach mit dem Ziel, eine Aussage bezüglich der Bedeutung dieser Häuser für den Wohnungsmarkt zu treffen.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
Tabellenverzeichnis III
1. Einleitung 1
2. Themenbereich und Fragestellung 3
2.1 Forschungsstand 3
2.2 Der aktuelle Wohnungsmarkt in Frankfurt am Main 6
2.3 Zielsetzung und Fragestellung der Arbeit 8
3. Theoretische Grundlage: Die neoklassische Standorttheorie 12
3.1 Die Landnutzungstheorie nach von Thünen 12
3.2 Der städtische Bodenmarkt nach Alonso 14
3.3 Kritik an der neoklassischen Standorttheorie 19
4. Methodisches Vorgehen 22
4.1 Kartenabgleich 22
4.2 Experteninterviews 23
4.3 Bewohnerbefragung 24
4.4 Analyse der Statistiken 24
4.5 Methodenkritik 25
5. Auswertung der empirischen Untersuchung 27
5.1 Zusammenfassung der Expertengespräche 27
5.2 Vorstellung der Untersuchungsgebiete 28
5.2.1 Frankfurt-Sachsenhausen 28
5.2.2 Frankfurt-Bergen-Enkheim 30
5.2.3 Oberursel-Siedlung Eichwäldchen 31
5.2.4 Neu-Isenburg-Gravenbruch 32
5.3 Auswertung der Bewohnerbefragung 34
5.4 Bewertung 46
6. Ergebnis: Das Potenzial der Ein- und Zweifamilienhäuser der 1950er/60er Baujahre in der Randzone von Frankfurt am Main 47
7. Fazit 52
Literaturverzeichnis 53
Verzeichnis der Internetquellen 57
Verzeichnis der verwendeten Karten 57
Anhang 59

Automatisiert erstellter Textauszug:

oder Trickbetrügern, zumal im Befragungszeitraum Sendungen zu Trickbetrügern mit der Zielgruppe Senioren gezeigt wurden (z. B. 10.11.2003 ARD: report München). Ohnehin fiel der insgesamt hohe Sicherungsaufwand der Häuser auf: Die meisten Gebäude waren wenigstens durch Fenstergitter auch bis in das erste Stockwerk, Alarmanlagen oder Gegensprechanlagen mit Kamera gesichert. Diejenigen älteren Personen, die bereit waren, auch nähere Fragen zu beantworten, hatten ihr Haus oft bereits altersgerecht umgebaut, zogen Treppenlifte oder andere Hilfsmittel sowie persönliche Haushalts- oder Pflegekräfte statt eines Seniorengerechten Wohnens in Erwägung. Es bleibt also insgesamt zu bezweifeln, ob die Angaben der Senioren, die im empirischen Teil vorgestellt werden, der Mehrheit der dort wohnhaften entsprechen oder nicht nur der Mehrheit derjenigen, die den Fragebogen beantwortet haben. [...]

Der Vergleich der Karten aus verschiedenen Zeitschnitten ermöglichte zunächst eine gute Übersicht über die Veränderungen in dem untersuchten Zeitabschnitt. Allerdings erwies sich die Kombination mit der Baustatistik wie erwartet als unbefriedigend, da keine genaue Zahl der Ein- und Zweifamilienhäuser vorhanden ist, sondern nur Wohngebäude insgesamt erfasst wurden. Besonders in gemischten Gebieten mit hohen Anteilen an Drei- oder Vierfamilienhäusern ist aber mit Beschränkung auf den Kartenvergleich keine verlässliche Aussage bezüglich des Anteils an Ein- und Zweifamilienhäusern möglich. In der Konsequenz würde dies bedeuten, alle betroffenen Straßenzüge eigenhändig zu erfassen, wobei ein flüchtiger Blick oft nicht ausreicht. Da Gesamtzahlen daher nur schwer zu ermitteln sind, können lediglich für die untersuchten Gebiete Zahlen genannt werden. Ein weiteres Problem für die Erfassung stellen Häuser dar, die später im Zuge der Nachverdichtung erbaut wurden oder auch nur kurz nach dem Zeitschnitt entstanden sind: Optisch sind sie oft nicht oder kaum vom untersuchten Bestand zu unterscheiden. Der Wohnungsmarkt im Stadtgebiet Frankfurt wird in der Regel getrennt vom Umland betrachtet, das heißt, es gibt weder gemeindeübergreifende Statistiken noch Untersuchungen bezüglich des Wohnungsmarktes, obwohl Frankfurt nicht nur durch Pendlerströme eng mit dem Umland verflochten ist. Auch für diese Untersuchung bedeutete dies, dass keine Daten für die gesamte Wohnungsmarktregion zur Verfügung standen und auf einzelne Teilräume zurückgegriffen werden musste. Die Gespräche mit Immobilienmaklern in Frankfurt und im Taunus ergaben, dass diese kein besonderes Potenzial in den Häusern der 1950er/60er Baujahre sahen oder vielmehr dies im Gespräch nicht explizit äußerten. Andererseits sind der Autorin bei der Bewohnerbefragung wiederholt Äußerungen entgegengebracht worden, sie „stecke mit Maklern unter einer Decke“. Besonders in der Siedlung Eichwäldchen scheint es konkrete Angebote von Maklern bezüglich der Häuser gegeben zu haben. Insgesamt scheint also ein Interesse an diesem Marktsegment zu bestehen, das aber erst im Laufe der Untersuchung und noch nicht während der explorativen Gespräche offenbar wurde. Bei der Bewohnerbefragung ist aufgefallen, dass viele der potentiellen Umzugskandidaten, also Personen mit einer angenommen Unzufriedenheit bezüglich der Wohnsituation, den Fragebogen nicht beantwortet haben. Alleinstehende ältere Frauen haben nur sehr selten den Bogen ausgefüllt, ältere Männer dagegen etwas bereitwilliger. Zu vermuten ist in diesem Zusammenhang eine Angst vor Einbrechern 25 [...]

Die Befragung der Bewohner in vier unterschiedlichen Untersuchungsgebieten (s. Anhang A) hatte drei Schwerpunkte: die Sozialstruktur der Bewohner im Hinblick auf ihre Flexibilität und Umzugsbereitschaft, das bewohnte Haus selbst sowie der Standort des Hauses. Ziel der Befragung war es, die Bedeutung des Hauses für die Standortwahl und die Bedeutung der Lage für die Standortwahl herauszufinden sowie die Bereitschaft zu erfragen, bei sich ändernder Lebenssituation einen Umzug ins Auge zu fassen und letztlich die Gewichtung der jeweiligen Punkte zu eruieren. Der Schwerpunkt lag dabei nicht auf dem konkreten Alter oder dem Familienstand der Bewohner, sondern auf der Phase im Lebenszyklus, in der sich der Bewohner selbst sah. Hieraus lassen sich Schlüsse auf die Umzugsbereitschaft sowie die Flexibilität der Bewohner ziehen. Der Fragebogen bestand aus drei Teilen: die Fragen im ersten Teil betrafen das Haus selbst sowie die Entscheidung für dieses Haus sowie die Frage zum Eigentumsverhältnis. Der zweite Teil befasste sich mit dem Standort des Hauses sowie der Wohnsituation und auch der Frage, inwieweit ein Umzug vorstellbar wäre. Der letzte Teil schließlich erfragte den Lebenszyklus und die Haushaltgröße (s. Anhang B). [...]

Arbeit zitieren:
Martens, Iris Januar 2004: Der Ein- und Zweifamilienhausbau der 1950er/ 60er Jahre, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Wohnungsmarktforschung, Immobilienbestand, Standorttheorie, Bodenmarkt, Landnutzung

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